Manfred Haferburg / 11.03.2019 / 06:05 / Foto: Pixabay / 77 / Seite ausdrucken

Fukushima. Acht Jahre danach. Weltuntergang? Eine Bilanz

Heute vor acht Jahren erlebte ich meine größte berufliche Katastrophe. Am 11. März 2011 arbeitete ich für die World Association of Nuclear Operators WANO in Paris. Die WANO ist eine Sicherheitsorganisation, deren Motto lautet: „Nie wieder Tschernobyl“. Unter deren Flagge bereiste ich die Kernkraftwerke der Welt, um Führungskräften zu helfen, die Sicherheitskultur in ihren Kraftwerken besser zu gestalten. Fast 100 Kernkraftwerke auf der ganzen Welt hatte ich schon gesehen. Ich war auch in Japan – allerdings war Fukushima noch nicht dabei. Meine Organisation hatte sich als zahnloser Tiger entpuppt und auf der ganzen Linie versagt. Ich wäre am liebsten vor Scham in den Boden versunken. Noch am selben Abend meldete ich mich freiwillig, um in Fukushima den Kollegen zu helfen. Ich war nicht der Einzige – hunderte Ingenieure der Nuklearindustrie taten das. 

Die Erdachse wurde verschoben

Am 11. März 2011 um 14:46 Uhr Ortszeit traf Japan ein schweres Erdbeben. Die Pazifische Platte schob sich ruckartig fünf Meter auf die Nordamerikanische Platte. Die Erdkruste riss auf einer Länge von 400 km bis in eine Tiefe von 60 km auf. Das Tohoku-Erdbeben vor der Küste von Fukushima wurde mit 9,1 auf der Richterskala bewertet. Die freigesetzte Energie des Bebens war äquivalent der Energie von 780 Millionen Hiroshima-Bomben. Das Erdbeben war so schwer, dass sich die Erdachse um 16 cm verschob – seither dreht sich die Erde etwas schneller, die Tageslänge verkürzte sich um 1,8 Mikrosekunden. 400.000 Gebäude stürzten ein. Alle Kernkraftwerke Japans schalteten sich bei dem Beben automatisch ab und gingen in den Notkühlbetrieb über. Das Stromnetz in großen Landesteilen wurde erheblich beschädigt. 

Als Folge des Bebens verwüstete ein gigantischer Tsunami die Küstenregion von Fukushima. 22.000 Opfer waren zu beklagen. Das Kernkraftwerk Fukushima mit seinen sechs Reaktorblöcken wurde von einer Wasserwelle von 14 Metern Höhe getroffen, und vier tiefer gelegene Reaktorblöcke wurden überschwemmt und völlig verwüstet. Mit dem kleinen Finger ihrer linken Hand drückte die Flutwelle die eisernen Maschinenhaustore der Reaktorblöcke auf und verwandelte die Turbinengebäude in U-Boote, in denen das Wasser fünf Meter hoch stand. Dort befanden sich aber auch die Notstromdiesel, deren Funktion für diese Anlagen jetzt überlebenswichtig war. Die umfangreichen Sicherheitseinrichtungen des Kraftwerkes mussten ohne Notstromversorgung versagen, und die Reaktorkerne überhitzten sich bis zur Teilschmelze. Das nennt der Fachmann GAU – Größter Anzunehmender Unfall. Durch eine Hitzereaktion des Zirkoniums der Brennelemente mit dem Wasserdampf entstanden große Mengen an Wasserstoff, der in Verbindung mit Luftsauerstoff als Knallgas gerne explodiert. 

Japans Sicherheitskultur versagte

Zweifelsfrei hatte hier die Unfallvorsorge des Energieversorgers TEPCO (Tokyo Electric Power Company) versagt. Die Welt verstand Japan stets als ein Hochtechnologie-Land und lernte nun: „Hochtechnologieland“ bedeutet nicht unbedingt „Hochsicherheitsland“. Es war Japans Sicherheitskultur, die versagt hatte.

