
@Volker Kleinophorst Unglücklicherweise ließen sich in Afghanistan keine Patente und Verfahrensweisen befreien, aber die 2 Billionen Steuergeld fanden zweifellos ihren Weg.
Peter Scholl-Latour hatte schon vor dem Einsatz gewarnt ,dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist ,da es sich um einen Guerillakrieg handelt und auch noch um Stammeskriege.Nun geht das ganze nach 20 jahren sinnloser Material und Geldverschwendung ,mal ganz abgesehen den Toten ,wie damals in Vietnam aus ..erreicht wurde nichts .Und schon der Grund also 911 ,eine Anschlag bei dem vorne und hinten nichts passt ...ich kenne mich mit der Fliegerei aus und wuerde behaupten ,dass es da nicht mit flugtechnisch logischen Dingen zuging ..es passt nichts ...vorsichtig geschrieben ...Ausgehen wird das ganze wie in Lybien und Somalia ,,es wird ein Land der Warlords oder die Taliban uebernehmen das Land ...vermutlich wird das dann eine riesige Fluechtlingswelle ausloesen ,da zumindest die Kollaborateure der Allierten fliehen muessen ,,,aber Mutti hat ja noch Platz ,also alle heim ins Reich ...also.. fazit :Ausser immensen Spesen ,nix gewesen in Afghanistan ....was haette man mit dem Geld alles anstellen koennen ...z.b die ganzen USA sanieren ... ach ja ..wie jemand hier schon geschrieben hat ,der CO2.fussabdruck dieses Krieges ???,,,laut Spon hat allein das amerikanische Militaer in 2010 fuer 188 Milliarden Dollar Erdoelprodukte verdonnert ...also mehr als ganze Laender
Interessante, aber leider nicht ganz vollständige westliche Mythenbildung zum Afghanistan Krieg. Man hätte schon darauf hinweisen können, dass bei den Anschlägen vom 11.09.2001 keine Afghanen beteiligt waren. Das fast alle Attentäter saudische Staatsbürger waren und die Afghanen das Pech hatten das die El Kaida und Bin Laden hier Unterschlupf suchten. Allerdings hat das dann auch Pakistan getan, wo Bin Laden ja schließlich und kinoreif aufbereitet, unter dem Gelächter von Killeri Clinton, liquidiert wurde. Auf jeden Fall behalten die Afghanen Ihren Nimbus noch von keiner Macht der Welt besiegt worden zu sein, weder von Alexander dem Großen, noch den Briten, Russen und jetzt die westliche “Werte” Gemeinschaft (mit Werten ist Cash$$$ gemeint) unter Führung der Supermacht USA . Bei diesem Krieg ging es dem industriell-militärische Komplex nicht um einen Sieg, sondern diesen Krieg so lang wie möglich am Köcheln zu halten, um möglichst viel Gewinn daraus abziehen zu können, was ja reichlich gelungen ist. Als Beute viel dem USA Militär zumindest für 20 Jahre billiges Rohopium in die Hände, deren Produktion in der Besatzungszeit massiv anstieg. Ansonst war nicht viel zu holen. In ein Bordell ließ sich das Land mentalitätsbedingt nicht verwandeln, bei Öl ebenfalls Fehlanzeige und Lapislazuli brauch man auch nicht wirklich. Stellt sich nur die Frage welches Land ist jetzt als nächstes dran?
@ A. Meier Erfrischend kenntnisfrei. Natürlich gibt es Sinn hinter Einzelentscheidungen. Viel mehr als die meisten ahnen. Alles Züge auf dem großen Schachbrett ( Zbigniew Brzezinski, The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives (1997) auf deutsch als pdf kostenfrei im Internet leicht zu finden.) Afghanistan ist geopolitisch von Bedeutung. Kurz: Für die Russen ein Schritt zu eisfreien Gewässern, die Amerikaner um die Russen genau von diesen fern zu halten und um an den weichen Bauch der Russen ranzukommen aka Türkei, Iran. Die Engländer brauchten den Staat als Puffer, um das damals expandierende Russland von Indien und eben von den begehrten Eisfreien fern zu halten. Was meinen Sie, warum für die Russen Syrien so wichtig ist? Die Marinebasis Tartus verschafft Zugang zum Mittelmeer, ohne durch den Bosporus zu müssen. PS.: Die weltpolitische Bedeutung, die geostrategische Position der USA fußt, wie bei den Engländern zuvor, auf der Kontrolle der Meere. Was meinen sie, warum die jede Annäherung von Russland und Europa hintertreiben? Da ständen sie blöd rum mit ihren Flugzeugträgern, weil alle Handelswege über Land gingen. Neben Brzezinski ein sehr kenntnisreiches Buch, weswegen es auch in Deutschland von Heyne nach Erscheinen “zurückgezogen wurde” (Interessante Kontroverse aus der Serie: nicht hilfreich, Verschwörungstheorien labern, knatter, urks): Pedro Banos (Ehemaliger Chef für Spionageabwehr und Sicherheit der europäischen Streitkräfte), So beherrscht man die Welt - Die geheimen Geostrategien der Weltpolitik” (Verlag Der Schelm)
