Peter Grimm / 09.11.2019 / 15:30 / 0 / Seite ausdrucken

9. November als „Tag der Herkunft“

Der 9. November bietet zwar aus den Jahren 1918, 1938 und 1989 hinreichend verschiedene Anlässe zu Rückschau und Gedenken, doch einem Kollegen des Tagesspiegel ist das alles nicht mehr zeitgemäß genug. Er hat eine Idee, wie sich der „Tag der offenen Grenzen“ umwidmen lässt, so dass er ins neue Deutschland passt:

„Der 9. November könnte zum „Tag der Herkunft“ erklärt werden. Am „Tag der Herkunft“ zeigt jeder, woher sie oder er kommt und was sie oder ihn prägt. Das kann eine Flagge sein, eine Fahne oder das Wappen des Bundeslandes, der Name des Heimatdorfes oder ein religiöses Symbol, klein oder groß, als Schal oder Sticker. 

An diesem Tag der offenen Grenzen sind auch der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Das Tragen mehrerer Identitätsmerkmale ist durchaus möglich. 

Wie hieß es doch gleich nach dem Mauerfall? Erzählt euch eure Geschichten! Das ist bis heute richtig, aber kommt bitte heraus aus dem deutsch-deutschen Sud! Mehr als zwanzig Millionen Menschen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund, das ist jede vierte Person, Tendenz steigend. Das heißt, es gibt längst mehr Menschen mit Migrationshintergrund, als es zur Zeit des Mauerfalls DDR-Bürger gab.

 



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