Vera Lengsfeld / 26.03.2022 / 10:00 / Foto: blu-news.org / 12 / Seite ausdrucken

Gräben in der Gesellschaft

Konrad Adams Buch „Gräben“ handelt von der Freiheit und ihrem allmählichen Verschwinden. Freiheit lebt laut Adam in den beständig gefährdeten Zwischenregionen, „in denen die Menschen gelernt haben, Autonomie und Kooperation miteinander zu verbinden“.

Konrad Adam hat es im Journalismus ganz nach oben geschafft. Er war im Feuilleton der FAZ zuständig für Bildungs- und Wissenschaftspolitik, wechselte dann zur Welt, wo er acht Jahre lang, bis 2008, politischer Chefkorrespondent in Berlin war. Kaum im Ruhestand, wurde er Mitbegründer der AfD, die er aber längst wieder verlassen hat, weil er mit manchen Gestalten, die in die neue Partei drängten, Ämter und Mandate besetzten, nichts zu tun haben wollte. „Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze“, den Journalisten auch nicht, wie man am einstmals gefeierten, heute so gut wie vergessenen Frank Schirrmacher sehen kann. Adams Analysen dürften – anders als die Schirrmachers, die mehr Hype waren, als sie Substanz hatten – Bestand haben. Deshalb ist es verdienstvoll, dass das Buchhaus Loschwitz Adam in seine Exil-Reihe aufgenommen hat.

Adams großes Thema ist die Freiheit und ihr allmähliches Verschwinden. Er verweist auf den französischen Soziologen Raymond Aron, der in seinem Kampf gegen die Gesinnungstyrannei immer wieder auf seinen großen Landsmann Montesquieu zu sprechen kam, der überzeugt war, dass Freiheit auf Gewaltenteilung beruht.

Nicht nur ungeteilte Gewalt, auch eine Einheits-Elite ist freiheitsfeindlich, woraus der Leser schon ableiten kann, wie es um die Freiheit in Deutschland bestellt ist. Freiheit lebt laut Adam in den beständig gefährdeten Zwischenregionen, „in denen die Menschen gelernt haben, Autonomie und Kooperation miteinander zu verbinden“.

Freiheit lässt sich ohne gewaltsame Schikanen unterdrücken

Diese Zwischenregionen seien in den sechzehn Merkel-Jahren schwach und bedeutungsarm geworden, sie seien zum Teil sogar verschwunden, „fortgeschwemmt von einer Sturzflut an Empfehlungen und Auflagen, Vorgaben und Sprachregelungen, die der Freiheit immer engere Grenzen gezogen haben“.

Von allen Hinterlassenschaften der Merkel-Ära dürfte die schleichende Entwertung von angeborenen und verbrieften Freiheitsrechten wohl die dauerhafteste sein. Die Mauern, die an der Grenze des Landes abgerissen wurden, sind im Inneren hochgezogen worden. Die unsichtbaren Mauern können stabiler als die aus Beton sein.

„Abstandsregeln, Merkel-Poller zum Schutz von Volksfesten, No-Go-Areas, Sicherheitszonen für Frauen, Flüchtlingsfrauen, die von der Bundespolizei vor Belästigungen geschützt werden müssen – das hatte es vorher nicht gegeben, gibt es aber jetzt. Zur Dramatik der Situation trägt bei, dass die heute Herrschenden vergessen haben, was Montesquieus Zeitgenosse Jean-Jacques Rousseau noch wusste: Sitten und Gebräuche sind das Fundament eines wohlgeordneten Staates.“

Das Bedürfnis, heimisch zu sein, verstanden zu werden und nicht wieder alles erklären zu müssen, sitzt tief. Seit Merkel sollen wir täglich neu verhandeln müssen, was die Normen des Zusammenlebens sind, jedenfalls stand es so in einem Papier von Merkels Integrationsbeauftragter Aydan Özoğuz. Freiheit lässt sich ohne Vorzensur und gewaltsame Schikanen unterdrücken.

