Was ist aus unserer Wellness-Gesellschaft geworden, in der sich angeblich doch alle lieb hatten? Dieselbe Gesellschaft ergeht sich heute in Gewaltfantasien gegen Ungeimpfte. Was ist passiert?
Fast zwei Jahre lang herrscht nun schon Corona-Ausnahmezustand und ich werde von Tag zu Tag ratloser. Der Umbau unserer freiheitlichen Gemeinschaft (auch wenn diese schon vor Corona deutlich angeknackst war) in eine immer restriktiver, düsterer und mehr und mehr dystopisch anmutende Gesellschaft ist schockierend.
Schien es am Anfang der „Pandemie“ noch um die scheinbare Bekämpfung einer mutmaßlich gefährlichen Krankheit zu gehen, zeigt die Regierung spätestens seit dem Aufkommen des Impfstoffes, dass sie im Grunde verliebt in den Katastrophenzustand ist und diesen daher möglichst lange aufrechterhalten will. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die zur Schau getragenen Politiker-Mienen Sorge oder echte Anteilnahme vermissen lassen, und stattdessen größtenteils Selbstgefälligkeit und gepflegte Langeweile zu demonstrieren scheinen.
Geht es ihnen ums „Durchregieren“, um Machterhalt durch immer weniger inhaltliche Auseinandersetzung unter dem Eindruck des Corona-Daueralarms oder um Pharmadeals? In Betracht ziehen zu müssen, dass jene, die eigentlich mit dem Meistern von politischen Krisensituationen betraut sind, kein ehrliches Interesse an Aufklärung oder Entschärfung haben, sondern lieber Angst und Schrecken verbreiten, um ihr eigenes Narrativ aufrechtzuerhalten, ist als solches beklemmend.
Was ist aus unserer Wellness-Gesellschaft geworden?
Noch furchtbarer finde ich jedoch, dass große Teile unserer Gesellschaft den ewigen Angstmodus mittragen, indem sie sich entweder von der allgemeinen Corona-Panik haben anstecken lassen oder durch Mitmachen und unterlassenen Protest, sogar im Kleinen, dabei helfen, das Corona-Regime aufrechtzuerhalten. Kopfzerbrechen bereitet mir auch, warum so viele auf zahlreiche Qualitäten verzichten, die das Leben vor Corona in Deutschland zu bieten hatte.
Denn Angst hin, Impfung her: Niemand kann mir erklären, dass die kleinen „Freiräume“, die sich für Geimpfte und Genesene bei Freizeitaktivitäten oder Kulturveranstaltungen nun wieder auftun (wenn bei 2G Maske und Abstand wegfällt), darüber hinwegtäuschen, dass wir von der Normalität immer noch so weit entfernt sind wie Rousseau von Robespierre. Macht es Spaß, im Theater erst einmal nach seinem Impfausweis gefragt zu werden? Kommen keine unangenehmen Assoziationen auf, wenn man sich nur mit „2G-Nachweis“ an eine Bar setzen darf? Und gibt es etwas Unkultivierteres, als eine Kunstausstellung nur mit Impfausweis betreten zu dürfen? Selbst die Hartgesottensten dürften ganz tief im Inneren Derartiges befremdlich finden.
Natürlich: In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot. Und Provisorien halten sich meist länger als gedacht. Trotzdem: Was ist aus unserer Wellness-Gesellschaft geworden, in der sich angeblich doch alle lieb hatten, die niemanden ausschloss, für jedes Zipperlein Verständnis und für jeden Diversen ein offenes Ohr hatte? Wo es Ehrensache war, die Glutenunverträglichkeit des Nächsten zu achten und wo von Burka-Trägerin bis Ganzkörper-Tätowiertem sämtliche Erscheinungsformen des Individuums in friedlicher Eintracht nebeneinander existieren durften?
Wie passt Kuschel-Pädagogik zu offener Diskriminierung?
Dieselbe Gesellschaft ergeht sich heute in Bestrafungsfantasien gegen Ungeimpfte und steht auf Genmanipulation durch einen experimentellen Impfstoff. Was ist passiert? Was habe ich nicht mitbekommen?
Natürlich scheint es naheliegend zu sein, dass das Diversity-Gesumse lediglich an der Oberfläche getragen wird wie ein neuer Mantel über der alten Uniform. Das wurde von den meisten etwas kritiklos und im Grunde halbherzig übernommen, einfach weil es ein Trend ist und man glaubt, mitmachen zu müssen.
