Tamara Wernli / 28.11.2020 / 12:00 / 46 / Seite ausdrucken

Frauenquote: Wir müssen uns wehren!

Viele berühmte Frauen aus Politik und Kultur feiern sich gerade in einer Stern-Kampagne als „Quotenfrau“ – und werden von den Medien hofiert. Warum es großartig ist, das Label „Quotenfrau“ verpasst zu bekommen, erklärt Frau Wackenberger-Wullschleger im Gespräch mit Tamara Wernli. (Achtung: Satire-Video!)

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Foto: Tamara Wernli

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Wiebke Ruschewski / 29.11.2020

Ich persönlich bin auch kein Freund von Quoten. Es ist dabei unerheblich, ob es sich um eine Frauen-, Behinderten-, Migranten-, Schwulen- oder sonstwas für eine Quote handelt. Chancengleichheit ist eine gute Sache, aber wie das Ergebnis dieser Chancengleichheit ausfällt, sollte man dem Zufall bzw. dem Bedarf überlassen. Wenn bspw. nur 20% der Flugschüler weiblich sind, dann macht es keinen Sinn, lautstark eine 35% Pilotinnenquote zu verlangen. Die eine oder andere Quotenfrau macht ihren Job aber sicherlich ganz vernünftig. Allerdings nicht WEIL, sondern OBWOHL sie eine Quotenfrau ist. Die Eignung sollte darüber entscheiden, ob man einen Job bekommt und nicht das Geschlecht. Allerdings ist es auch in anderen Bereichen zunehmend üblich, es mit dem Leistungsprinzip nicht mehr so genau zu nehmen. Ich erinnere mich an den Fall einer Mutter vor einigen Jahren, die unbedingt erzwingen wollte, dass ihr an Trisomie 21 leidender Sohn auf das Gymnasium gehen darf, auf das auch sein - gesunder - Kumpel demnächst gehen sollte. Es entbrannte ein heftiger Streit. Wie es ausging, weiß ich nicht mehr. Es entspricht leider dem Zeitgeist, anzunehmen, man habe quasi ein Recht auf alles was man gerade so möchte. Man darf auf`s Gymnasium, wenn man es möchte, man darf studieren, man kriegt einen begehrten Posten. Selbst dann, wenn die erwarteten Leistungen eigentlich nicht erfüllt werden. Notfalls wird geklagt! Auf die Dauer kann so eine Entwicklung nur in die Bedeutungslosigkeit führen. Nebenbei bemerkt: Ich bin damals über ein Losverfahren an meinen Studienplatz gekommen, da meine Abi-Note eigentlich zu schlecht für das Fach war. Es nahm keinen guten Ausgang. Die negativen Auswirkungen spüre ich bis heute. Auch aufgrund der eigenen Erfahrungen sehe ich Quoten sowie “Chancen” für Leute, die eigentlich nicht gut genug sind skeptisch und egal was die Frauen im “Stern” sagen, es hat ein Geschmäckle eine Quotenfrau zu sein!

Reinhold Schmidt / 28.11.2020

Nachdem wir nun quasi gesetzlich eine Frauenquote auf der Grundlage der Gleichberechtigung haben (derzeit beschränkt auf eine Anzahl von höchstbezahlten 29 Stellen), wird es nun endlich mal Zeit das Thema Männer- und Diversenquote voran zu bringen. Also endlich Männer- und Diversenquoten in Kindergärten und -krippen, in Grundschulen, beim Pflegepersonal in Krankenhäusern und Altenheimen, in Sozial- und Familienberatungsstellen, an Supermarktkassen, in Modegeschäften, bei Flugbegleitern, als Tabledancer und Sexarbeiter, bei Arzt- und Zahnarztfachangestellten, bei Rechtsanwalt- und Steuerfachangestellten, als Friseure und Kosmetiker usw. Solange hier nicht entsprechend Männer und Diverse eingestellt oder beschäftigt sind, dürfen ab sofort keine Frauen mehr neu eingestellt werden.

Dr. Kathleen Hengstenberg / 28.11.2020

Menschen mit klarem Menschenverstand und Überzeugungskraft brauchen keine Quote!  Für mich ist sie eine Beleidigung. Dr. Kathleen Hengstenberg

P. Giebler / 28.11.2020

Schön auf die Schippe genommen! Aber mal ernsthaft: Kann es für selbstbewusste Frauen etwas Schlimmeres geben, als ein solches “Outing”? Jede Frau, die sich ihre Position durch Leistung und Kompetenz erarbeitet hat, gerät doch geradezu unter Generalverdacht, es nur aufgrund ihres Geschlechts geschafft zu haben. Ich kenne viele Frauen, die dies ungerechtfertigter Weise treffen könnte und für die tut es mir Leid.