Der Autor hat ausgeblendet, dass die Drahtzieher von 9/11 im Wesentlichen Saudis waren. Das Kriegstheater wurde aber von den USA nach Afghanistan verlegt, wo sich schon ganz andere von den Briten bis zu den Russen nicht nur blutige Nasen geholt hatten. Warum man Saudi-Arabien nicht mit Krieg überzog, kann sich jeder selber denken…
Ihre Darstellung ist im Großen und Ganzen richtig, trotzdem würde ich es kurz mit eigenen Worten wiederholen: Es gab die Anschläge auf 4 Objekte am 11. September. Dass dann die Türme zu dem Symbol wurden, ist Zufall. Osama bin Laden soll angeblich selbst nicht geglaubt haben, dass die Türme einstürzen. Und der Anschlag auf das Weiße Haus schlug fehl. Es hätte auch gut, das Weiße Haus das Symbol des Anschlags werden können. Die Supermacht USA musste dann irgendetwas tun. Eine Supermacht kann sich so einen Angriff nicht gefallen lassen. Die USA forderte die Auslieferung von Osama bin Laden. Die Taliban haben es nicht gemacht. Vielleicht wegen archaischer Regeln der Gastfreundschaft, vielleicht aus einem anderen Grund. Auch hier konnten sich die USA das nicht gefallen lassen. Sie mussten mindestens Osama bin Laden irgendwie zum Tode befördern. Die USA griffen die Taliban an. Natürlich wussten sie nicht, was sie mit dem Land nach dem Sieg anfangen sollten. Man konnte aus den üblichen moralischen Gründen des Westens auch nicht einfach gehen. Man verkauft ja täglich seine Werte. Umgekehrt hatte Deutschland dabei gar nichts zu sagen. Deutschland musste einfach tun, was die USA wollten. Sonst wären die USA wütend geworden und das kann sich Deutschland gar nicht leisten. Für die deutsche Öffentlichkeit konnte man aber nicht sagen “Wir machen das jetzt, weil sonst die USA wirklich wütend auf uns sind. Und das würde sehr schlimme Folgen für uns haben.” Also dachte man sich das Brunnen- und Schulenbauen aus. Die Öffentlichkeit ist dümmer als dumm. Jedenfalls solange alle mitspielen. Die ganzen Konferenzen waren dann einerseits ein Mittel sich in Szene zu setzen. Andererseits versuchte man es halt. Was hatte man schon durch eine Konferenz zu verlieren? Und wenn man dann lange genug versucht eine Sache zu regeln und es gibt und gibt keine Fortschritte, gibt man irgendwann auf. Es gibt keinen “Sinn” dahinter, sondern nur Einzelentscheidungen zum jeweiligen Vorteil.
Die Welt ist keine debile, lebensunfähige Wohlfahrtsgesellschaft, so wie Dummland. Die großen Mächte, die Zivilisationen (Kulturen) und die ideologischen bzw. religiösen Systeme ringen weiterhin um Dominanz. Der Kampf hat sich von offenem Krieg auf asymmetrische Auseinandersetzungen und Unterwanderung verlegt. Der Islam ist keineswegs eine friedliche, saturierte Zivilisation, sondern auf Expansionskurs, schon allein aufgrund des Bevölkerungswachstums. ++ Wo gehobelt wird fallen Späne. Im nachhinein ist es immer leicht Fehler zu erkennen. Klar, die USA hat taktische Fehler gemacht. Aber zumindest hat die USA in der Vergangenheit klar gemacht, dass sie ihre handfesten Interessen mit der nötigen Härte durchsetzt bzw. verteidigt. ++ Auch Russland, China, Indien und die ostasiatischen Schwellenländer werden ihre Claims und ihre Zivilisationen unmissverständlich verteidigen. Im Moment macht noch die USA die meiste Drecksarbeit: Freihalten der Schiffahrtsrouten, Zugriff auf Ölquellen und andere Ressourcen. Ich denke mal, dass die inneren Machtzirkel der USA, China, Indien, Russland sehr wohl wissen, wer der gefährlichste Gegner ist. Es ist durchaus realistisch, dass eine irrationale islamische Gruppierung (kann auch eine Regierung sein) Atomwaffen in die Finger kriegt. ++ Apropos 2 Billionen Dollar: Das hat demnächst die schwachsinnige Energiewende gekostet, wobei die (langfristigen) Schäden nicht mitgerechnet sind.
Man kann das gut mit der Entwicklungshilfe in Afrika vergleichen. Nach der Hungersnot hätte man den Kontinent wieder verlassen müssen. Man muß Scheitern eingestehen können und die Funktionäre wieder Heim holen, damit nicht noch mehr Menschen an der ‘Hilfe’ sterben.
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