Mädchen wie Katharina Fegebank und Eva Högl konnte ich schon in der Schule nicht leiden. Dafür gab es genug Gründe: Sie hatten immer den dreifachen Pausenstullenumfang zur Verfügung und obendrein noch Geld von Papi und Mami zum Kuchenholen, damit sie nicht etwa während der letzten beiden Schulstunden einen Schwächeanfall erleiden mussten. Sie bezeichneten selbst die schrecklichsten Pädagogen als „schwer in Ordnung“. Sie ließen einen nicht abschreiben und waren die Garantie für völlige Chancenlosigkeit, sofern sie beim Sportunterricht in derselben Mannschaft spielten.
„Sowas macht man nicht!“ war jahrzehntelang ein eiserner Grundsatz guter Erziehung, der für Kinder und Jugendliche, aber auch so manchen Erwachsenen richtungsweisend in puncto Benehmen, Anstand, Pietät und Sitte war. Für Politiker sollte er ganz besonders gelten. Leider galt er für niemanden je weniger als für Eva Högl und Katharina Fegebank.
Eva Högl sollte es eventuell mal damit versuchen, den folgenden Satz hundertmal in Schönschrift zu schreiben: „Ich darf nicht fröhlich lachen und Winke-Winke machen, während in Barcelona vierzehn Menschen sterben und über hundert verletzt werden.“
Wenn der Schreibkrampf nachgelassen hat, kann sie weitermachen mit: „Ich darf als Politikerin keine steuerzahlenden, mündigen Wählerinnen und Wähler bepöbeln!“ Denn wenn sie schon beim Lachen und Winken so „entsetzt“ war, dass ein derartig „falscher Eindruck“ entstanden sei, wie will sie sich aus der Unverschämtheit herauswinden, mit der sie in einem Tweet Abtreibungsgegner tatsächlich als „widerliche Lebensschützer“ bezeichnet hat?
Ein paarmal Nachsitzen wäre pädagogisch wertvoll
Nun, wir machen alle mal Fehler, und ganz gelöscht ist praktisch so gut wie nie gesagt. Eine Entschuldigung folgte gleichfalls. Aber es wäre einfacher gewesen, vorher mal einen Blick in unsere Verfassung zu werfen. Man muss Abtreibungsgegner nicht mögen. Man muss aber als Mitglied des deutschen Bundestages irgendwann mal der Tatsache ins Auge sehen, dass auch Abtreibungsgegner ein Recht auf freie Meinungsäußerung haben. Man muss sich irgendwie damit anfreunden, dass sie diese Meinung auch äußern dürfen, ohne von Politikern beschimpft zu werden.
Ein paarmal Nachsitzen wäre in dieser Hinsicht auch für Katharina Fegebank pädagogisch sinnvoll, die sich tatsächlich nicht enblödet hat, die Aufrufer zu den jeden Montag in Hamburg stattfindenden „Merkel muss weg!“-Demonstrationen als „echte Nazis“ zu titulieren.
Als Altlinke ist es für mich ohnehin ein großes Rätsel, warum man als „rechts“ gilt, wenn man einen CDU-Spitzenpolitiker dahin wünscht, wo der Müll noch nicht getrennt, sondern gegessen wird. Dass gehörte in meiner Jugend, als man lechts und rinks noch nicht velwechsern konnte, noch zur Selbstverständlichkeit für einen guten Linken, ebenso wie die Ablehnung jeglicher Religion und die Hochhaltung der Werte der Aufklärung.
Vielleicht sollte man die Fegebank auch mal an den Schultern nehmen, kräftig schütteln und rufen: Mensch Mädchen, wach mal auf, die Leute haben nur eine andere politische Meinung, die dürfen das, weil wir immer noch in einem demokratischen Staat leben! Nein, die dürfen das wohl doch nicht, und wenn Frau Fegebank weiterhin ihre linkspopulistischen Satzbausteine im Hamburg Journal absondern darf, werden sicher noch mehr Bürger, die nichts weiter tun, als ihr Bürgerrecht auf freie Meinungsäußerung auf Demonstrationen wahrzunehmen, so enden wie der Demonstrationsteilnehmer, der von wohlmeinenden guten deutschen Linken zusammengeschlagen und ins Gesicht getreten wurde.
