„Auf den Spuren der Reichsbank”

Um 600 Milliarden auf insgesamt 1,350 Billionen Euro hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) bekanntlich das Anleihenkaufprogramm PEPP ausgeweitet. Auch die Laufzeit wurde kurzerhand um ein halbes Jahr verlängert und soll jetzt bis mindestens Juni 2021 andauern. Die Welt berichtet über kritische Reaktionen aus Politik und Wirtschaft

„Noch schärfer formuliert Chefökonom Thorsten Polleit von Degussa Goldhandel seine Kritik an der EZB. Deren Geldpolitik befinde sich auf den „Spuren der Reichsbank“, urteilte er und spielte damit auf die enorme Ausweitung der Geldmenge in den 1920er-Jahren in Deutschland an. Allein das PEPP-Programm entspreche einem Betrag, der rund zehn Prozent der Euro-Geldmenge M3 ausmache, rechnet Polleit vor.

Hinzu kämen die laufenden Anleihekäufe, die noch einmal etwa zehn Prozent der Euro-Geldmenge M3 entsprächen. „Das ist eine gewaltige monetäre Expansion“, sagt Polleit. „Im Kern heißt das: Die EZB-Geldpolitik finanziert die Neuverschuldung der Euro-Staaten mit der elektronischen Notenpresse.“ Das Ausweiten der Geldmengen werde kolossale Umverteilungen von Einkommen und Vermögen nach sich ziehen, von der einige profitieren und viele benachteiligt würden.“



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Foto: Von Reichsbankdirektorium Berlin Godot13, Gemeinfrei, Link

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