Peter Grimm / 19.09.2023 / 11:45 / Foto: Pixabay / 116 / Seite ausdrucken

Grenzenloses Wahlrecht für alle?

Die Bundesinnenministerin und hessische SPD-Spitzenkandidatin Nancy Faeser sorgt gerade für Aufregung, weil in ihrem Wahlprogramm auch das Wahlrecht für Migranten gefordert wird, die erst wenige Monate im Lande sind. Warum die Aufregung? Das folgt doch nur konsequent der Logik der von ihr, ihrer Partei und bislang von einer ganz großen Koalition vertretenen Zuwanderungspolitik.

Es dauerte offenbar eine Weile, bis ein aufmerksamer Leser des hessischen SPD-Wahlprogramms auf Seite 59 dieser Tage folgenden Satz entdeckte: 

"Wir wollen uns auf Bundesebene und im Bundesrat mit Nachdruck dafür einsetzen, dass alle Menschen, die länger als sechs Monate in hessischen Kommunen leben, ein kommunales Wahlrecht erhalten."

Heute nun ist dieser Satz vielleicht nicht in aller Munde, aber doch in allen Medien, und die Aufregung ist groß. Immerhin ist es das Wahlprogramm einer Spitzenkandidatin, die gegenwärtig auch Bundesinnenministerin ist und sich als solche beharrlich weigert, ihr mögliche Maßnahmen zur Drosselung und Regulierung der gegenwärtig scheinbar grenzenlosen Massenzuwanderung zu verordnen. Werden also erst massenhaft Menschen aus Afrika, Arabien und Afghanistan aufgenommen, um sie ein halbes Jahr später darüber abstimmen zu lassen, wer künftig im Rathaus oder Landratsamt die Geschäfte führt? Das klingt aus der Sicht der Alteingesessenen (aller Herkunft) selbstredend vollkommen irrwitzig, insbesondere in solchen Gemeinden, in denen überproportional viele Asylbewerber untergebracht wurden oder die einen hohen Ausländeranteil haben. Zwar verweisen SPD-Vertreter darauf, dass hiermit selbstverständlich nur solche Ausländer mit einem legalen Aufenthaltsstatus, also auch einem bereits beendeten Asylverfahren, gemeint sind.

Dennoch kann man Reaktionen, die von Kopfschütteln bis Empörung reichen, durchaus verstehen. Wer in einem Staatswesen mitbestimmen will, sollte selbstverständlich auch Teil desselben sein. Immigranten, die mitbestimmen wollen, können sich einbürgern lassen. Jemandem einfach nur aufgrund seiner Anwesenheit das Wahlrecht zu geben, selbst dann, wenn er beispielsweise die Sprache nicht spricht und gar nicht versteht, wen oder was er eigentlich wählt, ist für ideologiefreie Freunde des gesunden Menschenverstands zugebenermaßen eine wirklich schmerzhaft unsinnige Idee.

Alles lange bekannt

Was aber an den Reaktionen nicht zu verstehen ist, ist die Überraschung über diesen Programm-Satz, mit der die Empörung darüber derzeit gern verstärkt wird. Denn daran ist nichts überraschend. Das Ausländerwahlrecht ist schon seit Langem eine immer wieder wiederholte Forderung im linksgrünen Milieu. Natürlich wären die Folgen jetzt viel dramatischer, da wir ja seit 2015 ein Millionenheer neuer Zuwanderer aufgenommen haben. Man möchte sich die Konsequenzen gar nicht vorstellen. Insbesondere dann, wenn bestimmte Zuwanderergruppen aktiv in den Wahlkampf eingreifen wollen. Innereritreische Konflikte werden ja derzeit schon auf deutschen Straßen ausgetragen. Aber das sind jetzt nur abschweifende Gedanken.

Eigentlich wunderte ich mich nur über die Überraschung, dass obiger Satz in Feasers SPD-Wahlprogramm zu finden ist. Sie ist schließlich als Bundesinnenministerin engagiert dabei, zu verhindern, dass der Zustrom potenzieller neuer eventueller Wähler gedrosselt wird. Und wenn so viele Menschen aus aller Welt kommen, weil sie dem Angebot, an unserem schönen Sozialstaat teilzuhaben (leider vor allem auf der Empfängerseite), nicht widerstehen können, dann kann man ihnen doch als Bonusleistung auch das Wahlrecht geben. Das ist aus der gegenwärtig herrschenden Zuwanderungspolitik doch folgerichtig abzuleiten. Nicht nur unsere staatliche Güte ist schließlich grenzenlos, sondern wir gönnen  auch jedem unsere Demokratie, oder? Wie demonstriert man das besser als durch ein grenzenloses Wahlrecht für alle? 

