Am 11. März heißt es in manchen Medien immer noch „Wir gedenken der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima“. Durch den Reaktorunfall von Fukushima Daiichi gab es durch die vier Wasserstoffexplosionen keine Toten oder Strahlenopfer, auch wenn die Bilder der zerstörten Reaktoren das Schlimmste befürchten ließen. Es gab eine vermisste Person, ein Mensch wurde im Materiallager erschlagen und einen tödlichen Herzinfarkt bei den Aufräumungsarbeiten. Durch die unüberlegte, überstürzte und teils chaotische Evakuierung einer Zone von 20 km im Umkreis des KKW Fukushima starben 2.300 Menschen indirekt. Ursachen: Stress, Erschöpfung, Unterbrechung der medizinischen Versorgung (vor allem bei Senioren in Krankenhäusern und Heimen) sowie Suizide aufgrund des Verlusts der Heimat. Diese Evakuierung war absolut unnötig. Es gibt auf der Erde zahlreiche Orte, wie z.B. Kerala in Indien, Guarapari in Brasilien oder Menzenschwand im Schwarzwald, an denen der Strahlenpegel (die Ortsdosisleistung) höher ist, als er in der Zone um das KKW Fukushima war. (Quellen: UNSCEAR, IAEA, WANO, GRS, BfS)
Aber die Naturkatastrophe, das Tōhoku-Erdbeben (Magnitude 9,1) und der Tsunami (Höhe bis zu 40 Meter), von unvorstellbarer Zerstörungskraft forderte 18.500 Todesopfer. 1,2 Millionen Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. 470.000 Menschen mussten in Notunterkünften oder bei Verwandten untergebracht werden.
Japan hat seine Kernreaktoren nach Überprüfung und Modernisierung wieder in Betrieb genommen und baut sogar neue Reaktoren. Die Milliardenkosten der Entsorgung von Fukushima werden durch einen kleinen (wenige Cent) aber ständigen Betrag auf jeder Stromrechnung über viele Jahre gedeckt. In japanischen Medien wurde übrigens nie etwas anderes als der oben geschilderte Sachverhalt berichtet.
In Deutschland mehr Atomkraftwerke zerstört als in Japan
Bundeskanzlerin Merkel hat am 14. März 2011 das Ende der Kernenergie durch eine Bundesanweisung eingeleitet. Die sofortige Stilllegung von acht Kernkraftwerken war rechtswidrig, was zudem einen Eingriff in das Eigentumsrecht (Art. 14 Grundgesetz) darstellte. Die Energiekonzerne zogen vor Gericht. Frau Merkel – Verzeihung, der deutsche Steuerzahler – musste 2,43 Milliarden Euro an Entschädigungen an die Konzerne zahlen. Frau Merkel berief zur begleitenden Absicherung ihres „Atommoratoriums“ eine „Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung“, in der neben Philosophen, Soziologen und Politologen ein katholischer und ein evangelischer Bischof saßen, aber kein Fachmann. Die Silllegung der restlichen Kernkraftwerke erfolgte danach planmäßig, nach Änderung des Atomgesetzes bis 2023. Der verheerende Tsunami in Fukushima hat letztendlich in Deutschland mehr Kernkraftwerke zerstört als in Japan.
In Bezug auf die Energieversorgung in Deutschland müssen wir der bitteren Wahrheit ins Auge schauen: Unsere Energiewende zur Klimarettung ist katastrophal gescheitert: Es gibt keine CO2-freien Kernkraftwerke mehr (weltweit einzigartig), bald keine Kohle mehr, kein deutsches Fracking-Gas. Nur wenige durch Brüssel erlaubte Gaskraftwerke mit Flüssiggas aus USA. Wir sind auch noch abhängig von norwegischen Wasserkraftwerken.
Ständig laufen zwei bis vier französische Kernkraftwerksblöcke (von 56) nur für Deutschland, und bei Dunkelflaute noch mehr. Der – angeblich grüne – Wasserstoff aus Abu Dhabi, der als Ammoniak transportiert werden muss, wird nicht mit Solar oder Wind erzeugt, sondern mit Atomstrom aus dem KKW Barakah. Er ist zudem durch die Wirkungsgradverluste absolut unbezahlbar.
Kernenergie in Deutschland ist technisch und politisch für sehr lange Zeit ausgeschlossen. Laut aktueller repräsentativer Umfragen (z.B. von Verivox und Innofact) befürworten allerdings 55 Prozent der Deutschen einen Wiedereinstieg in die Kernkraft. 36 Prozent lehnen dies ab und neun Prozent sind unentschieden. Kurz nach Fukushima war es umgekehrt. Weltweit steigen die Zahlen zur Kernkraft kontinuierlich an, da viele Schwellenländer Kernkraft als einzigen Weg zur schnellen Dekarbonisierung sehen: In Betrieb sind 440 Reaktoren; im Bau: 65 Reaktoren; in fester Planung: 110 Reaktoren; vorgeschlagen sind über 300 Reaktoren.
