Nach dem 7. Oktober und der Begeisterung, die er unter Moslems ausgelöst hat, können Linke nicht mehr verbergen, was sie mit ihrer Politik guthießen, die die Feinde der Juden hofierte. Die Worte von Robert Habeck, die für sich genommen richtig und nobel sind, kommen zu spät.
Es ist dringend notwendig und richtig, wenn in einem diese Woche veröffentlichten Video auf „X“ Robert Habeck „einige Gedanken“ zur Sicherheit Israels und der deutschen Staatsräson äußern und mit seiner „Einordnung und Differenzierung“ als Wirtschaftsminister für Klarheit sorgen möchte. Habeck erinnert dabei jedoch an einen biederbraven Bürger, der versucht, das ererbte Aktiendepot seiner Familie umzuschichten, um das Vermögen in der Krise durch antizyklische Investments noch zu retten, aber damit im Ansatz scheitert. Denn er hat schlicht zu spät angefangen. Die alten Investments sind bereits zu schwer angeschlagen.
Der brave Mann will nicht wahrhaben, dass er das Depot sich selbst überlassen hatte – vielleicht im falschen Glauben, der Markt würde es schon regeln und irgendwann wären auch noch Dividenden und Gewinne aus faulen Werten einzustreichen. Dieses moralische Depot der linksgrünen Regierungsparteien ist aber massiven Verlusten ausgesetzt. Es enthält toxische Werte. Darum geht es dem Wirtschaftsminister auf „X“.
Habeck wird häufig nachdenklich, wenn die Unwägbarkeiten der Zeit seinem Ministeramt Steine in den Weg legen, deren Größe und Gewicht er und seine Partei einst mitbestimmt haben. Dann versucht er, Vertrauen zurückzugewinnen und investiert in Krawatte, überlegte Wortwahl und Nachdenklichkeit, versucht das grünmoralische Depot, dessen Kurse ins Bodenlose fallen, umzuschichten – denn er hat bemerkt, dass die Parteifamilie in der Vergangenheit auf jene toxischen Investments gesetzt hat, die bald den Bestand des ganzen Depots gefährden. Linksgrüne Moral, keine Anlageempfehlung.
Mutter Courage der Palästinenser-Besorgtheit
Aber das grüne Moral-Depot hat bereits zu viel an Wert verloren, und der brave Habeck hat den richtigen Zeitpunkt für dessen „Differenzierung“ einfach verpasst. Die Investments „Menschengeschenke“, „Deutscher Klimaschutz“, „Infrastruktur Heizungswende“ gingen schon in die Hose, nun sorgt auch noch die „Klima-Säulenheilige“ Greta mit ihren antisemitischen „Futures“ für Unruhe an den sicher geglaubten Moralbörsen des grünen Utopismus und zerschießt das topsichere Anlagekonzept „Klimagerechtigkeit“.
In Wahrheit haben die grüne Partei und die linken Genossen zu lange in Antisemitismus investiert, der an den populistischen Börsenplätzen „Israelkritik“, „BDS“, „Antiimperialismus“ und „islamische Zuwanderung“ frei und unbedenklich gehandelt wurde. Nun stellen sich diese „Investments“ als hochgradig volatil und toxisch heraus, der Ausstieg ist mit starken Reputations-Verlusten behaftet. Aber Habeck versucht zu retten, was zu retten ist. Das ist – ganz unironisch gemeint – honorig. Mehr aber auch nicht.
Die Grünen und Linken (SPD natürlich eingeschlossen) haben den „berühmten“ Anfängen nicht gewehrt, sie haben sie oft genug gefördert. Claudia Roth, die Mutter Courage der grünen Palästinenser-Besorgtheit, hat an Schamlosigkeit kaum etwas ausgelassen, was ihre antiisraelische und damit antijüdische Haltung offen zur Schau stellte. Am Ende hat sie noch Kunst daraus machen lassen. Habeck muss Verluste realisieren, wenn er das toxische Derivat Claudia Roth „einordnet“. Keine schöne Aufgabe, zumal eine mit falscher Priorität in den Augen vieler seiner Parteigenossen.
Historischer Flurschaden, grüne Mittäterschaft
Robert Habeck ist ein tragikomischer Antizykliker. Er leidet darunter, mit seiner frommen Anwesenheit eine Form von Irrsinn zu vollenden, in die bald nur noch elitär „denkende“ Abgedrehte und Krisengewinnler investieren möchten (14 Prozent, Infratest dimap, 2.11.2023). Das scheint ihm, dem Intellektuellen unter den grünen Bildungsimprovisateuren, an der Bruchstelle historischer Ereignisse immer wieder zu Bewusstsein zu kommen. Dann beginnt er selbstkritisch zu räsonieren, wenn beispielsweise das Heiz-Gas knapp wird, weil der Russe den Ukrainer überfällt, oder wenn Antisemiten Juden abschlachten und dies auf unseren Straßen gefeiert wird – wenn grüne Politik sich also nicht nur als Ökodorf, Weltrettung und Friedensbotschaft verkünden lässt, sondern sich zunehmend als historischer Flurschaden, grüne Mittäterschaft und Zynismus manifestiert und aufdrängt.
