Von Markus Vahlefeld. Deutschland 2017. Eine 82jährige Holocaust-Überlebende und eine israelische Knesset-Abgeordnete werden in der Berliner Humboldt-Universität unflätig beleidigt und niedergebrüllt. An einem Ort des Geistes werden wieder Juden niedergebrüllt, aber der WDR muss in einem sogenannten "Faktencheck" klarstellen, dass Antisemitismus unter Linken historisch verkürzt dargestellt werde. Was ist an den Vorgängen in der Humboldt-Universität weniger skandalös als einen Bus mit Flüchtlingen in Heidenau niederzubrüllen? Das eine ist ein bundesweit durch alle Presseorgane getriebener Skandal, während ein Vorfall wie an der Humboldt-Uni vom WDR sicher "differenzierter" beurteilt würde.
Und so stellt das Berliner Inforadio den "Zwischenfall" dar:
Israel-Gegner stören Veranstaltung an der Humboldt-Uni
Heftige Wortgefechte und laute Zwischenrufe - damit wurden die israelische Politikerin Aliza Lavie und die Holcaust-Überlebende Deborah Weinstein konfrontiert, als sie einen Vortrag an der Humboldt-Uni hielten. Pro-palästinensische Aktivisten sollen für die Aktion verantwortlich sein.

Dann schauen wir doch jetzt alle einmal sehr gespannt, ob es da gegen die linke Szene auch zu GSG9-Einsätzen kommt?
Das "Schlangenei" *, inzwischen Camouflage-Rot, wird schon lange bebrütet, und ist kurz vor dem Schlüpfen. Die Geschichte, und sie wiederholt sich doch! * Ingmar Bergman, 1977