Statt der KKWs sollen in Biblis und Gundremmingen Fusionskraftwerke gebaut werden. Fachleute haben Bauchweh vor Lachen. Kernfusion ist nur ein schöner Traum. Das ist Opium fürs Volk. Wie ist der Stand: Das Plasma kann man ca. 20 Minuten halten, danach brennt der Torus durch (Materialprobleme ohne Ende). Ziel: 80 Jahre! Wir haben also schon mit 500 Milliarden Forschungsgeldern einen Maulwurfshügel erklommen, müssen aber noch auf den Mt. Everest. Es gilt tatsächlich das „Gesetz der konstanten 30 Jahre“ (das ist eigentlich kein Scherz mehr). Es besagt, dass die wirtschaftliche Nutzung der Kernfusion immer genau 30 Jahre in der Zukunft liegt – und zwar völlig unabhängig davon, in welchem Jahr man die Experten fragt. Wenn es je gelingen soll, was sehr zu wünschen wäre, wird Fusionsenergie unfassbar teuer, und der Reaktor wird stark radioaktiv. Nach der Inbetriebnahme kann man den Torus kaum je wieder betreten.
Foto: Kernkraftwerk Fukushima Daiichi (2019), während des Prozesses der Stilllegung.
Hans Ambos ist Strahlenschutzbeauftragter einer Schweizer Firma und freiberuflicher Dozent in Sachen Strahlenschutz und Kernenergie. Er hat vor 30 Jahren im Kernkraftwerk Biblis als Laborleiter der Radiochemie gearbeitet.
Die vier großen Knalle waren keine Folge des Tsunamis, sondern eine Folge des Versagens der Notstromdiesel nach einem SCRAM (Nothalt). Die Notstromdiesel wurden durch den Tsunami unbrauchbar. Das ist wahr, aber erst dadurch, dass man überhaupt zur Kühlung eines im Nothalt gestoppten Reakors eine externe Stromversorgung braucht, um die sonst unvermeidbare Reaktorkatastrophe zu verhindern, kamm es zu MEHREREN Reaktorunfällen mit Freisetzung erheblicher Radioaktivität. Es war ein systematisches Un-Verhalten als Folge eines schweren KONZETIONELLEN FEHLERS.
Bitte besser recherchieren. Der Atomausstieg / Atomverzicht wurde in der „Vereinbarung vom 14. Juni 2000“ aufgesetzt und am 11. Juni 2001 unterzeichnet. Merkels Versuch, das „rückabzuwickeln“ hat viel Steuergeld gekostet, aber keinen Bestand.
2.300 Tote durch den GAU… nee, is klar… unfassbar, dass hier auch solche Lügen verbreitet werden!
Der Tsunami und die Folgen für die japanische Ostküste und für das KKW haben mehrere Dinge gezeigt.
Unter anderem, dass ohne die, mit viel -auch von den KKW stammender- Energie erstellten, aufwändigen Küstenschutzanlagen die Schäden und Opferzahlen um ein Vieles höher gewesen wären.
Dass auch bei Naturkatastrophen immensen Ausmaßes die Schäden durch die Kernschmelze eng begrenzt und beherrscht wurden.
Dass Energiemangel und populistischer Aktionismus zu Todesopfern führt.
Aber auch, dass Kritik an Sicherheitsaspekten (Lage der Notstromgeneratoren) ernst genommen werden muss.
Ich finde es anmaßend zu behaupten, es gebe keine Strahlenopfer. Ebensogut kann man behaupten, es gebe keine Tabakopfer, nur weil noch nie jemand direkt nach dem Genuß einer Zigarette zu Tode gekommen ist. Weiß der Autor zuverlässig, daß die Strahlenbelastung nicht bei dem einen oder anderen den Krebs begünstigt hat?
Und wenn man das irrsinnige Ziel der „Dekarbonisierung“ endlich – wie sonst von der Achse gefordert – ad acta legen würde, könnte man mit Kohlekraftwerken genauso günstig, zuverlässig und dauerhaft Strom erzeugen, nur ohne die inhärenten Probleme der Kernkraft, wie langfristige Entsorgung, katastrophale Havarien oder Gefahr von Terroranschlägen.
Nicht zuletzt, der weltweit mit Abstand größte Förderer von Uran ist Kasachstan. Das liegt bekanntlich im Einflußbereich des bösen Putin. Will man darauf wirklich seine Energieversorgung bauen? Dann doch lieber heimische Braunkohle verstromen.
Das Datum 11.03. sollte man als zweiten Volkstrauertag einführen. Damals flog nicht nur das Atomkraftwerk Fukushima am anderen Ende der Welt in die Luft – und das nicht mal durch menschliches Versagen wie in Tschernobyl. Das Unglück in Japan war für unsere unter all den Orden kaum mehr sichtbare, allerseits hochverehrte (na, vielleicht nicht ALLERseits) ehemalige Bundeskanzlerin, La Merkel, der Anlass, endlich mit ihrem Zerstörungswerk unter Zuhilfenahme von Energiewenden-Flatterstrom zu beginnen und damit den Grünen zuzuwinken. Die deutsche Wirtschaft dankt es ihr noch heute!
Es sind die Wähler, stupid !