Aus Fehlern nichts gelernt? Am 7. Januar 2021 berichtet der Südwestrundfunk (SWR) erneut über Missstände bei der Stellenbesetzungen in einem „grün“ geführten Ministerium in Rheinland-Pfalz, diesmal im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz, geleitet von Ministerin Anne Spiegel (B90/Die Grünen):
„Integrationsministerium verliert Rechtsstreit – OVG Rheinland-Pfalz stoppt Stellenbesetzung: „In Rheinland-Pfalz hat erneut ein Gericht eine Stellenbesetzung in einem grün-geführten Ministerium als rechtswidrig gerügt. Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz gab der Beschwerde einer Beamtin statt, die einen hohen Posten nicht bekommen hatte. […] Deshalb sei die Stellenbesetzung rechtswidrig. Die Richter sprechen von einem „erheblichen und offenkundigen formellen Mangel“. […]“
Bereits im November 2020 berichtete der Südwestrundfunk (SWR) dies:
„Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) tritt zum Jahresende von ihrem Amt zurück. Zugleich bittet auch ihr Staatssekretär Thomas Griese um Versetzung in den Ruhestand zum 31. Dezember. Die CDU sprach von einem ´überfälligen Schritt´.“
Hintergrund der Affäre ist die Beförderungspraxis im Umweltministerium. Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz bezeichnete die jahrelang geübte Praxis der Nichtausschreibung von Dienstposten und den Verzicht auf Beurteilungen vor Beförderung als „grob rechtswidrig“. Die Richter nannten dieses Vorgehen auch ein „von Willkür geprägtes System“, das das Leistungsprinzip konterkariere und nicht einmal „im Ansatz rechtsstaatlichen Anforderungen“ genüge.
Die Diplom-Agraringenieurin Höfken und der Arbeitsrechtler (!) Dr. Griese stehen im Mittelpunkt dieser Affäre. Das Ministerium ließ anschließend verlauten, diese Praxis sei aus Gründen der Vereinfachung so gehandhabt worden, erklärte aber nach dem OVG-Urteil, die gerügten Verfahren „unverzüglich abändern“ zu wollen. Dennoch bestritten Höfken und Dr. Griese zunächst den Vorwurf der Parteipatronage und wiesen diesen „entschieden zurück“. Umweltministerin Ulrike Höfken entschuldigte sich später im Mainzer Landtag für die gerügte Beförderungspraxis und bedauerte ihre Fehler.
Dem Vernehmen nach war Staatssekretär Dr. Griese einer der Scharfmacher gegen den Natur- und Artenschutz für den Abbau von Genehmigungshemmnissen beim weiteren Ausbau der Windenergie auf der Umweltministerkonferenz der Länder im vergangenen Jahr (hier). Dr. Griese ist zudem ein enger Vertrauter des Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer (B90/Die Grünen); beide sind Verfechter einer rigorosen Energiewende, die zulasten des Natur- und Artenschutzes geht. Krischer pflegt auch enge Kontakte zum Naturschutzbund NABU, der ebenfalls mit seinem neuen Bundesvorsitzenden Jörg-Andreas Krüger auf die Linie des „beschleunigten Ausbaus“ der Windenergie eingeschwenkt ist, „naturverträglich“, wie es beim NABU heißt.
Beitragsbild: Pixabay
Schwarzbauten müssen abgerissen werden. Steuern werden rückwirkend erhoben ("unechte Rückwirkung). Meine staatlicher Rentenversicherungsvertrga wird dauernd geändert. Krankenversicherung wird auf Betriebsrenten Altverträge angewendet. Was gilt für die Grünbesetzung von Posten?
@Ilona Grimm: Mein Brandbrief war deutlich umfänglicher, als ich es in diesem Forum wiedergeben konnte und wollte. Danke für die hilfreichen Informationen bez. Walter Lübcke; manches war mir so umfänglich nicht bekannt. @m. kowlaski: NABU hat mir noch nicht einmal geantwortet. Das war bei Robin Wood-Greenpeace-WWF-Deutscher Naturschutzring-BUND anders, immerhin.
Macht und Geld, regiert die Welt. Und da muss sich auch bei den Grünen der Artenschutz hinten anstellen, obwohl sie gerade den in ihren Programmen immer ganz Vorne stehen haben.
@Sabine Schönfelder: Immer wieder tolle Beiträge von Ihnen, vielen Dank. Topic: Schauen Sie doch mal bitte auf Youtube nach "FLOW - Gustavo Ollitta - Manipulação de objetos" (Markieren, Strg-X, Strg-V). Äh, was wollte ich sagen? Ah ja, man könnte doch die Windräder bremsen und schöne große Buugengs draus machen. Mehr fällt mir zu den Vogel- und Insektenschreddern jetzt auch nicht ein... Lieben Gruß Roach.
Verstehe die Aufregung nicht. Die ganzen Pfeifen müssen doch irgendwo unterkommen. Das machen die Sozen doch schon seit über 150 Jahren!
Norbert@ Sixtus Ankenbauer, willkürliche Beförderungen, ohne das Reglement einzuhalten, sind für Sie, als grünender Sympathisant, also wirklich kein ausreichender Grund zur Kritik,- wohl eher die Normalität. Was glauben Sie denn, WEN eine grüne Umweltministerin regelwidrig beförderte. Eine Transe von der AFD? Einen einbeinigen Dunkelpigmentierten aus der CDU? Wenn ich Ihnen mal einen Literaturtipp geben darf: Grün und Dumm, Hoffmann Reinecke. Gern geschehen.
Herr Kiesewetter, da haben Sie den Grund für das Postengeschacher genannt: Unsichere Aussichten bei den nächsten Wahlen.