Robert von Loewenstern / 16.02.2022 / 06:00 / Foto: Pixabay / 130 / Seite ausdrucken

Für Herden-Medien: Erste Hilfe gegen Long-Gehorsam

Die Durchseuchung bei Medienvertretern mit dem Virus „Regierungsnähe“ zog erhebliche Langzeitschäden nach sich. Zur Bekämpfung von Long-Gehorsam hier Anregungen aus unserem Service-Ressort!

Zur Einstimmung eine Kurzgeschichte. Stellen wir uns vor, ein führender Astronom – nennen wir ihn Dr. Osten (Berlin) – erklärt, irgendwann im kommenden Herbst werde möglicherweise ein Asteroid auf der Erde einschlagen. Sein Kollege Prof. Kalauerbach (Haawad) pflichtet Dr. Osten bei: „Man kann das nicht ausschließen.“

Stimmt. So was passiert, ist auch schon öfter mal vorgekommen. Die Dinosaurier können ein Lied davon singen. Beziehungsweise sie könnten, wenn nicht vor 66 Millionen Jahren ein mittelgroßer Stein auf einen mexikanischen Badestrand gefallen wäre. Das Ereignis versaute damals nicht nur Yucatan-Besuchern den Jahresurlaub, sondern kegelte Riesenechsen en masse aus der Landschaft. Global, letal, final.

Wir halten fest: Ein Asteroideneinschlag ist ein Event der tendenziell unangenehmeren Sorte, ähnlich wie Darmgrippe, Energiewende oder eine grüne Kulturstaatsministerin. Politik und Medien gelangen daher zu der Überzeugung, dass es von Vorteil sei, sich auf das dräuende Ungemach vorzubereiten.

Die Lösung: Helmpflicht

Die Lösung für das Asteroidenproblem lautet: Helmpflicht. Das ist evident, sagt die Wissenschaft. Die muss es wissen, sonst hieße sie ja Glaubenschaft. Gesicherte Erkenntnis ist, Helme entfalten segensreiche Wirkungen, speziell dort, wo einem etwas auf den Kopf fallen könnte oder einem der Kopf auf etwas fallen könnte. Deshalb besteht Helmpflicht zum Beispiel auf Baustellen und Motorrädern. Und Fahrrädern, jedenfalls in Spanien, Finnland, Australien und einigen anderen Unterdrückerstaaten.

Aus den genannten Gründen wird das „Gute-Kopfbedeckung-Bevölkerungsschutzgesetz“ vorbereitet. Es soll im Bundestag nach individueller Gewissensentscheidung der Abgeordneten verabschiedet werden. Das ist ebenfalls evident, denn es handelt sich beim Tragen von Helmen um eine hochgradig moralisch aufgeladene Angelegenheit (außer auf Baustellen, Motorrädern und teilweise Fahrrädern).

Die Politik, die sich lange Zeit strikt gegen eine Helmpflicht ausgesprochen hatte, ist plötzlich mehrheitlich dafür. Der Sinneswandel hat rein wissenschaftliche Gründe: Die Bundestagswahl ist vorbei. Ähnlich verhält es sich bei den meisten Medienvertretern. Auch hier dominieren streng sachorientierte Erwägungen: Wenn der Wind sich dreht, drehen wir mit.

Helmleugner und Himmelsgegner

Im Bundestag werden parteiübergreifend drei Anträge zur Abstimmung gestellt:

Antrag 1 („Hardliner“): Helm-Tragepflicht 24/7, auch im Bett und beim Duschen. Begründung: „Helme helfen. Wer anderes behauptet, folgt nicht der Wissenschaft.“ Anhang: Link zu vergleichenden Haawad-Studien über Motorradunfälle mit Integralhelm, Stahlhelm und Naturglatze. Inkrafttreten: Ab sofort bzw. je nach Bekanntgabe auf der Website des staatlichen EGI (Eric-Gardner-Institut).

Antrag 2 („Gemäßigte“): Helmpflicht nur für Menschen über 50. Begründung: „Ältere zählen zu den besonders vulnerablen Gruppen. Jüngere können schneller zur Seite oder unter ein Vordach springen, wenn der Asteroid kommt.“ Anhang: Link zu Studien mit Fat Suits. Inkrafttreten: Unmittelbar ab Sichtung des Asteroiden durch das Karleidoskop von Prof. Kalauerbach.