Die Bilder der Wasserstoffexplosionen in Fukushima wurden weltweit als explodierende Reaktoren wahrgenommen. Als wäre eine solche Katastrophe nicht genug, wurde der GAU in Fukushima mittels dieser Bilder von den deutschen Medien im Einklang mit der Politik regelrecht orchestriert und in einen Super-GAU erhöht. Einen Super-GAU gibt es sprachlich gar nicht, da GAU schon „Größter Anzunehmender Unfall“ heißt. Eine ungeheuerliche Medienkampagne brach in Deutschland los und spülte ganz nebenbei in Baden-Württemberg einen grünen Ministerpräsidenten an die Macht. Der ARD-Korrespondent Robert Hetkämper relotierte damals darüber, dass in Fukushima Obdachlose und Jugendliche in einem Kamikaze-Einsatz verheizt würden. Eine heute amtierende Bundestagsvizepräsidentin widmete kurzerhand die Tsunamiopfer zu Strahlenopfern um. Nichts davon stimmte. Es gab keine Strahlenopfer in Fukushima. Die sieben Todesopfer im Werk fielen dem Erdbeben – ein Kranführer stürzte von seinem Kran ab – oder dem Tsunami zum Opfer – sie ertranken in den Fluten. 

Die Angst der deutschen Politik vor dem Zeitgeist

Was ist aus den Weltuntergangs-Szenarien geworden, die von den Medien angeheizt, Panik über den Erdball verbreiteten? Nichts, rein gar nichts – außer, dass der Tsunami in Fukushima in Deutschland mehr Kernreaktoren zerstört hat als im fernen Japan. Ließ doch die deutsche Kanzlerin, auf der Tsunamiwelle reitend, für ein paar Wählerstimmen einen ganzen Industriezweig gesetzwidrig enteignen, indem die gültigen Betriebsgenehmigungen deutscher Kernkraftwerke eingezogen wurden. Acht Blöcke wurden sofort abgeschaltet, die restlichen werden bis 2022 außer Betrieb genommen – aus Angst vor einem Tsunami in der deutschen Tiefebene? 

Nein, aus Angst vor dem Zeitgeist. Genützt hat es der CDU nichts. Die Wahl in Baden-Württemberg hat sie damals trotzdem nicht gewonnen. Und den deutschen Steuerzahler hat die Kanzlerinnenpanik viele Milliarden gekostet, Milliarden, die anderswo dringend gebraucht wurden. Deutschland hat sich durch den Abschied von der Kernenergie meilenweit vom Erreichen seiner selbstgesetzten Klimaziele entfernt. Lernen aus Fehlern? Das muss in Deutschland nicht sein. Jetzt wird – genau mit der gleichen Panikmache – ein weiterer Ast abgesägt, auf dem der deutsche Wohlstand sitzt. Die Gretaisierung der deutschen Politik schreitet auch heute noch unaufhaltsam und majestätisch wie eine Tsunamiwelle voran. Und genauso verheerend wie ein Tsunami wird auch die Wirkung sein. Aber ach, das sagend, fühle ich mich wie Kassandra, die der Legende nach begabt war, die Zukunft vorherzusagen und dazu verdammt war, dass ihr niemand Glauben schenkte.

Was wurde aus der Zone der Evakuierung?

Unmittelbar nach dem GAU wurde eine 20-km-Zone um das havarierte Kraftwerk von der japanischen Regierung evakuiert. Ob dies notwendig und besser für die Betroffenen war, darüber lässt sich unter Strahlenschutzgesichtspunkten trefflich streiten. Ich glaube, es war eher kontraproduktiv. In den letzten Jahren wurde die Evakuierungszone aufwändig dekontaminiert, ein Vorgang, den man sich in Deutschland nicht vorstellen mag. 15,2 Millionen Kubikmeter „kontaminiertes Erdreich“ wurden in der Präfektur Fukushima abgetragen und in 150.000 speziellen Lagerstätten verstaut. Die Strahlenbelastung in Fukushima-Stadt ging von 2,74 Mikrosievert nach dem Unfall auf heute normale Werte von 0,14 Mikrosievert zurück. (Die durch die terrestrische Strahlung verursachte jährliche effektive Dosis der deutschen Bevölkerung beträgt im Mittel etwa 0,4 Millisievert, davon entfallen auf den Aufenthalt im Freien circa 0,1 Millisievert und auf den Aufenthalt in Gebäuden etwa 0,3 MillisievertQuelle: Bundesamt für Strahlenschutz). 

