Gewissheiten, politische – eine unsinnige Sammlung

Es scheint, dass eine postmodern-autoritäre Auffassung von Demokratie immer mehr an Bedeutung gewinnt: Die Menschen sollen heute tatsächlich für die Politik zur Verfügung stehen – als ideologische und identitäre Projektionsfläche, für Belehrung und Diffamierung, als formbare Masse kollektiver Selbstvergewisserung, als Versuchskaninchen.

Gewissheiten beschreiben Zustände, deren „banale“ Wirklichkeit eigentlich nicht mantrahaft wiederholt werden müsste. Sie sind einfach da. Eine angebliche, von Politikern aufdringlich und häufig geäußerte, umso mehr verlogene Gewissheit ist: „Die Politik ist für die Menschen da“. Mir kommt es vor, als werde Politik in den elitären Etagen der Macht fast ausschließlich zum Selbstzweck ihrer Erhaltung betrieben und im weiten Panorama der Machfülle verliere sich der einzelne Mensch, das demokratische Subjekt, zunehmend in seiner Unbedeutsamkeit. Mit dieser Auffassung bin ich sicher nicht allein.

Wenn man die akribisch konstruierte Gutgelauntheit der Wahlgewinner der Europawahl betrachtet im Angesicht der Privilegien, die sie sich zum Selbstzweck schon eingerichtet haben, und welchen Preis wir Steuerzahler für die bürokratische Gängelei aus Brüssel dafür abzuleisten haben, damit sie diese Privilegien weiter aufstocken, kann ich nur resigniert feststellen, dass die Junckers, Barosos, Michels, Von der Leyens, Metsolas und Borells nichts veranlassen, wozu ich sie legitimiert hätte. Die Gewissheit dieser Politiker ist, dass sie tun und lassen können, was sie wollen, weil sie eine vollverspiegelte Echokammer bewohnen, zu der gewöhnliche Bürger keinen Zutritt haben. Dort im Spiegelsaal des EU-Parlamentarismus ist man nur sich selbst genüge und verachtet den „Plebs“, der demokratische Ansprüche und Fragen stellt. Man sollte den Spiegelsaal mal ordentlich durchlüften, damit sich die verkommenen, falschen Gewissheiten mit der frischen Luft von draußen verziehen.

Politik sollte als Reaktion auf die Lebenswirklichkeiten der Menschen verstanden werden, um rechtschaffen, wahrhaftig und positiv zu wirken: Die Aussage, „die Politik ist für den Menschen da“, ist eine altruistische Hypothese, wie sie gern in Sonntagsreden und auf Festbanketten berufen wird. Im Umkehrschluss könnte als Folgegewissheit ja gelten: Die Menschen stehen in der freiheitlich demokratischen Grundordnung der Politik überhaupt nicht zur Verfügung, es sei denn freiwillig, denn dazu gibt es (bis auf Wahlen) keinen erzwingbaren Anlass, keine Aufgabe, keine Anordnung.

Am Ende bekommt alles das Label „Demokratie“

Ein anachronistischer Trend ist jedoch spürbar: Seit geraumer Zeit werden die Menschen, die Bürger, die Wähler immer mehr zur Verfügungsmasse des Politischen. Es sollte eigentlich keine politische Wirklichkeit geben, nach deren „Gewissheiten“ sich die Menschen zu richten haben, sprich keine Ideologie, keine Haltungsmoral, keine Sprechverbote. Es ist jammerschade, dass einer solchen rein demokratischen Gewissheit kaum noch ein Politiker zu folgen bereit ist. Fast alle Politik ist von einem ideologischen Fanatismus durchzogen, dessen gesinnungsgetriebene Schleimspur aus den Kadern der Universitäten und Medien in die Chefetagen der Unternehmen und Parteien führt und umgekehrt. Jedoch sind die Gewissheiten an der Basis, dort, wo der Wirklichkeitsdruck täglich spürbar ist und sich in existenziellen Problemen manifestiert, andere, die in Konkurrenz zu den konstruiert hochtrabenden der Politik stehen. Dafür stehen einzelne Reizworte: Migration, Wohlstand, Energieversorgung, Rente, Gendersprache, Bürokratie, …

