Von Rocco Burggraf.
Die sogenannte "GIZ" wurde mit der Abwicklung der Einreise der sogenannten Baerbock-Afghanen beauftragt. Ein Anlass, mal ein bisschen näher auf die Truppe von GIZ-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel (Foto oben) zu schauen.
GEZ kennt jeder. GIZ eher nicht. Ein Licht geht dem einen oder anderen vielleicht beim vollen Wortlaut auf: ‚Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit‘ heißt die als GmbH organisierte „100-prozentige Staatstochter“. Ein wohlklingender Name. Wer sich mit Staatstöchtern ein bisschen auskennt, weiß, dass besonders die Hundertprozentigen unter ihnen nicht nur politische Schönheiten sind, sondern auch extrem anspruchsvoll. Zumindest was den Unterhalt angeht. Haushalten, kochen und putzen ist zumeist nicht so ihr Ding. Oft genug erweisen sich die Töchter des Staates sogar als veritable Pechmarie. Was sie den lieben langen Tag so tun, weiß man auch nicht so genau. Da herrscht sozusagen programmatische Diskretion. Nur was sie pünktlich aus der Steuergeldkasse abzweigen, ist bekannt. Schließlich muss man ja irgendwie sein Leben planen. Das Geschäftsvolumen der GIZ beträgt vier Milliarden Euro. Pro Jahr!
Auf die GIZ stößt man beispielsweise durch die aktuelle Meldung, dass die Truppe nun mit der Abwicklung der Einreise der sogenannten Baerbock-Afghanen beauftragt wurde. „Sicherheitsüberprüfungen und Aufnahmeverfahren“ sollen durchgeführt werden. Ein Verfahren! Gott sei Dank! Hier lehnt sich der Tagesschaukonsument beruhigt in den Ohrensessel zurück. Am Hindukusch hat nun alles seine Ordnung. Et hätt noch emmer joot jejange…
Der kritische Zeitgenosse allerdings blickt mal kurz auf die Website der beschränkt Haftenden. Der Auftritt der GIZ-Mediamarkt-Experten besticht zunächst durch konsequentes Gendern mit Sternchen und Verlaufsformen, unterbrochen von zahlreichen Rechtschreibfehlern. Im Übrigen scheint der gelieferte Content nicht aus der Cloud zu stammen, sondern selbst eine fluffige Wolke zu sein. Es wimmelt vor Plattitüden und nichtssagenden Worthülsen. Beratungen, Kompetenzen und Expertisen zu allem und jedem werden gepriesen, aber nicht konkretisiert. Die „Erneuerbaren“. Das „Klima“. Die „Modernisierung“. Die „Regierungen“. In offensichtlicher Ermangelung irgendeiner konkret darstellbaren Tätigkeit werden willkürlich herausgegriffene, angeblich globale Kosteneinsparungen aufgelistet und als „Beispiele für die Erfolge der GIZ“ verkauft.
Auf „Wirkung“ ausgerichtet
Gipfel des amtsschimmelnden Schwachsinns ist die Aussage, dass sämtliche Tätigkeiten der GIZ auf „Wirkung“ ausgerichtet seien. Dass Tätigkeiten eine „Wirkung“ haben, scheint der GIZ ein derart sensationelles Alleinstellungsmerkmal zu sein, dass gleich ein ganzer Abschnitt dem fett gedruckten Begriff gewidmet ist. Allein – worin die „Wirkung“ der Schreibtischarmee bestehen soll, ist eben nirgends halbwegs sinnvoll dargestellt.
Chef über die "wirkmächtige", 24.600 Köpfe (!) zählende Mitarbeiterschaft ist der mehrfach in Hessen kläglich gescheiterte Sozialdemokrat Torsten Schäfer-Gümbel. Die Biografie ist selbstverständlich die des gängigen blassen Parteikarrieristen. Dem Studium der Politik folgen jahrelange Aufstiegsversuche in selbiger. Als das mehrfach grandios scheitert, landet man in einer der für diese Notfälle bereitgehaltenen "Staatstöchter“.
