
Eigentlich ist eine Aufgabe der Kirchen, die Angst vor dem Tod zu nehmen. Jesus hatte keine bzw. nur ganz minimal. Sie versagen damit seit etwa zehn Monaten. Sie haben zugelassen, dass viele Bürger in Angst und Schrecken versetzt werden und sich Kontakte verbieten lassen. Sie haben nicht einmal versucht, darauf hinzuweisen, dass der Tod zum Leben gehört und jedes Jahr in jedem Land um ein Prozent einfordert. Sie haben Isolation zugelassen, die Moses gemacht hat, übrigens zu Recht und nicht für grippale Erkrankungen, sondern für Lepra. Hatte jemand eine Hauterscheinung, wurde er isoliert, übrigens er selbst, nicht der Rest, und beobachtet. Wenn die Erscheinung sich zurückentwickelte, war es keine Lepra. Lepra ist eine schwer verstümmelnde Erkrankung. Inzwischen leben vor allem ältere Bürger seit zehn Monaten isoliert, jüngere im Frühjahr und nun erneut. So etwas muss man als Kirche anprangern und auf Schutz von Einrichtungen bestehen. Aber da müssten sie natürlich auch selbst investieren, und hier liegt wohl der Hase im Pfeffer. Lieber lässt man sich das Singen verbieten. Für Amerikabashing muss man nicht zahlen, es ist billig, iranisch-koreanisch-europäische Ramschware.
Den Kirchen geht es wie den Politkern: Auf den falschen Kurs abbiegen, dafür Tempo weiter erhöhen. Analoge Navigation komplett verlernt, eine Art GPS gibt es für diese Branchen mit ihren Behelfsexperten ohne echte Lebens- und Berufserfahrung noch nicht.
Radio, Fernsehen, Zeitungen. Genau so wird sich wohl das Geschrei im House of Lords angehört haben, als die Kunde von der Boston Tea Party eintraf.
In Bezug zur Kirche, deren Aufgabe und zu diesem Bischof, den niemand kennt außer dem Papst und die Gläubigen in seiner Region, haben sie das alles ganz richtig analysiert Herr Hahne. Nur das Sie die Vorgänge in Washington beim Kapitol als ein Putsch bezeichnet haben, kann ich nicht so ganz ernst nehmen. Wenn durchgeknallte Zeitgenossen unbewaffnet in schräger Verkleidung in ein Regierungsgebäude eindringen und von den Sicherheitsleuten auch noch hereingelassen werden, ( es gibt Videos die das belegen) kann man das doch nicht als Umsturzversuch oder Putsch bezeichnen, die wollten doch nur ihren Unwillen kundtun, für etwas Unruhe sorgen und mediale Aufmerksamkeit erlangen. Leider ist dann die Situation eskaliert, weil Sicherheitsleuten und anwesenden Politikern die Nerven durchgegangen sind und es hat bedauerlicher Weise Opfer bei dieser blödsinnigen Aktion gegeben. Aber als ein Putschversuch, kann man das Geschehen wirklich nicht bezeichnen. Das wäre doch wirklich extrem übertrieben.
Ob Schick, Marx, oder Bedform - Strohm, ob katholisch oder evangelisch im Zentrum ihrer Arbeit stehen immer weniger die eigentlichen Aufgaben einer Kirche, nämlich Menschen zum persönlichen Glauben an Jesus Christus einzuladen und von der Bibel her aufzuzeigen, wie das praktisch geht. Diese Kirchenführer mischen sich in Angelegenheiten ein, wo sie sich als Theologen besser raushalten sollten. Das wiederum führt unaufhaltsam zur Kirchenflucht. Aber auf Trump draufhauen, da kann man in unserer Gesellschaft nur gewinnen und seine Reputation verbessern. So denken sie vermutlich. Das meinten hier bei Achse in den vergangenen Tagen auch einige Autoren. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne den Wirt (viele Kommentatoren) gemacht, die das ganz anders sahen. Herrn Hahne aber möchte ich zu seinem unerschrockenen Artikel meinen Glückwunsch aussprechen. Auch seine Anmerkungen zur AfD entsprechen absolut der Wahrheit. Gut, dass es noch Menschen gibt in unserer bundesweiten, einseitig links-grün verorteten Medienlandschaft wie Peter Hahne, die wie viele der hier Kommentierenden, eine politisch andere Sichtweise haben.
Dass Sie, sehr geehrter Hr. Hahne, zu Recht die pastorale Pflichtvergessenheit von Erzbischof Schick sowie der meisten Oberhirten kritisieren sowie den Hang dieser Bischöfe, sich in “große Politik” einzumischen, sehe ich als gläubiger Katholik genau so. Der Webfehler der “deutsch-katholischen” Kirche liegt zum einen in der Rechtsstellung der Bischöfe. Z.T. sind einzelne Landesherren sogar in die Ernennung eines neuen Bischofs eingebunden, auch wenn vielfach das Vorschlagsrecht bei Rom bzw. beim Domkapitel liegt. Zum anderen legen die neu gewählten Bischöfe ihren Amtseid auf die jeweilige Landesverfassung, manchmal wegen der Zugehörigkeit eines Bistums zu mehr als einem Bundesland auf verschiedene Länderverfassungen ab. Ganz nebenbei werden die Gehälter der Bischöfe und der Domkapitel von den Bundesländern aus Steuergeld bezahlt. Das schafft nicht nur politische, finanzielle und wirtschaftliche Abhängigkeiten, die nicht gut sein können, um in pastoralen Krisensituationen in seinem Handeln und Reden frei zu sein. Gar nicht zu reden von den staatlich unterstützten sozialen und schulischen Institutionen der Kirche. Diese Eingebundenheit in politische und wirtschaftliche Abhängigkeiten prägt mit der Zeit auch besondere Verhaltensweisen bei Oberhirten. Der Schulterschluss zu Staat und Politik ist daher oft enger als zu den eigenen “Schäfchen” und der römisch-katholischen Tradition und Lehre. Daher sind auch die Laien-Organisation in der kath. Kirche in Zielsetzungen und Führungspersonal nicht groß unterschiedlich zu links-grünen, und damit meine ich auch die sich christlich schimpfende CDU, Parteiorganisationen. Da lässt sich gut der antirömische Affekt pflegen.
Die Kirche ist das, was sie im Mittelalter auch war- und insgesamt meistens gewesen ist, Teil des tiefen Staates. Über einen Bischof, der sogar zu blöd ist, zu realisieren, dass ein Amtierender Staatschef wohl kaum gegen sich selbst putschen kann, braucht man nichts zu schreiben, auch wenn ich Peter Hahne, der aus einer tief verwurzelten Christenheit kommt in seinem Schmerz gut verstehen kann. Schreiben wir lieber über die Idioten, die immer noch Mitglied in so einem Verein sind- wenn man die Kirchen nüchtern betrachtet- und dazu muss man nicht mal allzu historisch werden, sind es qua definitionem Kriminelle Vereinigungen. Die Mitgliedschaft ist also strafbar. Folgen Sie Ihrem Gewissen und dem Recht- bloß raus da!
Peter Hahnes Text kommt bei meinem Terminkalender nicht ganz ungelegen. Er ist so treffend formuliert, dass es zuviel meiner knappen Zeit in Anspruch nähme, hier noch etwas sinnvolles hinzuzufügen.
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