Ein Bericht über Robert Habecks Plan für die Ukraine: Sie soll auf grüne Energie setzen. Die sei für Russland schwerer angreifbar. Meinen der Berichterstatter, sein zitierter Experte oder der grüne Minister das ernst?
Zum Ende der Woche war Robert Habeck bekanntlich nach Kiew aufgebrochen. Wie so oft, wenn westliche Regierungsvertreter den Zug in die Ukraine besteigen, wurde der Besuch nicht öffentlich angekündigt und war somit offiziell „überraschend“. Überraschendes präsentierte auch ein Berichterstatter vom Focus, bzw. „sein“ Experte und/oder der Klima- und Wirtschaftsminister Robert Habeck. Immerhin ist dieser Focus-Beitrag zum Habeck-Besuch in Kiew schon etwas speziell und findet sich in anderen entsprechenden journalistischen Werken dieser Tage in dieser Form nicht wieder.
Die Berichte der anderen Kollegen bezogen sich eher auf Habecks Aussagen, wie wichtig die weitere Ukraine-Hilfe sei, damit das Land im Krieg erfolgreich sein könne, und wie richtig es wäre, dass Deutschland dabei voran ginge. Selbstverständlich ging es auch um die Rüstungsproduktion für die ukrainischen Streitkräfte und den irgendwann folgenden Wiederaufbau.
Das wurde vom Focus-Kollegen auch nicht übersehen, aber beim Blick auf die mitreisende Wirtschaftsdelegation fiel ihm auf: „Teil davon sind nicht nur die erwartbaren Unternehmer aus der Rüstungsbranche – sondern auch Vertreter zweier Energieunternehmen.“
Die Sicherheit der Energieversorgung ist in der Ukraine kriegsbedingt gefährdet. Im Unterschied zu Deutschland wäre bislang wohl keine Regierung der Ukraine auf die Idee gekommen, eigene Kraftwerke selbst zu zerstören, um dann zu versuchen, ihre Erzeugungskapazitäten mit Wind- und Sonnenenergie zu ersetzen. Doch Russland hat seit seinem Angriff auf die Ukraine gezielt ukrainische Energieinfrastruktur zerstört, so dass die Energieerzeugungs- und verteilungskapazitäten deutlich geringer geworden sind.
„Kriegstaktischer Vorteil“
Nach gegenwärtigem Stand würde es Berechnungen der Weltbank zufolge neun Milliarden Euro bis 2050 kosten, um die Energieversorgung der Ukraine wieder aufzubauen, weiß der Focus-Berichterstatter und behauptet:
„Genau an diesem Punkt wittert der deutsche Wirtschaftsminister seine Chance: Er will dafür sorgen, dass vor allem Wind- und Solarenergie aufgebaut wird. Das würde dabei helfen, dass das Land wie die EU bis 2050 klimaneutral werden könnte – und es würde der Ukraine einen kriegstaktischen Vorteil bringen.“
Solar- und Windenergie bringen einen „kriegstaktischen Vorteil“? Wie das? Der Kollege erklärt es:
„Schaltet Putins Armee eines der großen leistungsstarken Kraftwerke aus, bedroht das sofort große Teile der Stromversorgung. Denn die Energieinfrastruktur ist zentralisiert – ein Überbleibsel aus Sowjetzeiten. Anders wäre das beispielsweise bei Sonnenenergie: Weil ein kleiner Solarpark weniger Strom erzeugen kann als beispielsweise ein Kernkraftwerk, braucht es von ihnen gleich mehrere an verschiedenen Standorten. ‚Wind- und Solarparks wären sicherlich nicht so einfach auszuschalten‘, glaubt Hans-Jürgen Wittman deshalb. Er ist bei der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Germany Trade & Invest für die Ukraine zuständig.
‚Russland müsste hier einen viel größeren Aufwand betreiben, um einzelne Energieanlagen, Relaisstationen, oder Knotenpunkte zu treffen. Diese könnten im Vergleich zu einem Wärmekraftwerk zudem einfacher geschützt werden’, erklärt Wittmann. Ein schnelles Blackout wäre unwahrscheinlicher.“
Toll! Also dass sich eine relativ dezentrale Energieerzeugung nicht so leicht mit Raketen und Bomben lahmlegen lässt wie eine zentralisierte Energieerzeugung, ist ja noch nachvollziehbar. Aber warum müssen es Wind- und Solaranlagen sein, die bei Dunkelflaute auch ohne Bombenangriff keinen Strom liefern? Weil der deutsche Klimaminister diese Art der Energieerzeugung besonders mag?