Zurück nach Zentralasien und den Ortskräften. Kurz zur Erinnerung noch mal der Kontext: „Ortskräfte“ sind eine, sich wundersam vermehrende Untergruppe der afghanischen Bevölkerung, die sich daran erinnern kann, für die lokal freiheitsverteidigende Bundeswehr tätig gewesen zu sein und deshalb nun zuhause bedroht ist. Belege dafür gibt es nicht. Die Sicherheit in Kabul dürfte die von Berlin deutlich übertreffen. Aber wir wollen jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen. Aus ursprünglich offiziell registrierten 400 Bundeswehr-Unterstützern wurden jedenfalls 2021 plötzlich behauptete 4.000. Damit hätte rein zahlenmäßig jeder stationierte deutsche Soldat vor Ort über einen persönlichen Ortsbeauftragten verfügt. Stand jetzt, sind allerdings nicht 4.000, sondern bereits 20.800 (!) afghanische „Ortskräfte“ in Deutschland gelandet. Eine wundersame Vervielfältigung, deren Bereicherungseffekte man gar nicht hoch genug schätzen kann. "Afghane" prangt ja quasi schon jetzt stündlich irgendwo in den bundesweiten Polizeiberichten. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Weitere 2.000 vorwiegend bärtige Spezialkräfte strandeten mit hastigen, so bezeichnet „rechtsverbindlichen“ Aufnahmeversprechen der Ampelregierung im pakistanischen Islamabad und warten dort seit Monaten auf den versprochenen Einzug ins Bürgergeldparadies.
„Sicherheitsüberprüfungen und Aufnahmeverfahren“
Die hierzu aufgelegten Transfer-Programme (Überbrückungsprogramm, Ortskräfteverfahren, Menschenrechtsliste, Bundesaufnahmeprogramm usw.) kosteten deutsche Steuerzahler Stand November 2024 149 Millionen Euro, die Verpflegung und Betreuung der in Pakistan Wartenden wachsen indes einem weiteren zweistelligen Millionenbetrag entgegen. Pro Monat! Weil wiederholte eindringliche Warnungen aus dem In- und Ausland bekannt wurden, die allesamt darauf hinweisen, dass sich unter den angeblich Gefährdeten nicht wenige Gefährdende befinden, stotterte der Import zuletzt. Natürlich will sie auch das brüderliche Pakistan lieber heute als morgen loswerden.
Die GIZ verspricht nun also, vor Ort "Sicherheitsüberprüfungen und Aufnahmeverfahren" durchzuführen. Wie darf man sich das vorstellen? Torsten Schäfer-Gümbel befragt in paschtunischen Dörfern in fließendem Dari durch Burkagitter hindurch, ob hier der Abdullah wirklich gewohnt, keine Frauen gesteinigt, sondern den Fußweg gekehrt hat und ansonsten über ein ordentliches polizeiliches Führungszeugnis verfügt? Oder übernimmt das dann doch die Ortskraft Walid von der Ortsgruppe der GIZ, der sich mit sowas auskennt und vom Pass bis zum Lebenslauf so ziemlich alles besorgen und beglaubigen kann, was man sich für ein ordentliches Dollarbündel eben so wünscht?
Falls Ihnen als Schonlängerhierlebender die Geldbündel inzwischen abgehen, jetzt haben Sie jedenfalls eine ungefähre Ahnung davon, wo Sie suchen müssen.
Dipl.-Ing. arch Rocco Burggraf, Jahrgang 1963, ist freier Architekt und Stadtplaner. Er lebt und arbeitet in Dresden. Diesen Beitrag veröffentlichte er zuerst auf seinem Facebook-Account.
