Currywurst war gestern. Wo immer mehr Schulkinder einen islamischen Migrationshintergrund haben, muss nun auch das Schulessen halal sein.
Mit dem neuen Schuljahr führen einige Schulen in Gelsenkirchen islamische Speisevorschriften ein, die vorsehen, dass alle Gerichte halal sind. Die Gesamtschule Erle hat einen neuen türkisch geführten Essenslieferanten namens „Muttis Küche“, der auch andere Schulen versorgt, meldet nius.de. Ab dem nächsten Schuljahr gibt es nur noch halal zubereitetes Essen, auch vegetarisches. Typische deutsche Fleischgerichte entfallen dagegen ganz und das Fleisch muss aus muslimischen Schlachtereien stammen. So etwas nennt man Vielfalt. Die noch immer von Deutschen geleitete Schule bereitete Eltern und Schüler im Mai schon mal in vorauseilendem Gehorsam mittels Rundschreiben und Probeessen auf die Umstellung vor. Ähnliches passiert auch in anderen Schulen.
Obwohl in Gelsenkirchen mittlerweile die Hälfte der Bevölkerung einen Migrationshintergrund hat (sowohl Ausländer als auch eingebürgerte Deutsche) und dieser bei Schülern sogar bei 60 Prozent liegt, heißt das nicht automatisch, dass alle auch einen muslimischen Hintergrund haben. Die Gesamtschule Erle liegt in dem Teil Gelsenkirchens, wo der Ausländeranteil mit 15 Prozent wesentlich geringer ist als in der Gesamtstadt (26 Prozent).
Die Gelsenkirchener AfD-Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharis, die ihrerseits einen albanischen Migrationshintergrund hat, kritisiert diese Umstellung als „Unterwerfung“ und warnte davor, zu viel Toleranz gegenüber islamischen Speisevorschriften zu zeigen, da dies die Halal-Industrie weiter fördere. Der Begriff halal bedeutet im Islam, dass etwas erlaubt ist und bezieht sich oft auf Lebensmittel, die bestimmten Vorschriften entsprechen und die zertifiziert sein müssen. Dazu gehört, dass bei der Schlachtung der Name Allahs angerufen wird. Christen und andere Nicht-Muslime hätten also allen Grund, Halal-Essen zu verweigern, weil ein fremder Gott angerufen wird. Aber das wäre ja intolerant.