Die Auffassung, die Politik habe sich nach den Menschen zu richten, gilt für liberale undogmatische Systeme, in denen echte Gewissheiten noch Bedeutung besitzen, wie der Kategorische Imperativ. Es scheint jedoch, dass eine postmodern-autoritäre Auffassung von Demokratie immer mehr an Bedeutung gewinnt: Die Menschen sollen heute tatsächlich für die Politik zur Verfügung stehen – als ideologische und identitäre Projektionsfläche, für Belehrung und Diffamierung, als formbare Masse kollektiver Selbstvergewisserung, als Versuchskaninchen, als Korpus des autoritären Machbarkeitswahns, in den man alles gießen kann, was macht- und haltungspolitisch opportun erscheint. Am Ende bekommt alles das Label „Demokratie“, auch wenn dafür gelogen, verängstigt, gedroht und mundtot gemacht wurde.

„Die Menschen“, die Versuchskaninchen des Machbarkeitswahns, sind schon lange nicht mehr auf Augenhöhe der Politik. Anders kann man beispielsweise Robert Habecks Eingeständnis nicht verstehen, wonach sein Heizungsgesetz „nur“ eine Versuchsanordnung gewesen sei. Er ist zwar bei weitem nicht der erste Politiker, der sich in der Gewissheit glaubt, Menschen versuchsweise Zumutungen aufbürden zu dürfen, um herauszufinden, wie weit ideologisch evozierte Politik heute gehen kann. Bei dem Wirtschaftsminister ist jedoch keinerlei Demut oder Reue zu bemerken im Angesicht der „guten Ziele“, die er zum Schaden der Gemeinschaft verfolgte. Das ist der politische Grundirrtum, die Erbsünde der Politik, die so empfänglich ist für die Korruption des ethischen Herzens, das im Angesicht der Privilegien versagt und sich stiekum der Verantwortung für das miserable Ergebnis entzieht.

Bis zum Endsieg einer freiheitsfeindlichen „Vernunft“

Also kommt von Habeck – dem so gern als feinsinnig beschriebenen, empfindlichen Geistesmenschen – kaum ein Wort echten Bedauerns mit Conclusio, wie unethisch solches Gebaren unter Täuschung der Bürger eigentlich ist. Die grünen Bessermenschen nutzen ihre Macht für Versuchsanordnungen am Souverän. Das ist eine beängstigende Gewissheit, denn sie offenbart, wie wenig Demut die Herrschaften mittlerweile gegenüber dem Souverän verspüren.

Absurd erscheint in diesem Zwielicht die ewige Besorgnis um den Zustand „unserer“ Demokratie, die mit der Anhäufung solcher Verfehlungen in den letzten Jahren eindeutig den Besitzer gewechselt hat. Wir sind das Volk? Längst nicht mehr – denn als solches haftet uns schon die falsche Vokabel an. Wir sind eine krude Ansammlung von zugezogenen Bedürftigen und Minderheiten, um die „man“ sich kümmern muss, von Menschen, die bevormundet und gegängelt werden müssen, weil ihr mehrheitliches Votum und ihre deutsche Leistungsorientiertheit gefürchtet wird und von schlecht informierten Massemenschen, die als Opportunisten jedem System dienen würden, das ihnen Vorteile verspricht.

Das Land befindet sich in einer zeitgeistig überladenen Phase, deren Dialektik nach Umkehrung der Verhältnisse giert, die alles neu „gestalten“ möchte und zahlreiche, zum Teil hektisch anberaumte Wendeprozesse mit Hilfe ideologischer Vehikel umzusetzen im Begriff ist – komme, was da wolle – bis zum Endsieg einer freiheitsfeindlichen „Vernunft“, die besonnene Bürger grundsätzlich ablehnen müssen.

Wissenschaftssimulation für repressive Maßnahmen

Dabei geht es nicht nur um die Gewissheiten unserer physikalischen Wirklichkeit, deren Bedeutung mitunter in die Sphären des Aberglaubens zurückkehrt, wo Angst und Pessimismus, Stagnation und Strafe, Drohung, „Haltung“ und Überhöhung als Deutungsskalen herangezogen werden, statt die Axiome der Wissenschaften und ihre nüchternen Schlussfolgerungen ohne Einflussnahme gelten zu lassen. Fast alles ist gefühlte, hochtrabende und anmaßende Politik, die im abstrusen Pirouettendrehen längst die Orientierung verloren hat und im Schwindel nach dem Tischtuch greift, auf dem das Porzellan unserer Kultur und unseres Wohlstands steht.