Noch heute wünsche ich Mädchen wie Katharina Fegebank und Eva Högl lebenslange Jungfernschaft, ein vom Kardiologen verordnetes tägliches Zirkeltraining und definitiv viel, viel mehr Hausaufgaben.
Beitragsbild: Endan CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Sehr geehrte Frau Sievers, das war jetzt aber ein bißchen unsachlich! Hat aber bärig Spaß gemacht zu lesen. Auf das Zirkelstraining mit Frau Fegebank bin ich gespannt. Dick und Doof waren wenigstens zu zweit. MfG Nico Schmidt
Suuper! Ich habe herzlich gelacht, besonders über die guten Wünsche zum Schluß. Wenn man weiß, daß Menschen ab einem bestimmten Alter ihr eigenes Gesicht "verdient" haben, weiß man auch gleich, was man von Högl hält, selbst wenn der Mund zu bleibt. Die andere ist wohl noch zu jung für solche Beurteilung.
Früher galt der Spruch:"Wer nichts wird, wird, Wirt" was ich immer als ungerecht empfand, weil die Wirte, die ich kannte hervorragend kochen konnten und anscheinend auch gut wirtschaften, denn ihnen ging es finanziell gut. Heute könnte man den Spruch neu definieren. Wie ? Da soll sich jeder selber Gedanken machen. Klasse Artikel, Frau Sievers !!!!!!
Na, Frau Sievers, so viel Selbstlob. Ob das wohl gut tut? Da muß ich immer an "Abenteuer im Zauberwald" denken, als Nastenka den gerade vom Bärenkopf entzauberten und wieder ein wenig eitlen Iwan fragt: Was sehe ich denn da in Deinem Gesicht? Ist das etwa ein Stück Bärenfell? Ansonsten gibt es für das Verhalten der von Ihnen angeführten Damen den Text aus dem Lied "Lied der Partei": ... denn wer kämft für das Recht der hat immer Recht ... Das haben die alle inzwischen verinnerlicht. Deswegen haben die ein gutes Gewissen, bei Pöbeleien, Denunziationen, Sachbeschädigung, Körperverletzung, bis hin zu Mordaufruf. Mit freundlichen Grüßen
Vor einen Wochen hatte Högl, der ja der Anschlag in Barcelona offensichtlich und gut hörbar, zu einigem Spass verholfen hat, im ungarischen Fernsehen einen an Peinlichkeit kaum zu überbietenden Auftritt. Ohne Scham hat sie es gewagt, der Regierung in Budapest das Recht abzusprechen, darüber zu entscheiden , wer nach Ungarn und zu welchen Bedingungen einreisen kann und wer nicht. Dazu Ihr unvergleichlich dämlich -naiver Gesichtsaudruck. Neben dem Entsetzen mal wieder aus Berlin belehrt werden zu sollen, machte sich ein breites und schallendes Gelächter in meinem Bekantenkeis breit .
Ja, so Mädchen habe ich auch an der Uni kennengelernt. In den Seminaren der Politischen Wissenschaften echte linke Thesen vertreten, etwas von Solidarität und Klassenklampf nuscheln, sich aber vom wohlhabenden Papi einen BMW-Cabrio schenken lassen. Oder war das nur die Ausbeutung von Kapitalisten und Umverteilung von Vermögen? Und was ist heute noch "links" und "rechts" oder "Faschismus" und "Antifaschismus"? Die Entwicklung der Bedeutung dieser Begriffspaare lässt sich schön an einem Kreismodell darstellen: Der Mittelpunkt des Kreises ist die liberale Mitte. Und nun gehen Sie an einen oberen Punktdes Kreises, tragen dort die Gegensätze ein und fahren links und rechts um den Kreis. Unten werden Sie sich wiedertreffen. Und Sie wqerden erkennen, dass heute der Faschismus im Gewande des Antifaschismus zurückgekehrt ist!
Ja Frau Sievers, sehr schön geschrieben und zu lesen. Die Damen haben halt noch nicht begriffen, je mehr sie das Klavier der Verunglimpfung spielen, je mehr wird AfD gewählt. Eigentlich ganz einfach, aber wahrscheinlich zu einfach für unsere Intelligenzbestien. Keine Sorge, Volksführsorge, die nächste Wahl wird es richten. Gruß D. Schmidt