Antrag 3 („Helmleugner“ bzw. „Himmelsgegner“): Nö. Begründung: „Wtf? Wir wissen nichts. Außer dass wir nichts wissen.“ Anhang: Link zu Best of Russian Car Crashes. Inkrafttreten: Nö.

Nachts ist es kälter als draußen

Nach monatelangem Hin und Her beschließen die Parlamentarier einen Kompromissvorschlag: Helmpflicht ab 50, aber nur außer Haus und bei Dunkelheit. Begründung: „Nachts ist es kälter als draußen.“ Bundestagsabgeordnete sind von der Pflicht befreit. Begründung: „Volksvertreter sind nachts entweder in der Kneipe oder bei der Geliebten. Also nicht draußen.“ Nach Verabschiedung des Gesetzes sprechen sich erste Politiker dafür aus, die Pflicht langfristig beizubehalten: „Wegen Klimawandel nehmen extreme Wetterereignisse zu. Helme schützen vor Hagel.“

Soweit unser gemeinsamer Ausflug in die Welt der Fantasie. Um welche literarische Gattung es sich bei der Geschichte handelt, haben Gebildete (vulgo Achgut-Leser) erkannt. Die korrekte Zuordnung lautet „Fabel“ (Stichwort Dinosaurier).

Aber egal, ob Fabel, Gleichnis, Parabel, Allegorie oder Metapher – gemeinsames Merkmal ist irgendwas mit Botschaft. Und damit sind wir bei euch, liebe Talkshow-Gastgeber, TV-Interviewer, Radiofuzzis und sonstige Leitmedien-Vertreter: Es geht um die Impfpflicht. Habt ihr gemerkt, oder? Also um das Bizarrste, was die Seuche bislang hervorbrachte (den Lauterbach-Karrieresprung von der SPD-Resterampe ins Gesundheitsministerium mal ausgenommen).

Phantom gegen Phantom

Seit Monaten redet ihr – und lasst endlos reden – über eine Impfpflicht gegen etwas, von dem wir nicht wissen, ob es stattfindet. Noch wissen wir, wie gefährlich es sein könnte, falls es stattfinden sollte. Dieses Phantom soll bekämpft werden mit einem anderen Phantom, von dem wir ebenfalls nichts wissen. Zum Beispiel, ob und wie viel das zu erfindende Gegenmittel nützt oder schadet.

Bei dieser Sachlage und zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Pflicht zur Empfängnis einer Biowaffe zu verordnen, ist absurd. Wisst ihr selbst, liebe Medien, ihr seid ja nicht doof. Was ich eigentlich sagen wollte: So was kommt von so was. Eine Ursache des Impfpflicht-Dadaismus sind Dummsprüche, die unwidersprochen so lange wiederholt wurden, bis Sender und Empfänger irgendwann daran glaubten.

Speziell ein Satz trug wesentlich zum intellektuellen Elend bei: „Die Impfung ist der einzige Weg aus der Pandemie.“ Diese Falschaussage wird noch heute bei gefühlt jedem zweiten Talk per Autopilot ausgestoßen, obwohl sie bereits vor zwei Jahren offenkundiger Nonsens war. Schließlich lagen mindestens drei weitere theoretische Exit-Möglichkeiten auf der Hand: Medikament, Durchseuchung und Mutation.

Wo war die Erfolgsprämie für ein Anti-Covid-Medikament?

Warum Option eins, die Medikamentenentwicklung, nie mit demselben Nachdruck und staatlicher Förderung verfolgt wurde wie die Suche nach einem Impfstoff, ist ein bisher ungelöstes Rätsel. Klar, die Pharmaindustrie hat ein hundertmal größeres Interesse an einem Impfstoff als an einem Medikament. Impfdosen lassen sich potenziell an jeden absetzen – sogar vielfach. Medikamente hingegen kann man nur im Bedarfsfall verticken, und Bedarf besteht vergleichsweise wenig. Man muss kein „Leugner“ sein, um festzustellen: Die meisten SARS-CoV-2-Infektionen verlaufen entweder unbemerkt oder mit milden Symptomen – auch schon vor Omikron.

Seit kurzem gibt es ein paar Medikamente, die wohl einigermaßen wirken. Nur, per Auslobung einer Erfolgsprämie von zum Beispiel einer schlanken Euromilliarde hätten sich viel früher viel mehr Pharmaunternehmen dazu bewegen lassen, unter Hochdruck Corona-Medizin zu entwickeln, statt sich am dreihundertfünfzigsten Impfstoff abzuarbeiten. Nein, die Zahl ist kein Witz.