Währenddessen sind unzählige wissenschaftliche Organisationen zu Bütteln einer Politikbestätigung verkommen, die aus den Reihen der Regierung(en) ihre Budgets und ergo Handlungsanweisungen bekommen, um sie als Wissenschaftssimulation für repressive Maßnahmen zu missbrauchen. Solches ist dieser Tage mit den nun klarschriftlich vorliegenden, ohne Schwärzungen versehenen „Corona-Protokollen“ aus dem RKI (Robert-Koch-Institut) bewiesen worden. Deutsche Politiker logen und missbrauchten schamlos ihre Macht, um Menschen zu Versuchs- und Repressionszwecken unter das Joch von Angst und Strafe zu beugen. Das ist hier der Vorwurf, der sich durch die Dokumente bestätigt hat.

So geschehen und veranlasst durch den damaligen Kanzleramtsminister Helge Braun und den damaligen Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU), die laut der Protokolle die Wissenschaftler des RKI dazu gezwungen haben, die deutsche Bevölkerung mit „Gewissheiten“ zu folgsamen Lämmern zu degradieren. Infolge der bestellten „Wissenschaftsbeweise“ aus dem RKI konnten die Politiker verfügen, was das Merkel-Kanzleramt unter dem Attribut „Folgsamkeit“ von den Bürgern erwartete. Eine Schande für unser demokratisches Land, wie sich herausstellt, denn Merkel, Braun, Spahn und die politischen Nachfolger Scholz und Lauterbach haben die deutsche Bevölkerung belogen, zu Maßnahmen gezwungen und unrechtmäßig ihrer Freiheitsrechte beraubt. Millionen von Menschen haben sich auf Drängen der Politiker und Wissenschaftler einer Impfung unterzogen – im guten Glauben, die Panik um die „Pandemie“ sei berechtigt.

Vorwand für gesinnungstechnische Säuberungen

Die damals implementierten „Gewissheiten“ sitzen noch immer so tief, dass die meisten „Qualitätsmedien“, die zu Coronazeiten nach allen Kräften als Erfüllungsgehilfen der Politik agiert hatten, nun diese Steilvorlage eines bewiesenen Skandals, eines Vergehens an der Bevölkerung und eines vielfachen Bruchs von Amtseiden nicht aufarbeiten möchten. Die Verstrickungen in den Skandal gefälschter Gewissheiten gehen nahezu alle an. Die Bürger als Opfer dieser demokratie- und freiheitsfeindlichen Verbrechen werden noch immer im Unklaren gelassen und damit weiter belogen. Das ist auch eine Gewissheit, die aus den ungeschwärzten Dokumenten, die die Täter und Schuldigen benennen, zu ziehen ist.

Das „Sturmgeschütz“ Spiegel hätte in alten Zeiten solche Lügengebäude der Politiker journalistisch in Schutt und Asche geschossen, bis die Verantwortlichen endlich zur Rechenschaft gezogen worden wären. Auch diese Gewissheit einer funktionierenden Medienlandschaft, die die Sphäre des Politischen mit Argusaugen argwöhnisch und unnachgiebig verfolgt, befindet sich im postdemokratischen Sinkflug.

Die politischen Parteien des einst moderaten Westens geraten zunehmend in den Strudel von autoritärem Gedankengut, weil sie sich davon beseelen lassen, die Welt, den Planeten, die Menschheit, die Armen und Benachteiligten retten zu müssen. Oder sie geben nur vor, sie seien beseelt. Dafür nutzt man das ganze Arsenal der Gesinnungsmoral, der Besserwisserei und Infamie, die sie am liebsten an Stellvertreter der Nichtregierungsorganisationen und das privatwirtschaftliche Medienkartell delegieren. So findet beispielsweise Zensur nicht auf der Ebene des Politischen und Staatlichen oder seiner behördlichen Organe statt, sondern auf der Ebene der politmedialen Ständegesellschaft, die über die Erregungspotenziale und Schweigespiralen wacht und verfügt. Im Social-Media-Komplex wird gelöscht, unterdrückt und Meinungsfreiheit mit Füßen getreten – „Hass und Hetze“ sind nur der Vorwand für gesinnungstechnische Säuberungen, wie sie die Politik bestellt hat und nun geliefert bekommt.

