Volker Seitz / 29.05.2021 / 16:00 / Foto: Jesus Solana / 37 / Seite ausdrucken

Gutdenk und Falschdenk: Der woke Amoklauf

Wir leben in einer politischen Kultur, die immer vehementer eindeutige Beweise der Parteinahme von uns fordert. Aktuell zählt nicht mehr Leistung, sondern die Zugehörigkeit zur richtigen Randgruppe. Wer es wagt, dem moralischen Konsens zu widersprechen, wird zum Paria erklärt. 

Die Neigung zu absoluten Wahrheiten und ihren Implikationen (Umgang mit Themen wie Entkolonialisierung, Migration, Gendergerechtigkeit und Rassismus) in verschiedenen ideologischen Gewändern hat gerade in Deutschland eine schändliche Tradition, die man ob ihres unheilvollen Potenzials nie aus den Augen verlieren sollte.

Auch beim Gendern handelt es sich um eine politische Agenda, die von oben durchgesetzt werden soll, um moralisch zu erziehen. Es wird damit auch die „richtige“ Gesinnung ausgestellt. Aber öffentliche Verwaltungen, Wissenschaftseinrichtungen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollten gültige Regeln und Normen nicht willkürlich verändern. Es wäre schön, wir würden uns, wie in Frankreich, um die die „Verständlichkeit und Klarheit“ der Sprache bemühen. Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer hat die Nutzung der gendergerechten Schriftsprache an Schulen und in seinem Ministerium verboten. 

Besserwisserei und geschichtspolitische Verrenkungen

„Cancel Culture“ (Boykott-Kultur) ist auf dem Weg, auf dem Argument und Gegenargument zur Unmöglichkeit geworden sind. Ein falsches Wort, und jemand bekommt einen Stempel aufgedrückt, und von da an kommen sie oder er als Gesprächspartner kaum mehr infrage. Andere Meinungen werden nicht diskutiert. Andersdenkende erhalten oft nicht die Gelegenheit, ihre Position zu begründen. Es ist ein Zeichen von Intoleranz, getarnt durch die vermeintliche Überlegenheit, im Namen des moralisch Richtigen zu handeln. Es wird völlig vergessen, dass, wer Menschen aus der öffentlichen Debatte ausschließt, mit der gleichen Weltanschauung arbeitet, die charakteristisch für den Aufstieg von Nationalsozialismus und Kommunismus war. Wir glaubten in aufklärerischer Tradition diese Art ideologischer Meinungsdiktaturen endgültig überwunden.

Der öffentliche Angriff zielt in der Regel auf die Person, die als „umstritten oder bedenklich“ diffamiert wird. Ehrliche, öffentliche und ergebnisoffene Debatten sind selten geworden. Dazu trägt auch die Bereitwilligkeit unserer Medien bei, Fakten zu ignorieren, die dem eigenen Weltbild widersprechen. 

Die suggestive Berichterstattung, die einem verbieten will, eigene Gedanken zu einem Thema zu produzieren, führt in die Welt von „1984“. Eindringlich führt der Roman vor, wie Sprache zum Instrument der Manipulation gerät und moderne Kommunikationsmittel die Privatsphäre der Menschen bedrohen.

Mit der Besserwisserei werden mit geschichtspolitischen Verrenkungen rückwirkend heutige moralische Standards angelegt und herausragende Leistungen ignoriert. Gesinnungspuristen und Bilderstürmer sind dabei, Straßen, Namen und Firmenlogos von vermeintlich rassistischer/kolonialistischer Last zu befreien. (Übrigens: in den ehemaligen Kolonien schert man sich kaum um die Kolonialisten-Statuen.)

Attitüde moralischer Überlegenheit

Das Vorhaben der Straßen-Umbenennung ist symptomatisch für die Attitüde moralischer Überlegenheit. Der vermeintlich einzig wahre Maßstab heutigen Denkens wird pauschal in die Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts projiziert. Aber auch Irrtümer werden nicht korrigiert. Die Petersallee in Berlin steht seit Jahrzehnten nicht mehr für den verrufenen Kolonialisten Carl Peters.