Nicht ganz auf dem richtigen Weg?
Die Ukraine jedenfalls ist offenbar noch nicht so ganz auf dem „richtigen Weg“.
„Der Umbau des Energiesystems ist laut Experte Wittmann eine der ‚Top-Prioritäten der ukrainischen Energiepolitik‘. Die Regierung in Kiew plant bis 2032 die Kapazität der erneuerbaren Energie beinahe zu verdreifachen. Auf dem Weg zur Klimaneutralität will die Ukraine aber auch an Kernenergie festhalten – und damit an anfälligen AKW.“
Zum Glauben, der Mensch könne einen Klimawandel durch verminderten CO2-Ausstoß zielgenau steuern, obwohl sich das Klima stets veränderte, auch schon bevor es Menschen auf der Erde gab, ließen sich die Ukrainer demnach immerhin bekehren. Nur dem deutschen Sonderweg bei der Atomkraft mögen sie nicht folgen.
Damit hier nicht behauptet wird, wir würden dem Focus-Kollegen Einseitigkeit unterstellen: Er hat in seinen Bericht Bedenken mit aufgenommen, dass auch die Kriegstüchtigkeit von Wind- und Solaranlagen so ihre Grenzen hat.
„Ukraine-Experte Wittmann warnt trotz aller Vorteile auch vor Gefahren bei Wind- und Solarparks: ‚Das Risiko eines Angriffs besteht nicht nur in Form von Drohnen und Raketen, sondern auch in Form von Cyberangriffen auf die Netzinfrastruktur.‘ Außerdem gebe es Fälle, in denen russische Truppen gezielt Solarparks angegriffen oder Solarzellen demontiert und abtransportiert hätten.“
Ja, da kennt der Russe keine Skrupel. Trotz dieser Gefahren engagiert sich Deutschland für den Wind- und Sonnenstromausbau in der Ukraine. Diesbezüglich können der Berichterstatter und sein Experte noch mit einer kleinen Pointe aufwarten:
„Ganz uneigennützig denkt Habeck dabei nicht: Denn deutsche Unternehmen profitieren möglicherweise gleich zweifach, glaubt Experte Wittmann. Zum einen können sie die passenden Technologien liefern. Das Potsdamer Unternehmen Notus Energy beispielsweise will drei Windparks mit insgesamt 270 Megawatt im Gebiet Odessa errichten. Und am Rande einer Ukrainereise von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) unterzeichneten Firmenvertreter eine Absichtserklärung mit Vertretern der ukrainischen Regierung über die Entwicklung eines Windparks in der Sperrzone von Tschernobyl.
Auf dem Gebiet des ehemaligen Atomkraftwerks soll dann grüne Energie entstehen. Notus Energy sieht darin gleich mehrere Vorteile: Erstens gibt es in dem verseuchten Gebiet keine Anwohner, die sich durch die Anlage gestört fühlen könnten. Auch die Tier- und Pflanzenwelt muss hier nicht besonders geschützt werden. Und schließlich könnte durch die Modernisierung der alten Kraftwerksinfrastruktur Strom direkt in die Metropolregion Kiew geliefert werden.“
Deutscher Windstrom aus Tschernobyl – welchem Drehbuchautor wäre das eingefallen?
Für unsere Rubrik „Achgut zum Hören“ wurde dieser Text professionell eingelesen. Lassen Sie sich den Artikel hier vorlesen.
Peter Grimm ist Journalist, Autor von Texten, TV-Dokumentationen und Dokumentarfilmen und Redakteur bei Achgut.com.

