Manfred Haferburg / 16.11.2019 / 14:00 / Foto: Pixabay / 22 / Seite ausdrucken

Gau im Illusionsreaktor (5) – Schlechter als Uruguay

Deutschland feiert sich gerne als Musterschüler im Klimaschutz und als ökologischer Vorreiter. Das stimmt nicht. Eher trifft Klimaschutz-Sitzenbleiber und ökologischer Geisterreiter zu. Im globalen Energiewende-Ranking kommt die Bundesrepublik noch nicht einmal unter die Top Ten in Europa. 

Von der Ökostrom-Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz über den Atomausstieg bis hin zu den Kohle-Ausstiegsplänen hat Deutschland seine Energiewende bislang stets im Alleingang, ohne vorherige Konsultationen der europäischen Nachbarn, betrieben. Die bauen inzwischen teure Phasenschieber an die Netzknoten ihrer Grenzen zu Deutschland, um sich vor dem Flatterstrom zu schützen, der aus Deutschland bei Sonne und Wind in ihre Netze überläuft und deren Stabilität gefährdet.

Was haben die teuren Jahre der Energiewende für das Weltklima gebracht? Zielerreichung unrealistisch. Ein Energiewende-Index betrachtet seit 2012 alle sechs Monate den Status der Energiewende in Deutschland im Hinblick auf die Dimensionen des energiewirtschaftlichen Dreiecks: Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. 

Vor dem Zieljahr 2020 legte kürzlich das Beratungshaus McKinsey seinen Bericht zur Energiewende vor. Der Bericht zieht eine ernüchternde Bilanz: die meisten Ziele krachend verfehlt und potenzielle Risiken in allen drei Dimensionen der Energiewirtschaft. Und niemand kommt auf die naheliegende Idee, dass die viel höher gesteckten Ziele der folgenden Jahre noch viel schwieriger und teurer zu erreichen sind, wenn schon die Erreichung der Ziele für 2020 unrealistisch Ist. 

McKinsey: Der Energiewende-Index mit seinen 14 Indikatoren hat sich seit der vorigen Erhebung im Herbst 2018 nicht verbessert: Weiterhin sind nur sechs Indikatoren in ihrer Zielerreichung als realistisch eingestuft: die Zahl der Arbeitsplätze sowohl in erneuerbaren Energien als auch in stromintensiven Industrien, der Anteil an Stromerzeugung aus den Erneuerbaren insgesamt sowie trotz zuletzt eines leichten Anstiegs der Stromausfälle der Indikator „Ausfall Stromversorgung“ und „Gesicherte Reservemarge“. 

Kritische Situationen im deutschen Stromnetz

Eigentlich könnte es eine gute Nachricht für die Energiewende sein: Vergangenes Jahr ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung nach ersten Schätzungen des Think Tanks Agora Energiewende um weitere zwei Prozentpunkte gestiegen und erreicht mit 38,2 Prozent ein neues Rekordhoch. Damit eilt Deutschland den politisch gesetzten Stromausbeute-Zielen der Energiewende weiter voraus. Klingt gut, zeigt aber auch, dass nicht die Installation neuer Solarpaneele und Windräder das Problem der Energiewende ist – es wird ja weit mehr als geplant Sonnen- und Windstrom produziert – sondern die Unzuverlässigkeit dieser Stromerzeugung. Und die ändert sich auch nicht, wenn man noch viel mehr Windräder installiert – wenn kein Wind ist, gehen sie alle nicht. Also muss nach wie vor bei Flaute und Dunkelheit auf Kohlestrom zurückgegriffen werden. 

Damit wird das Ziel der Bundesregierung, die CO2-Emissionen bis 2020 auf 750 Millionen Tonnen zu verringern, deutlich verfehlt. Im vergangenen Jahr wurden 866 Millionen Tonnen ausgestoßen. Nur gut 60 Prozent des Einsparziels wurden erreicht. Im Energiewende-Index erreichte das Kriterium „CO2-Ausstoß“ seit Beginn der Erhebung kein einziges Mal die „100 Prozent Zielerreichung“. 