Die Grünen liefern gerne Werte, Worte und auch Waffen auf die „richtige“ Seite der (Meinungs-)Fronten, sie schießen scharf und kennen keine weltanschauliche Gnade. Am blutigen „Gaza-Hamas-Narrativ“ wird es Habeck jedoch gewahr, dass solche Selbstgefälligkeit durchaus moralische Trugschlüsse und politische Lügen hervorbringt, die den republikanischen Gründungsmythos als Schuldeingeständnis und deutschen Treueschwur gegenüber Israel seinem diametralen Verrat aussetzen. Er stellt das auf „X“ klar und benennt das verräterische Prinzip der Altvorderen, die nicht nur „rechts“, sondern auch in seinen eigenen Reihen herumlungern.
Die beflissenen „Pali-Tuchträger:innen“ und „Migrationsexperten“ kennt man, auch ihren latenten oder verstiegenen Antisemitismus. Solche Hassproduzenten sitzen in seiner Partei, den Medien und der „Zivilgesellschaft“, auch bei den heiliggesprochenen Jüngern von „Fridays for Future“ und in den propalästinensischen Komitees mit ihren Fürsprechern, die jene gern beklagte bürgerliche, „Islamophobie“ als Sichtschutz vor der eigenen Judaphobie aufbauen. Ferda Ataman und Lamya Kaddor (Grüne) verschanzen sich auch gern dahinter.
Antizykliker Habeck zu spät aufgewacht
Robert Habeck vertrat als grüner Wirtschaftsminister oft genug das Falsche mit einer Absolutheit, als sei es das unantastbar Richtige. Als deutscher Staatsmann vertritt er nun in einem Video auf „X“ das Richtige zum viel zu späten Zeitpunkt. Als böte sich noch eine entscheidende Kehrtwende: für die deutsche Gesellschaft, in der Migrationsdebatte, für Israel und den fehlgeleiteten Tross seiner eigenen Partei. Währenddessen können Juden in Deutschland nicht mehr offen mit Davidstern, Kippa und Israelflagge herumlaufen, ohne Gefahr zu laufen, tätlich angegriffen zu werden. Diese Entwicklung hat sich nicht erst kürzlich ergeben.
Habeck sagt das Richtige, obgleich er ein Grüner, Verblendeter, Mitverursacher des Abstiegs ist. Er zeichnet verantwortlich für den Niedergang einer Volkswirtschaft und für den Niedergang der moralischen Kultur, den die Grünen mitbetrieben haben. Also liest er nicht nur seiner Partei die Leviten in Sachen Antisemitismus-Abwehr als deutsche „Staatsräson“: Gegenüber rechts, links, grün und gegenüber den Moslems – in Deutschland und überall da, wo man auf der Welt den Staat Israel und die Juden vernichten will.
Tragikomischer geht es kaum: Welche so wichtige „Staatsräson“ verleitete den grünen Habeck dazu, mit der Kritik am praktizierten Antisemitismus der Linken und seiner Grünen so lange gewartet zu haben, bis tausende Opfer zu beklagen waren? Wo bleibt diese „Staatsräson“, die keine „Leerformel“ sein soll, bei all den anderen Themen, dem klima-monetären Ausbeinen der Mittelschicht und der grassierenden Armutsbeschleunigung durch „Energiewende“, Inflation und Arbeitsmarktverwerfungen – alles Ergebnisse seiner direkten Einwirkung als Wirtschaftsminister? Der Antizykliker Habeck ist zu spät aufgewacht: Man hört schon die Magenwinde im grünen Parteiorgan rumoren und fragt sich, wann der antiisraelisch motivierte Parteiapparat wohl Luft ablassen muss.
Robert Habecks „Rede zur Nation“ auf „X“ zeigt einen Menschen, der durchaus glaubhaft die Sicherheit Israels anmahnt. Man kann feststellen, dass seine ablehnende Haltung in Bezug auf gesellschaftlich „geduldeten“, „neuen“ Judenhass auch den „importierten“ Antisemitismus meint, der in Deutschland nicht erst seit gestern massenhaft von Muslimen ausgeht und von vielen ihrer Verbände offen gebilligt wird. Habecks Erinnerung an die deutsche „Staatsräson“ lässt kaum eine sonst so übliche, linksgrüne Nebelbank stehen, in deren Schutz man in der Vergangenheit an Gazas Gestaden den palästinensischen Antisemiten Geldgeschenke für direkte Terrorfinanzierung überbrachte oder in Teheran Deals einfädelte, die dem ehrgeizigen Atomstaat in spe bei seinen Endlösungsträumereien behilflich sein konnten.
