Fundstück / 02.10.2014 / 11:30 / 4 / Seite ausdrucken

Frau Wölfle hat es gerne ausgewogen

Die Junge Union Waldkirch bleibt weiter an ihrem Vorhaben dran, den Film “Warum Israel” in Waldkirch zu zeigen. Eine erste Anfrage beim Kommunalen Kino war abschlägig beantwortet worden (die BZ berichtete). Eine weitere Anfrage richtete die Junge Union inzwischen an die Waldkircher SPD. Sabine Wölfle lehnte die Vorführung ab, weil der Film zu einseitig nur die israelische Sicht auf die Konflikte zeige.

Dies stufte JU-Sprecher Holger Nickel als “Solidarität mit einem judenfeindlichen Boykott statt mit einem boykottierten jüdischen Regisseur” ein und forderte von Wölfle eine öffentliche Entschuldigung. Gegen diesen Vorwurf verwahrte sich Sabine Wölfle ließ Nickel wissen, dass sie und ihre Partei jede Form von Extremismus ablehne. Schon in der ersten Reaktion hatte Wölfle der Jungen Union angeboten, eine gemeinsame Podiumsveranstaltung zum Thema Zweistaatenlösung zu veranstalten, um Argumente auszutauschen. “Uns ist die Ausgewogenheit bei dieser Problematik sehr wichtig, weil wir die Existenzberechtigung von Israelis und Palästinensern als gleichwertige Forderung ansehen.” http://www.badische-zeitung.de/waldkirch/junge-union-will-film-zeigen—26051398.html

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Leserpost

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Jörn S.Engelmann / 03.10.2014

Gute Argumente könnte bei einer Waldkircher Podiumsveranstaltung der Schreiimam aus Günther Jauchs Selbsthilfegruppe beisteuern.

Pavel Hoffmann / 02.10.2014

Ich bin überzeugt, dass Frau Wölfle weder weiß was Palästina ist und wer die Palästinenser sind. Dazu müsste sie einfach die Geschichte des Nahen Osten seit 1920 (damals existierten keine Palästinenser und das Gebiet des englischen Mandats Palästina war 5x so groß wie das heutige Israel) nachlesen und sich nicht ausschließlich der linksextremen medialen Gehirnwäsche unterwerfen. Aus diesem Grund argumentiert sie wie jeder Antisemit.

Ralf Schmode / 02.10.2014

Ich hoffe und gehe davon aus, dass die Mehrheit der SPD-Mitglieder zu Israel steht. Es scheint sich jedoch eine Tendenz in der Partei zu entwickeln, den Schulterschluss mit Grünen und Linken für ein künftiges Linksbündnis zu nutzen, um antisemitische (pardon: israelkritische) Positionen in die offizielle Parteilinie zu injizieren. Verkaufen wird man uns dies als “notwendigen Kompromiss”, ohne den eine Linksregierung nicht zu haben wäre. Tatsächlich wartet eine sendungsbewußte Minderheit führender Sozialdemokraten nur darauf, einen Vorwand zu finden, die eigene judenfeindliche Haltung - die oftmals mit einer völlig unkritischen Begeisterung für den Islam einhergeht bzw. sich aus dieser ergibt - zum Bestandteil der offiziösen sozialdemokratischen Programmatik zu machen. Der zunehmende Einfluss von Parteifunktionären mit moslemischem Migrationshintergrund tut ein übriges, diese Entwicklung voranzutreiben. Leider kann man die bürgerlichen Parteien auch nicht von solchen Erscheinungen freisprechen. Die CDU hat ihre Polenze und Todenhöfers, die FDP leistet sich einen Herrn Mazyek, der den aufkeimenden Widerstand der nichtmoslemischen Bevölkerungsmehrheit gegen den immer unverhohlener vorgetragenen Machtanspruch des Islam mit der Judenverfolgung im Dritten Reich vergleicht, aber zum sehr realen und teilweise handgreiflichen Antisemitismus seiner Glaubensbrüder dröhnend schweigt. Und die AfD kürt Kandidaten zu Landtagswahlen, die über das Vehikel der Bankenkritik krude antisemitische Verschwörungstheorien ventilieren (und sich damit im Boot einschlägiger Linksparteiler wiederfinden). Vom Medienmainstream brauchen wir gar nicht zu reden, dort ist der Antisemitismus längst in der Mitte der Redaktionen angekommen. Und auf eine klare Stellungnahme des Bundespräsidenten zum Thema, die den gegenwärtigen Antisemitismus und dessen Ursprünge klar benennt und nicht in wolkigen “Antirassismus”-Worthülsen versteckt, werden wir wohl mindestens so lange warten müssen, bis der Nachfolger des derzeitigen Amtsinhabers gewählt ist.

Fritz Trischberger / 02.10.2014

Eines ist sicher: Ginge es um einen Film, der einseitig die Sicht der Palästinenser darstellte, dann würde niemand der Aufführung dieses Filmes etwas in den Weg legen.

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