Auch die Indikatoren zum Primärenergie-Verbrauch – lediglich 59 Prozent und der Stromverbrauchseinsparung mit 31 Prozent rauschen bei der Zielerreichung weit an den politisch gesetzten 2020er-Zielen vorbei. Auch bei den Haushaltstrompreisen mit 38 Prozent, bei der EEG-Umlage, beim Ausbau der Transportnetze mit 35 Prozent verfehlt die Bundesregierung ihre selbstgesteckten Ziele um Größenordnungen

Inzwischen zweifeln die Berater sogar an der Zuverlässigkeit der Stromversorgung: „Selbst bei der Versorgungssicherheit – in Deutschland über Jahrzehnte auf sehr hohem Niveau – beginnt sich das Blatt zu wenden“, warnt McKinsey: „Im Juni dieses Jahres kam es wiederholt zu kritischen Situationen im deutschen Stromnetz: An drei Tagen wurden starke Unterspeisungen festgestellt.“ 

So hätten in der Spitze sechs Gigawatt Kraftwerksleistung gefehlt – also ungefähr sechs Großkraftwerke, bilanzieren die Gutachter. „Nur kurzfristige Importe aus den Nachbarländern konnten das Netz stabilisieren.“ Und dabei will die Politik bis 2022 weitere sechs große Kernkraftwerke und zusätzlich weitere Kohleblöcke stilllegen. Insgesamt sollen 17,7 Gigawatt gesicherte Leistung stillgelegt werden. 

Es grenzt schon an Satire

Wie soll das funktionieren, wenn schon heute zeitweise sechs Gigawatt fehlen? Wenn nicht 17 neue Gaskraftwerke bis 2022 gebaut werden, dann fehlen im Netz 16,6 Gigawatt. Und ganz nebenbei fordert die Politik die Deutschen Nachbarn auf, ihre grenznahen Kernkraftwerke stillzulegen – genau die, von denen Deutschland im Ernstfall abhängig ist. Es grenzt schon an Satire, dass Armin Laschet den Belgiern als Ersatz dafür deutschen Strom liefern und eine extra Stromleitung nach Belgien bauen will.

Der Wirtschaftsredakteur der Welt Daniel Wetzel schreibt: Dass die Sicherheit der Stromversorgung inzwischen wackelig geworden ist, legt auch die Preisentwicklung für Regelenergie nahe. Dieser Ausgleichsstrom wird von den Netzbetreibern über eine separate Handelsplattform gekauft, um gefährlichen Frequenzschwankungen im Netz kurzfristig begegnen zu können. Während der durchschnittliche Preis für eine Megawattstunde Regelenergie 2017 noch bei 64 Euro lag, katapultierten sich die Kosten dafür in diesem Jahr auf Spitzenwerte von bis zu 37.856 Euro pro Megawattstunde. 

Womöglich könnte Deutschland dann irgendwann seinen Strombedarf noch nicht einmal mehr durch Importe decken, warnt McKinsey: „Mittelfristig besteht das Risiko, dass im gesamten europäischen Verbund nicht mehr ausreichend Versorgungskapazität vorhanden sein wird.“ (Der hervorragende Artikel ist leider hinter der Bezahlschranke versteckt, steht aber anderweitig im Netz)

In diesem Fall müssten große Industriebetriebe oder sogar ganze Siedlungsbereiche vorsorglich vom Netz genommen werden, um einen Blackout zu verhindern. McKinsey diskutiert verschwurbelt eine Lösung, die den Verbrauchern nicht schmecken wird.

Um den Ausbau der erneuerbaren Energien und die weitere Elektrifizierung voranzutreiben, ist es erforderlich, dass ausreichend flexible Erzeugung vorgehalten wird. Länder wie Schweden oder Norwegen können dabei traditionell auf die flexible und CO2-arme Erzeugung aus Pumpspeicherkraftwerken zurückgreifen. Regionen mit eingeschränktem Zugang zur Wasserkraft hingegen – wie Deutschland oder das Vereinigte Königreich – müssen ihre Energieerzeugung über flexible konventionelle Kraftwerke, Speicherlösungen oder eine Flexibilisierung der Nachfrage sicherstellen. Die Bereitstellung von Flexibilität auf der Erzeugungs- wie auf der Verbrauchsseite steht somit besonders im Fokus“. 

