Wir erinnern uns unschwer: Strahlend hatte das damalige Jubelpaar Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen 2017 und dann erneut bei der Luftfahrtmesse 2019 das größte Rüstungsprojekt in der Geschichte der deutsch-französischen Zusammenarbeit verkündet. Mit Pomp und Propaganda wurde nicht gespart, und die Autonomie Europas wurde bereits bei der Ankündigung gefeiert.
Weitgehend unbekannt blieb bis heute das sehr systematische Bemühen der jetzigen Kommissionspräsidentin von der Leyen, angesichts der damaligen Schwierigkeiten in ihrem Verteidigungsministerium und des zunehmenden politischen Drucks wegen allerlei Affären sich an den französischen Präsidenten heranzurobben, um ihn für eine Unterstützung ihrer Kandidatur für den Brüsseler Spitzenjob zu gewinnen. Vorausgegangen waren bereits zu diesem Zeitpunkt zahlreiche deutsch-französische Projekte unterhalb des öffentlichen Radarschirms, bei denen von der Leyen nicht etwa eingeknickt war, sondern mit vorauseilendem Gehorsam französischen Wünschen entsprochen hatte. Dazu gehörte insbesondere der deutsche Verzicht auf die Entwicklung eines eigenständigen optischen Aufklärungssatelliten.
Die deutsche Industrie war darüber 2014/15 [also schon unter Macrons Vorgänger Hollande] entsetzt. Doch von der Leyen ging schonungslos gegen Kritiker vor, auch in ihrem Ministerium. Nun, fast zehn Jahre nach Verkündung des FCAS-Projektes mit dem typischen Von-der-Leyen-Lächeln, steht nicht nur das Projekt, sondern die deutsch-französische Zusammenarbeit vor einem Scherbenhaufen.
Es liegt nicht nur an dem Unwillen des urfranzösischen Familienunternehmens Dassault, das aufgrund seines prall gefüllten Auftragsbuches die Kooperation mit einem von Managern geführten internationalen Konzern wie Airbus scheut. Es liegt auch daran, dass die technischen Anforderungen an das Kampfflugzeug zwischen Deutschland und Frankreich nie einheitlich definiert werden konnten.
Wer dominiert?
Jenseits dieser Schwierigkeiten geht es indes um die leider ewig aktuelle Frage im deutsch-französischen Verhältnis: Wer dominiert?
Frankreich verlangt im Bereich der Luftfahrtindustrie eine sozusagen naturgegebene Führung, man fühlt sich als Luftfahrtnation Deutschland überlegen und ist nicht bereit, arbeitsteilig vorzugehen. Dieser Denkansatz liegt insgeheim auch der Schaffung des Heeresrüstungskonzerns KNDS zugrunde [entstanden aus einer Fusion des deutschen Panzerbauers KMW und des französischen Rüstungsunternehmens Nexter, Anm. d. Red.]. Die deutschen Konzessionen, nicht nur von von der Leyen, sondern auch vom damaligen Wirtschaftsminister Gabriel, die dessen Gründung 2015 ermöglichten, muten im Nachhinein surrealistisch an. Denn es gab für den führenden europäischen Panzer- und Haubitzenhersteller KMW aus Deutschland damals überhaupt keinen Grund, sich – noch dazu paritätisch – mit dem französischen Staatsbetrieb Nexter zusammenzutun. Nexter hatte wegen der Erfolglosigkeit des Panzers Leclerc seine Kampfpanzerfertigung eingestellt und kommt mit seinem Artilleriegeschütz Caesar technisch nicht an die Panzerhaubitze von KMW heran. Ein hochmobiles Produkt wie RCH 155 von KMW (eine Kombination von Schützenpanzer und Haubitze, das aus der Fahrt 9 Schüsse pro Minute abgeben kann) sucht man vergebens bei Nexter.
Die französische Produkt-Unterlegenheit wird nicht bestritten. Dem soll seit mehr als zehn Jahren mit der Gemeinschaftsentwicklung eines Main Ground Combat System (MGCS) abgeholfen werden. Obschon von Anfang an eine deutsche Projekt-Führung hierbei vereinbart wurde, zogen die Franzosen gleich und beteiligten sogar den französischen Elektronikkonzern Thales. Weder in dieser Konstellation noch mit diesem Produkt wird die Zukunft der Heerestechnik gesichert. Schließlich hat sich das operative Geschehen auf dem Schlachtfeld fundamental geändert. MGCS ist also ein Projekt, das der Zeit hinterherläuft. Dennoch müht sich Minister Pistorius, den Ansprüchen der Franzosen entgegenzukommen und kämpft bei KNDS um eine paritätische Beteiligung für Deutschland.