„Aufwändig verklausuliertes Selbstermächtigungsgesetz“

Das Gespräch oder der Dialog ist für die Freiheit unverzichtbar. „Wo immer das öffentliche Gespräch über den richtigen Weg… von der einen oder anderen Partei blockiert wurde“, erstarrt die Gesellschaft. „Eine Mehrheit, die den Wechsel nicht will, weil sie sich im Besitz der Wahrheit wähnt, untergräbt die Fundamente der Demokratie.“

Die vom Philosophen Jürgen Habermas geleitete Linke ist mit ihm der Meinung, dass die Mehrheit die einzig wahre Meinung vertritt. Sie verdiene Respekt und Anerkennung auch von denen, die sich ihr anfangs widersetzt hätten. Die Politik müsse den Anspruch auf diese Wahrheit erfüllen. Nur genügt heute, statt der Mehrheit, die Meinung der lautstarken Minderheit, um für sakrosankt erklärt zu werden. Die wenigen könnten klüger sein als die Mehrheit, meint Habermas. Sie sollten deshalb auf ihrem Recht bestehen, der Mehrheit über den Mund zu fahren. Wird ihnen das verwehrt, hat die Minderheit ein Recht auf zivilen Widerstand. Das ist ein „aufwändig verklausuliertes Selbstermächtigungsgesetz“, so Adam. Mit dieser Selbstermächtigung müssen wir seit Jahren leben, sie zersetzt unsere Gesellschaft.

In der Politik läuft der Anspruch, Wahrheiten zu verkünden, auf den Versuch hinaus, den Gegner im Namen der kommunikativen Vernunft zu entmutigen. Kommt noch die politisch engagierte Wissenschaft dazu, hat eine „wissenschaftlich aufgetakelte Politik“ eine „Stellung erobert, aus der heraus sie jeden Gegner zu Fall bringen kann“.

Bündnis von Regierungs- und Meinungsmacht

Damit ist das von John Stuart Mill gefürchtete Kartell beisammen; der gefährlichste Feind der Freiheit ist ein Bündnis von Regierungs- und Meinungsmacht. Genau mit diesem gefährlichsten Feind haben wir es gegenwärtig zu tun. Er dringt in alle Ritzen der Gesellschaft, zersetzt die rechtsstaatlichen Institutionen und die Verfassung, ohne sie direkt zu verletzen.

Gibt es ein Gegenmittel? Ja, den Mut und die Fähigkeit, sich des eigenen Verstandes zu bedienen, wie es bereits Immanuel Kant gefordert hat. Ich würde Adam wie folgt ergänzen:

Mit den modernen Kommunikationsmitteln ist die Macht der Gatekeeper vorbei. Jede Lüge, jede Ausflucht kann innerhalb einer Stunde entlarvt werden. Das macht die Meinungsmacht so fragil. Wir haben die Werkzeuge in der Hand, die Macht zu begrenzen oder zu zerbrechen. Wir müssen sie nur entschlossen nutzen.

„Gräben. Was zur Einheit fehlt“ von Konrad Adam, 2022, Dresden: Edition Buchhaus Loschwitz. Hier bestellbar.

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Leserpost

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Wilfried Düring / 26.03.2022