Mehr als die Hälfte der Evakuierungszone von 371 Quadratkilometer wurde inzwischen für die Bevölkerung zum Wiederbezug freigegeben. Insgesamt kehrten etwa 50.000 Einwohner (2,6% der Bevölkerung der Präfektur) nicht in ihre angestammte Heimat zurück. Selbst in die Dörfer nahe des Kraftwerkes Fukushima kehrt das Leben langsam zurück. Es wird aber noch Jahre dauern, bis die Narben des Unglücks verheilt sind. Zum Beispiel sind in Odaka Town, etwa 15 km vom Kraftwerk entfernt, erst ein Drittel (2.832 von einst 8.313) der Einwohner zurückgekehrt. Oder in Nami-Town – das erst 2017 freigegeben wurde – sind von den einst 20.000 Einwohnern erst 500 zurück. 

Viele der hastig Evakuierten haben in den letzten sieben Jahren eine neue Heimat gefunden und wollen gar nicht zurückkehren. Einige haben auch Angst vor Strahlung und bleiben lieber woanders. Es kommen aber auch Menschen von anderswo nach Fukushima, um sich mit den Unterstützungsprogrammen der Regierung hier eine Existenz aufzubauen. Die „Todeszone“ ist längst wieder zum Leben erwacht.

Das Soma Nomaoi Samurai-Festival zog jedenfalls im Jahr 2018 über 40.000 Besucher nach Fukushima. Und landwirtschaftliche Produkte wie die berühmten Fukushima Pfirsiche sind wieder gefragt. Doch das ist hierzulande keine Nachrichten wert, da schüttelt sich der deutsche Haltungsjournalist vor Abscheu. 

Wie sieht es heute auf dem Kraftwerksgelände aus?

Eines vorab: Das Kraftwerk Fukushima ist heute eine Touristen-Attraktion. Tausende Nuklearexperten besuchen jährlich das Gelände. Welcher Nuklearexperte möchte sich nicht adeln, indem er sagt: „Ich war in Fukushima“. Es bestehen lange Wartelisten für den Fukushima-Entgruselungsbesuch. Aber es gibt auch genügend normale „23.000 Yen-Sensationstouristen“, die das Kraftwerksgelände wenigstens von weitem sehen wollen. Ich kann mir schönere Orte für meinen Japanbesuch vorstellen. 

Die Aufräumarbeiten haben – von den hiesigen Medien völlig ignoriert – gute Fortschritte gemacht. TEPCO veröffentlicht in regelmäßigen Abständen ein Vorher-Nachher-Video mit der gegenwärtigen Situation auf dem Gelände des havarierten Kraftwerkes – sehenswerte acht Minuten. 

Mehr als 6.000 Menschen arbeiten an dem Rückbau des havarierten Kraftwerks und vollbringen Leistungen, die den hiesigen Medien höchstens negative Erwähnung wert sind. Was die linken Journalisten am meisten ärgern dürfte und nicht ins Weltbild passt: Auf dem riesigen Gelände des havarierten Kraftwerks verkehrt ein fahrerloses vollelektrisches Bussystem. Gäbe es das woanders, wären die Jubelmeldungen endlos. Aber – das Kraftwerksgelände ist dekontaminiert und neue Sozialgebäude sowie eine komplett neue Infrastruktur für den Rückbau wurden errichtet. 

