Das „Observatory on Intolercance and Discrimination against Christans in Europe“ (OIDAC) hat seinen Jahresbericht für das Jahr 2024 vorgelegt. In seinem "Intolerance and Discrimination Against Christians in Europe Report 2024" identifizierte OIDAC Europe insgesamt 2.211 antichristliche Hassverbrechen im Jahr 2024 in Europa. Darin enthalten sind 274 dokumentierte persönliche Angriffe auf Christen. Das ist ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr. Zudem hat die Organisation einen starken Anstieg von Brandanschlägen auf Kirchen und andere christliche Stätten dokumentiert. OIDAC Europe ist eine forschungsgetriebene Nichtregierungsorganisation mit Sitz in Wien. Sie konzentriert sich darauf, systematisch Einschränkungen der Religionsfreiheit, Diskriminierung aufgrund religiöser Zugehörigkeit oder Überzeugung sowie gewalttätige Vorfälle zu überwachen und zu analysieren. Dazu gehört auch, Hassverbrechen und Vandalismus gegen christliche Personen und Orte zu dokumentieren.
Laut den Erkenntnissen von OIDAC Europe wurden die meisten antichristlichen Hassverbrechen in Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Spanien und Österreich registriert. Bei Vandalismus gegen Kirchen nimmt Deutschland einen traurigen ersten Platz ein. Ein Drittel der Brandstiftungen gegen Kirchen, nämlich 33, ereignete sich in Deutschland. Die Bischofskonferenz hatte kürzlich in einer Pressemeldung gewarnt, dass bezüglich Kirchenvandalismus inzwischen "alle Tabus gebrochen wurden". Insgesamt wurden in Europa 94 Brandstiftungen gegen Kirchengebäude verzeichnet. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr.
Die Organisation dokumentiert beispielhaft die folgenden schwerwiegenden Vorfälle aus dem Berichtsjahr. So wurde im November 2024 bei einem Angriff auf ein spanisches Kloster ein 76-jähriger Mönch getötet und weitere verletzt. Im Januar 2024 wurde ein Mann bei einem islamistischen Angriff während der Sonntagsmesse in einer katholischen Kirche in Istanbul erschossen. Im September 2024 wurde eine historische Kirche in Saint-Omer, Frankreich, fast vollständig durch Brandstiftung zerstört.
Wegen stillen Gebeten strafrechtlich verfolgt
Die Veröffentlichung des „OSZE/ODIHR Hate Crime Data Report“ stellt zudem die neuen Erkenntnisse von OIDAC Europe in einen größeren Kontext. Im Jahr 2024 meldeten europäische Regierungen und zivilgesellschaftliche Organisationen mehr als 3.000 antisemitische, 1.000 antichristliche und 950 antimuslimische Hassverbrechen an ODIHR. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, dass viele Staaten ihre Daten nicht einreichen.
Über sogenannte Hassverbrechen hinaus identifizierte OIDAC Europe in den Jahren 2024–2025 zahlreiche Fälle von rechtlichen und sozialen Behinderungen, die Christen in ganz Europa betrafen. So wurden mehrere Personen nach sogenannten "Pufferzonen"-Gesetzen wegen zum Teil nur stillen Gebets in der Nähe von Abtreibungseinrichtungen strafrechtlich verfolgt. Der britische Armee-Veteran Adam Smith-Connor wurde in Großbritannien von einem Gericht verurteilt, weil sein Kopf leicht im stillen Gebet gesenkt war, während er innerhalb von 100 Metern von einer Klinik entfernt stand.
Weite Bekanntheit erlangte der Fall der finnischen Abgeordneten Päivi Räsänen. Im Oktober 2025 verhandelte das Oberste Gericht Finnlands den Fall. Räsänen steht vor Gericht, weil sie 2019 einen Bibelvers zitiert hatte, um die Haltung ihrer Kirche zu Pride-Veranstaltungen zu hinterfragen. Die finnische Politikerin wird von der Organisation ADF International in ihrem Kampf um Religionsfreiheit unterstützt.
Neben aktiver Verfolgung, offener Gewalt und Hass gibt es auch Sachverhalte weicher Verfolgung. So hatte ein Schweizer Gericht einer katholischen Mädchenschule die öffentliche Finanzierung mit der Begründung verweigert, dass die Schule als katholische Schule für Mädchen "Diskriminierung" praktizieren würde. In Spanien untersagte ein Gericht einem Vater, seinem Sohn die Bibel vorzulesen. Der nichtreligiösen Mutter wurde die alleinige Autorität über die religiöse Bildung des Kindes zugesprochen. Ein französisches Gericht bestätigte disziplinarische Sanktionen gegen einen Lehrer, der einen christlichen Text von der Heiligen Bernadette in einem Kulturunterricht verwendet hatte. Dies wurde als Verletzung der französischen Neutralitätsgesetze angesehen. Frankreich ist ein radikal laizistischer Staat.