Was sind denn in der Energiewende „flexible konventionelle Kraftwerke“? Gemeint sind Gaskraftwerke, die schon heute im Subventionsgestrüpp nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können und daher von den Betreibern bei der Netzagentur zur Stilllegung angemeldet werden. Kein Investor, der bei Trost ist, wird ein solches Kraftwerk neu bauen – es sei denn, auf Kosten der Steuerzahler. „Speicherlösungen“ gibt es nicht, jedenfalls keine bezahlbaren großtechnisch Nutzbaren. Was bleibt, ist die „Flexibilisierung der Nachfrage“. Das ist ein neuer Euphemismus, der nichts anderes heißt als: Strom gibt’s bei Sonnenschein und Wind, ansonsten regiert sozialistische Strommangelwirtschaft und Strom auf Marken.

Schlechter als Uruguay und Malaysia

Doch der Energiewende-GAU kommt noch dicker: International schneidet der selbsternannte Vorreiter Deutschland beim Thema Energiewende schlechter ab als beispielsweise Uruguay und Malaysia. Das zeigt der neue globale Energiewende-Index (Energy Transition Index, ETI). McKinsey hat dafür in Zusammenarbeit mit dem WEF den Status der Energiewende in 114 Ländern anhand von 40 Indikatoren ermittelt. 

Im ETI-Gesamtranking belegt die Bundesrepublik Platz 16. Im europäischen Vergleich schneiden gleich elf Länder besser ab als Deutschland, darunter der weltweite Spitzenreiter Schweden, Norwegen, die Schweiz, Finnland, Dänemark, Österreich sowie Großbritannien und Frankreich.

Die Ergebnisse sind eine Blamage für die Politiker, die den Energiewende-Mund zu voll genommen haben, eine schallende Ohrfeige für alle selbsternannten Vorreiter und eine Enttäuschung für die Energiewende-Gläubigen. Deshalb haben Sie, liebe Leser, auch kaum etwas von den massiven Zielverfehlungen der Energiewende gehört. Die Jubelpresse hüllt sich in vornehmes Schweigen.

Liest man hingegen den Zielerreichungsbericht der Bundesregierung, müsste man meinen, mit der Energiewende ist alles in bester Ordnung. Besonders gefällt mir der Satz: „Die Energiewende ist kein deutscher Alleingang, sie ist eingebettet in die europäische Energiepolitik und findet inzwischen weltweit statt“. Um so etwas in den öffentlichen zugänglichen Bericht eines Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zu schreiben, muss man sich schon permanent im Berliner Regierungsviertel aufhalten oder permanent ein paar Flaschen Zielerreichungswasser intus haben.

Warum eigentlich muss die Regierung zur Klärung dieser Fragen McKinsey anheuern? Wozu beschäftigen die Ministerien mehr als 20.000 Mitarbeiter? Wozu gibt eine Regierung zur Bewältigung anstehender Aufgaben 800 Millionen Euro für Externe aus, um deren Ratschläge nachher in den Wind zu schlagen? 

Kaum Einfluss auf den weltweiten Spurengas-Ausstoß

Obwohl Deutschland nur mit weniger als drei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß beiträgt, hält die Regierung den deutschen Beitrag zur Weltrettung für essenziell: „Die hoch entwickelten Industrienationen haben eine Verantwortung, Lösungen zu entwickeln“. Meine Frage ist: Warum entwickelt dann Deutschland nicht endlich wenigstens eine einzige „Lösung“, welche die Energiewende voranbringt? 

Wenn Deutschland es mit Hilfe der Energiewende schaffen würde, seinen CO2 Ausstoß planmäßig bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu senken – was mit heutiger Speichertechnologie unmöglich ist – dann würde der weltweite Klimakollaps erst zwei Tage später eintreten – für den Preis von mehreren Billionen Euro deutscher Steuermittel? Zum Preis der De-Industrialisierung Deutschlands auf das Niveau der Entwicklungsländer?

Außerdem: China und Indien haben derartige Steigerungsraten beim CO2-Ausstoß, dass die gesamte deutsche Einsparung bis 2050 binnen eines Jahres kompensiert wird. Sprich – Deutschland hat auf Grund seiner Kleinheit kaum Einfluss auf den weltweiten Spurengas-Ausstoß.

Ich wage mal eine Prognose. Wenn wir nicht vorher einen katastrophalen Blackout hinlegen, dann landen wir in 10 Jahren bei einem Strompreis von 35 Cents pro Kilowattstunde – auch für die vielen Arbeitslosen, die es dann geben wird. Doch dann sind wir nicht nur Europameister, dann sind wir endlich Weltmeister. Zwar nicht im Fußball, aber wenigstens im Strompreis. 