Hätten wir vor einem Jahr Medikamente gegen schweren Covid-19-Verlauf gehabt, wäre uns eine Menge erspart geblieben, von Lockdowns bis zur Impfpflichtdebatte. Impfungen betreffen Gesunde, Medikamente gehen an Kranke. Der Unterschied: Gesunde wollen in Ruhe gelassen werden, Kranke wollen Heilung. Sie sind daher aufgeschlossener für alles mit Beipackzettel, egal wie lang. Einen vergleichbaren Aufstand wie gegen die Impfung hätte es gegen ein Medikament nie gegeben.

Warum nicht mal nachhaken, liebe Herdenmedien?

Meine Frage, liebe Herdenmedien: Warum nicht mal aus dem gewohnten Verhaltensmuster ausbrechen? Warum nicht öfter widersprechen? Zum Beispiel bei Bullshit-Bingo-Sprüchen wie „Jeder Tote ist einer zu viel“ oder „Impfen ist der einzige Weg aus der Pandemie“. Beide Hohlphrasen wurden gerade erst wieder in der „Anne Will“-Sprechstunde vom Sonntag ausgeschieden. Und warum nicht zur Abwechslung konsequent nachhaken? Zum Beispiel wegen der unterlassenen Medikamentenförderung?

Wenn ich „Herdenmedien“ sage, meine ich natürlich nicht sämtliche traditionellen Nachrichtenvermittler. Den Großteil der Aufklärung über Pleiten, Pech und Pannen der Pandemiepolitik verdanken wir schließlich wenigen großen Leitmedien und einzelnen Journalisten, die sich während der Merkel-Seuche weitgehend immun zeigten gegen Ansteckung mit dem offenbar hochinfektiösen Virus „Regierungsnähe“. Weit vorne bei den Resistenten und Renitenten waren Springer-Erzeugnisse, namentlich „Welt“ und „Bild“, die zahlreiche Missstände und Ungereimtheiten aufdeckten.

Sogar einige Großverdiener im Gebühren-TV fielen positiv auf, besonders Markus Lanz. Klar, auch da war nicht alles Gold. Die übermäßige Präsenz von Karl „Nachts lese ich Studien“ Lauterbach im Lanz-Talk trug wesentlich dazu bei, dass die wiedergeborene Heulboje Bundesminister wurde.

Die Weisheit der Dakota

Ja, es war ein Fehler des Südtirolers, „Apokarlypse“ Lauterbach zum Dauergast zu machen. Trotzdem, bei Lanz war immer ernsthaftes Bemühen um Wahrheitsfindung erkennbar. Der Gesprächsschaffende bot auch „Abweichlern“ wie Hendrik Streeck und Klaus Stöhr selbst dann eine Bühne, als sie woanders diffamiert und geblockt wurden. Nebenbei entwickelte er sich zum hartnäckigsten Interviewer der deutschen Medienlandschaft. Das zahlte sich aus. Seine Zuschauerzahlen stiegen kontinuierlich, die Abrufe in der ZDF-Mediathek verdoppelten sich.

Nicht überzeugt vom Lanz-Erfolg, liebe Long-Gehorsam-Geschädigte unter den Publizierenden? Dann hilft vielleicht eine alte Weisheit, die das Internet den Dakota-Indianern zuschreibt: „Wenn du entdeckst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab.“ Gut, ich gestehe, ich persönlich habe so meine Zweifel, was die Authentizität des Zitats angeht. Es handelt sich schließlich um einen Lifehack der Güteklasse „Wenn du Hunger hast, iss was“ oder „Wenn du groß musst, geh aufs Klo“.

Mir fehlen Detailkenntnisse, wie es um die kognitiven Fähigkeiten der „First Nation“-Angehörigen bestellt war. Aber mal ehrlich: Wie viele grenzdebile Dakota-Krieger müssen stunden- oder tagelang auf einem pulslosen Pony hocken geblieben sein, damit die Stammesführung es für nötig befand, eine passende Verhaltensregel für diesen speziellen Fall der Mobilitätseinschränkung zu verordnen? Erscheint mir eher unwahrscheinlich.

