Der Tag, an dem wir aufhören, uns über die Zustände in der Republik zu wundern, war gestern.
Fast jedes Wochenende demonstrieren sie. „Free Palestine“ steht auf den Schildern, doch gemeint ist: „Down with Israel“, „Down with the West“, „Down with you“. Es sind die selben Parolen, die selben Fahnen, die selben Gesichter. Nicht die selben Messer – die wechseln. Statistisch: 79 bis 80 Messerattacken pro Tag in Deutschland. In Worten: Neunundsiebzig. Täglich.
Währenddessen passiert im Inneren der Republik das, was gefährlicher ist als jede Ideologie: die schleichende Gewöhnung. Wir nehmen es hin – wie man Regen hinnimmt oder Stau. Jahr für Jahr werden über 200.000 Menschen (2023) eingebürgert (im Jahr 2024 sogar 291.000), die in der Mehrzahl nicht einmal Deutsch sprechen. Warum auch? Integrationsdruck existiert nicht. Wer braucht Sprache, wenn es Unterstützung in jeder Sprache gibt – nur nicht in Klartext?
Der Sozialstaat verteilt großzügig – Rentner zählen Centbeträge an der Kasse, während vollausgestattete Familiennachzüge gefördert, nicht gefordert werden. Und die Bundeswehr? Dafür haben wir ein Sondervermögen geschaffen. Klingt nach Extrakasse. Tatsächlich ist es ein Ausdruck der Hilflosigkeit, kaschiert als Kraftakt.
Was damit finanziert werden sollte:
- Munition, die funktioniert.
- Schiffe, die schwimmen.
- Flugzeuge, die fliegen.
- Kasernen, die nicht schimmeln.
- Personal, das mehr ist als Symbolfoto.
Willkommen im echten Leben
Und was ist passiert? Nichts. Keine Rakete. Kein Reformgesetz. Keine Wehrgerechtigkeit. Dafür: warme Worte, kalte Füße. In den Wochen, in denen nichts passiert, machen sich die Abgeordneten rar. MdB heißt längst nicht mehr Mit dem Bürger – sondern: „Macht euch den Bundestag zur Basisstation.“ Urlaub ist eingeplant. Verantwortung nicht.
Ich habe es neulich geschrieben: MdB = „Muss demnächst Baden“ – Urlaub ist angesagt und zwar im selbst angerührten Sumpf. Sitzungen werden zur Alibiveranstaltung, Vorhaben zu Vorsätzen, Fortschritt zur Phrase. „Das war ein anstrengender Tag“, sagen sie. „Ich bin fünf Stunden Bahn gefahren.“ Dagegen ist nichts zu sagen – außer: Willkommen im echten Leben.
Was also passiert da gerade mit unserem Land? Wir stehen mitten in einem gesellschaftlichen Gewöhnungsexperiment – und keiner hat’s bemerkt. Die Psychologie kennt das Phänomen: Der Mensch gewöhnt sich an alles. Auch an das Absurde. Auch an den Verfall. Schon nach 30 bis 90 Tagen beginnt das Gehirn, einen neuen Zustand als „normal“ zu akzeptieren – egal wie widrig er ist. Das nennt man „hedonistische Adaption“ – oder wie ich es nenne: „Das Gift der kleinen Dosis.“
Umverteilungsbrücken
Es passiert nicht plötzlich – es passiert leise:
- Deutsch wird zur Zweitsprache im Schulhof.
- Respekt wird zur Ausnahme im Klassenzimmer.
- Bildung wird zum Notfall.
- Kultur wird zur Nebensache.
Fragt euch mal ehrlich: Habt ihr je eine Gruppe der neu Angekommenen in einem Konzertsaal gesehen? Im Museum? In einer Bibliothek? Bei einer Lesung? In einem Theater? Nein. Und es wird auch nicht passieren.
Denn vieles, was unsere Gesellschaft zusammenhält, ist dort schlicht verpönt:
- Musik – unerwünscht.
- Kunst – zweifelhaft.
- Frauenstimmen – störend.
- Männerknie – unsittlich.
- Gleichberechtigung – absurd.
- Satire – Blasphemie.
- Individualität – Sünde.
Und statt klare Kante zu zeigen, bauen wir Umverteilungsbrücken zu Parallelgesellschaften. Währenddessen investieren wir mehr in die ukrainische Armee als in unsere eigene. Wir lassen Heimat verfallen, während wir anderswo versuchen, Nation neu zu schreiben. Aber was bringen Panzer in der Steppe, wenn zu Hause die Laternen ausgehen?
„Der Point of no return“
Was tun? Zuerst müssten wir den Zustand erkennen, um ihn ändern zu können.
Doch genau hier scheitert die Ideologie. Sie will nicht erkennen – sie will recht behalten. Und selbst wenn erkannt – wer handelt? Die Bürger? Werden wir je meutern, uns dagegenstellen, die Zügel zurückholen?
Sehr fraglich. Denn wir sind längst im Modus der Anpassung durch Müdigkeit. Fazit? „Der Point of no return“ ist nicht irgendein Moment. Es ist der Tag, an dem wir aufhören, uns zu wundern. Und dieser Tag – der war gestern.
Ahmet Refii Dener ist Türkei-Kenner, Unternehmensberater, Jugend-Coach aus Unterfranken, der gegen betreutes Denken ist und deshalb bei Achgut.com schreibt. Mehr von ihm finden Sie auf seiner Facebookseite und bei Instagram.

Wir sind nicht im Modus der Anpassung durch Müdigkeit, sondern durch Beliebigkeit infolge von Identitätslosigkeit, die wiederum eine Folge der Reeducation nach WKII ist. Den Deutschen wurde ihre Kultur auf 12 Jahre im letzten Jahrhundert verkürzt und das „Ewige Schuld“-Syndrom eingeimpft. Kulturell gesehen sind sie vor diesem Hintergrund defacto wehrlos. Deshalb lassen sie auch widerstandslos ihr Land von ihren sozialistischen „Eliten“ und den von ihnen illegal importierten Migrantenhorden zerstören.
„Man wird uns Kuffas, uns Lappen einfach unterpflügen.“ Mich ganz sicher nicht. 2 Landser als Opas…
Großartig. Ein toller Beitrag. Vielen Dank.
„Wir“ sind eben das dümmste Volk auf der Welt, weil wir erstens nicht merken wollen, was „die“ wirklich an schier unglaublichen Verbrechen vorhaben und zweitens was die, die unseren einst funktionierenden Staat zertrümmern, für Idioten sind.
p.s.: „ Rentner zählen Centbeträge an der Kasse…“ Ja, wie ich heute wieder mal an der Kasse bei REWE… die 13.000-Euro/Monat-Zugereisten müssen das nicht!
Ich habe heute mit Zange, Lötkolben und viel Geduld 1 Stunde lang einen neuen Akku in meine Haarschneidemaschine reinbekommen. Unöffenbar verschweißt, ohne Plastik abzubrechen. Der Akku verlötet, dass man ihn nicht einfach wechseln kann. Phillips halt. Ich habs mit Gewalt dann trotzdem geschafft und mir die Matte danach gekürzt. Ich hätte natürlich auch gerne die VOLL-Versorgung der hier zugereisten Palästinenser. Die bekommen sicher auch noch das Taxi zum Barbier vom Amt gezahlt… nee, war zwar ein Erfolgserlebnis, aber wenn ich drüber nachdenke…
Herr Dener, jeder Sozialdemokratist weiß, daß er sich hinten anstellen muß. Sind Sie Türke, oder was?