Oliver Marc Hartwich, Gastautor / 09.04.2008 / 11:11 / 0 / Seite ausdrucken

Gordon Brown: Was kümmert ihn sein Geschwätz von gestern?

Gordon Brown, damals britischer Schatzkanzler, in der Haushaltsdebatte vom Juli 1997:

“For most people the acquisition of a house is the biggest single investment they will make. Homeowners rightly expect their investment to be protected by sensible policies pursued by Government. I am determined that as a country we never return to the instability, speculation, and negative equity that characterised the housing market in the 1980s and 1990s. Volatility is damaging both to the housing market and to the economy as a whole. So stability will be central to our policy to help homeowners. And we must be prepared to take the action necessary to secure it. I will not allow house prices to get out of control and put at risk the sustainability of the recovery.

Elf Jahre später hört sich das bei Mr. Brown, inzwischen Premierminister, so an:

“We’ve seen house prices rise by about 180 per cent over the last ten years. I think they’ve risen about 18 per cent over the last three years, so a 2.5 per cent fall is something that is containable. The issue is can we ensure that growth is maintained in this economy, that we can get the housing market to continue to move forward.

1997 versprach uns Mr. Brown also stabile Hauspreise. Dann profitierte er als Schatzkanzler wie kein Zweiter von der sich entwickelnden Blase auf dem Immobilienmarkt. Nun beginnt die Blase zu platzen, und was verspricht Mr. Brown heute? Dass der Immobilienmarkt wieder wachsen wird. Warum sollte man ihm das nun eigentlich glauben, wo er mit seiner Vorhersage von 1997 doch so spektakulär daneben lag? Und warum nimmt Brown für sich eigentlich immer noch in Anspruch, irgend eine Art von ökonomischer Kompetenz zu besitzen?

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