Gunter Weißgerber / 13.02.2017 / 16:09 / 3 / Seite ausdrucken

Dresden und die Opferzahlen

Goebbels und Konsorten übertrieben die Opferzahlen maßlos. Es ging um das Vertuschen des astronomischen Mordens in deutscher Verantwortung und um die Erzeugung von Haß für den Endsieg. Die Kommunisten brauchten die übertriebenen Goebbels-Zahlen für ihren antifaschistischen Kampf gegen den Anglo-Amerikanismus der revanchistischen Bundesrepublik. Dresden wurde furchtbar zerstört. Auch die 25 Tausend Todesopfer waren 25 Tausend Tote zu viel in diesem Krieg, der von Deutschland als Vernichtungskrieg geführt wurde. Doch hängt alles mit allem zusammen. Ohne die Wahlen der frühen 30er Jahre, ohne den Hitler-Stalin-Pakt, ohne die NS-Diktatur in Deutschland:

- kein Zweiter Weltkrieg,
- keine millionenfache Vernichtung von Juden und vielen anderen Menschen anderen Glaubens und anderer Überzeugungen,
- keine Dresdner Kriegsopfer,
- keine deutsche Niederlage,
- keine deutsche Teilung,
- kein Verlust des alten Ostdeutschlands,
- keine zweite Diktatur im früheren Mitteldeutschland,
- keine Kosten der deutschen Einheit von 1990 als Folgekosten der NS-Diktatur!

Nach 1990 sah ich erstmals Filme über die Zerstörung Kölns und anderer westdeutscher Städte. Von Köln beispielsweise blieb viel weniger übrig als von Dresden. Es gab auch mehr Tote. Das ändert am Leid und Elend in Dresden nichts. Wissen sollte man es trotzdem.



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Peter Guennel / 13.02.2017

Ihre obenstehende Chronologie ist folgerichtig. Das ändert aber nichts an der Tatsache das man es ein Kriegsverbrechen nennen kann, wenn man Sprengbomben auf eine zivile Wohnbebauung wirft, dadurch die Zivilisten in die Keller zwingt, dann den selben Sektor mit Brandbomben belegt, um einen Feuersturm zu entfachen, der ebenjene in den Kellern erstickt und kocht und die Flüchtenden verbrennt und wenn man dann das ganze in den angrenzenden Sektoren der Stadt das gleiche zu einem Zeitpunkt wiederholt, zu dem aller Wahrscheinlichkeit nach die Geflüchteten diesen erreicht haben. Das britische Bombercommand hat sich im Laufe des Krieges moralisch auf die Ebene der Nazis begeben. Ohne Not.

Heinz Bannasch / 13.02.2017

Wissen Sie welche Stadt den höchsten prozentualen Anteil an Kriegstoten hatte ? Pforzheim mit 18.000 Toten bei nur ca. 50.000 Einwohnern

Karla Kuhn / 13.02.2017

Wenn, wenn, wenn, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre….. Dresden ist nun mal ein Sonderfall, weil es ein geplanter unsäglicher Angriff war. Alleine die Tiefflieger waren schon ein Verbrechen. In den Elbauen haben sich Tausende Vertriebene niedergelassen und dann die Phosphorbomben, die ja immer bestritten werden.  Meine gesamte Familie (Tanten, Onkels, Neffen, Nichten, Cousins und Cousinen, da kommen gut Hundert zusammen, ich war noch nicht geboren ) waren Zeuge dieses Angriffs und haben nur überlebt, weil sie nicht direkt im Zentrum wohnten.  Jetzt dieses fürchterliche Geschehen nach 72 Jahren kleinzureden, finde ich schäbig.

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