Die von der EU beschlossenen Vorschriften im Gesetz über digitale Dienste (DSA, Digital Service Act) haben der Politik und den von ihnen protegierten Vorfeldorganisationen und Unternehmen der „Zivilgesellschaft“ ein riesiges Betätigungsfeld für Manipulation, Zensur und Überwachung eröffnet, das sich bereits stark auf die mediale Öffentlichkeit auswirkt. In Zukunft wird es immer schwieriger werden, Opposition gegen Vorhaben und Ziele der Politik zu formulieren und zu organisieren, weil der Zugang zur Öffentlichkeit schlicht verwehrt wird. Die Meinungsfreiheit ist ein kostbares Gut, dessen freier Handel durch den DSA europaweit stark sanktioniert wird. So werden wertvolle, freiheitliche Gewissheiten für die Bürger im Ungewissen von „Gemeinschaftsstandards“ versenkt, mit denen man auf Dauer jede unliebsame Äußerung tilgen kann.

Im Dschungel ihrer eigenen rassistischen Vorurteile

Die Grünenpolitikerin und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt sitzt in einem besonders engen Elfenbeinturm. Nach dem 2:0 Sieg der deutschen Nationalmannschaft über die Auswahl Ungarns am 19.06.2024 konnte sie sich eines moralinsauren Kommentars auf „X“ (Twitter) nicht enthalten: „Diese Mannschaft ist wirklich großartig. Stellt euch kurz vor, da wären nur weiße deutsche Spieler“.

Nun ist man kurz perplex: Meint sie das wirklich so rassistisch, wie sie es sagt, oder will sie uns in die Falle unserer eigenen moralischen Verkommenheit locken, in der sie uns als „Rassisten“ verorten möchte. Beides ist absurd und hochgradig unreflektiert: Indem sie mit dem Impetus der Besserwisserin und Oberlehrerin den Beweis antreten möchte, wie wichtig anscheinend Migration für den Erfolg der deutschen Nationalmannschaft ist, hebelt sie das Selbstverständliche heraus und macht es zu einem erwähnenswerten Umstand mit seltsamem Zungenschlag. KGE, die grüne Spitzenpolitikerin mit dem reinsten Gewissen des Öko-Internationalismus verrennt sich im Dschungel ihrer eigenen rassistischen Vorurteile, die auch dann zutage treten, wenn sie die Sache eigentlich positiv meint, nach dem Motto: Schaut mal Landsleute, ein genialer Türke und ein junges Supertalent mit südländischem Aussehen können so gut Fußballspielen, dass wir glatt auf weiße Kartoffeln verzichten können.

Die Bundestagsvizepräsidentin ist über zwei vermeintliche Gewissheiten gestolpert: die erste, dass aus ihrem spröden Geist kein Rassismus quellen kann, die zweite, dass man uns Bürger mit solchem Müll belästigen muss. Abgesehen davon, dass ich davon ausgehe, dass KGE keine Ahnung von Fußball hat, liegt sie generell damit falsch, dass im internationalen Fußball eine solche Bemerkung gut gelitten wäre. Es ist eine dümmliche Schleimerei, mit der sie hoffte, in ihrer Bubble zu punkten. Ich gönne ihr jedoch das Eigentor, damit sie sich in Zukunft vielleicht erinnert, wie es ist, wenn man mit einer unbedachten Bemerkung plötzlich kollektiv in den Senkel gestellt wird, obwohl man es doch wirklich gut meinte.

Sich vor Deutschlands Weißen ein bisschen ekeln

Ich bin davon überzeugt, dass Katrin Göring-Eckardt nicht wirklich eine Rassistin ist, zumindest keine, deren klarer Rassismus sich auf Migranten bezieht. Ich nehme die Entschuldigung der Bundestagsvizepräsidentin an, die mit ihrer peinlichen Dummheit auf „X“ postwendend einen Shitstorm eingeheimst hat, der die öde Doppelmoral der grünen Gesinnung offenlegt, wie es kein noch so ausgefeiltes Argument zustande brächte. Ich glaube aber auch, dass es wichtig ist, Menschen, die nicht Frau ihrer Sinne sind, einfach zu verzeihen. So ist das: Menschen machen Fehler und sollten ihre latente Unzurechnungsfähigkeit nicht mit aller Härte auf ewige Zeit büßen müssen. Das gilt für alle schrägen Geister von links bis rechts, würde ich meinen.