Die gute Nachricht zum Schluss: Wenn die Energiewende schon dem Klima nichts nützt, dann wenigstens den Eisdielen. Das für die Energiewende gebrachte Opfer wäre dann für eine deutsche Durchschnittsfamilie so um 4.000 Euro pro Jahr. Das entspricht etwa 1.300 Kugeln bestes Schokoeis von Berthillion in Paris, also mehr als 100 Kugeln im Monat. Nicht zu sprechen von den 3.500 Kugeln Trittineis pro Jahr, weil ja Berthillion bekanntlich überteuert ist. Das wären dann so um 10 Kugeln pro Tag – Bon Appetit. 

Im nächsten und letzten Artikel der Serie fasse ich die Ergebnisse der vorherigen Artikel zur Energiewende mit Paukenschlag und Tusch zusammen.

 

Weihnachtszeit – Lese- und Geschenkezeit: Manfred Haferburg ist der Autor des autobiografischen Romans „Wohn-Haft“. Als Schichtleiter im Kernkraftwerk kämpft er um Sicherheit gegen die Macht der Bonzen. Es macht ihn verdächtig, weil er sich der Einheitspartei verweigert. Die Hexenprobe der Stasi ist die erfolglose Anwerbung als Spitzel. Bald steht er auf allen schwarzen Listen seines Heimatlandes. Eine Flucht misslingt und eine Odyssee durch die Gefängnisse des „sozialistischen Lagers“ beginnt. Der Mauerfall rettet ihm das Leben. Ein Buch, dass den Leser atemlos umblättern lässt. (52 Amazon-Kundenbewertungen: 4,7 von 5 Sternen)

Foto: Pixabay

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R. Lichti / 16.11.2019

Da man in Deutschland immer vom Ende her denkt wird gerne übersehen, dass wir bei der Energiewende doch einen Spitzenplatz inne haben: Das dafür ausgegebene Geld sprengt jedes Vorstellungsvermögen!  ///  Weiter gibt es noch eine Kennzahl, bei der wir eine betragsmäßige Spitzenpositin innehaben: Der Aufwand bezogen auf den Grad der Zielerreichung. Da der Grad der Zielerreichung aber nur mariginal von null verschieden ist, ist der sich ergebende Quotient ein Wert, bei der alleine schon die Anzahl der Nullen beindruckend ist!  /// Wenn schon so viele Nullen mit vereinten Kräften am Werk sind .......

Marcel Heimann / 16.11.2019

Und dazu kommt noch die staatlich verordnete Elektromobilität. Wenn trotz Preisanreizen und flexibilisierter Ladezeiten nur 5% der zur Zeit in Deutschland ca. 46 Mio zugelassenen PKW mit 11 KW (normale Drehstromsteckdose) ihre Batterien gleichzeitig laden, bräuchte man ca. 25 GW an zusätzlicher Leistung (das sind 25 große Kraftwerksblöcke). Das allermeiste wird davon aus dem Stromnetz kommen müssen, da nur die wenigsten die Möglichkeit haben einen Lithiumspeicher für den Solarstrom vom Dach in die Garage zu stellen.

Volker Voegele / 16.11.2019

Zum Artikel passt – „wie die Faust auf das Auge“ - das heute im Deutschlandfunk ausgestrahlte Interview mit Claudia Kemfert vom ‘Narrenschiff Deutschland’ , alias Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, unter dem Titel „Erneuerbare Energien wirken an der Strombörse preissenkend“. Die Kernaussage der famosen Wirtschaftswissenschaftlerin sei kurz zusammengefasst: „Die Erneuerbaren wirken preissenkend – Verbraucher sollten sich deshalb nach alternativen Anbietern umsehen“. Nachzulesen ist dieser Schmonz, der in der Technik und Physik irrlichternden Person, auf der Internet-Seite des Deutschlandfunks.