Denn schon 1986 widmete der damalige Bezirk Wedding den Namen um: Ihr Namenspatron ist seitdem Hans Peters, ein Widerstandskämpfer gegen die Nazis, der nach dem Krieg an der Berliner Landesverfassung mitschrieb. Der Beschluss wurde sogar im Amtsblatt veröffentlicht, es wurden Schilder, die den neuen Namenspatron erläuterten, angebracht. 

Die woken „Aktivisten“ schrecken vor wirklich keiner noch so absurden Idee, gepaart mit schräger Ideologie und einer Scheinwelt, zurück. (Woke = gesteigerte Form von Political Correctness.)

Studium der Antike als Schule weißer Überlegenheitsgefühle

Altertumswissenschaften seien eine Domäne toxischer Männlichkeit, der Idee von weißer Überlegenheit (White Supremacy), der Ewiggestrigen und bestenfalls elitären Schöngeister. So richtet sich der moralische Rigorismus der identitätspolitischen Linken nicht nur gegen Denkmäler von David Hume, Winston Churchill und Woodrow Wilson, sondern auch gegen Homer, Platon und Cicero.

Auch Charles Darwin, Carl von Linné oder Isaac Newton, die Wegbereiter der Naturwissenschaften, werden an britischen Hochschulen im Entkolonialisierungseifer auf ihre koloniale Schuld untersucht. Wie FAZ Online berichtet, hat die Universität Sheffield unlängst ein Handbuch für Dozenten und Studenten der Biologie vorgelegt mit dem Ziel, „rassistischer Ungerechtigkeit“ durch das „Nachdenken über die Weißheit und den Eurozentrismus unserer Wissenschaft“ entgegenzutreten.

Die Fakultät für Mathematik, Physik und Lebenswissenschaften der Universität Oxford denkt über die Entkolonisierung des imperialen Maßsystems nach, weil es mit der Idee des Empire tief verknüpft sei. Es werde eine „kulturelle Verlagerung“ in Aussicht gestellt.

Rassistische Mathematik

Im US-Staat Oregon wurde vor einigen Wochen eine Handreichung für Mathematiklehrer empfohlen, welche den Schluss nahelegt, dass auch die Mathematik ein Rassismusproblem hat.

In den USA gibt es eine Initiative, die 150 Vögel umbenennen will, weil ihre Bezeichnungen nicht politisch korrekt sind. Die American Ornithological Society akzeptierte bereits den Vorschlag, die Vogelart McCown's longspur (deutsch: Schwarzbrust-Spornammer) in Thick-billed longspur umzutaufen. Auch in Schweden wurden bereits diskriminierende Vogelnamen abgeschafft, etwa der Negerfink und die Lappenmeise. In Deutschland wurde immerhin die Mohrenlerche in Schwarzsteppenlerche umbenannt. „Darf man noch Türkentaube sagen und erwähnen, dass der aus Asien stammende Vogel einen Migrationshintergrund hat?“, fragte SZ-Online

Mickey Mouse und literarische Texte werden entsprechend der Empfindlichkeiten der Gegenwart umgeschrieben. Kulturgeschichte wird nachträglich der Moral der Gegenwart angepasst. Was mit Mark Twains „Tom Sawyer “ und Astrid Lindrens „Pippi Langstrumpf“ geschah, passierte jüngst auch mit Margaret Mitchells „Vom Winde verweht “.

Josef Joffe hat als Mit-Herausgeber der ZEIT ironischerweise schon seit langem einen erheblichen Beitrag zur „woke“-Kultur und damit dem Abbau von Freiheit und Rationalität geleistet. Deshalb ist es erstaunlich, dass er in der NZZ einen nachdenklichen Beitrag zu den Sprechverboten veröffentlichte. 