Wer nicht glaubt, zahlt nicht für die Predigt

Vielleicht erlaubte sich damals ein humorbegabter Dakota-Häuptling ein Scherzchen. Ein besonders systemtreuer Rauchzeichen-Zuständiger verbreitete dann die „Meldung“, ohne sie zu hinterfragen. Tja, und 200 Jahre später stehen wegen dieser journalistischen Fehlleistung alle Sioux-Nachkömmlinge als genuine Vollpfosten da. Die Lehre aus der Geschichte: Hinterfragen hilft. Auch gegen Rassismus.

Möglicherweise hatten sich die Dakota aber auch irgendwas Cleveres mit „aufs falsche Pferd setzen“ ausgedacht, und bei der Übertragung ging etwas schief. So oder so, totes Pferd oder falsches Pferd, liebe Medien, ihr solltet euer Verhältnis zu den Regierenden im ureigenen Interesse überdenken.

Es ist ja so: Die Politik hat sich – nicht erst im Zuge von Corona, aber da besonders offensichtlich – derartig viele kritikwürdige Entscheidungen, grobe Fehler, schlimme Unterlassungen und sogar dreiste Manipulationen geleistet, dass das Vertrauen der Bevölkerung in offizielle Verlautbarungen dramatisch sank. Falls ihr’s nicht mitbekommen habt, schaut mal hier. Oder hier.

Wer besinnungs- und bedingungslos der Regierungslinie folgt, gerät in Gefahr, im Strudel des Vertrauensverlustes mit unter Wasser gezogen zu werden. Falls ihr es vergessen habt, liebe Medien: Vertrauen ist die Währung, mit der ihr handelt. Wer nicht glaubt, zahlt auch nicht für die Predigt.

Kleine Übung im Hinterfragen

Die Transferleistungsempfänger des öffentlich-rechtlichen Rundfunks mögen jetzt milde lächeln, nur: Wenn die Stimmung weiter in den Keller geht, könnte sich die Politik in absehbarer Zeit durchaus genötigt sehen, den sprudelnden Gebührenhahn langsam zuzudrehen. Zwangszahler sind schließlich auch Wähler.

Also, liebe Medien, vielleicht üben wir einfach mal an einem kleinen, überschaubaren Beispiel, wie das mit dem Hinterfragen und Widersprechen ging. Ist ja ähnlich wie beim Joggen. Wer seit Jahren aus dem Training ist, kommt schon nach wenigen hundert Metern aus der Puste. Hier die Aufgabe zum Wiedereinstieg:

Als nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 die Mehrheit der Politik ihre Einstellung zur Impfpflicht um 180 Grad drehte, explodierten umgehend die sozialen Medien. Von „Wortbruch“ und „Wahlbetrug“ war die Rede. Selbst das fügsame Gebühren-TV konnte diese Anwürfe nicht ignorieren, ergo mussten sie bekämpft werden. Zum Glück fiel einer findigen politischen Fachkraft eine Entgegnung ein, die in Nullkommanichts zur Standardphrase der Wendehälse wurde.

Die „Situation“ hat sich geändert?

Beispielhaft und stellvertretend sei Ralph Brinkhaus zitiert, der Gerade-noch-Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag. Mitte Dezember erklärte er im ZDF-„Morgenmagazin“: Es sei „sicherlich so“ gewesen, dass „viele Politikerinnen und Politiker davon ausgegangen sind, dass sich mehr Menschen impfen lassen. […] Und wenn es derzeit angemessen ist, dass ein größerer Druck gemacht wird auf die Leute, die sich nicht impfen lassen, dann ist das kein Wortbruch, sondern Akzeptieren der Realität.“

Übersetzt: Als wir Politiker beim Leben unserer Vor- und Nachkommenschaft schworen, dass es niemals eine Corona-Impfpflicht geben werde, konnten wir nicht ahnen, dass das doofe Volk nicht freiwillig und zu hundert Prozent unserem Aufruf zum Anstich folgen würde. Ergo hat sich „die Situation“ geändert. Und wegen besagt geänderter „Situation“ ist es nicht nur gerechtfertigt, sondern „angemessen“, dass wir jetzt das Gegenteil von dem vertreten, was wir vor der Wahl versprochen haben. Ein angeblicher „Wortbruch“ liegt also mitnichten vor.

Nun die zugehörige Prüfungsfrage, liebe Medien. Vorab zur Beruhigung: Die Lösung lässt sich mit Bordmitteln finden, also ohne Web-Recherche und selbst mit knapp zweistelligem IQ. Damit es nicht zu schwer wird, verwenden wir das Multiple-Choice-Verfahren. Stifte raus, los geht’s: Welche der drei folgenden Reaktionen auf die oben angeführte Argumentation wäre journalistisch korrekt und angebracht?