Im Block 1 wird das zerstörte Gebäude repariert und der Kernbrennstoff aus den Abklingbecken entfernt. Auch das Gebäude des Blockes 2 wurde abgedichtet und die Entfernung des Brennstoffes aus den Becken wird vorbereitet. Am Block 3 wurde ein neues Dach installiert und der Abtransport des Brennstoffes aus den Becken wird vorbereitet. Block 4 ist vollkommen brennstofffrei. In den Reaktoren eins bis drei untersuchen Roboter den Zustand der teilweise geschmolzenen Reaktorkerne, um auch hier den Brennstoff zu entfernen. Dies wird aber noch ein paar Jahre dauern. 

Um das Grundwasser am Eindringen und Ausfließen zu hindern, wurde um das gesamte Kraftwerk eine 1.500 Meter lange und 30 Meter tiefe Eis-Mauer in den Boden gefroren. Sie funktioniert wie ein Kühlschrank. Durch tausende von in die Erde getriebene Rohre fließt Kühlflüssigkeit, die das Erdreich wie eine Mauer gefrieren lässt – eine technische Meisterleistung, von der Sie, lieber Leser wohl kaum je etwas gehört haben. Der verlinkte Artikel ist in Englisch, da ich keinen deutschsprachigen Beitrag finden konnte. Daher gilt hier ironisch der erste Haferburgsche Medien-Lehrsatz: „Die deutschen Medien informieren mich umfassend und wahrheitsgemäß – außer auf dem Gebiet, von dem ich etwas verstehe“.

Nach dem Unfall mussten die Aufräumarbeiter anfangs unter Vollschutzkleidung und Atemmasken arbeiten. Heute, dank Dekontamination, können sich die Arbeiter auf 96% des gesamten Geländes in normaler Kleidung ohne Masken bewegen. Mehrere neue Wasseraufbereitungsfabriken dekontaminieren das in den Tanklagern aufgefangene radioaktive Wasser. Diese Wässer werden noch in großen neuen Tanklagern zwischengelagert, in denen die provisorischen Tanks durch neue, geschweißte Tanks ersetzt wurden. Die Küstenmauer des Kraftwerkes wurde komplett neu wasserdicht erbaut. Große Lager für niedrigradioaktiven Bauschutt wurden eingerichtet. 

Japan wird Vorreiter

Wer sehen will, was am 11. März 2011 wirklich in den Reaktoren von Fukushima passierte, sehe sich dieses Video an. Roboter dringen in das Innerste der kaputten Reaktoren ein und zeigen die teilweise geschmolzenen Reaktor-Bauteile. So schlimm der GAU auch war – Japan erarbeitet sich gerade eine echte Vorreiterrolle im Bauen von Robotern, die schier Unmögliches vollbringen. Und man sieht den Ingenieuren den Stolz auf ihre Geräte an, auch wenn man kein Japanisch kann. 

Bis 2011 erzeugte Japan ein Drittel seines Stroms aus Kernenergie. Da Japan kaum über eigene Energieressourcen verfügt, belastet der Import von Energieträgern die Japanische Industrie sehr hoch und gefährdet ihre Wettbewerbsfähigkeit. Anders als in Deutschland neigen die Japaner nicht zur Klima- und Atomhysterie. Deshalb wurde ein Atomausstieg nach Fukushima nicht in Betracht gezogen. Im Gegenteil, die Japaner lernen aus ihren Fehlern. Japan rüstet seine 37 Reaktoren sicherheitstechnisch nach und nimmt sie sukzessive wieder in Betrieb. Die ersten zwei Einheiten wurden bereits 2015 wieder angefahren. Sieben weitere Reaktoren laufen heute wieder. 17 weitere Reaktoren befinden sich gegenwärtig im Prozess der Wiedererteilung der Betriebsgenehmigung.

