Es war die Pressekonferenz des kompletten Energiewende-Fiaskos. Nur sollte es nicht eingestanden werden und verbarg sich hinter einem dichten Vorhang an Schwurbelei. Eine Richtigstellung.
Der Minister Habeck, der sonst so stolz auf seine Erklärbärfähigkeiten ist, befleißigt sich einer möglichst unverständlichen Ausdrucksweise. Selbst jemand aus der Branche muss sich das Fachchinesisch mehrfach anhören, um etwas davon zu begreifen.
Man sieht Habeck förmlich den Schmerz an, wenn er sich windet wie ein Aal. Und er sagt es gleich zu Beginn: „Ich werde nur den richtigen Rahmen setzen“, also das Thema im grünen Sinne framen. Dann betet er dabei seine üblichen Energiewende-Plattitüden herunter: „Die Versorgungssicherheit ist hoch. Wir sind ein Stromexportland. Wir haben eine große Netzstabilität“.
Die Energiewende-Märchentante Kemfert hätte ihre helle Freude. „Wir haben genug Energie in Deutschland und versorgen unsere europäischen Nachbarn mit dieser Energie mit“. Nach dieser frechen Lüge kommen Schuldzuweisungen, wie sie sich das DDR-Politbüro und Karl Eduard von Schnitzler nicht besser hätten ausdenken können.
Schuld an der deutschen Energiemisere ist nicht die Abschaltung und Verschrottung großer Teile des deutschen Kraftwerksparks, sondern ein „besonderes Jahr“, geprägt durch die „Ausfälle von russischem Gas und ihrem Ersatz“. Danach sind die „nicht am Netz seienden französischen Atomkraftwerke“ dran. Schuld ist auch noch das „Niedrigwasser im Rhein“. Dann kommt „die Wasserkraft in Norwegen bis zu den Alpen“. Und zu guter Letzt „haben wir beim Ausbau der Erneuerbaren Energien und dem Netzausbau geschludert. Wir, das heißt Deutschland insgesamt…“.
Nur der grüne Robert und seine Partei sind nicht schuld
Für Habeck sind alle schuld – die Russen, Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die Franzosen mit ihren Atomkraftwerken, und zu guter Letzt „wir“ insgesamt – die Deutschen. Nur der grüne Robert und seine Partei sind nicht schuld. Die Lage ist deshalb so schlimm, meint Habeck, „weil die Parameter der Wirklichkeit schon während der Berechnung die Annahmen übertroffen haben“.
Für mich heißt das, dass die Realität es gewagt hat, einfach die Tür einzutreten und nun mitten im Raum steht.
Dann kommt Robert Habeck mit einer Wortschöpfung um die Ecke, die das Zeug hat, in die Geschichte einzugehen:
„Unter Annahme der Probleme, die im Wesentlichen durch Ausfall auch der europäischen Kraftwerke und der Redispatchkapazität auch im europäischen Ausland entstehen, gibt es unter bestimmten Szenarien, sehr kalter Winter, große Ausfälle von Atomstrom in Frankreich beispielsweise, STUNDENHAFTE MANGELSITUATIONEN, die sie noch einmal für Deutschland bezogen, auf der Seite, ich glaube es ist die Seite neun, dort finden“.
Weil die französischen Kernkraftwerke nicht laufen, ist sie nun mal da, die „stundenhafte Mangelsituation“ in Deutschland (ab etwa Minute 9:00)
Und keiner fragt, warum
Dies ist eine grenzenlose Frechheit. Habeck hat bei seiner Entscheidung die grüne Basis und die Niedersachsenwahl fest im Blick. Die unter den Strompreisen leidende Bevölkerung ist ihm völlig egal. Die hohen Strompreise sind sogar sehr erwünscht, dämpfen sie doch den Verbrauch. Und nicht zu vergessen, der Staat verdient umso mehr, je höher die Strompreise sind.
Die Bedingungen für die in „Notreserve“ stehenden Kernkraftwerke sind so gestaltet, dass sie in der Not nicht einspringen können, da sie so hingestellt werden, dass es eine gute Woche dauert, bis sie nach Aufruf Strom erzeugen können. Sie können auch keine spürbare Entlastung der Strompreise darstellen, da sie ja nicht produzieren dürfen. Zur Beruhigung der grünen Klientel soll das ganze Volksbetrugsmanöver nur dreieinhalb Monate gestattet sein.
Und keiner fragt, warum nur zwei und nicht alle drei Kernkraftwerke, die ja baugleich sind. Aber das KKW Emsland steht in Niedersachsen, und dort sind im Oktober Landtagswahlen. Was soll denn da der linke Landesverband der Grünen vom Robert denken?
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) missbraucht die Ergebnisse des Stresstests, der sowohl Risiken für Lastunterdeckung als auch erheblichen Redispatchbedarf aufgezeigt hat, um eine Politik des „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ zu verfolgen, indem man einen potenziellen Einsatz von Kernkraftwerken zwar formell ermöglicht, aber de facto ausschließt, denn die Bedingungen für einen Einsatz der Einsatzreserve sind so gestaltet, dass ein kurzfristiger Einsatz in einer akuten Notsituation ausgeschlossen ist und ein mittelfristiger Einsatz immer „wegargumentiert“ werden kann.
Im Übrigen bewertet die Bundesregierung die Energiesituation für den darauffolgenden Winter 2023/24 als ganz anders, insbesondere wegen der Annahme der Verfügbarkeit von LNG-Terminalschiffen. Zum Thema Strompreis argumentierte Habeck ungeniert damit, dass die sehr hohen Preise, die in ungünstigen Versorgungsszenarien auftreten würden, die Stromnachfrage dämpfen würden und von daher eher nicht damit zu rechnen wäre, dass die ungünstigen Szenarien aus dem Stresstest auch wirklich eintreten würden.