@Volker Kleinophorst BRAVO!!! Es an der Zeit ist, eine SELEKTIVE und euphemistische Geschichtsschreibung (die seit mehr als 100 Jahren dominiert) zu beenden. Wahrheit ist: Die französische Revolution war ein Verbrechen und ein Unglück für Frankreich und für ganz Europa! Diese Revolution brachte nicht den Frieden - sie brachte (fast 25 lange Jahre) Kriege! Diese Revolution brachte nicht bescheidenen Wohlstand - sie brachte den Hunger! Diese Revolution brachte nicht die versprochene Freiheit - sie brachte Überwachung, Denunziantentum und den Terreur! Diese Revolution brachte nicht die versprochene Brüderlichkeit - sie brachte den Tod! Und, ja sie brachte die ‘Gleichheit’. Unter der Guillotine waren alle gleich: der König, seine Familie und seine Schranzen, hingemordete Adelsfamilien, die Revolutionäre, ihre Bluthunde und Stiefelknechte, erst bejubelte und wenig später geköpfte Offiziere und Revolutionsgenerale, Priester, Frauen, Bauern - hunderttausende Namenslose, deren Leben ausgelöscht wurde, ohne Spur. Man kann es auch in Anspielung auf die berühmte Rede des Herrn von Weizsäcker formulieren:  ‘... wir dürfen nicht im (unglücklichen) Verlauf der Revolution die Ursachen für die Septembermorde, den Terreur und den Völkermord an den katholischen Bauern der Vendee sehen. Sie liegen vielmehr in ihrem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Terreur führte. ...’ !!! (beim sogenannten ‘Sturm auf die Bastille’ ergaben sich die Verteidiger gegen das ‘Ehrenwort’ auf ‘freien Abzug’. Sie legten die Waffen nieder - und wurden dann vom Pöbel niedergemetzelt bis zum letzten Mann!  Wir sollten immer wieder an diese (mit Absicht) ‘vergessenen’ Fakten erinnern, und dieses Wissen an die nächsten Generationen weitergeben. Robespierre und seine Genossen gehören zu den schlimmsten Massenmördern der Neuzeit und nichts Anderes! vgl. hierzu auch ‘Kulturgeschichte der Neuzeit’ des von den Nazis in den Tod getriebenen Publizisten Egon Friedell.

Volker Kleinophorst / 26.03.2022

Gespaltenes Volk, schwaches Volk. So lange können die Obertanen die Masken tanzen lassen. @ L. Luhmann Faeser als Robespierre. Wobei da Faeser ja noch nicht ganz angekommen ist. Robespierre verlangte Anklage reicht, Verteidigung unnötig. Er hatte allerdings eines nicht bedacht, für ihn galt die Schuldvermutung auch. Und selbst seine nennen wir sie ruhig “Genossen” wurde da doch unruhig. Und wupps war die Rübe weg. Dass die französische Revolution bis heute von links hochgehalten wird, ist doch mehr als deutlich. Denn diese Mutter aller Sozialrevolutionen endete in Hass, Intoleranz, Hetze, Denunziation und Strömen von Blut und einem selbstgekrönten Kaiser, der Europa mit Krieg überzog. Hätte man Robespierre als ersten auf das Schafott geschickt, wäre wohl besser gewesen. Wobei man berücksichtigen muss, dass Robespierre sich mit dem Machtzuwachs radikalisierte (Was nicht so selten ist.). “In der ersten Nationalversammlung (1789-1890) fiel Robespierre mit radikalen Forderungen auf, die aber zunächst von der gemäßigteren Mehrheit nicht geteilt wurden. So setzte er sich unter anderem für Pressefreiheit ein, für die Abschaffung der Sklaverei in den Kolonien, die Aufhebung der Todesstrafe, die Beseitigung der Privilegien des Klerus sowie für die Abschaffung des Zölibats. ... Im August 1789 hatte Robespierre bereits einen Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der eine „ruhige Beratung“ in der Versammlung garantieren sollte, so dass „ein jeder ohne Furcht vor Störungen […] seine Meinung darlegen“ könne.”  So was kann man Faeser nicht vorwerfen. “Bis 1791 war Robespierre trotz seiner radikalen Forderungen ein Anhänger der konstitutionellen Monarchie.” Doch dann: “Bald galt Robespierre als radikaler Demokrat und trat dem linken „Club der Jakobiner“ bei, der sich regelmäßig im Dominikanerkloster Saint-Jacques in Paris traf.” Dir Kirche wie bei jeder Schandtat immer dabei. Warum habe ich die nur so gefressen? Ach falsch. Warum nicht jeder? (Zitate aus Wiki)

sybille eden / 26.03.2022

Aber Herr LUHMANN, diese Wörter werden doch schon gebrüllt. Sie klingen jetzt nur anders ! Ich höre immer KAMPF und HALTUNG !