Derweil gibt es bei dem französischen Partnerunternehmen Nexter wenig konkurrenzfähige Produkte, während der deutsche Partner KMW den Bestellungen bei Boxer, Puma, Leopard und der Panzerhaubitze kaum nachkommen kann. Es bleibt abzuwarten, ob die paritätische Beteiligung des deutschen Staates an KNDS auf Dauer die französische Dominanz verhindern kann. Vielleicht will Minister Pistorius seine Panzer demnächst doch in Paris bestellen.
Man möchte draufschlagen, ob all der offensichtlichen Inkompetenz aller beteiligten Politiker. Ob Macron, Selenski, oder ein spanischer Simpel, überall lässt sich unsere Regierung alles gefallen. Buchstäblich mit Füßen treten. Der deutsche Steuerzahler bekommt nichts zurück, außer Reformen. Was diese beinhalten kann sich jeder an fünf Fingern abzählen. Überall wird der Bürger ausgepresst für andere – die uns nichts zurückgeben. Das können unsere Großkopferten meisterhaft. Geld verschleudern. In Frankreich arbeiten in den Ministerien Beamte aus den Eliteuniversitäten, auf die gehört wird. Bei uns werden hochqualifizierte Beamte aus dem Dienst entfernt, wenn sie Vorschläge pro Bevölkerung machen … siehe Corona …
der GTK Boxer ist eine Todesfalle. Die Hauptbordwaffe hat einen toten Winkel von 11 bis 1 Uhr; um in Gang zu kommen, muss ein Fußballfeld in Pirouetten befahren werden; zum Nachladen, muss die Crew aussteigen; bei der Vorführung ist der Boxer mehrfach ausgefallen, weil die Elektronik dauernd ausfiel; usw. Einer meiner Kameraden war bei der Vorführung dabei und kam blaß zurück. Das G36 dagegen, ist das beste Gewehr auf dem Markt gewesen. Ich habe es lieber und besser geschossen als all die Gucci-Gewehre desselben Typs, die ich derzeit im Tresor habe. Ihr Ethos machte Uschi zur besten Verteidigungsministerin und zum perfekten Chef der EUdSSR und Micron wäre ein würdiger Nachfolger.
Diese hormonell gesteuerten Freunde in einem bedenkenswerten Abhängigkeitsverhältnis sollten schnellstens von der Bühne verschwinden.
Macron kann es schon sehen…. 2027?!
UvdL will bis 2029 in Brüssel durchhalten oder früher nach Berlin ins höchste Amt?!
Gott bewahre uns vor solchen Figuren in der Politik.
Zur Info: Deutschland war 2025 mit 15 Milliarden der größte Nettozahler in der EU, Frankreich mit 5 Milliarden NUR 2. Nettozahler. Also wenn Dummland pleite ist, ist die EU pleite. Aber wir haben unendliches Sondervermögen, da geht noch was !?
Das Problem europäischer Rüstung besteht in den historischen Animositäten der Nationen. Zudem bestimmen die Regierungen der einzelnen Staaten, trotz NATO und EU, was und wo sie Rüstungsgüter einkaufen. So kauft Polen seine Panzer in Südkorea, obwohl D gute Panzer herstellt. Und 9 europäische Länder, wie D, kaufen in den USA F-35 Jagdflugzeuge ein. weil in Europa keine gleichwertigen Flugzeuge hergestellt werden. Bei der Herstellung europäischer Rüstungsgüter tritt neben die Animosität die Konkurrenz um technisches know-how und Arbeitsplätze. Was sich in den USA als Konkurrenz zwischen Firmen abspielt, wird hier zu einem Kampf zwischen Ländern und Firmen. So wird die Entwicklung einer europäischen Rüstungsindustrie verhindert und damit geht der Vorteil von Größenscalierung, günstigere Preise, verloren. Für europäische technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit gibt es ein funktionieres Beispiel: Airbus. Und soweit ich weiß, wurde diese Firma auf französischen Druck gegründet.
Wohin könnte Flintenuschi denn jetzt hingelobt werden? Mensch ja, bei der UN wird ja was frei…
@ B.Jacobs Woher wissen die das denn? Von ihnen, oder was? Und alle Regierungen sind so unglaublich vertrags- und geseztestreu, daß so ein Vertrag das Angesicht der Welt für immer verändern würde? Den Deutschen ist sowieso nicht zu helfen.
Die Totengräber sitzen auch hier im Forum und blockieren jede Bewegung. Ich habe noch nie erlebt, daß Autoren sich der subversiven Mythen annehmen. Wahrscheinlich glauben die auch, daß Deutschland eine GmbH ist.