Erster kleiner Therapieschritt

1. „Bruhaha, ich mach mich nass. Netter Versuch!“

2. „Vielen Dank für die Antwort. Und Respekt für die frechste Ausrede des Jahrzehnts.“

3. „Geht’s noch? Wer eine Impfpflicht ausschließt (oder fordert), tut das nur im Hinblick auf die Möglichkeit, dass sich nicht ausreichend Freiwillige spritzen lassen. Wofür denn sonst? Die ,Situation’ hat sich also nicht geändert, sondern es ist exakt der Fall eingetreten, für den die Corona-Impfpflicht kategorisch verneint wurde. Daher handelt es sich beim politischen U-Turn ohne Zweifel um einen lupenreinen Wortbruch.“

Auflösung: Alle drei Repliken sind geeignet, erforderlich und angemessen. In dieser schlichten Klarheit ließ bisher niemand die Luft aus der „Geänderte Situation“-Verteidigung. Also, liebe von Long-Gehorsam betroffene Kollegen, gebt euch einen Ruck. Versucht als ersten kleinen Therapieschritt die aufgezeigte Gegenrede, wenn das nächste Mal jemand mit dem Geschwalle von der „geänderten Situation“ um die Ecke kommt.

PS: Gern geschehen.

Foto: Pixabay

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Leserpost

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Richard Loewe / 16.02.2022

Baerbock hatte einen Vordruck dieses Artikels und hat den Helm schon mal aufgesetzt? Zwei Helme werden im Herbst kommen und freitags werden dann nicht nur alle Schulkinder, sondern alle-hier-Lebenden mit Helm auf die Straße gehen, damit der Meteor von den Helmen zurück ins Weltall katapultiert wird. Das wird dann als Baerbock-Trampolineffekt in das Kleine Rote Buch des Meteorismus’ aufgenommen werden. Allerdings mußten leider die Grenzen dicht gemacht werden, weil die ausländischen Medien anti-meteoristische Verschwörungsmythen verbreitet haben.

Alexander Mazurek / 16.02.2022

Kommen Sie, wozu die Aufregung. Wenn “duck and cover” nachweislich gegen Nuklearwaffen schützte, dann schützt es erst Recht gegen Corona, den Klimawandel und sogar vor politisch induziertem Irrsinn.

Jan Häretikus / 16.02.2022

Der „schmallippige Dünne ohne Fliege“ hatte irgendwann Ende 2021 folgenden prophetischen Satz aus seinem salzlosen Körper herausgenuschelt: Bis März sind „die meisten Ungeimpften von heute entweder geimpft, genesen oder leider verstorben.“ Ich bin bis heute weder geimpft, genesen, noch gestorben. Und heute ist bereits der 16. Februar. Die Zeit wird langsam knapp; nur noch13 Tage bis Ultimo. Impfen lasse ich mich nicht. Krank werden und genesen könnte ich noch. Aber sterben? - Ich weiß, man sollte mit dem Sterben keine Scherze machen. Aber es muß einfach mal raus. – Nun mache ich mir doch schon langsam Sorgen, ob ich das mit dem „leider gestorben“ noch bis zum 29.2. schaffe. Ich denke schon an Alternativen, denn die Prophetie des „schmallippigen Dünnen ohne Fliege“ ist – Merkelche Lebensweisheit – alternativlos. Alternative eins: Mitternacht bei Rot über die Straße laufen. Alternative zwei:  Ohne Helm unter ein Windrad stellen. Alternative drei: kann man sich in 13 Tagen mit Genuß zu Tode saufen?

dina weis / 16.02.2022

@Hans Reinhardt Ein markiger Kommentar! Die “Pfauenfeder im Hintern” war besonders gut. Warum Menschen dies alles tun, hängt sicher mit der allgemeinen Blödheit und der Gier zusammen. “Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten” sagte schon Einstein. Deshalb auch der Grund warum dieses Narrativ funktioniert. Das Vollbild einer kollektiven Psychose entwickeln in einer entsprechenden Massensituation etwa 30% der Menschen. Denen kann man alles andrehen. Weitere 40% schweben zunächst noch irgendwo dazwischen; sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus Anpassungsbedürfnis, aus Autoritätsgläubigkeit, aus Profit- oder Karriere-Gründen oder auch aus unterbewusster Angst vor der Wahrheit, weil man zum Mittäter geworden ist. Der Rest sind die bösen Selbstdenker, denen man an den Karren fährt, weil sie das gefälligst zu unterlassen haben, um das System nicht in Frage zu stellen. Wichtig ist die 40% wach zu kriegen, denn davor fürchtet sich das System, dessen Bestreben es ist die Opposition platt zu machen, um rücksichtslos durchregieren zu können.