Seit Jahren stellen nicht nur OIDAC, sondern auch andere Organisationen wir „Kirche in Not“. ADF International oder Open Doors eine Zunahme von Bedrängung und Verfolgung von Christen fest. Im Monat November gibt es zahlreiche Aktionen, um auf Christenverfolgung hinzuweisen. Beim „Red Wednesday“ des katholischen Hilfswerkes Kirche in Not werden an zahlreichen Orten Kirchen rot angestrahlt, um auf Gewalt und Verfolgung hinzuweisen. Viele Organisationen koordinieren ihre Aktionen inzwischen. OIDAC Europe arbeitet mit verschiedenen internationalen Organisationen zusammen, darunter das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte (ODIHR) der OSZE, das Europäische Parlament und der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC).
@Ilona Grimm / 17.11.2025, „Ich habe das Glück, über alte Bücher (z.T. über 100 Jahre alt) zu verfügen“ -- Welche Bücher sind das denn? Könnten Sie (oder haben Sie schon?) auf Wikipedia Ihre Sichtweise auf der Diskussionsseite zu Mohammed zur Diskussion stellen, mit Quellenangaben? Ich kenne „Geschichte des Qorans“, von Theodor Nöldeke, zweite Auflage völlig umgearbeitet von Friedrich Schwally, Leipzig 1919, sowie „Das Leben Mohammeds“, nach Mohammed Ibn Ishak, bearbeitet von Abd el-Malik Ibn Hischam, aus dem Arabischen übersetzt von Dr. Gustav Weil, Stuttgart 1864. In beiden wird das Wirken Mohammeds i.W. so dargestellt: bis 622 in Mekka, ab 622 in Medina.
@dr. gerhard giesemann, „Islamische Gruppen haben auch aufgrund der staatlichen Auflagen Schwierigkeiten, eine offizielle Anerkennung zu erlangen“ -- Früher (vor 9/11) musste man bei Einreise in die USA einen Fragebogen ausfüllen. Eine Frage war: „Planen Sie, auf dem Gebiet der USA einen terroristischen Angriff auszuführen?“ Zum Ankreuzen: ja oder nein. Die Amis waren schlau, damals.
Das ist Teil der Wehen vor der Ankunft des Messias.
Nicht nur Individuen haben blinde Flecken bei der Selbstwahrnehmung, auch Kollektive. Bekannt ist das Phänomen z.B. als Lebenslüge, ausgelöst vielleicht von einer Strategie der Täuschung, der man aufgesessen ist. Bis sie einen ereilt. Ich denke, man muß öfter im Leben von den Tatsachen ernüchtert werden, um seine liebgewordene Verzerrung zu erkennen, die das Leben anfangs leichter macht, und dann immer mehr vergiftet. Depressionen haben oft Lebenslügen zur Ursache. Besser, man steht mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Lebenslügen sind sozusagen die toten Winkel im Rückspiegel, die man erst erkennt, wenn es kracht. Das nennt man Unfall. Gerade Gesellschaften, die in Selbstgerechtigkeit weilen, mit Schlagwörtern herumwerfen und affektiv auf Kritik reagieren, verzerren die Wirklichkeit aufs Unanständigste, und merken dann nicht, wie sie selber der Auslöser für die Katastrophen sind, die sie heimsuchen. Prophezeiungen funktionieren ganz ähnlich wie Freud’s Verdrängung. Wird man drauf angesprochen, reagiert man affektiv. Nur daß sie schon als blinder Fleck in das zukünftige Bewußtsein hineingeschwemmt werden. Die alte Wahrheit ist oft hart, daß man sie nicht an sich heranlassen kann, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Alsda taumelt man in den Untergang. Es gibt noch andere Begriffe, die das Abrutschen aus der Wirklichkeit beschreiben, z.B. die emotionale Fehlanpassung.
@Karl Klugmeier (klug gewählter nom de plume!): Defektes Schweißgerät? Nein, es war eine vergessene Zigarettenkippe, die jahrhundertealtes Gebälk in einen lodernden Brand versetzt hat. Auf keinen Fall war es ein Anschlag, schon gar nicht einer aus Kreisen der Religion des Friedens.
Viel mehr berührt mich – schon seit Jahrzehnten – das überlaute Schweigen der Kirchen bzgl. der systematischen Auslöschungsaktivitäten gegen Glaubensbrüder rund ums Mittelmeer…beispielsweise in Ägypten. Gegen Mord, Totschlag und Vertreibung sind Schmierfinkattacken und Brandsätze hässlich und unschön…aber vergleichsweise harmlos.
Das Foto oben, ich sage es immer wieder, die sollen beim Gottesdienst nicht rauchen. Die anderen Kirchgänger hätten ruhig mal mit ihrem Bier schon mal löschen können bis die Feuerwehr kommt.