Karl Lauterbach steht inzwischen auch bei den Länderchefs in der Kritik. Grund dafür ist die Verkürzung des Genesenenstatus durch das RKI, die mit den Länderchefs nicht abgesprochen war. Sie fühlen sich nun also hintergangen.
Doch sollten sie sich nicht vielmehr auch belogen fühlen?
Der Gesundheitsminister entschuldigt sich nämlich nun damit, am Freitag (14.1) bei seiner Rede im Bundesrat nichts davon gewusst zu haben, dass das RKI die Veränderung vornehmen würde. Am Donnerstag (13.1.) hatte die Staatssekretärin für Gesundheit, Sabine Dittmar, allerdings noch genau diese Änderung für einen „künftigen“ Zeitpunkt angekündigt. Der WELT schrieb Lauterbach-Sprecher Hanno Kautz: „Weder Frau Dittmar, noch dem Minister war zum Zeitpunkt der Reden im Bundestag (Dittmar) und im Bundesrat einen Tag später (Lauterbach) bekannt, dass der Genesenen-Status jenseits der Quarantäne-Regeln bereits zum 15.1. geändert werden würde.“
Es ist davon auszugehen, dass Lauterbachs Parlamentarische Staatssekretärin keine Dinge verkündet, von denen er nichts weiß. Darüber hinaus ist es nicht gerade glaubhaft, dass der Gesundheitsminister nicht wusste, was das RKI unternehmen würde.
Völlig bizarr wird die ganze Affäre vor dem Hintergrund der am Dienstag getroffenen Entscheidung der Europäischen Union, laut welcher der Genesenenstatus EU-weit sechs Monate dauern sollte. Womöglich muss die deutsche Sonder-Regel mit lediglich drei Monaten also sofort wieder kassiert werden.
Wie man es auch dreht und wendet: Der Gesundheitsminister hat Deutschland vor den EU-Mitgliedstaaten blamiert. Aber muss einen das überraschen?
Lauterbachs Corona-Politik hatte schon vor seinem Amtsantritt hinlänglich gezeigt: Der Mann widerspricht sich ständig selbst. Dass er es trotzdem zum Gesundheitsminister gebracht hat, zeugt von einem naiven Vertrauen in ihn, das er nie verdient hatte. Darum befremdet die nun allseits geäußerte Enttäuschung seitens der Politiker doch reichlich. Es ist seit Langem bekannt, dass Lauterbach der Meinung ist, die Wahrheit führe in vielen Fällen zum politischen Tod. Sein Verhältnis zu ihr ist rein instrumenteller Natur, die Lüge damit immer eine Option. An Fakten und Argumenten greift er sich gerade das, was seinen augenblicklichen Zwecken dient.
Vieles spricht also hierfür: Lauterbach entschied sich für die sofortige Verkürzung des Genesenenstatus, weil man so den Impfdruck erhöhen konnte. Der Zweck heiligte das Mittel. Priorität hatte die Vorstellung unbedingt notwendiger „Durchimpfung“ und nicht etwa die Aufrichtigkeit gegenüber dem Parlament oder dem Volk.
Nachtrag: Lauterbach will den verkürzten Genesenen-Status nun sogar in der EU durchsetzen.
Beitragsbild: Martin Kraft CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

„Lauterbach will den verkürzten Genesenen-Status nun sogar in der EU durchsetzen.“ Der Mann ist größenwahnsinnig! Haltet ihn!
Auf der Ebene der Mächtigen ist offensichtlich ein ganz bestimmtes Biotop entstanden. Eines, das Lügen fördert und belohnt. Diese Lügen sind so bunt und divers und so übermächtig zahlreich, dass es unmöglich geworden ist, sie jemals wegzudiskutieren. – Wir müssen diesen giftigen, gärenden Abschaum bloßstellen und beseitigen, bevor er uns alle hinab in die Hölle zieht. Es braucht ein Nürnberg 2.0! Die Verbrecher in Brüssel und Berlin haben die Todesstrafe mit dem Lissabon-Vertrag bereits wieder eingeführt. Wir wissen also, mit was für einem Geschmeiß wir es wieder zu tun haben!
susanne antalic / 27.01.2022
Ich frage ernsthaft als Ärztin, ob die AK-Bestimmung aus der Mode gekommen ist?
Sie stellen gefährliche Fragen! ;-)
Ein positiver Antikörperstatus wurde bis vor kurzem noch nicht einmal als hinreichende Bedingung für die Anerkennung eines „Genesenen-Status“ akzeptiert! Wiederholt belegte qualitative Immunitätsunterschiede zwischen natürlicher Immunisierung und Dauerboosterungseffekt werden schamvoll beschwiegen.
Macht das Sinn? So viel wie der größte Teil der „Maßnahmen“.
„Boostern oder sterben“ ist die Parole. ;-)
Wer daran rumkrittelt, gefährdet die Volksgesundheit und denkt quer.
Manchmal könnte man meinen, der weiß genau, was er will: Einen Tweet von Florian Krammer, Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai: „Liebe Medien: Kann man bitte aufhören den Impfstoff von Novavax als Totimpfstoff zu bezeichnen? Es ist ein rekombinanter Proteinimpfstoff. Dafür wird das Spike Protein mithilfe von Baculoviren in Mottenzellen hergestellt und dann mit Matrix-M Adjuvant (ein Saponin) formuliert.“ beantwortete er wie folgt: „Stimmt zwar. Aber weil so viele Ungeimpfte nur Totimpfstoff wollen, warum auch immer, wird bald erhältliches Novavax als solcher bezeichnet.“ Womit klar wird, dass es ihm nur um eines geht: so viele Impfungen wie möglich, (notfalls) mit Gewalt, durchzudrücken. Dass er Argumenten gegenüber vollkommen immun ist, zeigt das „warum auch immer“ in seiner Replik. Ich vermute, das ist seiner salzlosen Kost geschuldet. Andererseits scheint er doch was verstanden zu haben, sonst hätte er nicht dieses konzedierende „Stimmt zwar“ formuliert.
Die in rechtsstaatlicher und demokratischer Hinsicht schlechtestmöglich gebildete Köterrasse ermöglicht es solchen ordinären Trickbetrügern in die obersten Ämter zu gelangen. Unverzeihlich!
@M. Terres : Freuen Sie sich nicht zu früh! Der Endsieg wird in der Hauptstadt Grosz-Germania entschieden. Diese wird umschlossen von einer Mauer der Dummheit. Dahinter eine Schlangengrube neben der anderen! Und hinter dem Wassergraben der Führerbunker. Noch wissen wir nicht bis wohin die unterirdischen Gänge und Kanäle reichen. Wir werden es erst erkennen, wenn der Wassergraben dort hinein entwässert wird.
Einen sog. „Genesenenstatus“ politisch festzulegen ist hirnrissig. Ob im Bundestag, seitens eines Bürgermeisters/Landrates oder in der EU-Administration. Wenn es denn zwingend notwendig wäre, ginge dies nur auf Basis einer Laboranalyse des Blutes jedes einzelnen Bürgers.