Ja, so ähnliche Argumente werden die Bürger sicher irgendwann von den Regierenden hören, wenn sie auf diesem Kurs bleiben. Schließlich zeigen diese Bürger – also die derzeit Wahlberechtigten – vermehrt in Umfragen, wie bereit sie sind, die "Falschen" zu wählen, nur weil sie mit ihrer Ansage verstanden werden wollen, dass sie einige gemeinsame Ziele der ganz großen Koalition aus alter und neuer Bundesregierung nicht teilen. 

Dennoch sollten auch weltanschaulich gefestigte Genossen an dieser Stelle innehalten. Womöglich würden die vielen angedachten Neu-Wähler gar nicht so wählen, wie sich das die Freunde der voraussetzungslosen Aufnahme Fremder vorstellen, und das kann am Ende im Ringen um Amt und Mandat eher schaden als nützen. Wenn es um den eigenen Posten geht, ist doch auch dem ideologisch gefestigten Amts- und Mandatsträger etwas Egoismus erlaubt, oder? 

Foto: Pixabay

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Leserpost

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Dirk Jungnickel / 19.09.2023

Faeser würde am liebsten das Wahlrecht auch auf Kindergartenkinder ausdehnen. Selbstverständlich nach voriger Überprüfung der Eltern auf AfD - Nähe. Eisberge haben ihre entscheidende Masse unter Wasser. Faeser ist quasi nur die Spitze eines Eisberges, der an der Spitze dieses Staates unheilvoll dahin dümpelt ....

Dieter Ehrlich / 19.09.2023

Da bin ich für Bürkratieabbau: Jeder, der es lebend in ein Wahllokal schafft darf da seinen Halbmond (Kreuze sind ja rassistisch!!!) machen. So schaffen wir bestimmt eine Wahlbeteiligung von mindestens 120%. Erich würde blaß vor Neid

Lutz Herzer / 19.09.2023

Dann also auch das passive Wahlrecht?  Wer mir verspricht, Corona und andere böse Erreger mit dem Schamanen zu vertreiben, und wer in Genspritzen das Werk des Teufels erkennt, den werd ich wählen.

Marc Munich / 19.09.2023

@Peter Mielcarek / 19.09.2023 “Meine Stellungnahme in der causa Faeser ist hier also klar: Kommunalwahlrecht für jeden von Tag 1 an! Auch für Ausländer! Nun, da damit auch der politischen Implementierung des (politischen) ISLAM - endgültig - Tür und Tor geöffnet würde, rate ich Ihnen,  schon mal jetzt zur “Religion des Friedens” zu konvertieren.  Vermutlich sind Sie das aber auch schon längst.  Falls nicht, würden Sie sicher auch ‘nen vorbildlichen Muster-Dhimmi abgeben.  Glückliche Sklaven stehen bei den Transformatoren*innen hoch im Kurs..

Klaus Keller / 19.09.2023

An Chris Kuhn: Denken Sie doch auch einmal an die Akutpsychiatrie die auch für den Flughafen zuständig ist. Vielleicht gibt es dort auch keine freien stationären Behandlungsplätze mehr und die Mitarbeiter kündigen ständig wegen chronischer Überforderung. Die sind für jeden dankbar der von der Polizei nicht eingewiesen wird. Die zuständige Psychiatrie ist zur Zeit wahrscheinlich eine Anstalt in der Gesunde mit der Zeit krank werden. Die Einweisung dort würde also eher schaden als nutzen bringen.

Klaus Keller / 19.09.2023

An Peter Mielcarek : Wenn man in Deutschland einen Reichstag wählen will kommt die Polizei. Das Leben ist ungerecht.

G. Männl / 19.09.2023

Mal davon abgesehen das dies völliger Quatsch ist, aber nehmen wir mal an es wäre dann halt so. Wie soll ein Analphabet, oder ein Fremdsprachler auf einen Wahlzettel groß wie ein Fahrplan was ankreutzen? Eine arabische Großfamilie passt gar nicht in eine Wahlkabine, dann machen sie mal den begreiflich das der Mann nicht für alle die Zettel ankreuzen darf. Oder klever die machen Briefwahl, statt 10 Zettel kommen 20 zurück. Diese tollen Politiker können nicht einmal von 12 bis Mittag denken. Ach ihr Leute in Hessen schaut genau hin wo ihr die Kreutze setzt.

Thomin Weller / 19.09.2023

@Peter Mielcarek “In Norwegen übrigens normal, ich darf kommunal wählen seit 20 Jahren,”  Verstehen Sie überhaupt die norwegische Sprache? Die Katastrophe hier ist das selbst echte, volle Analphabeten die weder eine andere Sprache noch irgendetwas schriftliches entziffern können, meist auch keine Schulbildung haben, wählen sollen. Gerade letztens, ein DHL Bote konnte weder englisch noch die Hausnummern geschweige Namen auf der Türklingel lesen. Wie der zu einem Führerschein gekommen ist, ist mir ein großes Rätsel ebenso wie der eingestellt werden konnte. Aber darum gehts, billigst, dumme Arbeitskräfte die keinen Widerstand leisten.

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