Und trotzdem frage ich mich zum Beispiel beim Thema Diversity: Kommt sich eine Unternehmensführung nicht seltsam vor, wenn einerseits ein Image kreiert wird, das „Vielfalt“ vorgibt zu fördern, damit sich angeblich niemand benachteiligt und alle angesprochen fühlen (eigentlich die Spitze der Schneeflöckchen-Logik) – und gleichzeitig beschlossen wird, dass Ungeimpfte im selben Unternehmen nicht mehr gemeinsam mit Geimpften die Kantine benutzen dürfen (eine bereits fortgeschrittene Stufe in der Ausgrenzung von Minderheiten)? Wie passt Kuschel-Pädagogik zu Ellenbogen- Diskriminierung?
Alltägliche Annehmlichkeiten komplett zerstört
Oder wie war das noch, als es vor wenigen Jahren hieß, dass eine Altersbestimmung vorgeblich minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge durch Röntgen der Hand ein „Eingriff in die Menschenwürde“ sei? Warum ist der Zwang zur neuartigen Corona-Impfung kein „Eingriff in die Menschenwürde“? Warum skandieren gewisse Kreise mit Vorliebe „kein Mensch ist illegal“, aber Ungeimpfte werden mit Freuden in die Illegalität getrieben?
Intensiv gelebte Heuchelei kann also einer der Gründe dafür sein, dass unsere pseudo-tolerante Gesellschaft sich beinahe über Nacht einer totalitären Denkweise bemächtigt hat. Möglicherweise gibt das Corona-Regime auch einigen Leuten die Möglichkeit, Triebe und Gelüste auszuleben, die in den sterilen Biotopen unserer Zivilisation immer weniger zum Zuge kommen. Nicht selten habe ich etwa bei Security-Leuten in Einkaufszentren Genugtuung wahrgenommen, andere Leute herumkommandieren zu können, wenn sie etwa keine Maske trugen. Wenn dann, wie in meinem Fall, ein Attest vorgewiesen wird, wandelt sich die Häme nicht selten in unverhohlene Enttäuschung darüber, dass das Gegenüber in diesem Fall doch nicht der Verlierer, sondern der Gewinner ist.
Was immer der Grund für die bereitwillige Akzeptanz des Corona-Regimes ist: Den kompletten Schaden der Geschehnisse der letzten Monate werden wir wohl erst begreifen, wenn wir die alltäglichen Annehmlichkeiten des Lebens komplett zerstört haben.

„…dass d.kleinen “Freiräume„, d.sich für Geimpfte u.Genesene b.Freizeitaktivitäten oder Kulturveranstaltungen nun wieder auftun (wenn bei 2G Maske und Abstand wegfällt….“ Ich sehe das überhaupt nicht als „Freiräume“ sondern, als eine Falle durch: „Hereinspaziert u. steckt euch gut u. gründlich an“ wenn euch Covid hernach in der Nase kitzelt, keine Sorge, ihr seid geimpft , braucht nicht zu Ivermectin greifen (wir haben es sicherheitshalber unereichbar gemacht). Ihr solt euch in Sicherheit wiegen, zumindest solange als ihr noch Luft bekommt. Hernach dann ab zur künstlichen Beatmung. Mit solchen Methoden wenngleich in anderem Zusammenhang arbeitete auch Hitler. Die widerlichsten Tätigkeiten waren jene d.„Ehrentruppe“ der SS, d. sicherlich auch damals stolz auf ihre „Ausweise“ war. Indem er das abgrundtief Böse an die höchste soziale Ehre koppelte in einer Gesellschaft in der sowas wie „social support“ ein Fremdwort war (1) machte er es möglich. Auf eines kam Hitler allerdings noch nicht, nämlich die „Reise“ nach Ausschwitz als besondere „Ehre “ zu verkaufen.( 1)gijlt bis auf d. heutigen Tag mit der Folge einer Persönlichkeit die nur so danach lechzte „gut“ nicht vor dem Schöpfer sondern den Mitgliedern einer restlos verkommenen Gesellschaft dazu stehen, d.h.auch u.den Preis eines jeden Verbrechens Ja Sie haben Rrecht, von der „Autoritären Persönlichkeit als Erklärung solcher Greueltaten halte ich nichts. Denn auch einer “Autoritäre„ Persönlichkeit im Sinne Adornos bleibt die Wahl dahingehend für WELCHE “Autorität„ sie sich entscheidet und WO genau sie gehorcht. Hitler schaffte das Recht als solches nie offiziell ab sondern schuf eine 2. Autorität intransparente Befehle nebenher. Wi wir das auch heute beobachten . Man konnte sich also aufs Recht berufen, es wäre nichts passiert. Ein Punkt d. gut belegt, recherchiert nicht nur von E. Klee gemacht wurde… Ja, und genau so wie damals ist das heute auch.