Karsten Dörre / 16.11.2019

Keine guten Nachrichten. Das wird die Michels bei den nächsten Wahlen dazu verleiten, diejenigen zu wählen, die nun wirklich, aber wirklich und hoch und heilig versprochen die Energiewende herbeiführen wollen. Und ich bin kein Prophet: sie werden scheitern. Die Baerbock-Rede beim derzeitigen Bundesparteitag der Grünen lässt ahnen, dass den Grünen ihr Gewäsch von gestern und heute bei einer Bundeskanzlerwahl egal sein wird. Um es mit Kretschmann (Grüne) zu formulieren “Jetzt wählen uns eben nicht mehr nur eingefleischte Ökos, sondern ganz viele Menschen suchen Orientierung bei uns und erwarten von uns realistische Antworten.” Realistische Antworten werden im Bund fehlen, wie es bereits seit Jahren im grünregierten Baden-Württemberg der Fall ist.

Gabriele H. Schulze / 16.11.2019

Ist das gruselig. Avanti, dilettanti! Wäre diese Regierung ein Individuum, könnte man ihm eine ausgeprägte narzisstische Persönlichkeitsstörung attestieren.

Rudhart M. H. / 16.11.2019

Gerade hat die Ober-Naive einen fulminanten Wahlerfolg bei ihren eigenen Leuten hingelegt. Da haben die Kobolde aber gewirbelt ! Dieses naive Kind schämt sich nicht , immer wieder und immer zu ,absolute Dummheiten in die Gegend zu plärren, obwohl das nicht einmalig ist und wieder und wieder auffällt, es ist aber auch niemand da , der ihr sagt, laß ’ gut sein, Kleine, es reicht ! Du verprellst uns noch Wähler, die ein richtiges Abitur haben. Nein, Sie selbst merkt es nicht, in den Führungsetage ihrer Partei stört sich auch keiner an der bodenlosen Dummheit, die nur von ihrer eigen Arroganz und Überheblichkeit noch übertroffen wird -  und dann kann es passieren, daß so ein Intelligenzbolzen auch noch Kanzlerkandidat wird ! Ich fasse es nicht ! Aber auch der gemeine Wähler stört sich bis dato am Netzspeicher einer Annalena nicht im geringsten. Leute ! So etwas kann in Regierungskreise vordringen ! Märchenerzähler vom Schlage des Eiskugel-Mannes hatten wir ja schon auf Ministerposten. Was hier betrieben wird ist Wirtschaftssabotage ! Wo bleiben hier eigentlich Ermittlungen der Staatsanwaltschaften von Amts wegen ? Oder ist in Berlin und dem Potsdamer Umland schon das Trinkwasser so vergiftet ?Kann denn nicht irgend Jemand mal auf den Tisch hauen und dem Kind den Schnuller wiedergeben , damit es endlich still ist. Schon das naive Kindsgesicht mit dem immerwährenden komischen Lächeln macht mich wahnsinnig.Es erinnert mich so an das Kaefer-Lächeln bei der versuchten Schlichtung in Stuttgart. Warum hört keiner auf Techniker und Ingenieur , die mit der Sache wirklich zu tun haben ? Warum werden immer irgendwelche Wissenschaftler , die von der Praxis Null , aber absolut Null, Ahnung haben ohne Namen hervorgezaubert? Warum gibt es keinen Journalisten mehr, der hier wirklich mal Tacheles redet und investigativ recherchiert ? es muß am Wasser liegen , obwohl das ZDF doch aus Köln sendet und die Tagesschau aus Hamburg. Ich weiß es nicht ...

Harry Boh / 16.11.2019

Vielen Dank , Herr Haferburg für Ihre Ausführungen. Die Folgen dieses kollektiven Wahnsinns werden SO eintrefen,daran besteht kein Zweifel. Es erfaßt mich mit unbändigem Zorn , zu sehen wie der Riesentanker Deutschland auf die Klippe zusteuert , ohne Hoffnung auf Einsicht , obwohl die Mehrheit bei genauer Beobachtung der bekifften Brückencrew in den Arm fallen könnte.Wer im Land bleibt , wird der Katastrophe nicht entgehen und nicht nur finanziell dafür bluten. Es erinnert mich an den Filn ” Das Schlangenei ”  von Ingmar Bergmann : Man kann die Gefahr schon sehr gut sehen, alle sind aber beruhigt weil die Schlangen gut erkennbar aber noch nicht geschlüpft sind. Selbst wenn man schon privat Vorsorge trift ( gem. Merkblatt BBK) nimmt man Schaden ,abgesehen davon , das man ganz schnell als Prepper und amit NAZI verunglimpft wird. Ob die Verantwortlichen jemals politisch und persönlich belangt werden ? So billig wie die SED und Stasi Schergen dürfen die nicht davon kommen.