Habeck geht es weder um Versorgungssicherheit noch Verringerung der Strompreise. Der so freundlich daherkommende Ideologe kann offenbar auch als Minister nichts mit Deutschland anfangen.
Übrigens: Der staatliche französische Energieversorger EDF wird in diesem Winter alle seine Atomreaktoren wieder in Betrieb nehmen, sagte die französische Energieministerin Agnes Pannier-Runacher am 2. September, wie Reuters berichtete. Pannier-Runacher sagte, dass derzeit 32 der 56 Reaktoren der EDF wegen Wartungsarbeiten oder technischer Probleme vom Netz sind. „Ab Oktober werden jede Woche neue Reaktoren wieder anlaufen", kündigte sie an. „Wir werden zusammen mit EDF die Reaktoren, die wegen Korrosionsproblemen abgeschaltet wurden, genau beobachten." (Quelle: WNN Daily, 05.09.2022)
Die ganze Pressekonferenz finden Sie hier.

Wie bestellt, … . Er läuft heiß, der Kolbenfresser naht. Vom Rückenmark diritissime ins Mundwerk, ohne Filtration durch das Großhirn. Das Volk wird es ihm zu danken wissen. Nun dürfen sie die Kartoffelsuppe auslöffeln, die sie von Merkel kochen ließen. Die C-Parteien gucken zu und feixen. Und die Sozen gucken stumm, um den ganzen Tisch herum. Der Knappe FDP empfiehlt sich und geht, hat seine Schludrigkeit getan. Frei nach W.S., also „Wie ihr wollt“ oder „Was“, „Wie es euch gefällt“, ein Sommernachtstraum. Der Robert gibt den Puck. What is policy, a tale, told by an idiot, full of sound and fury – signifying nothing. Ebenfalls nach W.S., eigener Duktus. „policy“, nicht „politics“ – denn DAVON kann wohl keine Rede sein, oder? Policy heißt so viel wie „einseifen“, eine tolle soap, das. Usw.
Jeder der Habecks Leidensmiene live gesehen hat, wusste, was er wohl dachte: „Sie werden merken, dass ich lüge und völligen Quatsch erzähle, aber ich muss, damit meine verblödeten Wähler und Parteigenossen nicht reihenweise, bei der Niedersachenwahl, von unserer grünen Fahne gehen!“ Anschließend all die Wichtigtuer der Kraftwerksbetreiber, die sich wirklich hinter Fachchinesisch-Blabla versteckten, wobei ich dann wirklich lachen musste, als der arme Robert verkündete, Deutschland sei ein Stromexportland. Okay, früher vielleicht mal. Die ganze PK war wirklich lächerlich, besonders weil man zwei von drei AKWs „laufen“ lassen will, bzw. unsinnigerweise in die Notreserve schiebt. Und wer hätte es gedacht, ausgerechnet das niedersächsische AKW natürlich nicht, dass wird dicht gemacht, selbstverständlich aber nicht wegen der Wahl am 9. Oktober. Am Ende wird Roberto wohl gehofft haben: „Okay, Augen zu und durch, schließlich haben uns unsere bekloppten Wähler ja auch den Globuli-Mist, die Kobolde und das man Strom im Netz speichern kann, geglaubt…“
Die Schwurbelkonferenz war gestern ja erstmal zum warmmachen, die Kür folgte am Abend bei Maischberger. So viel dummes Zeug hat wirklich noch kein deutscher Minister von sich gegeben; Habeck, „Wenn den Betrieben das Geld ausgeht sind sie nicht automatisch insolvent, sondern hören erstmal auf zu arbeiten“……..kann man sich echt nicht ausdenken !
Der größte Wunsch der Mehrheit der Wahlberechtigten ist es, Adolf Hitler wieder zum Führer wählen zu dürfen. Da dieser aber nicht mehr zur Verfügung steht, wählen sie halt the next best thing, nämlich links-grün. Der Nachteil daran: Bis zum nächsten Untergang dauert es etwas länger, als es bei Adolf gedauert hätte. Aber er kommt. Bestimmt.
Roberto lief später bei Maischberger zur absoluten Höchstform auf, als er dem staunenden Zuschauer eine Insolvenz erklärte. Er hat zwar ein 1er Abitur, würde aber beim Homburg nicht die Klausur im Grundstudium BWL packen. Übrigens: Die Solidarleistungen der französischen EDF sind durch das Transfervolumen der Stromleitungen limitiert und lösen mit Sicherheit nicht das deutsche Energieproblem. Gilt auch für die genialen AKWs der Ruthenen, wobei Polen, Slowakei, Rumänien noch einen kleinen Skonto einbehalten dürften.
Hatte nicht letztes Jahr eine Grüne (weiblich, Name ist mir entfallen) davon schwadroniert das in Zukunft die Energie „Angebotsorientiert“ verteilt würde? Es war in einem Artikel der Achse. Tja, nun ist die Zukunft mal da.
Auch wenn Habeck hier rumschwurbelt und es seine Präsentation einen so hilflosen Eindruck erweckt. Ich bin sicher, in ihrem Backstagebereich jubeln die GRÜNEN jeden Tag, wenn sie sehen was da der Bevölkerung (und der Wirtschaft) im kommenden Winter droht, denn das ist doch exakt das, was sie erreichen wollen. Das alles ist kein Unfall und auch nicht in ihrer Dummheit, was zweifellos ihr Markenzeichen ist, begründet. Damit haben sie eines ihrer großen politischen Ziele endlich erreicht. Sie werden sich gegenseitig auf die Schultern klopfen und ihren Erfolg ausgiebig feiern.