Von Mića Stejić und Eric Angerer.
Sind Hamas, Islamischer Dschihad oder der „Islamische Staat“ die neuen Nazis? Die gesellschaftlichen Grundlagen von Nationalsozialismus und islamischem Extremismus sind andere. Aber auf der ideologischen und historischen Ebene bestehen zahlreiche Verbindungen.
Die israelische Führung präsentiert ihren Krieg in Gaza als Kampf gegen neue Nazis. Nicht nur die Regierung von Benjamin Netanyahu argumentiert so. Ex-Premier Naftali Bennet proklamierte in einem Interview mit dem britischen Sender Channel 4: „Wir bekämpfen Nazis.“ Und Ehud Barak, ebenfalls ehemaliger Ministerpräsident, sagte im Interview mit dem ORF, die Grausamkeiten der Hamas seien dem Gemetzel deutscher Soldaten an den osteuropäischen Juden unter Hitler gleichgekommen; die gleiche Entmenschlichung, der gleiche Judenhass. Was ist von dieser Gleichsetzung zu halten? Sind Hamas, Islamischer Dschihad oder der „Islamische Staat“ die neuen Nazis? Die gesellschaftlichen Grundlagen von Nationalsozialismus und islamischem Extremismus sind andere. Aber auf der ideologischen und historischen Ebene bestehen zahlreiche Verbindungen.
Marxisten verstehen unter Faschismus traditionell eine reaktionäre Massenbewegung, die sich auf das Kleinbürgertum und deklassierte Schichten stützt und die vom imperialistischen Großkapital als Rammbock gegen politische Gegner, demokratische Einrichtungen und insbesondere die Arbeiterbewegung eingesetzt wird. In Krisenzeiten wird diese Bewegung zur Errichtung einer terroristischen Diktatur des Finanzkapitals und für eine Expansionspolitik des jeweiligen Imperialismus benutzt. Das galt für den italienischen Faschismus ebenso wie für den Nationalsozialismus.
Der islamische Extremismus trägt zumindest etliche faschistische und nazistische Züge. Auf der ideologischen Ebene sind Gemeinsamkeiten offensichtlich: Beide beziehen sich gegen die Moderne auf historische Größe, der italienische Faschismus auf das Römische Reich, die Nazis auf die germanisch-deutsche Geschichte, die Islamisten auf Mohammed und die islamische Expansion. Faschismus und Mainstream-Islam sind totalitär, antimarxistisch, antiliberal und aggressiv gegenüber Gegnern.
Hamed Abdel-Samad, der Sohn eines ägyptischen Imams und ehemaliger Anhänger der Muslimbruderschaft, führte 2013 auf einem Vortrag in Kairo aus, dass der Islam von seinen Anhängern unbedingten Gehorsam verlange, keine abweichenden Meinungen dulde und nach der Weltherrschaft strebe. Er sprach von faschistoidem Gedankengut im Islam, von „Islamfaschismus“. Daraufhin debattierte eine Gruppe islamischer Gelehrter, Muslimbrüder und Salafisten im Fernsehen über diese Thesen, stufte sie als Verunglimpfung des Islam ein und fällte ein einstimmiges Urteil: Hamed Abdel-Samad habe den Propheten beleidigt und sei mit dem sofortigen Tod zu bestrafen. Abdel-Samad kann seitdem auch in Deutschland nur unter Polizeischutz leben.