Unterschied zwischen Barbarei und Notwehr
Aber was hilft solche deutsche, ehrliche „Staatsräson“ im Nachgang einer jahrelang betriebenen Staatsräson als fadenscheinige Attrappe, mit der man den Feinden der Juden und Israelis den Hof machte? Was hilft das Aufmerken der Staatsräson als abendliches Dämmerungsleuchten, wenn man den Tag verschlafen hat und nun das Licht fehlt, um den richtigen Weg noch zu finden? Den Linken und Grünen wollte es eben lange Jahre nicht einleuchten, was ihre Form von klandestinem Antisemitismus hervorbrachte, wo in Antifa-Kadern oder grünen „israelkritischen“ BDS-Zirkeln ein antikapitalistischer, antiimperialistischer, antikolonialistischer Antizionismus gepflegt wurde, dessen Wortvernebelung den mittransportierten „beherzten“ Antisemitismus der grünlinken Nomenklatura wundersam zum Gutmenschentum veredelte.
Die Juden, die dem Holocaust zum Opfer gefallen sind, gelten nach dieser Lesart als gute. Die Juden in Israel, die dort leben, um nie wieder millionenfache Opfer zu werden, sind in Ausübung ihres Existenzrechts aber nicht so willkommen, wie die toten. Das wieder beliebte antisemitische Motiv: Der Jude als Täter.
Mit dem 7. Oktober sitzt der Schock tief und die moralische Nebelbank über der Hamas-Hochburg hat sich gelichtet, Linke und Grüne können nicht mehr verbergen, was sie da gutgeheißen haben. Nun fängt das Schlingern um die Verantwortung und „Angemessenheit“ an. Habeck hat sich diesem Dilemma entzogen, indem er sich vor diese Kulisse gestellt hat und mit der Staatsräson argumentierte. Aber die Parteigranden werden es ihrem „Aushängeschild“ übelnehmen. Warten wir ab, bis Israel die Hamas vernichtet hat und zahlenmäßig dabei mehr (zivile) Opfer zu beklagen sind als durch die Massaker des 7. Oktober auf israelischer Seite. Aufgerechnete Todesopfer sind eine beliebte populistische Nummer, um den ethisch-moralischen Unterschied zwischen Barbarei und Notwehr aufzulösen.
Komisch, in Verteidigungskriegen, die Israel führen muss, ist diese Aufzählerei immer relevant. Deutsche Medien tun so, als gäbe es eine alttestamentarische Pflicht der Juden „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, die es für andere Nationen im Verteidigungsmodus offensichtlich nicht gibt. Wer den in die Tat umgesetzten Vernichtungswahn der Terroristen mit dem israelischen Recht auf Selbstverteidigung aufwiegen möchte, ist im Ansatz falsch: Israel wird ja nicht erst seit dem 7. Oktober von den palästinensischen Terroristen heimgesucht. Die Raketen fliegen seit Jahren und zu Tausenden. Wenn Israel in Zukunft seine Ruhe haben will, muss es die Hamas (und die Hisbollah) komplett besiegen. Ab einem bestimmten Punkt kann niemand mehr dauerhaft Rücksicht auf Geiseln nehmen, hinter denen sich Terroristen und Schurken verschanzen. Dieses Dilemma hat sich für die Israelis immer als tödliches Hemmnis erwiesen, besonders wurde das in diesem Oktober offensichtlich.
Dieser Text erschien zuerst im wöchentlichen Newsletter von Achgut.com (jeweils am Freitag), den Sie hier kostenlos bestellen können.
Fabian Nicolay ist Gesellschafter und Herausgeber von Achgut.com.

