Katharina Szabo / 15.01.2018 / 06:29 / Foto: Pixabay / 13 / Seite ausdrucken

GroKo importiert Sozialhilfe-Großstadt – jedes Jahr

Einer der „großen Brocken“, der nun in den Sondierungsgesprächen der alten wie neuen Regierung aus dem Weg geräumt wurde, war die Frage der Migration nach Deutschland. Die Flüchtlingskrise sei beendet, so verlautbarte man heute, die Regierung habe die Kontrolle wiedererlangt. Eine Situation wie 2015 werde sich in Deutschland nicht wiederholen, versprachen SPD und Union.

Das können sie auch. Die rechtspopulistischen Höllenreiche Ungarn und Österreich werden, wie schon im vergangenen Jahr, auch in Zukunft dafür sorgen. Maximal, so die beruhigende Botschaft der künftigen GroKo, werden ab sofort nur 220.000 Migranten pro Jahr einreisen dürfen, um sich für immer in den Sozialsystemen niederzulassen.  

Wie kommen die Koalitionäre auf diese Zahl? Warum 220.000 Personen, mag man sich fragen, wie kommt man auf exakt diese Zahl? „Wir sind uns darüber einig, dass die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft nicht überfordert werden darf“, erklären die künftigen Koalitionäre die festgesetzte Obergrenze. Dies bedeutet also, dass unsere Gesellschaft jedes Jahr diese Anzahl an Migranten integrieren kann, ohne überfordert zu werden. Wir sind ein Volk von ca. 83 Millionen Menschen, da sollten 220.000 mehr, pro Jahr, nicht ins Gewicht fallen. Das schaffen wir doch?

Die Einwohnerzahl von Regensburg beläuft sich auf knapp 150.000 Personen. Die von Erfurt auf etwas mehr als 200.000 Personen. Freiburg hat knapp 230.000 Einwohner. Das kommt hin. 

Auf Merkel, Schulz und Seehofer ist Verlass

Um den jetzigen Status quo in Sachen innere Sicherheit, Verwaltung, öffentlicher Verkehr, Wohnraum, Bildung, Gesundheitsversorgung, Straßenverkehr usw. zu erhalten und problemlos 220.000 Migranten pro Jahr nicht nur zu integrieren, sondern sie zu behausen, zu beschulen, sie zu ernähren und sie im Krankheitsfall zu versorgen, müssen wir also lediglich Folgendes tun: 

Wir bauen jedes Jahr eine Stadt von der Größe Freiburgs, statten sie mit Wohnraum, Krankenhäusern, Schulen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Polizeistationen, Kindergärten, Freizeitanlagen, Sportplätzen, Sozialämtern und dem dazugehörigen Personal aus. Das ist schaffbar. Unsere künftige Regierung wird sich das schon gewissenhaft überlegt haben, die Zahl 220.000 kann schließlich nicht aus der Luft gegriffen sein. 

Dem ein oder anderen Miesmacher und Fremdenfeind mögen an dieser Stelle nun Zweifel kommen. Eine Stadt von der Größe Freiburgs? Bewohnt von Sozialhilfeempfängern? Jedes Jahr? Geht das? Natürlich geht das. Merkel, Schulz und Seehofer haben das ausgerechnet. Wie sonst kämen sie darauf, dass die Grenze der Machbarkeit bei exakt 220.000 Neuankömmlingen pro Jahr liegen würde, ohne dass irgendeine Überforderung daraus resultieren könnte.

Zu behaupten, die Zahl 220.000 sei zustande gekommen, da dies in etwa der Personenzahl entspricht, die jetzt auch kommt, sogar mit ein bisschen Luft nach oben, hätten Merkel, Schulz und Seehofer also weiter gar nichts tun müssen, obwohl sie so tun, als täten sie was – darüber hinaus kein Mensch auf den Gedanken gekommen ist, sich zu überlegen, ob man denn jedes Jahr ein Sozialhilfe-Freiburg stemmen kann, ohne dass in ungefähr 10 Jahren die Hütte brennt, das alles zu sagen oder auch nur zu denken, wäre nichts weiter als eine böswillige Unterstellung. Aber wirklich.

PS: Wenn es denn bei den angepeilten 220.000 bleibt. Das Europaparlament will die Dublin-Regeln ändern: Die Familienzusammenführung soll wichtiger werden.

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Leserpost

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Sigmund Rützler / 15.01.2018

Und nicht vergessen, zu jeder neuen Stadt gehöen auch ein Flughafen und mindestens ein Bahnhof.

Jochen Brühl / 15.01.2018

Also Platz wird da sein, da entsprechend viele derjenigen, “die schon länger hier leben” und nicht in der ausschließlich staatlich alimentierten Migrationsindustrie arbeiten, dann eben nicht mehr hier leben werden. Die deutsche Wirtschaft wird einen richtigen Mehrwert aus der Sache ziehen.

Dr. Christian Rapp / 15.01.2018

Wir haben bereits eine Sozialhilfestadt von der Größe Hamburgs zu finanzieren. Dem deutschen Steuermichel wird irgendwann das Geld ausgehen und er wird, weil er Jahrzehntelang ein Gutmensch war in der Sozialrente mit den Unterstützten gleichgestellt. Gerechtigkeit sieht anders aus. Aber wer sich solche Politiker hält, muss sich nicht wundern.

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