Karla Kuhn / 16.11.2019

Steffen Huebner, das ist so pervers aber ich habe den gleichen Gedankengang,  allerdings nicht nur beim Strom. Obwohl ich zu denen gehören werde, die sehr darunter leiden werden aber damit das ELEND ein Ende hat ist mir das sogar egal !  Jetzt lese ich gerade, “Innenministerium: MIETENDECKEL WOHL VERFASSUNGSWIDRIG”  Heute zeitonline, 16:55 Uhr. Seit Monaten geht das Gezerre um den Mietendeckel, WARUM hat das Innenministerium nicht schon damals gesagt,  BASTA MIT DEM SCHWACHSINN ?? Sind die zu feige, den GRÜNROTEN mal zu zeigen WO der Hammer hängt ?? Innenminister ist doch Seehofer ?? Na ja, da wundert mich nichts mehr! Und die “Alternativlose” muß die Welt retten und denkt vielleicht, nach mir die Sintflut. LEIDER muß ich als NICHTWÄHLER dieser Altparteien das ganze auch mit ausbaden.

H.Störk / 16.11.2019

>> “Schweden, Norwegen, die Schweiz, Finnland, Dänemark, Österreich sowie Großbritannien und Frankreich.” << - Dänemark kompensiert den windbedingten Flatterstrom mit Importen aus Norwegen und Schweden - Dänemark ist dafür klein genug. Norwegen und Österreich setzen massiv auf Wasserkraft, Schweden und die Schweiz nutzen einen Mix aus Wasserkraft und Kernenergie. Frankreich und Großbritannien haben im Verhältnis eher wenig Wasserkraft zur Verfügung und setzen daher verstärkt auf Kernenergie. Wie man es dreht und “wendet”: an Wasserkraft und Kernenergie führt bei der abgasfreien Stromversorgung kein Weg vorbei. Da die Merkelregierung so strunzdumm ist, funktionierende Kernkraftwerke abschalten zu lassen, und mir kein Plan bekannt ist, an den deutschen Flüssen neue Talsperren zu errichten (an der Wupper wäre noch Platz zwischen der Müngstener Brücke und dem Sonnborner Kreuz - man müßte nur die Bewohner von Wuppertal-Kohlfurt und Solingen-Kohlfurt auf die Höhen von Wuppertal-Cronenberg und Solingen-Mitte umsiedeln und die L74 weiter oben am Berg neu durch den Wald bauen…) da also solche massiven Eingriffe sowohl in die Natur als auch in das Eigentum der Anwohner bisher nirgends laut angedacht sind, wird der Strom zumindest in den dicht besiedelten, und stark industrialisierten Siedlungsgebieten an Rhein, Ruhr und Wupper wohl noch eine ganze Weile aus Braunkohle erzeugt werden. Zumindest, bis die Hochleistungsleitung nach Belgien fertig ist. Da fließt der Strom dann bei Starkwind in die eine Richtung und beleuchtet gegen Entsorgungsgebühr die belgischen Autobahnen auch tagsüber, und bei Flaute dürfen die deutschen Stromkunden für Atomstrom aus Tihange blechen. (Aber sicher kann man einen Druckwasserreaktor nach Bedarf hoch- und runterfahren. Wenn die Deutschen dafür bezahlen, machen die Belgier das auch.)

Jochen Becker / 16.11.2019

Inzwischen ist es also klar, dass die Wirklichkeit auf beiden Seiten des Klimawandels nicht mitspielt, weder auf der Seite des Temperaturanstiegs, des steigenden Meeresspiegels, des Abschmelzens der Gletscher, noch auf der Seite der Nachhaltigkeit, der CO2 Vermeidung und der Energiewende. Das läuft unweigerlich auf den Kollaps des Klimaschwindels hinaus. Weil sich diese Katastrophe abzeichnet, werden die Hysteriker immer hysterischer. Der einfachste und eleganteste Weg das Kartenhaus einstürzen zu lassen, wäre zuzugeben, dass das CO2 ziemlich irrelevant für das Klima ist, sowie der Mensch für das Universum.

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