Kritik am Antisemitismus müsse "ausgewogen" und "ergebnisoffen" sein. Sie dürfe auch nicht "Öl ins Feuer" schütten und schon gar nicht Muslime provozieren. Deswegen will arte eine in Auftrag gegebene Dokumentation nicht senden. "Die Sache stinkt zum Himmel", schreibt Götz Aly in der Berliner Zeitung.

Da hat Götz Aly völlig recht. Eine Google Suche "Arte Israel" führt einen recht schnell auf eine Liste mit Produktionen auf Arte zu Israel. Wenig überraschend wäre die Liste als ganzes wohl deutlich ausgewogener, wenn besagte Produktion zum Thema Antisemitismus in Europa Teil davon wäre.
Kommt uns das nicht bekannt vor? - Gab es soetwas nicht immer in der DDR, dass Filme, die der "Obrigkeit" nicht genehm waren, einfach nicht gesendet, sprich verhindert, zensiert wurden? Aus "Spur der Steine" wird jetzt die "Spur der Seine", und sie führt direkt in den Ärmelkanal der Sackos von trickreichen Falschspielern. Die DDR 2.0 lässt grüßen, und jegliche Staatsräson gerät zur Farce! Goodbye Lenin ...