Sicher ist KGE dankbar, dass man Gnade vor Recht gelten lässt, dass man ihr mit christlicher Nächstenliebe begegnet, auch wenn man als weißer deutscher Verbrenner das Gefühl hat, die grüne Politikerin ekele sich vor Deutschlands Weißen ein bisschen und hätte deshalb Nachsicht nicht verdient.

Ich wünschte, die Grünen, die „mit Deutschland noch nie etwas anzufangen“ (Habeck) wussten, würden in Demut darüber nachdenken, ob auch die Erbarmungslosigkeit angebracht war, mit der betrunkene Gröler auf Sylt tagelang durch die Gazetten gehetzt wurden, um ihnen endlich die Fratze des bösen Deutschen auf ewig aufzusetzen. Ist Katrin Göring-Eckardt absolut sicher, dass alle, die dort mit einem bescheuerten Liedtext Mist gebaut haben, tatsächlich vollendet miese Rassisten waren? Keine Gnade also für Schnösel auf Sylt, ebenso keine Gnade für KGE?

Die Gewissheiten kommen ins Schwimmen, je länger man nachdenkt.

Dieser Text erschien in gekürzter Fassung zuerst im wöchentlichen Newsletter von Achgut.com (jeweils am Freitag), den Sie hier kostenlos bestellen können.

 

Fabian Nicolay ist Gesellschafter und Herausgeber von Achgut.com.

Foto: Illustration/Montage Achgut.com/Prößdorf/Seidel/Spekking/Wikimedia Commons/Imago

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Paypal via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Gerdlin Friedrich / 22.06.2024

Bereits der allererste Satz, das, was er beschreibt, ist die “Enkelversion” , die “Enkelnazinachfolgeversion” , fällt das wirklich keinem auf ? Es sind, auf verdeckte Weise, diesselben Strukturen, vollkommen anders, entgegengesetzt etikettiert ..“ideologische und identitäre Projektionsfläche, für Belehrung und Diffamierung, als formbare Masse kollektiver Selbstvergewisserung, als Versuchskaninchen”, galt, ebenso für Nazi. Was man heute von Nazi-Strukturen weiß, ist so grobschlächtig, wie sie zwar auch waren, aber “dahinter” wirkte, wenn auch in anderer Erscheinung als jetzt, die oben benannte “Dynamik”,  die eine “Psychodynamik” ist, d.h. “allgemein menschlich” wirkt. Was waren die Nazi-Aufmärsche ?  Selbstvergewisserungsveranstaltung, was waren die folgsamen Jubler: die durch Verführung, Angst und Furcht formbare Masse, die ihre Selbstvergewisserung im (gemeinsamen) Jubel fand. Wir haben heute die “Wendung ins Gegenteil” (Freud, Abwehrmechansmus,) die “Verschiebung” (dito), etc. etc. Man könnte so Einiges dazu sagen. Sich einer (fixen) Idee hingeben zu wollen, sich mittels dieser als die Größten zu zelebrieren, der Welt als die Größten zeigen zu wollen, Nazi mittels Rasse, und sich damit eine “hohe” Moral zusprachen, die sie berechtige zu morden, und heute stets das Gegenteil davon hervorgehoben werden muss, sh. Hautfarbe, Göring-Eckardt, Mannschaft, die sich damit großartig vorkommt, 150 % . ) Eine Gesellschaft, eine Kultur, kann sich ihrer Geschichte nicht entziehen;  eine psychodynamische “Wendung ins Gegenteil” heisst, Nazi immer als Bezugspunkt zu haben, zu erhalten um stets davon das Gegenteil zu tun, als Nichtnazi. Nun, auf berliner Schulhöfen sind deutsche Kinder in der Minderzahl, in der Rangordnung von migrantischen Kinder “unten”, Beispiele gibt es genug und dass “Jude”  auf berliner Schulhöfen geläufiges Schimpfwort ist, ist ebenfalls bekannt. Man erinnere an die Äußerung von Karl Lagerfeld. Es gibt einen verhängnisvollen Zusammenhang….

