Nie im Leben hätte ich mir träumen lassen, dass ich mich eines Tages als Frau in Deutschland in vielerlei Hinsicht in Gefahr befinde.
Ich habe fest daran geglaubt, dass die jahrelangen Kämpfe um Frauenrechte in Stein gemeißelt sind. Ich habe fest daran geglaubt, dass Ungleichbehandlung, Unterdrückung und fehlender Respekt gegenüber dem weiblichen Geschlecht der Vergangenheit angehören und wir in Deutschland sicher leben können.
Verantwortungslos fluten Millionen Männer, deren Kultur Frauen gegenüber Missachtung entgegenbringt, die fest davon überzeugt sind, dass Frauen Männern gegenüber unterlegen sind, ihnen naturgemäß untertan sind, ihnen als achtloser Spielball fungieren und ihnen gegen ihren Willen ausgeliefert sind, Männer von ihnen als Sexualobjekt missbraucht werden dürfen, unser Land. Zusätzlich nimmt man ihnen mit dem gerade beschlossenen Selbstbestimmungsgesetz die so dringend nötigen Schutzräume, nimmt billigend in Kauf, dass sie Perversen zum Opfer fallen.
Es fühlt sich an, als befände man sich in einem schlechten Film, einem Albtraum; und dass es andere Frauen gibt, die diesen Wahnsinn unterstützen, lässt einen am gesunden Menschenverstand zweifeln. Nicht zu vergessen, dass auch Schwule und Lesben unter dieser politischen Fehlentscheidung leiden, ungewollt weggetranst zu werden. Meine Verachtung für eine Regierung, die es sich scheinbar zum Ziel gemacht haben, diesem Land auf so vielen Ebenen in kürzester Zeit größtmöglichen Schaden zuzufügen, steigert sich von Tag zu Tag. Ich zähle die Tage, an dem dieses Desaster ein Ende hat.
Malca Goldstein-Wolf ist eine deutsch-jüdische Aktivistin und Publizistin, die sich gegen Judenhass einsetzt. Neben ihrem Aktivismus als ehrenamtliches, geschäftsführendes Mitglied des deutschen Präsidiums von Keren Hayesod, Israels größter Spendenorganisation, sammelt sie Gelder für israelische Menschen in Not.
Hallöchen, diese „Selbstbestimmung“ ist in Wahrheit eine Fremdbestimmung, nämlich durch den bösen Feind. Und übrigens ist Ihnen ein Verdreherchen passiert, jetzt suchen Sie mal schön!
Nun, verehrte Frau Goldstein-Wolf, Sie zählen die Tage, bis das Desaster ein Ende hat. Nur leider werden Sie da wohl länger zählen müssen. Erst wird die Union zusammen mit den Trümmern der Ampel so weitermachen wie bisher, vielleicht hie und da ein bißchen Fassadenkosmetik, das war´s dann aber schon. Wie lange diese scheinbürgerliche Trauerspiel gehen wird, wissen wir nicht. Wer einen grundsätzlichen Politikwechsel in diesem Land will, wird sich wohl oder übel klar positionieren müssen.