Der Strom sagt man, sei der Brotpreis der Neuzeit. Die Grünen treiben beide in die Höhe und Cem I sichert die Pläne ab; für Ökolandbau braucht man ein Vielfaches an Acker. Die Tofuwurst verzehrenden Schlaumeier labern den Mist nach, den Habeck verklappt, der Teslas und Westinghouse Überlegungen zur Transformation elektrischer Energie weitgehend in den Wind schlägt, da dezentral das Schlagwort der Grünen ist, die ihr 11 Eurobrot aus Schwabinger Manufakturen erstehen. Es ist die Konzeption von wissenschaftlichen Fortschritt durch Schlagwörter und gemästete Thinktanks, die von Blackrock und anderen Kapitaleinsammlern gepäppelt werden. Da man Geld nicht speichern kann, sah man es eine Weile in KKAs und Solarpaneelen gut aufgehoben, wo es ebenso versickert, wie volatiler Strom, allenfalls zu mafiösem Subventionsbetrug taugend, eine Tatsache, die Larry Fink und seine Börsenpropheten durch den Überfall Rußlands dann doch bewogen umzuschichten, denn gegen die Physik zu regieren wird irgendwann schmerzhaft. Trump hat das mit der ihm eigenen Intuition in der Unterstützung des rust belt von Pittsburgh antizipiert und Elon, womöglich nicht nur als Einzelperson, sondern im Auftrag der Konkurrenten deutscher Autobauer, hat beherzt in Grünheide sich ein gewaltiges Stück vom Subventionskuchen gesichert. Will Deutschland sich das Experiment ersparen, mehrere Städte wie Detroit zu befrieden, muß es aufhören, regenerativen Energien grundlegend als eierlegende Wollmilchsauen anzusehen, die weiterzuentwickeln notwendig sind, aber nicht mit der Vorgabe, alles habe so zu laufen, wie Häuptling warme Pumpe wünscht
Dieser Plan ist Wehrkraftsetzung der Ukraine: Nachts und bei Flaute sind ihre Waffen stumpf.
Der Klimawandel ist Teil der Schöpfung. Denn er ergibt sich aus der Summe aller Wetterlagen. Und CO2 brauchen die Pflanzen für ihr Wachstum. Ohne Pflanzen gibt es kein Leben auf der Erde.
Beim Durchforsten des täglichen Irrsinns kann man sich langsam nicht mehr des Eindrucks erwehren, dass wir an 365 Tagen im Jahr den ersten April haben. Wenn dieser Märchenonkel in Gestalt eines Wirtschaftsministers endlich abgedankt hat, kann er Märchenbücher für Kinder und Erwachsende schreiben und benötigt dazu noch nicht mal mehr Gehirnschmalz; er kann einfach auf seine ganzen erlebten Geschichten in der Politik zurückgreifen und die seiner Mitstreiter. Das Material reicht auf jeden Fall bis zum Ende seiner Tage…
Windräder und Solaranlagen sind keine militärischen Ziele, weil sie weder kriegswichtig noch sonst irgendwie wichtig sind.
Hobbystratege Habeck. Ein (Auch-)Kinderbuch-Autor und Dampfplauderer im (wie seine Socken) fadenscheinigen intellektuellen Gewande und mit der obligaten salonkommunistischen Attitüde. Natürlich ungedient. Gewiss aus gewissen Gewissensgründen, welche das auch immer gewesen sein mögen, verweigert und „auf Zivi“ gemacht. Eine grundsätzliche Ablehnung des Krieges dürfte nicht darunter gewesen sein. Solche Männer braucht man an der Front. Also, lieber Robert, verschwende nicht Dein Talent an das ungeliebte Deutschland, sondern lass‚ Taten sprechen und verteidige Deine Werte – welche das auch immer sein mögen – am Dnepr. Du wirst ganz gewiss das Kriegshandwerk von den Füßen auf den Kopf stellen. Und dem Krieg eine 360°-Wende verpassen. (Und nimm bitte auch Deinen Kameraden Anton mit. Dem scheint schon seit geraumer Zeit der Abzugsfinger zu jucken…)
VORWÄRTS! – Der Wahnsinn ist irre geworden und hat auch noch grüne Methode! – Das alles klingt auch nach perverser Extrempropaganda für die Grünen: Schaut her! Unsere grünen Wind- und Solaranlagen sind so dermaßen gut und nützlich, dass man damit sogar Russland besiegen könnte! – Als Hobbyverschwörungstheoretiker sehe ich natürlich den Great Reset und die WEF-Bande hinter diesem ganzen Kriegsbullshit.
2050 soll die Ukraine CO2 neutral sein. Sonst hat der Misswirtschaftshäuptling keine Probleme.