Irene Luh / 22.06.2024

@Ilona Grimm, ja, stimmt alles. ++ Ich meinte: wer wahrlich liebt, zu lieben versteht, der züchtigt. ++ Etwas, was alle Linken ja hassen, gegen sich selbst. Gegenüber anderen sind diese aber mit Vehemenz dabei. Esoteriker wollen andere “missionieren”, aber nicht “missioniert” werden. ++ Es hat ja seine “physikalischen” Gründe, warum diese Leute so wurden. Es lag an einer völlig falschen Erziehung (vgl. Marx, Lula da Silva in Brasilien und viele mehr). Über Jahre, viele, haben die Linken, schamlose, ungehorsame Wesen herangezüchtet, die keinen Respekt vor ihren Mitmenschen haben wollen. Nix Neues für Sie. Außer Verachtung für uns, ist da nicht viel mehr. ++ Diese Leute, trotzdem “achten”, aber niemals auf deren Lügen hereinfallen.

Irene Luh / 22.06.2024

@Else Schrammen, da widerspricht Ihnen die echte Wissenschaft. ++ Auch Mao Tse-tung sah sich übrigens von der europäischen Aufklärung und Bildung inspiriert: Georg Friedrich Wilhelm Hegel und Karl Marx, Friedrich Engels und Ernst Haeckel seien seine Lehrmeister gewesen, wie der alte Mao dem CDU-Politiker Gerhard Schröder beim Staatsbesuch 1972 verriet. Noch heute gilt die [längst widerlegte, menschenverachtende] Religionskritik von Kant als Staatsdoktrin vom kommunistischen China. ++ In Rotchina gibt es bereits deutlich mehr Christen, als die Kommunisten Mitglieder haben. ++ Das ist ein Märchen, auf Corona-Niveau. ++ Schauen Sie sich die Verbrechen der Französischen Revolution, alle ungesühnt. Diejenigen im Spanischen Bürgerkrieg, seitens der “aufgeklärten” Linken. ++ Die Tscheka-Zeitschrift „Roter Terror“ hatte 1920 die Parole ausgegeben: Die Bourgeoisie, etwa 10 Prozent der 100 Millionen Russen, müsste liquidiert werden. Trotzki verlangte, das „Russland der Ikonen und Kakerlaken“ zu vernichten. Neben den religiösen Vorstellungen sollten auch die bürgerlichen Lebens- und Denkformen über Familie und Erziehung, Tugenden und Traditionen ausgelöscht werden. ++ Bertolt Brecht schrieb Ende der zwanziger Jahre wie ein Jubelperser Hymnen auf Stalins Industrialisierungsprogramm, als Hunderttausende Bauern verhungert, verschleppt oder versklavt wurden. ++ Theodor W. Adorno war einer aus dem Kreis dieser linksintellektuellen Stalin-Versteher und Terrorbeschöniger. Der deutsche Professor schrieb im November 1936, als Stalin mit Schauprozessen und Exekutionsaktionen die KPdSU auch von Tausenden Juden säuberte, aus seinem sicheren englischen Exil an seinen Freund Horkheimer: „In der gegenwärtigen Situation sollten wir – sei es auch um den schwersten Preis – Disziplin halten und nichts publizieren, was Russland zum Schaden ausschlagen kann.“ ++ Sehr weit über 100 (hundert) Millionen gehen auf das Konto Ihrer Aufklärung.

maciste rufus / 22.06.2024

maciste grüßt euch. daß diese linxwoketerroristen bisher ungeschoren davonkommen, liegt an nichts anderem, als dem beklickerten verhalten des doofmichels. er glaubt in mehrheit immer noch, weitgehend ungeschoren davonzukommen. in einem der kommentare war wieder vom “opium fürs volk” die rede, was eine falsche zitation ist. marx und engels sprachen in ihrer “deutschen ideologie” analytisch richtig von der religion als dem “opium des volkes”, was aktuell angewendt bedeutet, daß auch der doofmichel nach seinem zug aus der pfeife verlangt und schmachtet. macht euch ehrlich und bekennt euch zu rechts. veränderung ist möglich. battle on.

