Bernd Zeller / 10.08.2009 / 11:18 / 0 / Seite ausdrucken

Gegenschlag ist keine Lösung

Der unten verlinkte Text von Judith Harth ist in der Analyse zutreffend, die Prognose jedoch scheint zu sehr vom gesunden Menschenverstand beeinflusst: „Man stelle sich vor, Dänemark würde täglich Raketen auf Schleswig- Holstein abfeuern oder Frankreich auf das Saarland oder Tschechien auf den Bayrischen Wald und dabei Kindergärten, Spielplätze und Reihenhäuser zerstören, Menschen verletzen oder töten. Wie lange würde es dauern, bis das Volk nach Schutz durch die Bundeswehr verlangen würde? Wie lange würde ein deutscher Regierungschef zögern, den Gegenschlag zu befehlen?“
Ja, was wäre dann los? Zuerst geben wir

Israel die Schuld, dann wird der Normalzustand ausgerufen. Claudia Roth sagt, sie kennt Tschechen und die haben jetzt alle Angst vor Überreaktionen. Die taz bringt die Satire „Gartenzwerge entführt“, und Anne Will diskutiert: Warum Schleswig-Holstein? Weil es da Vorfälle gab, ist die einhellige Meinung. Vielleicht hat sich jemand gegen einen Messerstecher gewehrt. Weil die dänische Minderheit und weil die Geschichte. Warum das Saarland? Demütigung Frankreichs durch den Beitritt.
Wenn es Dresden trifft, leuchtet allen sofort ein, dass die Stadt bombardiert gehört, da sitzt die NPD im Landtag.
Ein Merkmal von Anschlägen ist, dass sie vorüber sind und dass die Mehrheit verschont geblieben ist. Deshalb wird die Mehrheit den Teufel tun, sich zu regen, es könnte ja sonst noch schlimmer werden. Und auf keinen Fall darf jetzt ein Vorwand. Kein Öl ins. Angriffe auf das Grundgesetz. Militarisierung der Polizeikompetenzen. Keine Preisgabe der.
Der Gegenschlag, den der Regierungschef befehlen würde, wäre wohl finanzieller Art, um die sozialen Ursachen im Angreiferland zu beheben, und er dankt für den überwiegend friedlichen Verlauf.

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