G. Böhm / 26.03.2022

@ Karla Kuhn: Nehme ich mir Ihr Strauß-Zitat her “Bleiben wir auf dem Boden trockener, spröder, notfalls langweiliger BÜRGERLICHER VERNUNFT ...” und analysiere die Lage, unter Hinnahme von Für und Wider, dann vermag ich selbst unter Annahme günstigster Bedingungen nicht zu erkennen, daß die AfD alleinig die Lösung des Problems sein wird. Sie müßte in dem Falle die absolute Mehrheit erringen, was man ausschließen kann, selbst wenn ihr in einer Region dieses Kunststück gelingen sollte. Sobald sich aber andeutete, daß dieser GAU einzutreten drohte, würde ein medialer und propagandistischer Großkrieg ausbrechen. Ich sehe die AfD mehr als gesamtdeutsche CSU, die einen entsprechenden Partner bräuchte. Auch wenn dieser Ausblick destruktiv sein mag und ich mir die allgemeine vernichtende Schelte, mir un- und bekannter sowie teilweise gewogener Personen einhole, worauf es nicht ankommt, ich habe darüber laut nachgedacht, was ja normalerweise nicht verboten sein dürfte.

Karla Kuhn / 26.03.2022

T. Schneegaß”.... in der NUR solche “Gestalten” Mitglieder sein dürfen, die er “leiden” kann. ”  BRILLANT !  Sie schreiben ganz richtig, “.... ist sie (vorerst) die einzige Opposition und somit das kleinste aller Übel.”  Die AfD ist- für mich- die ALTE CDU- vor Merkel, das Parteien Programm ähnelt der dem der VORMERKEL-CDU.  Wobei ich anmerken muß, daß in der AfD- wie in der CDU nach 1949 etliche NAZI untergekommmen sind , KEINE STASI Fuß fassen konnten. Wie es Franz Josef Strauß so treffend sagte,  “..... Bleiben wir auf dem Boden trockener, spröder, notfalls langweiliger BÜRGERLICHER VERNUNFT und ihrer Tugenden oder steigen wir in das BUNTGESCHMÜCKTE NARRENSCHIFF UTOPIA, in dem dann ein GRÜNER und ZWEI ROTE die Rolle der FASCHNGSKOMMANDANTEN übernehmen werden !!”  Tja, es wurde entschieden (vom WÄHLER ??), daß die Zukunft Deutschlands (jedenfalls für paar Jahre) eben in diesen ROTEN /GRÜNEN “Faschingskommandanten “Händen liegt . Vermutlich mit bereits programmierten Untergang des Landes ! Allerdings gebe ich die Hoffnung noch nicht auf, daß das “Bunt geschmückte NARRENSCHIFF UTOPIA” bald so richtig von einem EISBERG zerschellt wird. So wie die Titanic. Unverhofft kommt oft!

