An Ideen mangelt es der Truppe nicht, seit sie von Ursula von der Leyen angeführt wird. Ihr fällt ein, worauf kein früherer Chef des Bundesministeriums der Verteidigung gekommen wäre. Kaum dass sie im Dezember 2013 die „Befehls- und Kommandogewalt“ übernommen hatte, kümmerte sie sich um die Aufrüstung der Spinde mit Schminkspiegeln. Das Leben in der Kaserne sollte attraktiver werden, ein bisschen verführerischer Glanz für Stimmung auf den Stuben sorgen. Um von den absehbaren Folgen nicht überrascht zu werden, wollte die Ministerin an den Standorten überdies Platz schaffen für die erweiterte Kinderbetreuung. Auch sollte es Möglichkeiten geben, den Dienst an der Waffe halbtags zu versehen.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde zum militärstrategischen Ziel erklärt. Kaum noch überraschen konnte daher, was vor wenigen Wochen herauskam: der Test passender Umstandskleidung für den Kampfeinsatz. Zahlreiche Soldatinnen waren in das Projekt eingebunden. Doch was helfen die besten Einfälle, wenn sie nicht auf fruchtbaren Boden fallen. Trotz ihres kreativen Bemühens muss die Verteidigungsministern, selbst siebenfache Mutter und insofern durchaus erfahren, einen wachsenden Personalmangel verzeichnen. Obwohl 67.000 Reservisten eingeplant sind, könnten derzeit – im Ernstfall – gerade mal 28.000 einberufen werden.
Pilotprojekt für 19 Versuchskaninchen
Manchen ihrer Vorgänger im Amt dürfte diese Entwicklung entmutigt haben. Nicht so Ursula von der Leyen. Statt zu resignieren, zaubert sie den nächsten Joker aus dem Ärmel. Seit wenigen Wochen läuft ein „Pilotprojekt“ zur Ausbildung von Weekend-SoldatInnen. 19 Frauen und Männer im Alter von 25 bis 55 nehmen daran teil. Allesamt ohne einschlägige Vorkenntnisse, „üben“ die „Ungedienten“ ein gutes Jahr lang erstens das Marschieren, zweitens das militärisch korrekte Grüßen und drittens den Dienst an der Waffe mit dem Sturmgewehr G36.
Jeweils samstags und sonntags wird exerziert und geballert. Die Woche über, während die Freizeit-Rekruten wie gewohnt malochen, Germanistik studieren oder als „alleinerziehende Mütter“ den Haushalt schmeißen, sollen sie sich im „Selbststudium“ weiterbilden. Die Ausbildung erfolgt, so Oswin Veith, der Bundesvorsitzender des Reservistenverbandes, „lebenslagengerecht“. Zu den Höhepunkten zählen die „Durchgänge auf der Schießbahn“. Wer bis zum Ende durchhält, darf sich „als aktiven Soldaten“ ausweisen.
Es lebe die Ladehemmung!
Ein „kreativ neuer Ansatz“ deutscher Verteidigungspolitik und eine Mordsgaudi obendrein. Endlich einmal etwas anders als das langweilige Abhängen im Schwimmbad oder auf der Skipiste, zumal sich das Risiko, schon technisch bedingt, in Grenzen hält. Anders als ehedem, da Hitler sein letztes Aufgebot, den „Volkssturm“, Kinder und Greise, an die Heimatfront kommandierte, dürfen die Hobby-Soldaten Ursula von der Leyens bei ihren Geländespielen fröhlich „Peng-Peng“ machen, ohne sich ernster Gefahr auszusetzen. Davor bewahrt sie schon die Ladehemmung des Geräts, das die Ministerin der Bundeswehr zur Verfügung stellt.
Wie die hauptberuflichen Soldaten den Spaß verstehen, wenn sie ihren Kopf bei Auslandseinsätzen hinhalten müssen, mag dann eine andere Frage sein, irrelevant für die Statistik des militärischen Personalbestands. Um ihn aufzuhübschen, ist Ursula von der Leyen um keinen Einfall verlegen. An der Heimatfront hat sie es abermals verstanden, mit einer Schnapsidee von sich Reden zu machen.
Beitragsbild: Anthony L. Ortiz Marines Flickr via Wikimedia Commons

Der Umgang mit der Bundeswehr steht exemplarisch für die verworrene Haltung unserer Regierung und der meisten Parteien zur inneren und äußeren Sicherheit, zu Nation, Identität, Heimat und unseren westlichen Werten.
Frau v. d. L. ist mit einer geistigen Ladehemmung beseelt, dass es wieder zum Schiessen ist. Was kommt eigentlich als Nächstes? Ist es der camouflagierte Monatshygiene-Artikel zur tarnenden Feldhygiene oder der Elektropanzer aus recycelten Wehrmachts-Devotionalien? Diese Frau ist ein Synonym für die sich der Lächerlichkeit preis gebenden Polit-Garde und ein Garant für die Demilitarisierung Deutschlands. Im Verteidigungsfall rufen wir besser die Feuerwehr, weil die Polizei nämlich ihrerseits gerade von der Antifa verhauen wird.
S. g. Frau von der Leyen, für - immerhin gefährliche – „Spielchen“ auf der Straße haben wir die Polizei. Die Bundeswehr, ehemals gedacht als Verteidigungsarmee, hat aber den Auftrag, zu schießen. „Abschrecken“ auch, klar, aber nur „verteidigen“ ist ja auch schon nicht mehr. Also - schießen, so mit Toten - am Ende der Flugbahn eines Projektils, ist nicht auszuschließen. Politikerseits wurde unsere Verteidigungsarmee ja schon „umgewidmet“ in „NATO-Beistands-Angriffsarmee“. Also meine Frage an Sie: wenn schon Frauen in diese Verantwortung hinein organisiert werden sollen, dann bitte nicht als Wochenend-Amüsement-Veranstaltung ! ! Ihre Verantwortung!
"Pilotprojekt für 19 Versuchskaninchen" Ich wette da werden sich auch noch genügend zur Verfügung stellen. Soll das jetzt wahr sein oder ist es Kasperle- Theater ? Ein Gewehr mit Ladehemmung. Darüber konnten wir ja schon vor Monaten lachen obwohl es beschämend ist. Und noch was, glaubt wirklich noch jemand, falls ein Krieg ausbrechen sollte, daß dann die "Hobby Soldaten" und Gewehre noch gebraucht werden ?? Wenn es zu einem Krieg kommen sollte, was der liebe Gott- wenn es einen geben sollte,-verhindrn muß, weil da wahrscheinlich Waffen eingesetzt werden, an die ich nicht mal im Traum denken möchte. Frau Leyen "überrascht" ,bestimmt nicht nur mich, mit ihrer "unübertrefflichen Kompetenz" mal wieder ungemein. WER bezahlt denn diese 19 "Versuchskaninchen ??" Der Steuerzahler ??
Gibt es irgendein Feld, auf dem die Merkelregierung etwas geleistet hat? Ich bin dankbar für entsprechende Hinweise.
Man sollte nur noch Politiker Verteigungsminister werden lassen, die ihrem Land bereits gedient haben. Ebenso sollten Gesundheitsminister Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr geleistet haben.
Demokratien und tolerante und aufgeklärte Gesellschaften müssen wehrhaft, sonst werden sie überrollt und in Schlachthäuser verwandelt. Dazu braucht es auch eine einsatzfähige und verteidigungsbereite Bundeswehr. Es ist deshalb unerlässlich die Wehrpflicht wieder einzuführen. Vielmehr braucht es aber wieder eine gemeinsame Identität, verlässliche Gesetze und eine klare Abgrenzung.