Ich habe mir die neuen Sicherheitsmaßnahmen vor Ort in Kashiwazaki Kariwa persönlich angesehen, sie sind durchaus beeindruckend. Gigantische Flutwälle, zusätzliche flutsichere Notstromaggregate, unabhängige Notkühlaggregate, erdbebensichere Notfallgebäude, Vorräte für autarke Langzeitversorgung der Mannschaft, strukturunabhängige Notfallkommunikationsmittel… Getan wird, was menschenmöglich ist, um ein zweites Fukushima zu verhindern. Getan wird alles, damit die Kernkraftwerke wieder angefahren werden können. Weil sie, so seltsam das klingt, von der Regierung für eine sichere Energieversorgung als notwendig erachtet und von der Bevölkerung akzeptiert werden. 

Die deutsche Energiewende scheitert am Atomausstieg

Trotz der gigantischen Geldausgaben von über 500 Milliarden Euro wird Deutschland seine selbstgesteckten Ziele der CO2-Einsparung für das Jahr 2020 völlig verfehlen. Die Energiewende ist gescheitert. Die Hauptursache für dieses Totalversagen ist der überstürzte Atomausstieg. Kernkraftwerke sind nun mal die einzige CO2-freie wetterunabhängige Grundlastquelle. Gerichtet werden soll es jetzt mit einem genauso überstürzten Kohleausstieg. „Aussteigen ohne Einzusteigen“ ist das Motto, oder „Mehr vom Selben“. Wahnsinn ist, wenn man versucht, mit mehr von denselben Mitteln, die vorher schon nichts brachten, ein besseres Ergebnis zu erzielen. 

Um das eigene Komplettversagen in der Energiepolitik zu vernebeln, verweist die Politik jetzt auf Zeiträume weit außerhalb ihrer Legislaturperioden-Kompetenz. So werden halt andere Politiker für das Nichterreichen der nächsten Ziele und die damit verbundene Geldverschwendung verantwortlich sein. Beim Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 rangiert Deutschland derzeit mit ca. 9 Tonnen pro Jahr auf Platz 24. Die Sieger der „Dekarbonisierung“ auf Platz 1 bis 5 heißen Kongo, Niger, Äthiopien, Südsudan und Eritrea mit je weniger als 0,5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr. 

Liebe deutsche Landsleute, sollten Gretas Forderungen und die der Grünen nach „der Änderung von Allem“ umgesetzt werden, dann wisst Ihr jetzt, wo es hingeht. Und vielleicht meinte ja Angela Merkel genau das, als sie davon sprach, dass die deutsche Politik „Fluchtursachen beseitigen“ muss. Nämlich dann, wenn Deutschland es schaffen würde, einen CO2-Ausstoß von kleiner als einer Tonne pro Kopf zu erreichen. Dann bestünden absolut keine Fluchtursachen nach Deutschland mehr. Die Politik ist auf einem guten Weg dazu. 

 

Manfred Haferburg ist Autor des Romans „Wohn-Haft“. Der Roman beschreibt auf spannende Weise den aussichtslosen Kampf eines Einzelnen gegen ein übermächtiges System. Ein Kampf, der in den Schreckensgefängnissen des sozialistischen Lagers endet. Ein Kampf, in dem am Ende die Liebe siegt. Wolf Biermann schrieb dazu ein ergreifendes Vorwort. Der 524 Seiten Roman ist als Hardcover zum Verschenken für 32 €, als E-Book für 23,99 € und als Taschenbuch für 20 Euro erhältlich. (Amazon 36 Kundenbewertung 4,5 von 5 Sternen)

Foto: Pixabay

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Christoph Friedrich / 11.03.2019

Eine sprachliche Bitte: Die Städte Odaka und Nami liegen in Japan, und dort wird hauptsächlich Japanisch gesprochen. Diese Netzseite ist eine deutschsprachige Seite. Aus beiden Gründen sind die Bezeichnungen “Odaka-Town” und “Nami-Town” auf dieser Seite fehl am Platze. Die deutsche Sprache bietet durchaus die Möglichkeit, den städtischen Charakter von Odaka und Name zu beschreiben, beispielsweise “die Stadt Odaka” und “die Stadt Nami”.

