Für mindestens drei Monate sollen keine Asylanträge mehr von illegalen Einwanderern bearbeitet werden, deren Boot in Libyen startete. Und wie bereitet sich das mutmaßliche Zielland der Migranten auf diese neue Welle vor?
Die griechische Regierung will für mindestens drei Monate keine Asylanträge von Migranten mehr bearbeiten, die das Land von Libyen aus über den Seeweg erreichen, meldet u.a. n-tv.de. Illegale Einwanderer, die derzeit in großer Zahl auf der Insel Kreta ankommen, sollen zudem festgesetzt werden, wie Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis im Parlament angekündigt habe. Die Europäische Kommission sei informiert worden.
Derzeit würden täglich Hunderte Migranten aus Libyen Kreta mit Booten erreichen. In den vergangenen zwei Tagen seien von der Küstenwache rund 2000 Ankünfte gemeldet worden. Weitere 520 Migranten hätten Kreta demnach in der Nacht erreicht. Kreta sei schlecht auf die vielen Menschen vorbereitet.
Mittlerweile werde die Zahl der in diesem Jahr auf Kreta angekommenen Migranten aus Libyen auf knapp 10.000 geschätzt. Das entspreche einer Steigerung von 350 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mehrheitlich kämen junge Männer, die hauptsächlich aus dem Sudan stammen würden, hätten lokale Medien unter Berufung auf die Polizei berichtet. In der deutschen Öffentlichkeit ist diese neue Zuwanderungswelle derzeit noch kaum ein Thema, dabei dürfte Deutschland wegen seiner attraktiven Sozialleistungen ein Hauptzielland dieser Migranten sein.
