Peter Grimm / 09.01.2017 / 10:00 / 4 / Seite ausdrucken

Fremdenfeindliche Fremde?

In Bremen ist ein 15jähriger Syrer getötet worden. Eine Gruppe junger Männer habe den Jugendlichen schon in der Neujahrsnacht überfallen, zusammengeschlagen und -getreten. Seine Kopfverletzungen waren so schwer, dass er zur Behandlung in ein künstliches Koma versetzt werden musste. Trotz aller ärztlichen Bemühungen ist nun, am ersten Wochenende des neuen Jahres, der Tod des jungen Mannes bekannt gegeben worden.

In der Neujahrsnacht wird auf einer deutschen Straße ein junger syrischer Asylbewerber erschlagen. Wo bleibt die lautstarke Empörung über eine solche Tat? Warum fordert niemand Konsequenzen, wie ein schärferes Vorgehen gegen die Täter? Warum zeigen sich all die Hass-und-Hetze-Sensiblen angesichts einer realen Bluttat so seltsam kaltherzig? Es wird doch wohl nicht etwa damit zusammenhängen, dass die Polizei recht schnell sagen konnte, dass es keinen Hinweis auf einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe, weil sich unter den Tätern kein Deutscher befunden haben soll? Der moderne, weltoffene Deutsche zeigt offenbar nur Mitgefühl gegenüber Opfern von deutschen Tätern.

Interessant ist nur die Frage, warum Fremdenfeindlichkeit den deutschen Ermittlungsbehörden als deutsches Privileg gilt und als Motiv auszuschließen ist, nur weil die Täter keine Einheimischen sind? Wir haben doch nicht zuletzt dank der Willkommenspolitik auch Zuwanderer verschiedener Ethnien bekommen, die sich im Heimatland gegenseitig umbringen. Auch das Töten aus weltanschaulichen Gründen ist so manchem Zuwanderer leider nicht fremd. Sehr fremd sind viele Asylbewerber von ihrer Herkunft her aber untereinander und können – die Reihe von Gewalttaten in Asylbewerberunterkünften bestätigt dies – gegenseitig höchst fremdenfeindlich sein.

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Leserpost

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Joe Haeusler / 09.01.2017

Kollateralschäden auf dem Weg ins Parallel-Welt-Multi-Kulti-Paradies. Deshalb wurden auch die deutschen Opfer von Djerba, Paris und Berlin gesichts- und geräuschlos verscharrt. Keine geschäftsschädigenden Meldungen, bitte!

sabine erdmann / 09.01.2017

Als ich mit meinen Schülern im Englisch-Unterricht den Jugendroman"Coming of Age” las, waren diese extrem überrascht, um nicht zu sagen schockiert davon, dass das Thema “Rassismus unter Schwarzen” recht großen Raum einnahm - ein Thema, das ihnen völlig abwegig erschien. Jugendlichen kann man das verzeihen, man kann sie nämlich informieren und die verschiedenen Seiten einer Medaille zeigen. Den Medien ist das weder zu vergeben noch zu vergessen, es zeugt von gravierendem Unwillen, die Wirklichkeit abzubilden. Bloße Unfähigkeit kann das nicht mehr sein. Aus genau dieser Quelle speist sich der immer lauter werdende Vorwurf der “Lückenpresse”. Der Begriff “Lügenpresse” trifft es tatsächlich nicht, weil die Kunst des Weglassens mittlerweile bis zur Perfektion getrieben wurde. Manchmal möchte man schon mal in einer Redaktionssitzung Mäuschen spielen. Stehen wirklich alle Mitarbeiter hinter dieser Art “Qualitätsjournalismus”??

Thomas Dornheck / 09.01.2017

“Warum zeigen sich all die Sensiblen so seltsam kaltherzig?” Das ist ganz einfach: Simone Peter konnte nicht protestieren, weil der Totschlag an dem Syrer nicht in ihr Weltbild paßt. Weil keine prügelnde oder rassistische Polizei beteiligt war. Weil keine Nazis verhaftet worden sind. Weil sie aus einem Verbrechen unter Ausländern kein politisches Kapital schlagen kann. Andere Grüne oder Linke werden sich ebenfalls keinerlei Betroffenheit äußern. Es wird keine Lichterketten geben und keine Mahnwachen. Keine politischen Forderungen. Nicht einmal anklagende Facebook-Posts. Der Totschlag wird von den Ideologen ignoriert werden. Denn tief in ihrem Herzen sind Grüne wie Simone Peter und Claudia Roth davon überzeugt, daß Ausländer bessere Menschen sind als Deutsche.

otto regensbacher / 09.01.2017

Dass sich Migranten gegenseitig bekriegen und sogar Unterkünfte verwüsten, das erlebten wir schon des Öfteren. Aber gemordet wird eben auch, wie der zitierte Vorfall beweist. Nun wird natürlich, wie das im Land der Merkel bereits üblich ist, nichts über die Nationalität der Schläger und Mörder, in Presse und Fernsehen berichtet. An diesem Vorfall erkennen wir wieder, wie weit die “gelenkte Demokratie” der Merkel bereits gediehen ist. Andererseits berichten Presse und die beiden Staatsfernsehanstalten ausführlich und detailliert, wenn rechtsradikale Idioten gegenüber Merkels Migranten Randale machen. Auch dies ist ganz im Sinne der Migrantenkanzlerin! Damit haben WIR, das sind “Diejenigen, die hier schon länger leben” abzufinden!

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