Beitragsbild: Martin Kraft - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
@Robert Schleif Das internationale Wohltätigkeitsbusiness ist für die, die es betreiben, ein lukratives Geschäft mit einem Jahresumsatz von weltweit ca. 150 Milliarden Dollar. Wahrscheinlich sind es – auch nach dem Rückzug der USA -noch mehr. Es gibt Zehntausende von Berufsentwicklungshelfern, die darin ihren Broterwerb haben.Mein Vorschlag ist, dass man von den derzeit noch rund zehn Milliarden Euro, die bislang als Entwicklungshilfe fließen, besser hier lebende Afrikaner mit Risikokapital versorgt, um sich in ihrem Heimatland selbständig zu machen. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit könnte den Rückkehrern helfen, einen Businessplan zu entwickeln, und die deutsche Botschaft vor Ort könnte das Risikokapital dann schrittweise nach Fortschritt auszahlen. Zumindest wäre das mal ein Pilotprojekt wert. Schlechter als die bisherige Entwicklungshilfe kann es gar nicht laufen.
Hier im Forum wird immer mal die Frage gestellt, wieso die Deutschen immer nach diese Parteien wählen. Die Antwort ist ganz einfach: Es sind DIESE Deutschen. Hunderttausende in solchen GmbH, dazu noch vom Staat bezahlte Wissenschaftler für Gedöns plus deren Studenten, andere Staatsdiener und zum Schluß Bürgeldempfänger. All denen garantiert die Regierungsblase vor der Brandmauer ein erträgliches Einkommen. Wenn jemand seinen mäßig bezahlten Job kündigt, weil er die Heizkosten nicht mehr bezahlen kann und in Bürgergeld macht, kann man ihm das nicht vorwerfen. Wer Bürgergeld erhält, dem werden die Heizkosten bezahlt. Warum soll der andere Parteien wählen? Warum sollen die Millionen, die vom Staat mit unserem Geld versorgten Alternativen ankreuzen. Solange noch geborgtes Geld da ist, wird sich da nichts ändern. Das mit dem geborgtem Geld könnte sich allerdings schneller ändern als gedacht. Ein halbes Jahr nachdem 1500 Mrd. Sondervermögen dieses Land beglückten, klafft im Haushalt eine Lücke von 30 Mrd. Ist von dem Geld nicht mal mehr ein 50tel übrig?
Gibt es in meinem einst ganz gut funktionierenden Heimatland überhaupt noch eine einzige staatliche oder von Staat abhängige Organisation, die ordentlich und zugleich ökonomisch vernünftig funktioniert? Na ja, bei diesem politischen Personal ist das wohl eine rein rhetorische Frage!
@ Volker Seitz: Ich glaube, dass mittlerweile das „Geschäft“ und das Wohlleben der Akteure der einzige Zweck der Entwicklungshilfe ist.
Die Bandwürmer werden immer fetter, das Wirtstier immer klappriger. Und nun wird dem Wrack noch höhnisch beschieden, es würde über seine Verhältnisse leben! Wobei – es stimmt schon: Schäfer-Gümbel & Friends, Massenmigration, Radwege in Peru, NGO-Filz, Hochrüstung und „Energiewende“ muss man sich schon leisten können…
Ist dem Autor nicht bekannt – für die Leserschaft von Interesse – dass jede „Ortskraft“ die „Familie“ (Kinder und Enkel mehrerer Frauen, betagte Grosseltern, angeheiratete Cousinen…) mitnehmen kann ins Sozialstaats-Wunderland?
Abgesehen von diesem Looser Gübel (Nomen est …) jubeln sich die Medien allen voran natürlich Relotius-Blättchen und der famose Locus gerade mit mehren Artikeln warm – gespuckt äh gespickt mit Fotos von vielen auch gar glücks-weinenden Asylanten-Kindern in moderner Bekleidung und deren freudestrahlenden wohl frisch eingeschlandschten angeblichen Ortskräfte-Angehörigen. Noch in Erinnerung, dass die „wirs“ damals „unsereDemokratie“ am Hindukusch verteilt äh verteidigt haben sollen wollen ?!