@K.Schönfeld : >>Das Maß an Umweltzerstörung können Sie sich nicht mal ansatzweise vorstellen.<< ## Da sind Sie irgendwie falsch informiert. Ich weiß genau, wenn in HaNeu der weiße Nebel an einem sonnigen Tag das Autofahren auf der F80 unmöglich machte und die Verkehrszeichen nicht mehr zu erkennen waren, weil eine graue Schicht darauf war. Ich kenne das Uran-Abbaugebiet in West-Sachsen/Ost-Thüringen. Ich habe sogar illegal dort Strahlungsmessungen gemacht, immer auf der Hut vor der Wismut-Stasi, die dem KGB-Residenten Wladimir P in Dresden direkt unterstellt war. Diese Umweltverbrechen haben den Glauben in das Ewige Himmelreich aller Werktätigen zerstört. Die DDR wurde nicht beendet, weil sie Feinde hatte. Sie wurde beendet, weil niemand mehr für dieses System eintreten wollte (bzw. nur noch wenige). ABER: Das ist nicht die Ursache der Gründung der Grünen in (West-)Deutschland. Es gab in Ostdeutschland eine Grüne Partei, die bei den ersten freien Volkskammerwahlen 1990 keine Chance hatte. Die Mehrheit der Ostdeutschen hatte kein Problem mit der Umweltzerstörung, sondern nur mit der desolaten Wirtschaftslage und dem miserablen Warenangebot. Die wollten die D-Mark. Nur wenige hatten ein Problem mit dem Umweltdreck. Davon waren nur wenige in der Grünen Partei der DDR und mit der Vereinigung zu „Bündnis90/Die Grünen“ gingen die zahlenmäßig völlig unter. Niemand von denen wurde auch nur in die Nähe irgendeiner politischen Funktion gelassen. Die heutigen Edel-Grünen, wie z.B. KGE, kamen über den „Demokratischen Aufbruch“, des IM Schnur. Daher kam auch Frau Merkel. Also die Grünen des vereinigten Deutschlands haben ihre Ursache NICHT in den Umweltverbrechen der DDR-Führung. Alles was heute als „grün“ gilt, ist das Ergebnis aus ClubOfRome, CIA, Greenpeace, und so weiter. Da ging es um Eisbären, Wale, Ozonloch, … Den Dreck in Merseburg haben die gar nicht wahrgenommen und waren dafür auch nicht zuständig. Das war im Paralleluniversum.
@N. Borger „ ….um in einer fernen schönen Zukunft etwas Neues aufzubauen.“ Das wäre mal was Neues: Ein grünes Jahr mit Rückgabegarantie.
Aber, unsere Regierung und und der Zentralrat der Juden macht immer noch die so genannten Rechten als die eigentlichen Antisemiten aus. Das ist natürlich Kalkül. Rechts muss schlecht bleiben. Ansonsten geht das Geschäftsmodell verloren. Das ist die Ausgrenzung der AfD und aller derjenigen, die nicht konform mit dem verordneten Mainstream sind.
@Ruth Rudolph : >>A. Ostrovsky Große Rede????? Das meinen Sie doch sicher ironisch, oder ?<< ## Ich würde niemals eine Rede von Habeck anhören. Deshalb kann ich nicht bewerten, warum der plötzlich so gelobt wird, überall und sogar hier auf der Achse. Ich hatte irgendwie verstanden, dass er eine Rede gehalten hat und alle stehen stramm, mit den Händen an der Hosennaht. Warum die das tun…? Keine Ahnung. Ich habe nur das einfache Problem, dass ich diese Rede – ich vermute, dass es um eine Rede geht – benennen muss. Und wenn alle sie „groß“ nennen, habe ich fast keine Wahl. Aber ich weiß nicht, ob sie mehr hoch, mehr breit oder mehr lang war.
Politiker bewertet an ihren Taten und deren Folgen, nicht nach ihrem tageslaunigen Geschwätz. Die Rede vom Windman wäre glaubwürdig, wenn sie vom Springböckchen vor der UN gehalten worden wäre und Sie dann auch entsprechend abgestimmt hätte. So ist sie nur Ausdruck des jahrelangen, erbärmlichen eigenen wie kollektiven Versagens in der Angelegenheit.
Wer wirklich glaubt, das Habeck’s Worten entsprechende Taten folgen, der glaubt auch an den Weihnachtsmann und den Osterhasen. Es werden nie die Taten folgen die eigentlich nötig wären dem Treiben in einigen Städten ein Ende zu setzen. Die Polizisten, die diese unsäglichen Demos beschützen müssen, und maximal irgendwelche Flaggen einkassieren oder üble Parolen brüllende Idioten ermahnen tun mir Leid. Es wird am Ende nichts bringen. Der importierte Hass gegen Juden und gegen westliche demokratische Grundsätze – jetzt ist er nun mal da und entfesselt, und wird gut und gerne großzügig alimentiert. So wie von sehr vielen treudoof blökenden Schafen gewünscht und gewählt.
Worte, Reden, Schall und Rauch? Glaubwürdigkeit? Berufspolitiker (Zweifel angebracht)? Taten, nicht nur Wahlkampfreden? Wie sagte die große Vorsitzende so schön: „Nun sind sie halt da“. Folgen werden mitten in D explodieren. Nun muss der Kinderbuchautor auch liefern (sofern dazu noch bei all den Goldstücken fähig)?