Henryk M. Broder / 03.06.2017 / 10:10 / Foto: Bildarchiv Pieterman / 16 / Seite ausdrucken

Gleiches Klima für alle! Grüne im Größenwahn, live vom Pariser Platz

Katrin Göring Eckardt: „Der Klimawandel ist keine Fake News, und dass Donald Trump aus dem Klimaschutz-Abkommen von Paris aussteigt, ist für die Welt ein Rückschritt, es ist für die Vereingten Staaten ein Rückschritt, damit werden Arbeitsplätze vernichtet werden und keine neuen geschaffen. Es ist aber auch für uns ein Auftrag. Für uns heisst der Auftrag, jetzt umso klarer und umso deutlicher gemeinsam europäisch beim Klimaschutz voranzugehen.

Wir brauchen eine europäische Klimaunion, wir müssen dafür sorgen, dass CO2 bepreist wird, wir müssen dafür sorgen, dass die Europäerinnen und Europäer gemeinsam mit anderen Partnern auf der Welt weiter vorangehen. Der Klimawandel macht keine Pause, weil Donald Trump aus dem Klimaabkommen aussteigt. Und wir machen keine Pause in unserem Engagement für den Klimaschutz. Jetzt gilt es. Jetzt geht es erst richtig los."

Cem Özdemir: „Die Nachricht vom gestrigen Tage stellt die Weltgemeinschaft vor eine historische Probe. Grade jetzt erst recht gilt es festzuhalten am Kampf gegen die Erwärmung unseres Planeten. Wir sind die letzte Generation, die es in der Hand hat, etwas dafür zu tun, dass unsere Kinder und Kindeskinder und eines Tages nicht verfluchen für unsere Tatenlosigkeit. Wir sind aber auch die erste Generation, die bereits die Folgen spürt des Klimwandels. Wir spüren sie selbst hier durch Klimakapriolen, aber noch wesentlich stärker spürt man sie an anderen Orten der Welt, durch Ernteausfälle, durch Dürren, durch katatstrophale Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der Menschen. Insofern liegt es in unserer Pflicht, alles dafür zu tun, dass der menschenverursachte Klimawandel so stark wie möglich abgemildert wird.

Wir haben alles, was man dazu braucht. Wir haben eine Wirtschaft, die das kann, wir haben die Technologie dafür, wir haben den Willen der Bevölkerung. Was wir brauchen, ist der Willen derer, die an den entscheidenden Stellen sitzen. Jetzt fällt einer aus mit Donald Trump. Das heißt aber nicht, dass die anderen es ihm nachmachen dürfen. Wir können handeln, wenn wir wollen. Die Bundesregierung muss jetzt mit Taten, nicht nur mit Worten, glänzen. Das heißt, der Beitrag der Bundeskanzlerin muss jetzt sein, voranzugehen beim Ausstieg aus der Klimaverstromung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie müssen die ausgestreckte Hand von Präsident Macron annehmen. Wir haben die Chance für die gemeinsame Klimaunion/europäische Union. Das ist die Art von Antwort, die Präsident Trump versteht! 

Und ich will das auch als Gelegenheit nutzen, darauf hinzuweisen, dies ist keine Aktion, die sich gegen die Vereinigten Staaten von Amerika richtet. Präsident Trump ist nicht die USA. Ich will das ausdrücklich begrüßen, dass der Gouverneur von Kalifornien, Brown, deutlich gemacht hat, immerhin die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt, wenn Kalifornien für sich alleine stehen würde, dass sie an unserer Seite stehen beim Klimaschutz. Diese ausgestreckte Hand der Bundesstaaten, die ausgestreckte Hand der Städte, die sollten wir annehmen, mit ihnen gemeinsam, vorbei an Washington, entschieden beim Klimaschutz vorangehen. Und wir in Deutschland, wir in Europa haben jetzt die Chance, ein bißchen zum Vorbild zu werden für andere in der Welt, zu zeigen, Klimaschutz schafft Arbeitsplätze, Klimaschutz hilft uns, für die Lebensbedingungen künftiger Generationen, Klimaschutz ist gut für uns alle."

Damit Sie nicht glauben, ich habe eine Flasche Verpoorten auf Ex geleert und mir das alles ausgedacht, schauen Sie bitte hier.

