Henryk M. Broder bittet die Achgut-Leser um Hilfe. Als wir vor sechs Jahren schon einmal mittels Werbe-Boykott finanziell in den Ruin getrieben werden sollten, haben uns die Spenden der Leser gerettet. Jetzt ist es wieder so weit.
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Achgut: Spendenaufruf
Hallo Herr Broder und Kollegen,
Habe aus Geldgründen das Rauchen aufgehört, dafür seit heute Pate.
Danke für Ihre Arbeit.
MfG,
S. Pflüger
@ G. Gatzen: „Russlands berechtigte Interessen werden komplett unterschlagen“. Vielleicht, weil für die Autoren keine „berechtigten“ Interessen erkennbar sind? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir fallen in diesem Konflikt keine Interessen ein, die diese Barbarei auch nur ansatzweise rechtfertigen könnten. Die Ukraine hat sich entschieden, sich EU und den USA anzunähern. Die Russen haben das zu akzeptieren, zumal sie sich im Budapester Memorandum zur Anerkennung der territorialen Integrität der Ukraine verpflichtet haben. Oder sehen Sie irgendwo eine Art Vorrangrecht für russische Interessen, denen sich die Ukrainer zu beugen hätten? Vielleicht wären Sie, was nicht einseitige Berichterstatttung angeht, bei Russia Today oder Sputnik besser aufgehoben. Apropos, gestern habe ich bei Tichy mal nach langer Zeit wieder in die Leserkommentare hineingeschaut und hatte kurzzeitig den Eindruck, in der Kommentarspalte von bei Russia Today gelandet zu sein. Absolut gruselig, was dort abgesondert wird.
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Erinnert doch stark an Kafkas Schloss, Prozess..Das Problem ist: „Die“ sind alle am längeren Hebel und können letztendlich mit uns machen, was ihnen beliebt.. Da auf der Straße auch nicht mehr groß demonstriert wird, können wir uns schon mal Gedanken machen, was die Gleichschaltung mit uns bis in ein paar Monaten noch so vor hat und wir wir das überstehen wollen
@Michael Schauberger u.v.a.: Was Sie schreiben ist sicher nicht falsch, aber, was die meisten vergessen, ist, dass wir hier einfach vor einem echten Dilemma stehen. Ganz egal, was passiert – die Ukraine hat die A-Karte. Kapituliert sie, wird sie, zumindest teilweise, auf (sehr?) lange Zeit zum russischen Imperium gehören. Dass das viele als nicht erstrebenswert ansehen, ist verständlich. Vor allem die osteuropäischen Staaten dürften eine solche Lösung – nicht zu unrecht – als Bedrohung empfinden. Es sind Putins eigene Worte und keine Verschwörungstheorie, dass er an der Wiederherstellung des sowjetischen Machtbereichs (evtl. auch mehr?) arbeitet. Glaubt wirklich jemand, dass die NATO in Europa wirklich so wehrhaft ist, wie es nötig wäre, um weiteren Zündeleien einen Riegel vorzuschieben? Bis jetzt ist außer reden nichts passiert, was unsere Verteidigungsfähigkeit tatsächlich erhöhen würde und es sieht nicht so aus, als ob sich daran schnell etwas ändern würde. Wenn andererseits die Ukraine weiter mit Waffen unterstützt wird, besteht zumindest eine kleine Hoffnung, dass Putin seine Träume nicht völlig verwirklichen kann – allerdings unter großen Opfern für die Ukraine. Auch wenn ich da keinerlei Optimismus hege, bliebe zudem noch die (theoretische) Möglichkeit einer in naher Zukunft irgendwie geänderten russischen Politik. Durch die Fortdauer der Kämpfe gewinnen die Nachbarstaaten immerhin etwas Zeit, nur die Ukraine wird ganz oder größtenteils ebenfalls verloren sein. Denn es ist unwahrscheinlich, dass die Ukrainer ohne aktive Unterstützung von außen dem russischen Abnutzungskrieg dauerhaft werden widerstehen zu können. Und ich sehe derzeit niemanden, der bereit wäre zu intervenieren. Solange niemand einen überzeugenden Ausweg aus dieser Zwickmühle findet, haben beide Sichten ihre Berechtigung. Die bemitleidenswerten Ukrainer stehen vor der tragischen Wahl, ihr Leben zu riskieren oder die Freiheit zu verlieren. Wir sollten ihre Entscheidungen respektieren.
Interessanterweise offenbaren viele Kommentatoren die gleiche Haltung wie der Mainstream. Weil Achgut.de nicht über den Ukraine-Krieg so berichtet, wie sie sich das vorstellen, wird die Unterstützung eingestellt. Das zeigt nur, dass diese Kommentatoren genau nicht begriffen haben, um was es geht. Es geht genau nicht darum, dass ich nur meine Meinung bestätigt bekommen und alles ausblenden will, was dem widerspricht. Das ist genau der Grundzug der Cancle Culture, der hier offenbar auch dort um sich greift, wo angeblich im Meinungsfreiheit gerungen wird. Es geht um eine große Meinungsbandbreite, in der ich auch andere Meinungen zur Kenntnis nehme und mit diesen leben kann.
Herr Broder, Sie haben es doch selbst gesagt, „dass sie wieder so sind wie die damals waren“. Und Ihr Juden-Schutzschild taugt auch nicht mehr gegen die Nazi-Keule, es hat Ihnen nichts genützt, den Schweinen noch auf den letzten Metern in den Hinter zu kriechen. Sie waren lange Zeit mein Held und hätten einen besseren Abgang verdient, mit wehender Fahne, als „letzter Mann“ (Prof. Hans Bohrdt). So serviert man Sie nun einfach kaltlächelnd ab. Der deutsche Michel, der mit dem Daumen im Hintern damit ihm sein bisschen Resthirn nicht hinten raustropft, Abend für Abend nickend vor der „Tagesschau“ sitzt, würde Sie nicht vermissen. Ich schon. Also, zeigen Sie wieder Zähne, Bärbock und Habeck werden nie Ihre Freunde sein und Selensky schon gar nicht. Ihre Leser aber vielleicht wieder und dann klappt das auch mit den Spenden.