Den weiblichen Männern und den männlichen Frauen gehört ja jetzt schon die Welt. Wäre es da nicht im Sinne des Zeitgeists der „Diversity“, den Menschen, die in den traditionellen Geschlechterrollen leben wollen, eben dies zu gönnen?
Da es mittlerweile unendlich viele Lehrstühle für Gender Studies gibt, könnte der Eindruck entstehen, es handle sich hier um ein komplexes Forschungsgebiet, das nur Spezialisten zugänglich ist. Im akademischen Betrieb haben sie sich als eine Art Voodoo Science etabliert, die mit Begriffen wie „Phallogozentrismus“ zaubert. Doch das, worum es eigentlich geht, kann man auch ganz einfach erklären. Es gibt kaum jemanden, der bestreitet, dass es Männer und Frauen gibt. Das ist ein biologischer Unterschied, der so fundamental ist, dass er schon die frühesten gesellschaftlichen Ordnungsschemata geprägt hat.
Ganz anders aber steht es um den Unterschied zwischen männlich und weiblich. Das ist kein biologischer, sondern ein sozial-kultureller Unterschied, den man mit jenem biologischen nicht einfach gleichsetzen kann. Wissenschaftler sagen dann gerne, dass diese beiden Unterschiede „orthogonal“ zueinander stehen. Das heißt zu Deutsch, dass sie vier Felder bilden, nämlich männliche Männer, männliche Frauen, weibliche Männer und weibliche Frauen. Zwei dieser Felder gelten als reaktionär, die beiden anderen als progressiv und emanzipatorisch. Die „reaktionären“ bringen also die biologische und die sozial-kulturelle Unterscheidung zur Deckung; die „progressiven“ verknüpfen sie über Kreuz.
Die Kürze dieser Glosse gibt mir die Lizenz, in der Charakterisierung dieser vier Gruppen auch ein wenig mit Stereotypen zu arbeiten. Die männlichen Männer nennt man gerne „Machos“; sie verstehen sich als Einzelkämpfer in der gesellschaftlichen „Wildnis“ und sorgen für den Unterhalt der Familie. Sie haben ein positives Verhältnis zu Risiko und Wettbewerb, und das Kainszeichen auf ihrer Stirn ist der Stolz. Die männlichen Frauen sind meist Karrieristinnen, sie neigen zum Feminismus und verzichten im Zweifelsfall auf Kinder. Man erkennt sie oft daran, dass sie kurze Haare und einen Anzug tragen. Die einfachste Form der Karriere bieten ihnen eben die Gender Studies.
Die weiblichen Männer hießen früher „Softies“ und sind jetzt zu „neuen Männern“ aufgewertet worden. Sie gelten als „achtsam“ (was immer das heißen mag), verstehen sich selbst als Teamplayer, sind für die Frauenquote und kämpfen gegen „Sexismus“. Die weiblichen Frauen rubrizierte man früher gerne unter den drei Ks: Kinder, Küche, Kirche. Gemeint ist also die Hausfrau und Mutter, die sich in der traditionellen Geschlechterrolle gefällt. Zu diesem Feld gehören aber auch die meisten gutaussehenden Frauen, die auf die Magie des Weiblichen und die aufmerksamkeitsökonomischen Vorteile ihrer Schönheit nicht verzichten wollen.
Zum Neuen Jahr nun ein Vorschlag zur Güte: Den weiblichen Männern und den männlichen Frauen gehört ja jetzt schon die Welt (zumindest die westliche). Wäre es da nicht im Sinne des Zeitgeists der „Diversity“, den Menschen, die in den traditionellen Geschlechterrollen leben wollen, eben dies zu gönnen? Wie wäre es mit einem Minderheitenschutz für männliche Männer und weibliche Frauen? Also für die Lebensformen, die vor fünfzig Jahren noch die Normalität selbst waren.