Hier ein paar seiner Denkanstöße:

„Wenn Leute, die 'woke' sind (aufgewacht, erleuchtet), Gutdenk verfügen – zielen sie auf den sozialen, nicht auf den physischen Tod. Es werden Lehrer, Journalisten und Autoren des Falschdenk bezichtigt und gecancelt oder gefeuert. Heute werden im Westen Strassen umbenannt, Statuen gestürzt, Bücher aus dem Sortiment von Verlagen verbannt. In China wurden Denkmäler 'dekonstruiert', Kulturstätten geschändet, kostbare alte Bücher verbrannt ... 

Es geht stets um die Macht, die im Mäntelchen des Gutdenk daherkommt. Wer hat sie, wer bekommt sie und kommt an die Tröge der Privilegien? Der existenzielle Unterschied zu 1789 und 1966 ist der zwischen physischer und moralischer Grausamkeit ... 

Geht der Delinquent tief genug in die Knie, behält er vielleicht seinen Job. Wenn nicht, gerät er in den Cancel-Kerker oder aufs moralische Schafott, das Würde und Existenz beseitigt. Ganz ohne ordentlichen Prozess; die Anklage ist schon Beweis – wie vor dem 'Wohlfahrtsausschuss' oder den Tribunalen der Kulturrevolution. 'Black Lives Matter' ist korrekt, 'All Lives Matter' kaschierter Rassismus ... Mittlerweile ist Weisssein in den USA zur Erbsünde geworden – nur wer 'woke' genug ist, erhält Absolution...“

„Das Denken mit einem erschreckenden Ring umspannen“

Die Gesellschaft wird polarisiert, und die wirklichen Probleme fallen unter den Tisch. Sahra Wagenknecht schreibt: „Dominiert wird das öffentliche Bild der gesellschaftlichen Linken von einem Typus, den wir den Lifestyle-Linken nennen, weil für ihn im Mittelpunkt linker Politik nicht mehr soziale und politökonomische Probleme stehen, sondern Fragen des Lebensstils, der Konsumgewohnheiten und moralische Haltungsnoten.“

Auch Professor Dr. Peter Graf Kielmansegg setzt sich in der FAZ mit dem Konformitätsdruck, der zu einer Gefährdung der Freiheit in der Demokratie werden kann, auseinander:

„Es sind von unerschütterlicher Selbstgewissheit getragene, oft kleine, aber sehr aggressive Minderheiten, das Denken mit einem erschreckenden Ring zu umspannen versuchen, die das Ideal der offenen Gesellschaft aufkündigen und die Prozesse der Schließung der Demokratie in Gang setzen ... Die Formel 'gegen Rechts' hebt die Unterscheidung zwischen einem demokratiekonformen, vielleicht sogar der Demokratie bekömmlichen Konservatismus und einem demokratiefeindlichen Rechtsextremismus bewusst auf. Dass linke politische Kräfte ein Interesse daran haben, diese Grenzlinie zu verwischen, kann niemanden überraschen ... Wie weit sie dabei Unterstützung finden, im Sprachgebrauch der öffentlich-rechtlichen Medien etwa, sogar der Kirchen,überrascht schon eher.“ 

Mit „Woke“ ist ein Amoklauf im Gange, der mit seiner Gutdenk-Moral dem überfürsorglichen Staat ständig neues Futter zur politischen Umsetzung liefert (zum Beispiel auch für die Klimapolitik). Unter dem Banner der Moral werden Recht, Wirtschaft und Demokratie einem höheren Ziel geopfert. Früher hätte man die Diskussion als dümmlich abgetan, und die meisten wären gelassen geblieben. Heute werde Sprüche wie „alter weißer Mann“ in den Rang eines Arguments erhoben und es wird Hass auf eine Gruppe geschürt. Weiße werden so für alles Leid auf der Welt verantwortlich gemacht .

