Tom David Frey, Gastautor / 07.12.2023 / 12:00 / 14 / Seite ausdrucken

Frey in Israel: Terror-Alltag in Jerusalem

Immer wieder kommt es in Israel zu blutigen Attentaten. Messerstechereien, Sprengsätze oder Schusswaffen nehmen Zivilisten das Leben. Einen Tag nach einem tödlichen Attentat herrscht am Ort des Geschehens scheinbare Normalität. Warum ist das so? 

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Leserpost

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Lutz Herrmann / 07.12.2023

Derweil will die deutsche Regierung eine Einreisesperre für radikale jüdische Siedler. Lustig. Juden dürften sie identifizieren können. Kernkompetenz seit 1933. Vielleicht sollten sich Israelis als Taliban ausgeben. Die dürfen bekanntlich unbehelligt quer durch Europa tingeln.

Wilfried Cremer / 07.12.2023

Lieber Herr Frey, wenn Baerbock Israel ermahnt, zivile Opfer zu vermeiden, ist das wie die Binnenethik innerhalb der Mafia. Der Grinsekanzler passt in dieses Bild (fehlt nur die Sonnenbrille), aber auch die Mehrheit der Regierungschefs und Großsprecher der Welt sind ehrenwerte Leute in besagtem Sinne.

Isabella Martini / 07.12.2023

Ihre Videos geben auch immer tiefe Einblicke in die jüdische Seele. Danke. Lasst endlich die Juden in Frieden leben!

Johannes Ehrlich / 07.12.2023

Warum ist das so? Weil Israel gerade 500.000 Palästinenser obdachlos gemacht hat. Weder Israel noch die Hamas werden den Nahostkonflikt lösen. Das ganze ist ein Spiel der Supermächte.

Johannes Schuster / 07.12.2023

Tom hat hier etwas sehr wichtiges aufgetan: “Die NORMALITÄT DES TATORTES”: Hier schließen sich zwei Normalitäten an: Die Normalität des Täters und die Normalität des Opfers ! Jede deutsche Stadt ist eine “Normalität des Tatortes” ! Jede Stadt ist ein Teil im Holocaust. Nur daß die Leute eine andere Normalität für sich unterhalten ist bei den “Kindern der Opfer und den Kindern der Täter” eine Frage der - - Verzerrung - - in der Wahrnehmung: Bei den Kindern der Opfer ist es ein schmerzende Menge, bei den Kindern der TÄTER ist es eine familiaristisch errichtete Schizophrenie ! Und jetzt komme ich wieder auf die Psychologie und Judith Kestenberg und Tilmann Moser: Diese Opfer - Normalität ist Israel ist “Made in Germany” ! Die Juden sind nicht stark, sie sind nur an die Trauma in einer Form der inneren Selbstaufgabe gewöhnt ! Das ist eine Lähmung, keine Stärke ! Auch im Ghetto und im Lager mußte man “normal” leben. Aber man ist nicht “normal” in diesem Ghetto. Der Täter ist nicht normal und diese Psychopathie der Täter (und ihrer Brut) formt das Leid des Opfers mindestens diffus immer wieder neu: Wenn ein deutscher Politiker an einem Mahnmal steht, stellt er sich über “seinen Juden”. Die Anordnung der Subordination entsteht - sofort - !. Diese “Normalität” in Israel ist im Grunde eine Verstörtheit, die seit der Shoa nicht enden will. Es ist eine Art kollektive Apathie, die man ökonomisch gestaltet. Wichtig ist aber, daß wenn die Deutschen eine “transgenerationale Weitergabe von NS - Pädagogik” (Anja Röhl)  aufweisen, die Juden eine solche Weitergabe der Trauma aus der NS - Zeit in den Familien “auf der anderen Seite des Zauns” zu tragen haben. Das Ausnutzen einer kollektiven Verstörung nach einem Völkermord, das ist die internationale Politik in Bezug auf Israel. Hier höre ich auf zu schreiben, mir wird diese diabolische Verknüpfung der Einflüsse und ihrer Tragweite gerade schlagartig zuviel. Ein Apfel vom Baum ist eine Erkenntnis, 10 Äpfel sind eine Bürde.

Dirk Jungnickel / 07.12.2023

Danke, David ! - Sehr authentisch….und sehr beeindruckend das Interview… Bitte engagiere Dich weiter ! Herzliche Grüße !

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