Beitragsbild: iihs.org CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Für mich ist Hugh Hefner („Playboy“), 1926 – 2017, der Mann, der’s bringt: Macht sein Geld mit den Träumen der Männer, damit er sich die Träume dieser Männer erfüllen kann – mit deren Geld. Lisa Eckhart hat das mal auf den Punkt gebracht: Denen geht es gar nicht ums Geld, denen geht es um die Weiber. Und dafür brauchen sie das Geld. Auch so ein Vorbild: Eden vom „Eden,“ Berlin. Wer hat, der hat, wer ko, der ko … . Das ist natürlich nichts für die Kopfgesteuerten.
@Florian B.: Und was sollen die Migrierenden dann machen? Kinder? Porca miseria.
@Christa B.: So isses, so schaut’s aus. Männer, die nicht mindestens so primitiv sind wie Frauen, die gehen unter. Zu Recht, die Pfeifen. Warum haben die Zuhälter mit Muckis wie ein Bulle und Tätos vom Halse bis zum Arsche die geilsten Weiber? Und warum nicht der Bolz? Und ICH? Die Frage ist gestellt: Wollen wir, wollt ihr in einer solchen Welt leben? Wenn ja, dann empfehle ich den Damen hier den Moslem zuvörderst, den mexikanischen Macho, den Russ‚ vom Kaukasus. Ich aber hoffe auf die japanischen, die chinesischen Weibchen – die sind soo süß, ihr glaubt es nicht: China 60th Anniversary Military Parade Chinese Female Soldiers bei YT. Ach, wenn sie doch kämen, bevor es zu spät ist für mich … .
Ein wunderbarer Text und wirklich einfach zu verstehen. Jedenfalls für die, die etwas verstehen wollen. Ist das nun eine Minderheit? Eine schützenswerte Minderheit? Es scheint so.
Der schlimmste Sexismus ist in bestimmten Kulturen zu finden, wo das Institut der Kinderehen existiert. Das bedeutet für Menschen, die schwanger werden können schon mit 13/14/15 bestimmt nichts Gutes. „Den weiblichen Männern und den männlichen Frauen gehört ja jetzt schon die Welt (zumindest die westliche)“. Sind die „weiblichen Männer“ inzwischen diejenigen, die schwanger werden können? Habe ich da was verpasst? Ich bin verwirrt. Worum geht es eigentlich? Wenn ich ein weibliches Weibchen suche, dann eh nicht „im Westen“ – die Chance, so eins zu finden ist im übergroßen Rest der Welt überwältigend groß. So lasset die Mägdlein zu mir kommen, denn ihnen ist der Pimmel gleich. Die Kerle aber sollen die Polen und die Griechen an den Außengrenzen am Zaun hängen lassen. Steht der Bulle Hannibal einsam auf der Weide; nebenan, durch einen Zaun getrennt, eine ganze Herde Kühe. Die Sirenen sagen: Hannibal, komm doch rüber. Er, nicht faul, galoppiert an, springt, autsch – schon ist er drüben drüber. Über den Zaun. Nato. Die Kühe, ganz selig: Hallo Hannibällchen, schön, dass du da bist. Der aber, leicht bekleckert meint nur: Leider nur noch Hanni, die Ballen sind am Zaun hängen geblieben. So schaut’s aus.
Gab es einst in nazistischen Zeiten jede Menge Lehrstühle für die Rassenlehre, so heute halt eben solchene für Dschenderstaddies (ja ich weiß, das schreibt sich Gender studies, ist eben Rechtschreibung nach Gehör). Tempora mutantur…
Minderheitenschutz impliziert laut der vorgeblich „progressiven“ weiblichen Männer und der männlichen Frauen automatisch Anspruch auf gesellschaftliche Teilhabe in Form von Quoten, Subventionierung etc. pp. – allerdings nur, soweit es ihnen nutzt, an die Futtertröge der Macht zu kommen. Diese so erlangte Machtposition werden sie unter Anwendung ihrer eigenen Grundsätze ganz bestimmt nicht wieder für die „reaktionären“ männlichen Männer und weiblichen Frauen aufgeben. So war das schließlich nicht gedacht mit der Diversity.