Petra Wilhelmi / 26.03.2022

Tja, das sind die Konservativ-liberalen, deshalb verlieren sie auch immer gegen die Linksgrünen. Denen gefällt irgendeine Person bei der AfD nicht und sofort wird das Handtuch geworfen. Lieber macht man gar nichts oder schreibt, was nur wenige lesen. Ich widerspreche ganz vehement der Aussage, dass Freiheit sich ohne gewaltsame Schikanen unterdrücken lässt. Man sage das denjenigen, der z.B. den Migrationstsunamie und die Migrantenkriminalität angesprochen haben. Wir sollten uns daran erinnern, dass wir überrollt werden von Gendergaga, Feminismus, angeblichen Rassismus, von der Mär des bösen weißen alten Mannes, vom Klimatheater und der CO2-Mär sowie der Umbau der Energieversorung in eine Energiemangelgesellschaft und nicht zu vergessen, die orwellschen Sprachvorgaben usw. usf. Alle die dagegen hielten mit guten und auch wissenschaftlichen Argumenten wurden aus dem sozialen Leben und oft auch aus dem ökonomischen verbannt. Die Bundeswehr, die Polizei, die Gerichte, das Verfassungsgericht gar, die Medien und Verbände wurden gesäubert. Die einzige Opposition im BT wird verteufelt. Bei Twitter, Youtube und Facebook wurden nicht regierungskonforme Meinungen zensiert und Accounts gelöscht. Vieles ging bis zum faktischen Berufsverbot. Man denke an die Polizeieinsätze gegen die Querdenker-Demos, wo sich die Polizei wie Berserker aufgeführt haben. Ich weiß jetzt nicht, was daran keine Schikane oder gewaltsame Schikane wäre. Der Gipfel von allem, sind die Maßnahmen, die angeblich gegen Corona helfen sollen, einschließlich der jetzt schon geltenden Impfpflicht für Gesundheitsbereiche und der drohenden für alle. Letzteres ist massive Körperverletzung und in Canada und Den Haag wurden dafür schon Klagen wegen Menschenrechtsverletzung eingereicht. Freiheit kann niemals OHNE Tyrannei beseitigt werden.

Rainer Niersberger / 26.03.2022

Und nun fragen wir uns zum x. Mal, wie Herr Adam das, was man Transformation nennt, politisch verhindern zu gedenkt. Herr Adam wird wissen, dass es mit Appellen a la Kant nicht getan ist, denn das Regime arbeitet wie jedes totalitaere Regime erfolgreich daran, die Ausuebung von Freiheit und Verstand zu unterbinden. Die AfD ist es also nicht. Eine andere Opposition, die den Namen verdient, ist mir nicht bekannt. Falls Herr Adam hier mehr weiss, bitte ich um Information. Er wird auch wissen, um was es in der Politik, auch in einer Fassadendemokratie, geht, naemlich die Macht. Aktuell bzw seit ueber 16 Jahten ist diese Macht in bestimmten Händen, die eine Entwicklung gestaltet, die Herr Adam nicht uebersehen sollte.  Er kann diese Entwicklung schlicht extrapolieren, denn zumindest fuer die naechsten Jahre ist die Macht geregelt. Dass das Regime bzw System uns noch einen, eher kleiner werdenden, Rest an Freiheit laesst, der bekanntlich immer mehr unter Vorbehalten gestellt wird, sollte richtig eingeordnet werden. Es gilt, bislang erfolgreich, den Eindruck vorzutaeuschen, hier gaebe es im Unterschied zu anderen Systemen Demokratie, Freiheit und Recht. Dass diese faktisch und partiell sogar legal voellig entkernt sind, wird nicht zuletzt an der bekannten Zensur und den staatlichen “Lockerungen” deutlich. Die Ausschaltung einer Opposition unter Bildung eines Politkartellsmit instrumentalisieren Institutionen ist mit dem Aufruf frei nach Kant nicht angemessen gewürdigt. Hier geht es um deutlich mehr und die Transformatoren werden sich verbal nicht stoppen lassen. Herr Adam sollte wissen, was Demokratie ist und worauf es ankommt, naemlich qua Abwahl bzw Wahl einer neuen Regierung in einem neuen System die Taeter politisch zu stoppen oder als ultima ratio faktisch, wenn sich die ( neuen) Verzichter, “Kuchenesser”  und “Frierer”  angemessen beim feudalen Regime, den Volkswohlverantwortlichen, “bedanken”.  Artikel und Buecher allein schützen die Freiheit jedenfalls nicht.