Ilona Grimm / 22.06.2024

@Irene Luh, die Schwierigkeiten, die Sie mit KGE (und Co.) haben, habe ich auch. Doch sagt Jesus bei Matth. 5: →43 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: “Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.” 44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen [...]← Das ist für die meisten gläubigen Christen das wohl am schwersten zu erfüllende Gebot. Die Obrigkeit hasst „von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt“ ihr autochthones Volk, schadet ihm mit Vorsatz in allen Lebensbereichen - und trotzdem sollen wie die lieben und segnen?  JA! - Das heißt aber ganz und gar nicht, dass wir uns mit solchen Leuten gemein machen sollen: 2. Thess. 5,22: »Meidet das Böse in jeder Gestalt«!!! - - Mit all dem Unrecht und den Verbrechen, die an uns, dem Pöbel (den „deplorables“), begangen werden, kann ich nur einigermaßen fertigwerden, indem ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufe, dass nicht ein einziger der Täter (m/w/d) – sofern nicht reuig und bußfertig – ungeschoren davon kommen wird. Gottes Verwaltung arbeitet rund um die Uhr und ohne Fehler, und deshalb wird niemand, dessen Name nicht im „Buch des Lebens“ verzeichnet ist, dem Gottesgericht laut Offenbarung 20, 11-15 entgehen(*). Die Namen aller Gottverächter werden „in den Staub“ geschrieben: Jer. 17,12:»Und die von mir weichen, werden in die Erde [Staub] geschrieben werden; denn sie haben die Quelle lebendigen Wassers, den HERRN, verlassen.« ♦ Joh. 8,6: »Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde« (- das heißt, Jesus tilgte sie aus dem Buch des Lebens).—(*) Leider gilt das nicht nur für Verbrecher sämtlicher Schweregrade, sondern für alle Menschen, die glauben, ohne Jesus Christus auskommen zu können. - - PS: „Vatikan der Esoterik“ in Freiburg ist die Buchhandlung „Labyrinth“???

Bärbel Witzel / 22.06.2024

@Andreas Rochow: Rassismus ist ein nicht definierbarer Kampfbegriff. Der Rassismus kann sich nicht wehren. Jedes Individuum ist das Geschöpf seiner Vorfahren, das ist doch ganz einfach. Was für Vorfahren haben die Grünen? U. a. sind die Grünen wie die Nazi-Partei zuvor kein spontaner Auswuchs, sondern ein von einer internationalen Oligarchie ins Leben gerufenes Projekt. Zu seinen Sponsoren gehören die in der Schweiz ansässige Nazi-Internationale, britische und kontinentale Theoretiker der Rassenwissenschaft, der anthroposophische Kult, Finanznetzwerke aus Großbritannien, den Vereinigten Staaten und dem alten Feudaleuropa sowie sowjetische Aktivisten, die sich für die Zerstörung der westlichen Zivilisation einsetzen. Quelle: (The nazi-roots-of-the-green-party, Executive Intelligence, PDF). The jpost berichtete: „The Nazi Roots of the German Greens“ auch schon über die Grünen. Sind die Grünen nicht eine Heuschreckenplage? (Prophet Joel 1,2-7) 2 Hört dieses, ihr Alten, und nehmt es zu Ohren, alle ihr Bewohner des Landes! Ist so etwas in euren Tagen geschehen oder in den Tagen eurer Väter? 3 Erzählt davon euren Kindern, und eure Kinder ihren Kindern, und ihre Kinder dem folgenden Geschlecht: 4 Was der Nager übrig gelassen hatte, fraß die Heuschrecke; und was die Heuschrecke übrig gelassen hatte, fraß der Abfresser; und was der Abfresser übrig gelassen hatte, fraß der Vertilger. 5 Wacht auf, ihr Betrunkenen, und weint! Und heult, alle ihr Weinsäufer, über den Most, weil er weggenommen ist von eurem Mund! 6 Denn eine Nation ist über mein Land heraufgezogen, mächtig und ohne Zahl; ihre Zähne sind Löwenzähne, und sie hat das Gebiss einer Löwin. 7 Sie hat meinen Weinstock zu einer Wüste gemacht und meinen Feigenbaum zerknickt; sie hat ihn vollständig abgeschält und hingeworfen, seine Ranken sind weiß geworden.

