Facebook-Eintrag von Hamed Abdel-Samad: “Frau Merkel erinnert mich in ihrer Flüchtlingspolitik an Christiane Kerner aus “Goodbye Lenin”. Aus Sorge um den Gesundheitszustand seiner Mutter verschwieg Alex ihr dass die DDR nicht mehr existiert. Er ließ sogar die sozialistische Republik wieder zum Leben erwecken. Eines Tages ging Christiane aber alleine auf die Straße und sah wie viele Menschen mit westlichen Klamotten und Autos unterwegs waren und war überrascht. Damit seine Mutter aus der Illusion nicht erwacht, behauptete Alex, es handele sich um Flüchtlinge aus dem Westen, die aus dem Joch des Kapitalismus in die DDR geflohen seien. Christianes Antwort darauf war sehr nobel wie humanistisch: “Wir müssen sie aufnehmen!”. Auch sie dachte nicht daran ob die DDR das schaffen könnte und nannte für die Aufnahme keine Bedingungen. Sie hat auch nicht hinterfragt, ob alle tatsächlich Flüchtlinge sind. Moralisch gesehen ist es eine richtige Entscheidung. Politisch ist es Ausdruck von Naivität und Eigensinn. Mit sozialistischen Grüßen!” Siehe hier.
Sehr geehrter Herr Abdel-Sammat, Ihrer Behauptung, die Entscheidung von Frau Merkel in der Flüchtlingskrise sei moralisch gesehen richtig muß ich entschieden widersprechen. Nicht zu berücksichtigen, welche Auswirkungen eine Handlung auf alle Beteiligten der Angelegenheit hat, ist nicht nur politisch dumm und kurzsichtig, sondern moralisch auch höchst fragwürdig. Wie der Volksmund sagt: Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Freundliche Grüße Veronika Kottisch