Peter Baron / 11.03.2019

Vielen Dank für diesen informativen Artikel. Und das noch aus einer deutschen Feder. Hätte ich so nicht mehr erwartet. Wird mann in den sogenannten „deutschen Qualitätsmedien“ wohl auch nicht finden. Wird Zeit das Greta sich auch der Kernenergie annimmt, damit die deutschen Schüler auch donnerstags demonstrieren könnten und von „unserem“ Bundespräsidenten und Kanzlerin für Ihres großartiges Engagement für eine bessere Welt, ausdrücklich bestärkt und gelobt werden!

Martin Landvoigt / 11.03.2019

Bislang wurden nicht nur keine Strahlentoten nachgewiesen, sondern auch keine erhöhte Krebsrate. Angesichts der Anti-Atom-Hysterie kann man von einer einfachen Regel ausgehen. Man kann als gesichert davon ausgehen, das jede Studie, die irgend einen Nachweis der Gefährlichkeit der Kernenergie gibt, eine riesiges Medienecho erfahren würde. Auch kann man davon ausgehen, dass es wie besessen erforscht wird. Fehlen derartige Nachweise, kann man auch von dessen Nichtexistenz ausgehen: Kein Schaden - kein Problem - trotzdem Panikmache! Ein untrügliches Zeichen ist auch, wenn es Meldungen über angeblich mehrere Tausend Opfer auf Grundlage von Modellrechnungen, die auf der LNT-Hypothese beruhen - wohl gemerkt ohne die entsprechenden empirischen Belege. Interessant ist höchstens, wie es die Autoren bewerkstelligen, dass sie diesen offensichtlichen Mangel unter den Teppich kehren wollen. Bleich einem Magier und Taschenspieler, der es schafft, der Zuschauermenge eine andere Realität vorzugaukeln.

dr. michael kubina / 11.03.2019

Nachtrag zu meinem vorherigen Post, habe jetzt den Beitrag doch in der Mediathek gefunden, heute, 12.09 Uhr: “Mehr als 18.000 Menschen kamen durch das Beben und die Kernschmelze am Atomkraftwerk Fukushima ums Leben oder gelten seither als vermisst.” Wer sind die Toten, die durch die Kernschmelze ums Leben gekommen sind?

Frank Müller / 11.03.2019

In Deutschland hat eine tyrannische Diktatur von Idioten den Namen Demokratie. Dabei besteht das Herrschaftssystem nicht nur aus den Altparteien, sondern auch aus der Meinungslenkungsindustrie. Diese 4. Gewalt hat nicht die Fesseln des GG und nutzt ihre Narrenfreiheit satt aus, bzw verkauft sie an andere welche ihre Haltung bestimmen.  Vielen Dank für die Erweiterung meiner Allgemeinbildung mit dem ersten Haferburgschen Medien-Lehrsatz: „Die deutschen Medien informieren mich umfassend und wahrheitsgemäß – außer auf dem Gebiet, von dem ich etwas verstehe“. Das Schlimme dieser Situation ist nur :  der deutsche Schlafmichel läßt sich diese lebenszerstörenden Einflüsse gefallen.

dr. michael kubina / 11.03.2019

Gerade eben, 12.00, in der Tagesschau24 auf ARD, Bericht über die Gedenkveranstaltung zu Fukushima, leider ist in der Mediathek der Beitrag nicht zu finden. XXtausend (hab die Zahl nicht mehr im Kopf, glaube, es waren 17.000) Menschen fielen dem Tsunamie und der Kernschmelze (!) zum Opfer. Vielleicht will ja achgut mal dort nachfragen, wieviele denn der Kernschmelze zum Opfer gefallen sind.

Dr. Christian Rapp / 11.03.2019

Welchen Einfluss hat die Erdachsenverschiebung, die Verschiebung des Magnetfeldes mit einer Polumkehr, die von verschiedenen Wissenschaftlern prognostiziert wird und die Sonnenstrahlung auf das Klima ? Dazu würde ich gerne mal seriöse Wissenschaftler hören.