Faschistoide Züge bereits im Ur-Islam
In seinem Bestseller „Der islamische Faschismus“ sagt Abdel-Samad: „Und da vergleiche ich Faschismus und Islamismus auf drei Ebenen. Die erste Ebene ist die Ideologie, die Wegbereiter für die Gewalt ist. Die zweite Ebene ist die Organisationsstruktur mit dem charismatischen Führer in der Mitte, mit der Hierarchie, mit den Initiationsritualen, mit den Geheimnissen, mit den Terrormilizen, die auch die Muslimbruderschaft in den 30er Jahren nach dem Vorbild von SA und SS gegründet haben. Die dritte Ebene des Vergleiches sind die Ziele: Weltherrschaft, Sieg über die Ungläubigen, vor allem über die Juden.“
Die faschistoiden Züge seien bereits im Ur-Islam angelegt, so Abdel-Samads zentrale These. Mohamed habe seine politischen Gegner hinrichten, Medina von Juden und Christen säubern lassen – und so die „Saat der Intoleranz in das Herz des Islam“ gepflanzt. „Es waren nicht die Islamisten, die das Dschihad-Prinzip zum ersten Mal erfunden haben, das hat der Prophet eingeführt. Es waren nicht die Islamisten, die die ersten Eroberungskriege des Islam geführt haben, das waren der Prophet und seine Gefährten. Es waren nicht die modernen Islamisten, die die Welt in Gläubige und Ungläubige aufgeteilt haben und zum Mord an Ungläubigen aufgerufen haben, das ist im Urislam verankert. Dieser Machtanspruch, dieses Gefühl der Auserwähltheit, dass die Muslime dem Rest der Welt gegenüber überlegen sind, die Idee des blinden Gehorsams im Islam, das Gottesbild an sich – ein eifersüchtiger Gott, der keine Götter neben sich duldet, der seine Anhänger 24 Stunden am Tag überwacht: Das ist die Uridee des Islam, das ist der politische Gehalt des Islam.“
Wie der Nazismus ist auch der Islam nicht nur rabiat antisemitisch, sondern stützt sich auch auf eine Herrenmenschenideologie – Arier beziehungsweise gläubige Muslime – zur Begründung von Herrschafts- und Expansionsansprüchen gegenüber „Minderwertigen“. Nazis und islamische Extremisten sind mörderisch militant und haben Ausmerzungskonzepte gegenüber Andersdenkenden – gegenüber „Volksfeinden“ beziehungsweise „Ungläubigen“.
Wie der Faschismus stützen sich die Islamisten – sowohl in ihren Herkunftsländern als auch in Europa – als soziale Basis auf kleinbürgerliche und „lumpenproletarisch“-deklassierte Schichten. Sie nutzen diese Basis zur Mobilisierung auf der Straße und bewaffnete Gruppen zur Terrorisierung von politischen Gegnern.
Nazis, Muslimbrüder und Hamas
Die woke, grüne Diversity-Linke diffamiert Migrationskritiker oder sogar Gegner des Corona-Regimes mit abstrusen Behauptungen schnell mal als Nazis. Der tatsächliche Faschismus von totalitären, gewalttätigen und rabiat antisemitischen Muslimen wird von diesen Linken hingegen verschwiegen oder bagatellisiert. In marxistischer Theorietradition werden faschistische Strömungen dann zur akuten Gefahr für die gesamte Gesellschaft, wenn sie von wesentlichen Teilen des Großkapitals unterstützt werden – ist das bei den islamischen Extremisten der Fall?
In gewissem Ausmaß sicherlich. Das türkische und saudische Kapital unterstützt seit langem konservativ-islamische Regierungen in den jeweiligen Ländern. Kapital und Staat von Katar haben enge Verbindungen mit den Muslimbrüdern, die in über 70 Ländern aktiv sind und deren Ableger die Hamas ist. Alle drei unterstützen auch islamische Verbände und die Islamisierung in Europa. Und auch in Ländern wie Pakistan oder Indonesien haben Kapitalisten und Regimes beste Beziehungen mit islamistischen Kräften. Anders als in der Zwischenkriegszeit sind es heute also nicht vorrangig die herrschenden Klassen von imperialistischen Ländern, die direkt faschistische Kräfte unterstützen, aber doch – wie damals – das Kapital von international zu kurz gekommenen Staaten, das nach Expansion strebt und das im aktuellen Fall dazu Demographie, Religion und islamischen Faschismus benutzt.
Und schließlich kooperiert der globalistische Mainstream des EU-Kapitals mit der Türkei, Katar und den Saudis, denn die EU-Konzerne haben massive ökonomische Interessen in diesen Ländern – und Frankreich auch in Nordafrika. Das ist auch den Grund, warum man im aktuellen Gaza-Konflikt laviert und die muslimischen Staaten nicht verärgern will. Mit dieser Kooperation, mit der Förderung muslimischer Massenzuwanderung und mit dem Wohlwollen gegenüber einer zunehmenden Islamisierung Europas unterstützen die Globalisten indirekt ebenfalls den islamischen Faschismus.