Diese Leute transportieren den Rassismus, den sie zu bekämpfen vorgeben. Merkmale wie Hautfarbe, Geschlecht, Alter werden in einer Gesellschaft, die für sich in Anspruch nimmt, diskriminierende Stereotype abzulehnen, zu einem neuem Brandmal.

Mich beschäftigt jetzt die Frage: Darf ich künftig in Wien noch einen „Kleinen Schwarzen“ oder einen „Großen Braunen“ bestellen? 


Volker Seitz war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das deutsche Auswärtige Amt tätig, zuletzt als Botschafter in Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea mit Sitz in Jaunde. Er gehört zum Initiativ-Kreis des Bonner Aufrufs zur Reform der Entwicklungshilfe und ist Autor des Bestsellers „Afrika wird armregiert“. Die aktualisierte und erweiterte (11.) Neuauflage erschien am 18. März 2021. Volker Seitz publiziert regelmäßig zu afrikanischen Themen und hält Vorträge (z.B. „Was sagen eigentlich die Afrikaner“ – ein Afrika ABC in Zitaten.)

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Leserpost

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Sigrid Leonhard / 29.05.2021

“Es wird völlig vergessen, dass, wer Menschen aus der öffentlichen Debatte ausschließt, mit der gleichen Weltanschauung arbeitet, die charakteristisch für den Aufstieg von Nationalsozialismus und Kommunismus war.”  Diejenigen, die das initiiert haben, haben das keine Sekunde aus den Augen verloren. Nur die dummen Mitläufer, die sich gerne “positiv” von (den Initiatoren als “rechts” definierten) Selbstdenkern absetzen möchten, vergessen das gerne.

Hans-Peter Dollhopf / 29.05.2021

“Auch beim Gendern handelt es sich um eine politische Agenda, die von oben durchgesetzt werden soll, um moralisch zu erziehen.” Nö. Mag sein, aber von der ursprünglichen Idee her angedacht als bürgerliche Moral zersetzend. Erziehung und Schulung sollte man nicht verwechseln.

Werner Arning / 29.05.2021

Jede Gesellschaft, deren Meinungsführer meinen, den freien Wettbewerb und das Ringen um den richtigen Weg zugunsten eines nunmehr endgültig gefundenen richtigen Weges aufgeben zu können, neigt sich zwangsläufig in Richtung Diktatur, neigt sich in Richtung eines Niedergangs des Denkens. Dieses bedeutet das Ende der geistigen Weiterentwicklung. Denn anstelle der Suche nach dem richtigen Weg, tritt das Dogma der Unfehlbarkeit. Unfehlbarkeit ist jedoch weder einer Bewegung, noch einem Menschen, noch einer Institution, noch einer Partei, noch einer Ideologie, noch einer Religion, noch einer politisch-moralischen Haltung zu unterstellen. Sie ist Lüge schlechthin.

Roland Stolla-Besta / 29.05.2021

Ich bin glücklich, daß ich noch je eine alte deutschsprachige Ausgabe von Mark Twains „Tom Sawyer“ und vom „Huckleberry Finn“ besitze, in denen der Afroamerikaner Jim noch unverblümt „Nigger Jim“ heißt. Und der für mich seit meiner frühen Jugendzeit immer als das Abbild eines richtigen Freundes erschien. Muß ich diese beiden alten Ausgaben nun dem Scheiterhaufen überantworten? Vielleicht klingelt morgen schon an meiner Haustüre die „Wostapo“ (die woke Staatspolizei), durchwühlt meine Bibliothek, findet die erwähnten Homer, Platon, Cicero und andere gefährliche Schriftsteller und Dichter. Am Ende bleiben nur noch Heinrich Böll und Goethe verschont – letzterer nur aus dem Grund, daß man ja nicht ganz kulturlos erscheinen will, denn Hölderlin, Heine und Lenau kennt man in diesen Kreisen schon nicht mehr. Übrigens, daß in dem Text Sarah Wagenknecht erwähnt wird, spricht sehr für den Autor. Obgleich ich Frau Wagenknechts marxistische Einstellung seit meinen bewegten 68er Jahren nicht mehr teile, so halte ich sie doch für eine hochintelligente und kluge Frau, für mich die einzige in dem ganzen Berliner Polit-Zirkus. Ihr jüngstes Buch, „Die Selbstgerechten“ absolut lesens- und diskussionswert.

