Henryk M. Broder bittet die Achgut-Leser um Hilfe. Als wir vor sechs Jahren schon einmal mittels Werbe-Boykott finanziell in den Ruin getrieben werden sollten, haben uns die Spenden der Leser gerettet. Jetzt ist es wieder so weit.
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Achgut: Spendenaufruf
Zu Herrn Broders Aufkündigung seiner Autorenschaft in der „Weltwoche“ habe ich in der „Welt“ folgenden Leserkommentar verfasst:
Sehr geehrter Herr Broder,
Sie haben doch aktuell mit der „Achse des Guten“ schmerzhaft erfahren müssen, was cancel culture ist. Umso mehr bin ich überrascht, dass Sie nicht mehr für die „Weltwoche“ schreiben, weil dort auch sehr kontroverse Meinungen publiziert werden. Roger Köppel, der Chefredakteur der „Weltwoche“, hat den russischen Angriff keinesfalls gerechtfertigt, sondern verurteilt.
Ich werde übrigens heute eine Extraspende an die von Audi übel angegriffene „Achse“ überweisen, obwohl Ihre Haltung zum Ukraine-Krieg mich nicht überzeugt.
Mit freundlichen Grüßen
Horst K.
Hab bislang ab und zu mal gespendet – jetzt bin ich Pate.
Thomas Jefferson: Free speech „cannot be limited without being lost.“
Zum zweiten Male heute: Es ist schon unfassbar und einfach nur widerwärtig, wie manche Foristen sogar eine solche Krise der Meinungsfreiheit dazu nutzen, für ihren geliebten Führer Wladimir Putin zu werben (der jede Form von Meinungsfreiheit in seinem Land schon vor Jahren vernichtet hat). Als Schweizer möchte ich hinzufügen, dass es mir besonders übel aufstösst, dass in Deutschland heutzutage zahlreiche Menschen einem Diktator zujubeln, der Angriffskriege gegen andere Länder führt, Völkern ihre Existenzberechtigung abspricht und eine rücksichtslose „Blut-und-Boden“-Expansionspolitik zelebriert.
@Emma W. in Broakulla:„…. Wie jetzt ? Hat die USA die Ukraine angegriffen? Unfassbar was hier von sich gegeben wird. Den Begriff Putinversteher halte ich wiklich fuer zu harmlos!“ Man sollte nicht über etwas urteilen, was man nicht wirklich versteht, weil man zu kurz gedacht hat. Aber eine Meinung darf man schon haben, selbst wenn sie nur einer Haltung entspringt! MfG
Zu TE kann ich sagen, auch mir wurde eine Freischaltung meines Kommentars verweigert.
Im Beitrag „Große Corona-Maßnahmen-Demo in Frankfurt – bundesweit Demos am Montag“ Sonntag 26.Jun.
Hier war die Redaktion der Meinung folgendes mit einzuarbeiten:
„Kaum vorhanden waren pro-russische Demonstranten, die den Überfall auf die Ukraine beklatschen; “
Weil das Mmn durchaus die Qualität des ÖR hat, merkte ich auf, warum es wichtig oder nötig erschien das einzuflechten und kundtzutun.
Die alternativen Medien schwächeln, und der Jubel, sie wissen wo, nimmt zu. Es läuft..
@Emma W. in Broakulla: „Hat die USA die Ukraine angegriffen?“ Nun, der 8 Jahre dauernde Bürgerkrieg der westlichen Ukraine gegen den russisch-sprachigen Ostteil fand durchaus mit Unterstützung der USA und seiner Vasallen, auch Deutschland und der EU, statt, indem ihnen seit Jahren Kriegsgerät und militärische Ausbilder geschickt werden. Als es sich dann abzeichnete, daß sich der Artillerie-Beschuß auf das Donezbecken vervielfacht hat, sah Rußland keine andere Möglichkeit, als militärisch zu intervenieren, wollte es nicht zulassen, daß Atomsprengköpfe direkt vor ihren Grenzen stationiert würden. Hätten die USA außerdem nicht 5 Milliarden US-$ in den völkerrechtswidrigen Putsch (Maidan) reingesteckt, so wäre es nie zu einer solchen Kriegskonstellation gekommen. Um es auf den Punkt zu bringen: die USA haben die Ukraine destabilisiert, eine ihnen genehme Regierung installiert und es in einen Bürgerkrieg hineinmanöveriert, der aufgrund aller Provokationen zu einem heißen Krieg mit Rußland wurde. Gewalt erzeugt stets Gegengewalt, haben Sie das etwa schon vergessen? Oder halten Sie demjenigen, der Ihnen die eine Wange aufreißt, auch die andere hin? Kann ja nicht so schlimm sein, sondern nur im schlimmsten Fall die eigene Existenz kosten. @Dr. Karl Walter: Waffen sind in diesem Fall eben NICHT das Mittel zum Zweck, sondern der diplomatische Verhandlungstisch, dem sich vor allem die Ukraine, spätestens seit Minsk II, vehement sperrt. Rußland hatte immer wieder die Umsetzung angeboten, aber wer nicht kooperierte, war die Ukraine. Wer soll denn dort „intervenieren“? Die NATO? Wie man sieht, bringt eine militärische Intervention außer vielen Toten & Leid nichts Positives. So gut wie jeder Stratege ist sich klar darüber, daß die Ukraine diesen Krieg nicht gewinnen kann, egal, wie viel Unterstützung sie von wem auch immer erhält. In Einem haben Sie Recht: das ukrainische Volk ist so oder so der große Verlierer. Dann lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
passt zwar nicht zum thema, aber da hier viele die ukraine berichterstattung ansprechen, will ich kurz meinen senf dazugeben: mir fehlt, wie auch bei anderen themen, eine differenzierte sichtweise, es scheint vor allem putingroupies und putinhasser zu geben, beides irrational. dadurch kommt es zu vielen widersprüchen in der argumentation auf beiden seiten. ich will mich auf keiner seite positionieren und mich der altbekannte kriegslogik beugen. beide seiten haben dreck am stecken, blut an den händen, weder putin noch selenski traue ich über den weg, beide haben sich z.b. bereichert. aus meiner sicht hätte der krieg vermieden werden können, deutschland und frankreich haben bezüglich minsk 2 versagt, selenski hat sein wahlversprechen, frieden mit dem donbass, nicht umgesetzt, wohl auch auf druck verschiedener seiten. die reaktion russlands ist zu verachten, aber es wirkt auf mich fast grotesk, wenn der wertewesten das völkerrecht anspricht.
ich glaube, dass es mosche dajan war, der sinngemäß sagte: „es ist nicht entscheidend, wer als erster geschossen hat, sondern was dem ersten schuss vorrausging“. die geschehnisse in den 3 monaten vor der eskalation des schon vorher seit knapp 8 jahre dauernden innerukrainischen krieges sprechen bände. beider lager ignorieren die jeweiligen opfer „ihres teams“, diese werden vor und nach ihrem rod entmenschlicht, kollateralschäden. das gilt auch für die anderen kriege der letzten 25 jahre. angriffskriege sind für mich immer verachtenswert, egal von wem sie ausgehen.
die welt ist grau, nicht schwarz weiss, aber das ist vielen zu anstrengend und kompliziert, ein klares feindbild ist da viel einfacher und fühlt sich wohl gut an, das gilt für beide lager. hhm, das erinnert an die corona-klima-, migrations„debatten“.
wo sind abwägende, differenzierende stimmen ohne schaum vor dem mund???? es gibt sie, aber sie bekommen kaum aufmerksamkeit, die selektive wahrnehmung lässt sie bei den meisten unter dem radar fliegen…traurig.