Dr. Gerd Brosowski / 11.03.2019

Man stelle sich vor, Japan im Jahr 2011 hätte nicht auf die Kernenergie gesetzt, sondern es wäre ein El Dorado der Grünen gewesen. Statt in den Reaktoren wäre die elektrische Energie in Windmühlen und Photovoltaikanlagen produziert worden, und in den hochgelegenen Tälern und Schluchten des gebirgigen Landes hätten sich Abertausende von Stauseen als Energiespeicher befunden. Nehmen wir an,  deren Staumauern hätten sogar dem fürchterlichen Erdbeben standgehalten: Das Schwappen und Überschwappen der Wassermassen hätte nichts und niemand aufhalten können. Japan hätte einen Tsunami von vorne, vom Meer aus, und von hinten, von den Gebirgen aus, erlebt. Nicht auszudenken, wie viele Menschen in diesem menschengemachten Tsunami umgekommen wären; vermutlich ebenso viele wie in dem, der vom Meer gekommen war.

Martin Landvoigt / 11.03.2019

@ Michael Gaedtke : Man kann die Strahlungsexposition leicht umrechnen - das Jahr hat 8760 Stunden.  2,74 Mikrosievert/h entspräche eine Exposition von 24 mSv/Jahr, wenn diese anhaltend wäre. Allerdings ist davon auszugehen, dass dies einem Großteil von Isotopen kurzer Halbwertszeit geschuldet sind. Denn nur diese strahlen stark genug, um den beobachteten Anstieg hervorzurufen. Ein Hochrechnung auf das Jahr macht keinen Sinn. Die 0,14 Mikrosievert bedeuten 1,2 mSv/Jahr, In Deutschland im Mittel 0,4 Mikrosievert bedeuten 3,5 mSv/Jahr. Als Grenzwerte gelten international meist 20 mSv/Jahr, aber man hat eine physiologische Wirksamkeit erst bei 100 mSV innerhalb einer kurzen Periode nachweisen können. Das heißt dann auch nicht, dass man daran gleich ein erhöhtes Krebsrisiko hat. Strahlenkrankheit gibt es auch erst ab 1000 mSv innerhalb kurzer Zeit. aber viele Terminatoren in Tschernobyl leben trotz damaliger Strahlenkrankheit auch heute noch. Kurz: Die Strahlenangst in D ist so übertrieben, dass man eher an den Hexenwahn im 16.Jahrhundert denken muss. Weder die Strahlengefahr, noch den Schadzauber kann man direkt sehen, aber man weiß ja nie ...

Heiner Hardschmidt / 11.03.2019

Das Problem ist halt, dass die Havarie >150 Mrd Euro kostet. Das ist gerechnet auf die knapp 0,9 TWh Strom, die das Kraftwerk bislang eingespeist hat recht viel (beide Angaben von Sozialistipedia). Auf die KWh gerechnet sind das über 15 Cent an Extrakosten, auf die noch die üblichen Betriebskosten kommen, also noch einmal ~10 Cent alles inklusive. Selbst wenn man den Preis der Havarie auf die Technologie im Land insgesamt umlegt, dann lässt sich sagen, dass ein GAU bei den Produktionskosten mit 30-50% zu Buche schlägt und das sind wohlgemerkt Fixkosten. Ich denke daher nicht, dass die Atomenergie noch eine große Chance hat. Bereits jetzt ist absehbar, dass Solarzellen (<2Ct pro KWh) plus Batteriespeicherung (<8Ct pro KWh) bis in 10-20 Jahren so billig sind, dass sich der Bau neuer Anlagen kaum noch lohnt. Eventuell gibts eine Zukunft als Stromlieferant für große Serveranlagen, die sicherlich noch viel, viel größer werden, aber dann gibt es auch die (vage) Aussicht auf die Kernfusion. Atomkraft - gerne - aber absehbar wird sich das Thema von selbst erledigen. Ich denke, bis 2050 wird es weltweit kaum noch Anlagen geben, die in Betrieb sind.

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