H. Merenz / 16.02.2022

Eine Freude, sie zu lesen. Ein ernstes Thema sarkastisch witzig aufbereitet, und dabei punktgenau gelandet. Bleibt die Hoffnung, dass auch Mainstreamjournalisten diese Seite lesen, vor Scham im Boden versinken und sich dann ihres vergangenen Berufsethos erinnern. Ich warte…

Günter H. Probst / 16.02.2022

Die Drohung mit dem Hahn zudrehen, zieht nicht. Bisher hat sich das Einschleimen der Angestellten der staatlichen Propagandaanstalten bei den jeweils politisch Herrschenden durch stetige Gebührenerhöhung bezahlt gemacht. Viel mehr nachdenken sollte man über den Tatbestand, daß eine erhebliche Anzahl der Wähler, wie die Hunde des Herrn Pawlow, ihre Gehirne nach der Politpropaganda ausrichten, und so für die richtige Wahl präpariert werden. Das macht sich dann wieder für die politisch Herrschenden bezahlt.

Petra Wilhelmi / 16.02.2022

Zum illustren Kreis der Covid-Jünger möchte ich heute Herrn Kretzschmer, Ministerpräsident ins Sachen vorstellen. Er und die Gesundheitsministerin Köpping, jetzt SPD, vormals in der DDR immer im Staatsapparat in leitender Stellung (Dipl Staatswissenschaftlerin), haben mir heute und meinem Mann einen Werbebrief geschickt. Darin werden wir beide eindringlich davor gewarnt, nicht falschen Informationen auf den Leim zu gehen und uns nicht verunsichern zu lassen, schließlich wäre die Impfung das einzige, was uns vor einem schweren Krankheitsverlauf schützen könne. Also wurden Steuergelder für solch einen Unfug verplempert. Ich bin auf 180 gewesen, als ich den Brief las und fragte an, wer den falsche Infos unter die Masse brächte. Ob es Dr. Yeaton wäre, die Israelis, die WHO, international renommierte Wissenschaftler, die Studien erstellt haben usw. usf. Ich habe ihn in dem Schreiben auch gefragt, ob er nicht vor dem Abschicken des Werbebriefes mal Servus-TV gesehen habe und sich in die Statistik vertieft hätte, ob er VAERS, das US-Militär oder die US-Versicherungsfirma als falsche Informanten gemeint haben könnte. Ich finde es als eine Frechheit, dass sich ein Ministerpräsident, mit solch einen blöden Brief an den Steuermitteln vergreift und dazu noch meine Nerven strapaziert. K. ist und bleibt eben ein .... jeder kann sich sein schlimmstes Schimpfwort jetzt hineindenken.

Fritz Dieterlein / 16.02.2022

In der Verwandtschaft ist einen Arzt für Allgemeinmedizin. Dieser Arzt heilt mit den üblichen Medikamenten für Menschen und   Arzneien aus der Tiermedizin Corona erkrankte Menschen. Auch Patienten denen es schon sehr schlecht geht.  Wichtig dabei,  die Patienten müssen noch selbständig atmen können. M.f.G.

Justus Liebig / 16.02.2022

Das ist alles schön und gut. Das Problem ist aber, die Gruppendynamik. Sofern die Regierungstreuen die Sache noch fest im Griff haben, wird jeder Nagel, der herausschaut, gnadenlos gehämmert. Wer da kein Opportunist ist, weil er noch Haus und Hof abzuzahlen hat, ist wahrscheinlich Masochist oder suizidgefährdet. Nichts Menschliches ist mir fremd, also hab ich schon Verständnis, dass die meisten stillhalten. Man kann nur ausscheeren, wenn das Schaf bereits im Trockenen sitzt. Wer es dann allerdings nichts tut, ist ein anerkanntes Arschloch.

Thomas Hechinger / 16.02.2022

Lieber Herr von Loewenstern, Ihr Artikel ist Balsam für waidwunde Seelen. Jeder Satz ein Volltreffer. Das Lachen entkrampft den Körper.

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