Von Gunter Weißgerber. Gleb Pawlowski galt einst als eine der grauen Eminenzen des Kreml und ist mit seiner früheren Nähe zur Macht eine gewichtige Stimme für die russische Medienlandschaft. Gerade bietet er in einem Interview einen interessanten anderen Blickwinkel auf die Lage in Russland und der Welt: „Putin war gut, solange das liberale Establishment den Mainstream in der Welt bildete. Wenn Trump zum Mainstream wird, dann ist Putin überflüssig. Es ist ja schön und gut, ein krasser Macher zu sein, wenn rundum nur Warmduscher zu finden sind. Aber was soll man tun, wenn auch alle anderen Machos sind – und du nicht mehr alle mit deinem Geld beeindrucken kannst. Das ist wie mit unserer Ukraine-Politik, wo nur raffgierige Gruppen geblieben sind, die alle dringend Geld haben wollen. Bezeichnend ist auch der Präsident der Philippinen, der sich mit Liebesgestöhn an uns schmiegt, wo doch klar ist, dass er einfach nur Kredite braucht“....Hier weiter lesen.

"Aber was soll man tun, wenn auch alle anderen Machos sind ...." Wer sollen außer Trump und Orban denn noch Machos sein ? Also in der deutschen Politik findet sich-für mich- keiner. Und eines ist sicher, Putin behält seinen Status, er ist sehr beliebt bei der russischen Bevölkerung, genau wie Orban bei der ungarischen.