Zu den blutigen und mörderischen Gewalttaten wie der in Illerkirchberg fällt Georg Restle das Übliche ein. Man muss doch einmal über eine Sache sprechen können, ohne sie reflexhaft zuzuschütten.
Georg Restle auf Twitter am 6.12.22:
„Eine Straftat, so widerlich wie deren politische Instrumentalisierung. #Illerkirchberg.“
„Zur Klarstellung: Widerlich finde ich die Straftat. Widerlich finde ich es, daraus politisch Kapital schlagen zu wollen – und Flüchtende unter Generalverdacht zu stellen. Punkt.“
„Wer die politische Instrumentalisierung eines widerlichen Mords widerlich findet, insbesondere wenn Flüchtende unter Generalverdacht gestellt werden, erntet jede Menge Kritik. Von wem? Auflösung folgt: In den Drukos hier [„Drunter-Kommentare“] und unter Vorgängertweets.“
Wenn der ARD-Journalist und seine Riege von Instrumentalisierung sprechen, geht es ihnen darum, Straftaten wie die in Illerkirchberg zu entpolitisieren. Es sollen reine Schicksalsschläge sein, für die keiner Verantwortung trägt – außer dem Straftäter selbst –, die rein polizeilich anzugehen seien.
Sie haben aber eine politische Vorgeschichte, ihnen gehen Annahmen, Ziele, Prioritäten und Entscheidungen von Regierungspolitik voraus, über die sich menschenfreundlich, aber nüchtern und ohne Schaum vor dem Mund diskutieren ließe. Das wollen viele Redakteure aber erst gar nicht, weil sie in ihrer bisherigen Dogmatik dann als Teil des Problems erschienen.
Was mich so unglaublich stört, ist ihre geistige Armut, mit der sie jede rationale Debatte im Keim ersticken. Als ob es darum ginge, das offensichtlich Widerliche als widerlich zu benennen. Niemand braucht dafür Journalismus. Es ginge etwa darum, dass Journalisten die richtigen Fragen stellen.
Man muss doch mal über eine Sache sprechen können, ohne sie reflexhaft mit seinen Kampfbegriffen so lange zuzuschütten, bis wieder Nacht ist und alle Katzen grau sind.
Beitragsbild: Raimond Spekking CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons

Schorsch R., die RAF in der ARD . Nicht nur ihr Geist, auch ihre Stimme.
Herr Restle meint man dürfe die Sache nicht politisieren. Doch! Da es sich auch um ein politisches Problem handelt, muss man die Sache politisieren! Politik & Medien gefährden die Bevölkerung. Das ist eindeutig ein politisches Problem!
Am liebsten würde er vermutlich schreiben oder sagen wollen, dass der Täter nichts dafür kann, er habe schlimmes erlebt, ist traumatisiert und für die Ursachen, warum er schlimmes erlebt hat und er traumatisiert ist, sind der Westen und auch wir schuld.
Was mir aufgefallen ist, für die meisten Journalisten bei uns und auch für die Politiker, mit Ausnahme die von der AfD, sind die Flüchtlinge, die zu uns kommen, in ihren Herkunftsländern, in ihrer Existenz bedroht. Fast ohne Ausnahme. Aber bei der großen Mehrheit von ihnen, wird der Asylantrag abgelehnt. Wie passt das zusammen? Und man tut immer so, als wenn unser Sozialstaat keinen Anreiz auf diese Menschen ausübt. Ich sah mal so in der Zeit 2015/16, auf Youtube ein Interview mit einem jungen Syrer, der selber damals als Flüchtling nach Deutschland kam. Er sagte im Interview, dass die syrischen jungen Männer, die nach Europa und besonders nach Deutschland gekommen seien, wegen der deutschen Frauen gekommen sind. Klar, das ist jetzt nur eine Meinung und muss natürlich nicht stimmen oder ist vielleicht nur einer von vielen Gründen. Aber wer weiß, viele hätten ihm das gesagt und wäre unter den jungen syrischen Männern, die nach Deutschland kamen, ein offenes Geheimnis gewesen.
@Perrefort: was erwarten Sie von Politikern und Journalisten, die sich zu einem nicht unerheblichen Anteil, durch Handeln und Denken, als moralisch verkommene Sittensäue und geschäftstüchtige Geschlechtsvorzeiger eigentlich doch selbst entlarven?
Man sollte auch keine weißen Haie unter Generalverdacht stellen und diese stattdessen ungehindert zusammen mit den Kindern inklusionsmäßig im Schulschwimmbecken schwimmen lassen. Auch maulkorblose Kampfhunde, unangeleint auf Schulwegen, sind in den allermeisten Fällen besser als ihr Ruf und sollten nicht von Hundegegnern instrumentalisiert werden dürfen, das wäre widerlich! Einzig die noch nicht so lange wieder hier lebenden Wölfe sind neuerdings doch böse, weil einer von ihnen das 30 Jahre alte Pony ausgerechnet der Familie EUrsula von Leyen gerissen hat! Flugs will Uschi jetzt den Schutzstatus von Wölfen in der EU herabsetzen. Läuft. Warum? Weil es hier ausnahmsweise eine von der Kaste der Gleicheren erwischt hat, wenngleich nur ihr betagtes Pony und zum Glück nicht ihr Kind. – Am Ende ist – über soviele Umwege und Herleitungen wie nötig – ohnehin die AfD und der (eklige) weiße alte Mann an allem schuld. Restle hätte sich, ganz ohne Ironie, hervorragend im antirassistischen und antifaschistischen DDR-Fernsehen gemacht, von dort haben die linken ÖRR-Apparatschiks ihre kruden politischen Kampfbegriffe ja her.
Seine reflexhafte Restlelosigkeit beruht auf dem chronisch gefühlten Wissen, dass es zum Zusammenbruch nur einen Hauch braucht.
Er hat schon was, der Restle, vom Karl Eduard, vom Schnitzler, vom Sudel -Ede. Sogar auf dem obigen Foto. Vor allem aber in seinem Wesen ist er ein Agit – Proper, der Restle. Sowas wie ein Wiedergänger des Hetzers vom ,,Schwarzen Kanal„ der Dä Dä Rätä. Ein Restle halt vom Schnitzle(r).