Max Unger / 26.03.2022

Mich würde von Herrn Adam interessieren, wen er für gefährlicher hält. Die nicht näher genannten Gestalten in der AfD oder die Gestalten, die unsere Geschicke bestimmen. Schwab, Gates, Scholz. In Zusammenarbeit mit Leuten wie Lauterbach, Habeck, Ösoguz, Roth (die singt wahrscheinlich den ganzen Tag “das alles, und noch viel mehr….”).

Wilfried Düring / 26.03.2022

Konrad Adam ist ein enorm spritziger Geist. ich bedauere es sehr, daß er sich im Streit von der AfD getrennt hat. Ich vermeide nach beiden Seiten jeden Vorwurf ; gestatte mir allerdings den folgenden Hinweis: Mit 80 Jahren mag man sich die (auch characterlichen) Niederungen des alltäglichen Meinungsstreits mit seinen Gemeinheiten, Kleinheiten, Egoismen, Effekthaschereien, Lügen und Machtkämpfen irgendwann nicht mehr antun! Vera Lengsfeld danke ich für die gewohnt gewinnende Buchbesprechung. Gerne unterstütze ich mit meiner Bestellung meinen regionalen Buchhändler und das Buchhaus Loschwitz. ‘Das Bedürfnis, heimisch zu sein, verstanden zu werden und nicht wieder alles erklären zu müssen, sitzt tief.’  Das ist die in einem Satz ausformulierte Sehnsucht der zu Dunkel-Deutschen stigmatisierten Zonendödel - kurz von Millionen Menschen, die in der DDR gelebt und gearbeitet haben, einmal jung waren und sich einbringen wollten in ‘Deutschland - einig Vaterland’. Ich vertrete inzwischen die These: Die angemaßte Elite West (Posten in Politik, Medien, Banken, Konzernen, Kirchen, Gerichten, NGOs und - Einträge in GRUND-Bücher - kurz der polit-mediale Komplex mit angeschlossenem Grundbuchamt)  will uns nicht - und hat uns im Grunde nie gewollt. Schöne Belege findet man, wenn man sich Predigten der Genossen Steinmeier und Roth anhört, die den minderbemittelten Ost-Deutschen mit dem Dünkel überlegener Kolonial-Herren ihre Geschichte und ihr Leben erkären! ‘Damit ist das von John Stuart Mill gefürchtete Kartell beisammen; der gefährlichste Feind der Freiheit ist ein Bündnis von Regierungs- und Meinungsmacht.’ Das ist was dran. Wir sollten aber deren völlig enthemmte, gewissenlose und gewältige Rollkommandos auf der Straße nicht vergessen, auch wenn sie sich in der Maske angeblich noch unschuldiger ‘junger Menschen’ tarnen. Die Schläger der SA und die Kollektivierungs-Aktivisten der FDJ (‘Bauernlegen’) waren auch überwiegend ‘junge Menschen’!

G. Böhm / 26.03.2022

Das neue Hakenkreuz ist das russische Z-Symbol, die öffentliche Verwendung dieses hat der Bayerische Innenminister bereits unter strenge Strafe gestellt, also bitte Vorsicht, denn Z steht nicht für Zeppelin! Ob wir es nun aus dem Alphabet streichen müssen, wird noch geklärt. - Zum Beitrag: ‘Moderne Kommunikationsmittel sind nur Werkzeuge und keine Machtmittel, denn was nützt ein Hobel, wenn der Betätigende nicht damit umzugehen weiß, oder anders gesagt, das DENKEN kann nicht ersetzt werden und Denken tun halt nur wenige können. Um es an einem Beispiel zu illustrieren, hier auf der Achse wurden kaum überblickbare kritische Artikel zur Corona-Saga geschrieben, von anderen Medien ganz zu schweigen, eine Wirkung können diese nicht mal unter den Achse-Autoren letztlich auslösen.

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