Foto: Bildarchiv Pieterman

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Leserpost

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Leo Hohensee / 03.06.2017

Lieber Herr Broder, bevor ich Leser der Achse wurde, wußte ich nur eines, unser Verhalten in Bezug auf Energieverbrauch und Lebensweise überhaupt ist klimaschädlich. Jetzt las ich mehrfach auf der Achse, dass da kritische Betrachtungen durchaus dagegen stehen. Aber was ist Ihre Aussage bei diesem Text ? beste Grüße L.H.

Martin Landvoigt / 03.06.2017

Unglaublich, was für eine Unsinnspropaganda uns da zugemutet wird.

Dr. Andreas Dumm / 03.06.2017

Das Kernproblem der zeitgenössischen Politik tritt in diesen Tagen deutlich sichtbar hervor: Nur das Nicht-Individuum kann “gerecht” sein, indem es den Zukunftshorizont der ultimativen Gleichheit entfaltet, der wiederum nur gegen das Individuum - bzw. durch Maßnahmen, die seiner “Auflösung” zuarbeiten - erreichbar zu sein scheint. Gender, Klima, Globalismus, keine “Politik der roten Linien” (der Verschuldung) mehr (Gabriel vs. Schäuble): Diese politischen Wegweiser kennzeichnen den Fluchtweg des Individuums, das keines mehr sein möchte, sich aber zugleich - und zwar genau so - für die höchste Ausgabe desselben hält. Das ist es, was sich in Zweikämpfen à la Macron gegen Le Pen oder Trump gegen die EU (“gegen” jeweils in Anführungszeichen gesetzt) - zugespitzt und zugleich verschleiert - zu erkennen gibt.

T. Boysen / 03.06.2017

Woher bitte schön will denn Frau KGE wissen, wie man Arbeitsplätze vernichtet oder schafft, wo sie doch in ihrem ganzen Leben noch nie einer geregelten Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. Da kann man nur lachen. Das Schlimme ist, dass diese Halbwissenden sogar die Chance bekommen werden, den Unsinn auch noch umzusetzen und uns vollständig zu deindustrialisiren. Als wenn nun in Zukunft die Deutschen für alle auf der Welt Windräder bauen. Das Prinzip ist einfach und das können andere auch. Merkel wird um an der Macht zu bleiben, die spinnerten Ideen auch noch mittragen. Der Umweltschutz und der Naturschutz haben doch jetzt schon unter dem Unfug der Energiewende massiv zu leiden. Der ökologisch-industrielle Komplex in Deutschland und Europa ist mittlerweile genauso gefährlich wie die amerikanischen Militärfalken in der deren Administration.

Hans Jürgen Haubt / 03.06.2017

Broder: “Damit Sie nicht glauben, ich habe eine Flasche Verpoorten auf Ex geleert und mir das alles ausgedacht, schauen Sie bitte hier”: Man braucht diese Flasche Verpoorten vermutlich,  um alles ertragen zu können, was unsere (grünen) Umweltaktivisten mit ihrem völlig übertriebenen gefühlsmäßigen Hypes in Politik und Medien in nahezu allen Bereichen zumuten. Es wäre segensreich für unser Land und die Politik, wenn wieder mehr vom klaren Verstand und Pragmatismus Gebrauch gemacht würde. Andere bei Wert- und Interessengegensätzen abzuwerten, ihnen den politischen Diskurs zu verweigern,  ist die primitivste Art der Auseinandersetzung, die keine erstrebenswerten Lösungen und Kompromisse möglich macht, wo ein Konsens nicht möglich ist.

Ralf W. Hühn / 03.06.2017

Da laufen sie zur Hochform auf, unsere Grünen. Die Gelegenheit um ihren sinkenden Stern noch einmal aufzuhalten wollen sie sich wohl nicht entgehen lassen. Wahrscheinlich sieht sich die Katrin schon mit höheren Weihen gesegnet als Europavorsitzende der europäischen Klimaunion. Hoffentlich behalten wenigstens andere einen kühlen Kopf und verfallen jetzt nicht in getriebenen, blindwütigen Aktionismus, wie die Grünen ihn gerne anheizen möchten. Ist doch interessant festzustellen, welche Reaktionen jede Trump Entscheidung hier in Europa auslöst. Schaun wir mal wann unsere Politik beginnt zu agieren anstatt zu reagieren.

Leo Lepin / 03.06.2017

Warum wundert sich keiner von denen, dass zwar behauptet wird, man wisse, wie in 50 oder 100 Jahren das Klima aussehe und wie man es beeinflussen könne, aber eine zuverlässige Wettervorhersahe für den nächsten Tag gelingt partout nicht?

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