Elias Schwarz / 28.11.2020

Ich frage mich, wann die erste Ärztin, eine schlaue und kompetente Ansprechpartnerin, eine vorsichtige Bitte erhält, sich durch einen Mann ersetzen zu lassen, weil er sicher ein Arzt ist und sie vielleicht doch nur eine Quotenfrau.

Karla Kuhn / 28.11.2020

Wenn man mir den Stempel “Quotenfrau” aufgedrückt hätte, hätte ich mich geschämt. und vor allem abgelehnt.  Egal ob Mann oder Frau, eine Einstellung DARF NUR nach der QUALIFIKATION geschehen und zwar mit einer guten NOTE !  Dr. Joachim Lucas, ja, “Dummheit und Stolz, wachsen auf einem Holz” ein guter alter Spruch und meistens passend.  Wie wäre es mit einer PFLICHTQUOTE bei Kanalarbeiterinnen, Kranführerinnen, Straßenkehrerinnen,  Müllwerkerinnen etc. pp.?  ALLES auch FRAUENBERUFE im Unrechtssaat . Diese Frauen habe diese Berufe mit Würde erledigt, übrigens OHNE QUOTE ! Freiwillig, denn sie wurden recht gut bezahlt !!  Thomas Koch,  nee, ich kann mir keinen Mann vorstellen, der sich mit bestimmten Frauen “hochschlafen” möchte, trotzdem herzlich gelacht.

Henri Brunner / 28.11.2020

Wolfgang Kaufmann / 28.11.2020 “Schon zu Corona-Zeiten wurde festgestellt, dass an dem Virus zwar mehr Männer sterben als Frauen, dass aber Frauen mehr darunter leiden als die Männer.” Nun ja, wenn die Frauen etwas wirklich gelernt haben und im ff beherrschen, dann dies.: “Lerne jammern, ohne zu leiden !”

Wilfried Cremer / 28.11.2020

Es geht abwärts Richtung Tiefsee, wo der Mann nur als ein winziges Geschlechtsorgan mit Augen in der Haut der Holden nistet und so aussieht wie ein Pickel.

Leo Hohensee / 28.11.2020

@Petra Wilhelmi - Liebe Frau Wilhelmi, jeder verständige Mensch wird Ihnen und Frau Wernli Recht geben. Bei einer Stellenbesetzung ist die Einhaltung einer Frauenquote per Gesetz einfach dummes Zeugs. Frau Wernli sagt es glasklar, Chancengleichheit ja (!), aber Bevorzugung wegen des Geschlechts mit der Folge, dass die besseren Fähigkeiten eines Mitbewerbers missachtet werden MÜSSEN, ist dummes Zeugs ! . // Sie schreiben: “... na da geben wir ihr (dem Geschlechtswesen) mal einen Posten, wo sie nicht soviel Schaden anrichten kann. ...” Mal ehrlich gefragt, spült nicht solch ein Quotengeschisse genau solche “Kampfemanzen” (von Löwenstern) in die ersten Reihen, die nicht aufzuhalten sind beim Anrichten von Schaden, egal wo und wie? In der Politik, wie wir erleben, sind die Wirkungsweisen der Quoten-Damen im Wesentlichen von Sendungsbewusstsein getrieben. Deren Wirken ist weit ab von „normal und maßvoll” ! Kompetenz wurde bei der Verteilung der Ämter nicht mit aus der Tombola gezogen !- Soweit ein kurzer Seitenblick zur politischen Ämterverteilung. Dieses Wissen sollte Mahnung genug sein, eine Quotenregelung nicht in die freie Wirtschaft zu übernehmen..  beste Grüß

Frances Johnson / 28.11.2020

Sich feiern ist in. Hier ein weiteres Beispiel, auch von achgut schon beleuchtet: “Wer dagegen Bestätigung sucht, wendet sich an die letzte Gruppe. „Preaching to the choir“, nennen Amerikaner das: eine Predigt für den (Kirchen-)Chor. Irgendwie sinnfrei, aber es fühlt sich gut an und man bekommt eine Menge Applaus. Nach Monaten der Kritik am durchaus kritikwürdigen Umgang mit der Corona-Pandemie, hat sich die Bundesregierung in den letzten Wochen dazu entschlossen, sich selbst mit Zuspruch zu belohnen.” Hübsch nicht? Johannes Boie vom Feinsten, w-on.

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