Die Zusammenarbeit von Faschismus und Islam ist dabei keineswegs neu. Die Muslimbruderschaft folgt dem Motto „Der Prophet ist unser Anführer, der Koran unsere Verfassung, der Dschihad unser Weg, und das Sterben für Allah ist unser höchstes Ziel“. Gegründet wurde sie 1928 vom Arabischlehrer Hassan Al-Banna, einem Bewunderer von Benito Mussolini und Adolf Hitler. Aufgebaut wurde sie nach dem Vorbild der italienischen Faschisten, kooperiert haben sie auch mit der von Alfred Heß geführten NSDAP-Auslandssektion in Ägypten.
Der Großmufti als Verbündeter der Nazis
Ab den 1930er Jahren verbündeten sich arabische Nationalisten und islamische Kräfte nun mit den Nazis gegen Briten und Juden. Neben machtpolitischen Kalkülen auf beiden Seiten spielten auch ideologische Faktoren eine Rolle. Hitler und Heinrich Himmler waren – wie der Historiker David Motadel in seinem Buch „Für Prophet und Führer. Die Islamische Welt und das Dritte Reich“ ausführt – vom Islam fasziniert und haben wiederholt ihre Sympathie für ihn bekundet.
Wenn Hitler während der Kriegsjahre die katholische Kirche kritisierte, nannte er den Islam als positives Gegenbeispiel. Während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, lobte er den Islam oft als starke, aggressive Kriegerreligion. Obwohl Hitler insgesamt nichts von Religion hielt, hat er immer wieder seine Bewunderung für den Islam betont. In Hitlers Worten: „Der Mohammedanismus könnte mich noch für den Himmel begeistern.“
Schlussendlich kämpfen am Höhepunkt der Rekrutierung etwa 250.000 Muslime, vor allem vom Balkan und aus der Sowjetunion, für die Nazis. Eine herausragende Rolle in der Kooperation spielte aber Mohammed Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem und wichtigster Führer der palästinensischen Araber. Er arbeitete ab 1937 eng mit dem NS-Regime zusammen, das er bereits seit 1933 unterstützt hatte. Von 1941 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lebte er in Deutschland, war mit Adolf Eichmann befreundet und verbreitete die nationalsozialistische Propaganda im arabischen Raum.
Al-Husseini unterstützte den Holocaust und wirkte daran mit, indem er Fluchtwege für Juden aus Osteuropa zu blockieren suchte und so Tausende dem NS-Regime auslieferte. 1943 verhinderte er beispielsweise die von den NS-Behörden bereits genehmigte Ausreise von 5.000 jüdischen Kindern nach Palästina; sie wurden später im Vernichtungslager Auschwitz ermordet. Zudem wurde al-Husseini Mitglied der SS und mobilisierte Muslime auf dem Balkan für die Waffen-SS sowie drei arabische Einheiten für die Nazis. Er verlangte von der deutschen Luftwaffe die Bombardierung Tel Avivs und forderte die Araber Syriens, des Iraks und Palästinas mit Berufung auf den Koran und Mohammed dazu auf, die Juden in Palästina sämtlich zu töten und sprach von der „besten Chance, diese dreckige Rasse loszuwerden“. 1946 konnte al-Husseini unbehelligt von den Siegermächten nach Ägypten ausreisen, wo ihn Hassan al-Banna, der Führer der Muslimbruderschaft, mit einer Lobrede empfing.
Die Hamas ist der palästinensische Ableger der Muslimbruderschaft, die al-Banna weiterhin als großen historischen Führer verehrt. Hitlers „Mein Kampf“ ist in Ägypten, im Gazastreifen und vielen arabischen Ländern ein „Longseller“. Al-Husseini wiederum, der erst 1974 in Beirut starb, war Vorbild und Mentor des PLO-Führers Jassir Arafat. Und selbst der angeblich moderate Mahmud Abbas von der Palästinensischen Autonomiebehörde rühmte al-Husseini in einer Videoansprache zum 48. Jahrestag der Gründung der Fatah als „großen Mann“, der den Palästinensern als Vorbild dienen solle.
