
Ursprünglich dachte ich mal, ich hätte Beuys verstanden, als ich von seiner “Capri-Batterie” erfuhr: eine gelbe Glühbirne in eine handelsübliche Fassung schrauben, diese in eine (echte!) Zitrone quetschen und das Ganze 200 Mal zu je 15000 Euro verkaufen. Inzwischen ahne ich, dass ich dadurch eher Einstein verstanden habe: “Zwei Dinde sind unendlich: das All und die menschliche Dummheit”! Letztere entlarvt zu haben, war wohl nicht unbedingt Beuys’ Absicht - aber dennoch sein Verdienst!
Ich bin vielleicht altmodisch, aber ein “Kunstwerk”, bei dem mir ein “Künstler” erklären muss, was er da eigentlich darstellen wollte, ist höchstens ein Marketinggag. Da verstehen viele was von: die Bitcoin-Jünger, die Tesla-Wolkenschieber, die Investment-Gurus mit “50%- pro-Jahr-Gewinn”-Chancen. Jeder halt in seiner Branche Der Künstler setzt darauf, dass alle staunend in Verzückung geraten, ob der tiefen Ausdruckskaft und Seelenarbeit dieses Künstlers. Wenn dann ein Kind, kommt und sagt: “das ist doch Krikel-Krakel”, dann kommt man der Sache schon näher. Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit. Für einen Beuys würde ich keinen Cent zahlen.
Laut einer Rezension in WELT Online sieht Herr Riegel Beuys in erster Linie als grün gefärbten Braunen, Verehrer von Rudolf Steiner und Scharlatan.
Mit Hape Kerkeling: Hurz! Beuys war einer der ersten Hurzer. Allerdings von unerbittlicher Humorlosigkeit.
Vielen ank für die Infos. Ich finde das alles sehr interessant und werde die Beuys-Biografie von Hans Peter Riegel auf jedenfall lesen, allerdings ohne einen Landsitz zu besitzen.
Hurz, Herr Rietzschel!
Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung- diese Idee/Aktion war großartig und hat mich beeindruckt. Die vielen Hunderte Basaltsteine vor dem Fridericianum konnten erworben und mit einem Baum anderswo in Kassel eingepflanzt werden. Die Bäume haben in der Tat Kassel schöner und wirklich grüner gemacht. Oder stimmt das nicht?
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