Henryk M. Broder / 09.06.2016 / 10:42 / 7 / Seite ausdrucken

Hamed und Henryk wollen Bundespräsident werden

Was uns für das Amt des Bundespräsidenten am meisten qualifiziert, ist unser jeweiliger Migrationshintergrund. Einer von uns wurde in Ägypten, der andere in Polen geboren. Wir sind Musterbeispiele für gelungene Integration und für ein multikulturelles Leben, zusammen sprechen wir sieben Sprachen: Arabisch, Polnisch, Englisch, Französisch, Japanisch, Hebräisch – und natürlich Deutsch... Uns in das Präsidialamt zu wählen, wäre ein Signal, das die Welt aufhorchen ließe. Noch nie sind ein Moslem und ein Jude zusammen Präsident eines Landes geworden. Es wäre auch keine finanzielle Mehrbelastung für die Bundesrepublik, da wir uns ein Einkommen teilen würden. Allerdings müsste die Küche im Schloss Bellevue so eingerichtet werden, dass man dort Speisen zubereiten kann, die entweder halal oder koscher sind oder am besten beides.



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Karla Luhn / 11.06.2016

Herr Broder, Ihre Idee ist herrlich. Endlich hätte Deutschland mit Ihnen und Herrn Abdel Samad zwei wirklich hervorragende Präsidenten, die Deutschland mit viel Humor, Witz und Klugheit vertreten würden.

Gabriel Berger / 10.06.2016

Sehr geehrter Herr Broder, meine Stimme wäre Ihnen und Samad schon sicher.  Ihre Fangemeinde ist groß genug. Doch leider wird in Deutschland der Präsident nicht direkt gewählt.

Maria Salzwedel / 09.06.2016

Sehr geehrter Herr Broder, Eine großartige Idee! Dann könnten wir sicher sein, daß die Bundespräsidenten für “alle” da wären und “Klartext” sprechen würden! Die Flüchtlingskrise ließe sich ohne Rechtsextremismus- und Fremdenfeindlichkeitsvorwürfe vernünftig regeln, die in Deutschland so gern ausgeklammerten Themen und Probleme würden von unseren Migrationspräsidenten tabufrei und normal angesprochen und angestoßen werden.  Es gelingt ihnen sicher, die Regierung und die Opposition zu überzeugen und die Politik zum Guten zu wenden! Meine Stimme hätten Sie sofort! Mit vielen Grüßen, Maria Salzwedel

Uta Heymann / 09.06.2016

Von mir aus gerne. Zieht mit euren Frauen ins Schloss Bellevue ein. Unter einer Bedingung: Keine Privilegien für die Zeit nach dem Amt. Die gehörten sowieso schon längst auf den Prüfstand. Macht was aus dem Amt. Setzt euch für Frieden und direkte Demokratie ein. Unterschreibt nicht alles, was euch vorgelegt wird. Nebenbei gesagt, Hamed erscheint mir sowieso friedensnobelpreiswürdig.

Thomas Bonin / 09.06.2016

Dazu zweierlei, liebe Anwärter: Erstens. Der Vorschlag ist ohnehin überfällig, spätestens seit der (medienwirksam inszenierten und staatlich durchorganisierten) Abwicklung des C. Wulff. Demgegenüber würde ein (unabhängiger plus geistig intakter) Personalberater Ihre bis dato erbrachten Lebens- und Arbeitsleistungen mit dem Prädikat “zur vollsten Zufriedenheit” goutieren. Einziges Manko könnte darin bestehen, dass beide Neu-Kandidaten voll umfänglich männlich sind, was allerdings - dank medizinischer Fortschritte - notfalls korrigierbar wäre. Prima wäre es, wenn vom sodann zustehenden üppigen Taschengeld ein regelmäßiger Obo­lus für den weiteren Ausbau der “Achse” abgezwackt würde (so viel Spaß muss sein!). Also: wo soll ich unterschreiben? Zweitens. Alternativ böte sich freilich ebenso an, das merkwürdige Amt des Bundespräsidenten “alternativlos” abzuschaffen, zumal derartige Amtsträger vom Statut her zwar viel zu sagen, aber nichts zu melden haben. Vorschlag zur Güte: diesen Punkt exakt nach 2 Amtsperioden des Duos “Hamed & Henryk” auf die Tagesordnung setzen, OK?

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