Ab heute sind wir faktisch aus unserem Verein ausgeschlossen. 2G. Mein gesunder Nachwuchs darf nicht mehr zu einem Freund und wird von einem anderen gemieden. Die Eltern nehmen Abstand.
@Heinrich Wägner: Lieber Herr Wägner, Ihr Beitrag hat mich sehr berührt und traurig gemacht. Vielleicht erscheint es unangemessen oder distanzlos, aber: Ich drücke Sie und Ihre Frau auf das Herzlichste. Passen Sie bitte gut aufeinander auf.
Jesko Matthes hatte hier einen Artikel über den „Wandel“ der FAZ veröffentlicht. Dort habe ich heute das hier von einem Herrn Müller-Jung gelesen: „Der absehbare Kampf um Plätze auf Intensivstationen: Wie geht man mit der Tatsache um, dass das Sterberisiko von Ungeimpften so viel höher ist? Ende, aus – die Sackgasse, in der sich die Ungeimpften durch die Pandemie bewegen, endet genau hier: auf der Intensivstation. Nicht, weil jeder Ungeimpfte zwangsläufig dort landet, sondern weil all die, derentwegen die Intensivstationen im Land jetzt “volllaufen„, die Mehrheit im Land gegen sich aufbringen. Das System kollabiert auf Station, das war klar. (…)“ Wer hier wirklich versucht, die Mehrheit gegen Ungeimpfte aufzubringen, kann man leicht aus diesen wenigen Sätzen schließen. Es wirkt auf mich so, als seien solche Charaktere froh, endlich ihr wahres Gesicht zeigen zu können, weil niemand, angesichts der erzeugten Paniklage, mehr auf journalistischen Anstand zu achten hat. „Nie wieder…“? Pustekuchen! Jetzt wird wieder „zurück geschossen“! Erlaubt ist erlaubt! Ja, es ist wirklich beklemmend.
Für den Neurobiologen Gerald Hüther ist „die Angst der Menschen das größte Problem in Zeiten der Corona-Pandemie“, siehe das Gespräch bei FOCUS Online auf ytube.
Ich denke, dies trifft es; anders ist das irre Verhalten vieler Menschen gar nicht zu erklären. Kurz gesagt, Panik frisst rationales Denken/Handeln.
Gleich zu Beginn der „Pandemie“ habe ich bewußt entschieden, mich auf keinen Fall verrückt machen zu lassen. Wir haben diese Panikmache bereits auf vielen verschiedenen Feldern erleben können, zuletzt beim Thema Klimawandel(-Apokalypse), davor Atomkrieg, Waldsterben, usw.. Daß die Verächtlichmachung und Unterdrückung anderer Positionen jedes wohlabgewogene Handeln vereitelt, muß (zumindest hier) wohl nicht ausgeführt werden. Uns bleibt nur, dieses Leben gelassen, standhaft und zuversichtlich zu gestalten, um das es ein schöner Mosaikstein in der unermeßlich großen und immer weiter wachsenden Schöpfung werde.
Danke für Ihre Arbeit: „Was ist passiert? Was habe ich nicht mitbekommen?“ Ganz einfach: Die Lüge folgte noch jedem Verbrechen auf den Fuß. Nun wäre mir keine Lüge bekannt die mit der Logik kompatibel wäre, wovon jeder Kriminalroman im Grunde lebt. Ja, und im Moment spielt sich so ein „Kriminalroman“ vor unseren Augen life ab. Bleibt zu hoffen dass sich ein paar finden die ihn aufdecken mit dem Letzten was wir haben, da wir nichts mehr. zu verlieren haben . Denn wenn ich das richtig verstehe, will man jene, die es entweder durch Lynchmob oder Spritze zu ermorden gilt(1) vorher enteignen in dem man sie mit mafiosen Methoden zur Kasse bittet. (1)Das Erzwingen einer Spritze trotz Gegenanzeige und bekannten möglicherweise tödlichen Folgen, wehe ich als einen versuchten Mord
Aktuell im Besucherzentrum des KZ Buchenwald:
Ausstellung Ausgrenzung und Gewalt 1937-1945.
Zutritt nur 2g.