Die durchschnittlichen Renten der Frauen in Ostdeutschland sind wesentlich höher als im Westen. Das liegt an der traditionell höheren Beschäftigung von Frauen in den neuen Bundesländern. Bei den Männern ist der Ost-West-Unterschied dagegen gering.
Die Renten von Frauen zeigen ein deutliches Gefälle zwischen West- und Ostdeutschland. Westdeutsche Frauen erhalten durchschnittlich weniger als 1000 Euro monatlich, während im Osten keine Durchschnittsrente unter 1100 Euro liegt, meldet spiegel.de. Durchschnittlich bekommen Frauen im Osten 357 Euro mehr, nämlich 1218 Euro pro Monat. Am besten steht Potsdam mit 1314 Euro da, während im Kreis Bitburg-Prüm (Rheinland-Pfalz) die Rente nur bei 668 Euro liegt. Der Unterschied resultiert aus der historischen Erwerbsbeteiligung: In Westdeutschland arbeiten viele Frauen Teilzeit, während im Osten durch das Erbe der DDR Frauen traditionell stärker berufstätig sind.
Bei Männern sind die Rentenunterschiede zwischen West und Ost geringfügig. Im Westen beträgt die durchschnittliche Rente 1430 Euro und im Osten 1416 Euro. Spitzenreiter bei Männer Renten ist Bottrop (NRW) mit 1686 Euro, das Schlusslicht ist Waldshut (Baden-Württemberg) mit 1201 Euro, was weniger ist als in ostdeutschen Bundesländern.