Lesen Sie morgen Teil 3.
Teil 1 finden Sie hier.
Mića Stejić, Jahrgang 1973, ist serbischer Herkunft und arbeitet im Gesundheitswesen. Er war jahrzehntelang in marxistischen Zusammenhängen und zuletzt in der Bewegung gegen das Corona-Regime aktiv.
Eric Angerer, Jahrgang 1974, ist Historiker, Sportlehrer und freier Journalist. Sein politisches Engagement bezog sich lange Zeit vor allem auf die Unterstützung der Selbstorganisation von Beschäftigten in Großbetrieben.
Die bosnische SS war eine schneidige multikulti-Nazitruppe! Buntbraunvielfältig! Da sage einer der Führer hätte was gegen Kebap-Fresser! Die buntbraunen Bataillone marschieren wieder! Black Lives Matter, braune Hautfarbe, braune Gesinnung, die neue Antisemitische Internationale!
Machen wir einen seriösen, wissenschaftlichen, tabellarischen Vergleich zwischen den verschiedenen Ideologien: Islam, Faschismus, Nationalsozialismus, Kommunismus. Eigenschaften zum ankreuzen: Führerkult, Totalitarismus, Intoleranz, Anspruch auf Weltherrschaft, Kritikunfähigkeit, Kriegshetze, Antisemitismus, etc. Beispiel: Führerkult: Islam: Ja. Faschismus: Ja. Nationalsozialismus: Ja. Kommunismus: Ja
Unabhängig von Gaza: Wenn es nicht gelingt, die schon in Europa lebenden Muslime vom Islam abzubringen, ist Europa verloren. Wie das geschehen soll, ohne dass Europa zu einem Polizeistaat wird, wird noch nirgends diskutiert. Vielleicht muss Europa auch zum Polizeistaat werden, mit einer alles durchdringenden Islampolizei? Gnade uns der christliche Gott!
Wenn Nationalsozialismus und islamischer Extremismus so viel gemeinsam haben , stimmt also doch die These , daß der Islam zu Deutschland gehört . Endlich KLARheit !
Nun, einen „gemäßigten (sic!) Islam“ gibt es nicht und kann es nicht geben; er entspringt nur den Wunschvorstellungen europäischer bzw. „westlicher“ Muselmanenflüsterer, selbsternannter Islamversteher, ideologiesierter Internationalsozialisten und realitätsblinder Immigrationsbefürworter. – Der Koran ist unmittelbar göttlichen Ursprungs, er ist das „Buch gewordene Wort Gottes“, einem analphabetischen (sic!) Kameltreiber im Qat-Rausch oder in Hungerphantasien „geoffenbart“ in reinem Hocharabisch. Und die Hadithen, Taten und Aussprüche des „Propheten“. sind die bis heute gültige Richtschnur zur Auslegung des Korans. – Eine „Aufklärung“ ist für den Islam weder möglich, noch nötig, weil „Allah“ im Koran und der „Prophet“ in den Hadithen alles hinterlassen haben, was der Muselman braucht und wissen muß, um zum Heil zu gelangen. – Von den Vertretern einer „islamischen Aufklärung“ im Kalifat von Granada des 13. Jhdts., die versuchten, den Koran durch die Brille des Aristoteles zu lesen und mit diesem zu harmonisieren, haben die meisten diesen Versuch nicht überlebt. Die christlichen Theologen, die das selbe zur gleichen Zeit taten, wurden wegweisend für die christliche Theologie, die europäische Philosophie und die Entwicklung einer freien Gesellschaft auf der Grundlage des Begriffs vom Menschen als Person, unverfügbar für jeden anderen. – Auf dieser Grundlage formulierte Ernst-Wolfgang Böckenförde, daß die freiheitliche Demokratie von Grundlagen lebt, die sie selbst nicht legen könne; und das BVerfG stellte fest, daß der Mensch stets Selbstzweck sei und nie Mittel zum Zweck. – Ganz Europa hat dies seit den 8. Jhdt. erkannt und sich über tausend Jahre gegen muselmanische Invasionsversuche (erfolgreich) zur Wehr gesetzt. – Jetzt aber sind die Muselmanen da, et nos habemus endiviam (und wir haben den Salat).