Henryk M. Broder / 29.07.2021 / 15:00 / 0 / Seite ausdrucken

Endlich einmal eine gute Nachricht

Deutlich weniger jüdische Friedhöfe geschändet. Im Pandemiejahr 2020 boomte der Extremismus, doch es gibt einen Lichtblick. Die Zahl der politisch motivierten Schändungen jüdischer Friedhof sank nach Informationen des Tagesspiegels deutlich. Die Polizei stellte insgesamt 20 Straftaten fest, im Jahr 2019 waren es 34. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf schriftliche Fragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) hervor. Einen Grund für den enormen Rückgang nennt das Ministerium nicht.

Was kann nur der Grund für diese positive Entwicklung gewesen sein? Die Maskenpflicht? So ein Selfie neben einem umgeworfenen Grabstein mit einer Maske im Gesicht macht keinen Spaß. Es ist auch nicht einfach, beim Gräberschänden den Abstand einzuhalten. Oder hat es etwas mit dem segensreichen Wirken der inzwischen über 20 Antisemitismusbeauftragten im Bund, in den Ländern und Gemeinden zu tun, einschließlich des Berliner Bezirks Lichtenrade? Wir wissen es nicht, aber wenn es in diesem Tempo weitergeht, werden jüdische Friedhöfe bald die Orte sein, auf denen Juden keine Gefahr droht.

 



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