Joachim Nikolaus Steinhöfel / 08.09.2017 / 18:00 / 20 / Seite ausdrucken

Fünf Fragen an Christian Lindner von der FDP

Fünf Fragen an Christian Lindner von der FDP. Ort des Geschehens: Der Besucherplatz vor dem Norddeutschen Rundfunk. Das Interview fand in meinem Diesel statt. Und Christian Linder wurde eine Frage gestellt, die ihm noch nie gestellt wurde. Das merkt man auch. Es geht um das Zensur-Gesetz von Heiko Maas ("Netzwerkdurchsetzungsgesetz"), das sowohl FDP als auch Linke und AFD ablehnen. Würde die FDP mit der Linken und der AFD – und nur in dieser immens wichtigen verfassungsrechtlichen Frage – mit der Linken und der AFD zusammenarbeiten, um ein 25 protzentiges Quorum der Bundestagsabgeordneten zu erreichen, das notwendig ist, um den Fall nach Karlsruhe vor das Bundesverfassungsgericht zu bringen?

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beat schaller / 09.09.2017

Herr Steinhöfel, Sie sind einfach ein Hammer! Danke dass Sie uns Zeigen, wie es , auch gemacht werden kann!  Sie wären einer meiner Kandidaten ganz oben auf meiner Liste.  Es braucht etwas Zivilcourage und schon kommen die Dinge an die Oeffentlichkeit.  Danke für Ihr Interwiew und das dann auch noch im “Diesel”. Grosse Klasse! b.schaller

Robert Orosz / 09.09.2017

Alles wie gehabt. Wie zu Zeiten von FJS: “Das einzig Berechnbare an der FDP ist dessen Unberechenbarkeit”. Ich denke, die FDP wäre in der Opposition gut aufgehoben.  Nur da kann Sie über sich selbst wachsen.

Gerd Kammerer / 09.09.2017

Typisch FDP und Lindner. Selbst, wenn es um wichtigste Dinge, wie das Grundrecht auf Meinungsfreiheit, geht, würde er lieber mit dem Unding NW-Durchsuchungsgesetz leben, als die Chance zur dessen Beseitigung ergreifen. Das sind wahre selbsternannten “Demokraten”.

Turanski Edith / 09.09.2017

Wer Augen hat zu sehen, der sehe; wer Ohren hat zu hören, der höre… (MK 8,18)

Bernhard van Akker / 09.09.2017

Klasse!!! Steinhöfel statt Will/Meischberger /Illner und wie die ganzen Journalismus-darsteller sonst heißen!

Bärbel Schneider / 09.09.2017

Die Antwort auf die Frage, ob die FDP mit AfD und Linkspartei zusammenarbeiten würde, um das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu kippen, war nach meiner Auffassung ein klares JEIN, das eher zum Nein tendiert. Wenn man für den Erhalt der Meinungsfreiheit ist, hat man wohl also eher keinen Grund, FDP zu wählen.

Matthias Popp / 09.09.2017

Sehr geehrter Herr Steinhöfel, Vielen, vielen Dank für dieses kurze Interview! Es ist aussagekräftiger als jede beliebige Indoktrinations-Show der Illner, Will, Slomka etc. Der Zuschauer/Wähler ist durchaus noch begierig auf wirkliche Information, wenn er sie denn irgendwo verläßlich finden kann, Zur Zeit geht das nur noch in der ausländischen Presse (NZZ) und auf der ACHSE.

Ludwig witzani / 09.09.2017

Es ist erschütternd zu sehen wie egal der FDP das Land ist. Wir müssen nicht regieren, sagt der Sonny Boy so, als wäre es nicht längst fünf vor zwölf. Nur wegen seiner Vorbehalte gegen die afd will er den Gang nach Karlsruhe vermeiden, dann eben nicht, Hauptsache die FDP behält ihre reine Weste. Eine FDP, die den alten opportunismus mit einer neuen achselzuckenden Gleichgültigkeit verbindet. Mit dieser Partei ist eine Trendwende ganz bestimmt nicht zu erwarten.

N. Müller / 09.09.2017

Jetzt sollte allen klar sein, dass sich mit der FDP null, REIN GARNICHTS ändert. Es bleibt am 24. wohl nur eine Alternative… Danke, Herr Steinhöfel, so geht Journalismus.

Andreas Rochow / 08.09.2017

Sich zu Koalitionsfragen NICHT äußern zu wollen, weil noch nicht gewählt wurde, ist Resultat eines gravierenden Webfehlers unseres Wahlgesetzes. Lindner genießt als FDP-Chef die Aussicht, irgendwie (wieder) das Zünglein an der Waage sein zu dürfen. Deswegen hält er alle Optionen offen, die seine Phantasie zulassen. Insofern ist es logisch, dass er sich vor der Wahl nicht einmal zu Sachfragen wie dem 25-Parlamentarier-Quorum äußert, das erforderlich ist, um das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu kippen. Wichtige Sachfragen MÜSSEN vor der Wahl also außen vor bleiben, weil das Wahlgesetz so ist wie es ist. So wird die Wahlurne zur Wundertüte und Aussagen der FDP bewegen sich im Bereich der Irrelevanz. Vielen Dank für die klaren Interviewfragen.

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