Micha Märker / 22.06.2024

Unser Land wurde in den vergangenen Jahrzehnten so nachhaltig von Polit-Banden aus Gaunern, Gaucklern und Ganoven an die Wand gefahren, dass jetzt alles Jammern und Lamentieren zu spät kommt. Die ökonomischen und physikalischen Gesetze werden allerdings sehr bald dem öko-sozialistischen Illusionstheater dermaßen die Tür eintreten, dass lächerliche Figuren wie die KüchenGehilfenErfahrene ihr blaues Wunder erleben werden. Tüte Popcorn und Cola bereitstellen und auf dem Sofa bequem machen. Ich freu’ mich drauf !

Heinrich Bleichrodt / 22.06.2024

Kluge Gedanken. Sehr lesenswert. Sie entwerten ihre vorbildlich logische Gedankenführung mit der Milde gegenüber GE; so schreiben viele FAZ’ler. Die Frau arbeitet maßgeblich mit an der Zerstörung Deutschlands. Die Mißachtung ihrer selbst zieht sich als roter Faden durch alles was sie äußert; sie verflucht eigentlich ihre Identität als Frau. Sie ist ein demokratisches Ekel. Man sollte sie, wenn der Machtwechsel kommt, kalt stellen und vergessen.

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Fabian Nicolay / 06.04.2024 / 06:00 / 56

Grüne Pickelhauben und das Getrampel der 20.000

Ich gestehe: In puncto Artenschutz schlägt mein Herz schon immer „grün“. Ich hatte als Kind das Glück, mich jeden Tag in der freien Natur aufhalten…/ mehr

Fabian Nicolay / 23.03.2024 / 06:00 / 51

Alles andere als demokratisch

Eigentlich soll die Politik nur die Rahmenbedingungen für die freiheitliche demokratische Grundordnung schaffen. Wir erleben aber eine zunehmend übergriffige Vereinnahmung staatlicher Institutionen durch Parteien. So…/ mehr

Fabian Nicolay / 20.01.2024 / 06:15 / 126

Szenischer Schauprozess für rechte Langeweile

Das sogenannte Potsdamer „Geheimtreffen“ wurde im Berliner Ensemble auf die Bühne gebracht. Die Zuschauer sind sich nicht gewahr, dass sie dem deutschen Topos schlechthin verhaftet…/ mehr

Fabian Nicolay / 13.01.2024 / 06:00 / 110

Demonstrationsrecht nur für Gute, Doppelstandards und grünes Mimimi

Es ist nicht der Wunsch nach Umsturz, wie es Habeck und Co. weismachen wollen, sondern der Wunsch nach demokratischer Verwirklichung echter Alternativen im Gegensatz zu…/ mehr

Fabian Nicolay / 23.12.2023 / 06:00 / 62

Im Verhörzimmer der Gedankenpolizei

Unsere Aufgabe als Medium ist, dem gesellschaftlichen Treiben möglichst früh den Spiegel vorzuhalten und die politische Gemengelage stetig zu dokumentieren. Später wird man wissen wollen,…/ mehr

Fabian Nicolay / 16.12.2023 / 06:00 / 29

Zoon politikon: Die Kunst des Überlebens in unwirtlicher Umgebung

Auch die künftigen Archäologen der jeweiligen „Moderne“ werden ihre Funde unter dem Einfluss des Zeitgeistes betrachten. Wie werden sie wohl über die 20er-Jahre des 21.…/ mehr

Fabian Nicolay / 02.12.2023 / 06:00 / 102

Schneetreiben vor Gelächter

Die Regierungserklärung von Olaf Scholz war ein Offenbarungseid an Ideen- und Teilnahmslosigkeit. Zumindest entfleuchte er diese Woche vor dem gut besetzten Plenum erneut in das…/ mehr

Fabian Nicolay / 25.11.2023 / 06:00 / 112

Abwahl vor dem Jüngsten Klimatag

Die Umfragen lassen sich unmissverständlich als Forderung nach Rücktritt und Neuwahlen deuten, das Vertrauen der Wähler ist dahin. Allein die Protagonisten wollen keine Konsequenzen ziehen.…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com