Stephan Bender / 29.05.2021

„Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.“ (Gelöbnis der ‘Freiheitsglocke in Berlin’)

Bob Meyers / 29.05.2021

Leute, ihr müsst euch beschweren. Ich arbeite im Marketing. In jedem Unternehmen sitzen eine Hand voll “Wokisten” im Marketing, die versuchen die komplette Kommunikation auf “woke” umzustellen. Die Geschäftsführungen kippen schnell um, weil sie Angst vor Shitstorms haben. Genau das müsst ihr auch machen. Wenn wir etwas “unwokes” im Marketing machen, dann bekommen wir dutzende Beschwerden. Wenn aber Gendersprache oder andere woken Dinge gemacht werden, dann beschwert sich KEINER. Jeder von euch trägt Mitschuld, dass sich die SJW immer weiter durchsetzen. Ich verliere als Marketingmanager seit Jahren jede Diskussion, weil die Woken viel lauter sind als ihr. Ich versuche jeden Tag diese Entwicklung aufzuhalten und muss regelmäßig dafür einstecken. Also werdet auch laut oder stellt euch schon einmal auf eine immer wokere Welt ein, in der ihr schweigen müsst.

Heribert Glumener / 29.05.2021

Annalena Charlotte Alma Baerbock soll gefälligst bei einem ihrer nächsten Medienauftritte das “Kleine Schwarze” ablegen. Ein nach Auftragen recyclebarer Jutesack tuts ja wohl auch. Unglaublich, diese Heuchelei und verdeckte Rassenchauvinismus bei den Grünen.

Karsten Dörre / 29.05.2021

Dann wird es wohl bald auch den Weißkopfseeadler erwischen (Wappentier der USA). Die Nitsi-poi-yiksi - „Volk, das unsere – die wahre – Sprache spricht“ - sind alle First-Nations-Blackfoots (Siksikáwa, Piegan, Kainai). Der Siksika (der ursprüngliche Blackfoot) setzt sich aus sik (schwarz) und ka (Fuß) zusammen. Plural heisst es Siksikáwa (Schwarzfüße). Der Eskimo hat sich übrigens bei den meisten subpolaren Sprach- und Volksgruppen Kanadas, Alaska, Grönland und äußerstes Ostsibirien durchgesetzt. Die wenigsten Indigenen dieser Regionen nennen sich Inuit (Mensch), weil in ihren Sprachen “Mensch” ein anderes Wort hat (Yupik, Kalaallit oder Inupiat).  Und nein - Eskimo heisst nicht Rohfleischesser sondern Schneeschuhflechter. Aber vielleicht hilft eine Impfung, den Eskimo korrektes Sprechen beizubringen?

Kay Ströhmer / 29.05.2021

Apropos ehemalige Kolonien: So richtig vom Fleck sind die ja trotz aller Abermilliarden an Hilfsgeldern ohne den weißen Mann ja nicht gekommen. Mancherorts hat sogar eine katastrophale Rückentwicklung stattgefunden. Schauen Sie sich Simbabwe an: Mit weißen Farmern - die Kornkammer des südlichen Afrika. Nach Mugabes sogenannter Landreform und Enteignung der Weißen ein Spitzenplatz im Welthungerindex. Wirtschaftlich ruiniert. Und die ganzen Afrikaner zieht es wohin? Zum weißen Mann, auf dass er sie nähre und versorge. Dieser woke Schwachsinn soll doch bloß vom offensichtlichen Versagen der Afrikaner ablenken.

Wilfried Cremer / 29.05.2021

herumgemorst / blinken statt blitzen

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